Olympia 2016 - Schwimmen/Wasserspringen/Wasserball


Wurzelsepp

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Der wurde aber soeben geschlagen, und zwar von einer Amerikanerin, die sich nicht einmal für Olympia qualifiziert hat :saint:

Ich denke auch, dass im Schwimmen nicht alles sauber ist, aber wo ist das schon?? Da aber Wasser nicht das natürliche Element des Menschen ist, ist wohl die Forschung bezüglich Strömungswiderstand und Technik noch ausbaufähiger als in der Leichtathletik. Dazu ist der Strömungswiderstand naturgemäss viel grösser als der Luftwiderstand an Land und damit der kleinste Fortschritt in dem Bereich hat viel grössere Auswirkungen.
 

Murphy

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Der wurde aber soeben geschlagen, und zwar von einer Amerikanerin, die sich nicht einmal für Olympia qualifiziert hat :saint:

Ich denke auch, dass im Schwimmen nicht alles sauber ist, aber wo ist das schon?? Da aber Wasser nicht das natürliche Element des Menschen ist, ist wohl die Forschung bezüglich Strömungswiderstand und Technik noch ausbaufähiger als in der Leichtathletik. Dazu ist der Strömungswiderstand naturgemäss viel grösser als der Luftwiderstand an Land und damit der kleinste Fortschritt in dem Bereich hat viel grössere Auswirkungen.
Ich finde es trotzdem sehr bemerkenswert, dass der Zeitunterschied zwischen einem Peaty und einem vom Lehm auf 100 Brust 2,5 Sekunden beträgt. Das sind doch Welten.
 

theGegen

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Ich bin über ein paar frühe und spätere Jugendjahre (nachdem ich Fußball leider wegen Meniskusschaden aufgeben musste) einigermaßen leistungsorientiert im Schwimmverein unterwegs gewesen... das war früher wirklich elendiges Geschinde und knochenhartes Training, bis es zu Bezirksmeisterschaften oder Landes-Bestenlisten reichte.
Bis irgendwann in den späten 70ern / frühe Achtziger ... und später sowieso .... :rolleyes: die Zeiten geradezu nach unten implodierten.
@Wurzelsepp liegt schon richtig. Bessere Kenntnis von Strömungswiderständen und angepassterem Bewegungstil spielten eine entscheidende Rolle. Schallmauern von unter 1 Minute 100 m Kraul oder unter 1:10 Minuten 100 m Brust im Jugendbereich wurden zur Regel und evtl. auch lediglich alleine über bessere Trainingsmethodik plausibel.
Doch irgendwann war auch offensichtlich, dass neueste Fabelzeiten nur über fragwürdige Steuerung zustande kommen konten. Und zwar systematisch.
 

Who

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"Nicht dass Glania das passiert, was x (name vergessen) gestern über 100m Brust passiert ist ..." Ich warte auf den spannenden Reveal: Fehlstart ? Wendefehler ? Was sonst ? "... das er sich nicht mehr verbessert" :laugh:

Gibt es beim Schwimmen eigentlich, analog zur Leichtathletik, schnelle und langsame Becken ?
 

Murphy

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"Nicht dass Glania das passiert, was x (name vergessen) gestern über 100m Brust passiert ist ..." Ich warte auf den spannenden Reveal: Fehlstart ? Wendefehler ? Was sonst ? "... das er sich nicht mehr verbessert" :laugh:

Gibt es beim Schwimmen eigentlich, analog zur Leichtathletik, schnelle und langsame Becken ?
Du meinst den Spanier.

Es gibt schnelle und langsame Becken.
 

Tuco

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Ist aber doch nicht nur ein Doping- sondern auch ein Wohlstandsproblem. Welcher deutsche (gutgestellte, mit allen Möglichkeiten) Jugendliche ist noch bereit, sich Stunde um Stunde im Becken abzuplagen, da werden lieber Pokémon gejagt, Partys gefeiert, Selfies gepostet (um alle Klischees zu bedienen)... :clown:
Schwimmen ist einfach ein unglaublicher Schindersport, da werden schon in jungen Jahren riesige Umfänge trainiert, dazu stelle ich es mir sehr monoton vor, stundenlang in einem Becken hin- und herzuschwimmen. Dazu sind die Verdienstmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Sportarten gelinde gesagt bescheiden, da muss ein Jugendlicher schon sehr sehr überzeugt vom Schwimmen sein, um das wirklich bis zum bitteren Ende durchzuziehen. Da hat der deutsche (und auch schweizerische, österreichische,...) Jugendliche bessere Optionen, sei es anderer Sport, sei es Berufsausbildung/Studium und so... und mindestens in der Schweiz ist voll auf den Sport setzen nur gerade bei Fussballern und Eishockeyanern einigermassen akzeptiert, alle anderen lernen vernünftigerweise (man ist schliesslich nur eine üble Verletzung vom Karriereende entfernt) noch einen "anständigen" Beruf.

Naja, die USA und Australien haben das Problem aber offensichtlich überhaupt nicht, die "produzieren" auch als wohlhabende Gesellschaften immer wieder neue Weltklasseschwimmer. Eine Schwedin, ein Japaner und ein Brite haben auch schon Gold geholt. Taugt insofern wohl nicht so wirklich als Erklärung.
 

germanwunderkin

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Doch. Weil durch das Uni System erheblich bessere Trainingsbedingungen für US Amerikanische Sportler herrschen. Da wird eben durch ein Sportstipendium während der Schwimmkarriere nebenher studiert. Bring Leistungssport und Studium in Deutschland mal unter einen Hut...
 

Wurzelsepp

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Speziell in Australien hat aber Schwimmen einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland, dort ist Schwimmen quasi "Nationalsport". Du kannst auch nicht deutsche Biathleten mit kanadischen Biathleten vergleichen, obwohl klimatisch die Kanadier wohl sogar bessere Voraussetzungen haben...
Wie es in den USA aussieht, weiss ich aber nicht.
 

Tuco

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Doch. Weil durch das Uni System erheblich bessere Trainingsbedingungen für US Amerikanische Sportler herrschen. Da wird eben durch ein Sportstipendium während der Schwimmkarriere nebenher studiert. Bring Leistungssport und Studium in Deutschland mal unter einen Hut...

Richtig. Das zeigt halt, dass es durchaus möglich ist, wenn man es denn will. Daran fehlt es in Deutschland doch in erster Linie. Wahrscheinlich, weil man auch keine echte Sportnation ist, sondern eigentlich eine reine Fußballnation. Olympia und seine Sportarten interessiert während der 16 Tage, davor und danach fast keine Sau. Während nach einem Vorrundenaus bei einer Fußball-EM wie 2000 nachhaltig Weltuntergangsstimmung herrscht und alle Hebel in Gang gesetzt werden, damit man schnellstmöglich wieder Weltklasse wird (was ja auch geklappt hat).
 

L-james

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Speziell in Australien hat aber Schwimmen einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland, dort ist Schwimmen quasi "Nationalsport". Du kannst auch nicht deutsche Biathleten mit kanadischen Biathleten vergleichen, obwohl klimatisch die Kanadier wohl sogar bessere Voraussetzungen haben...
Wie es in den USA aussieht, weiss ich aber nicht.
Zumal man auch keine Vorzeigeschwimmer hatte.

Leute wie Ian Thorpe ziehen einfach komplett. Selbst ich als nicht Australier und gelegenheits Schwimmgucker habe mich von so einem verzaubern lassen, sehr cooles und lässiges Auftreten, als junger Hüpfer oder Jugendlicher denkst du dir da auch, woahh wäre ziemlich cool wenn ich wie Thorpe sein könnte und auch so ein starker Schwimmer wäre usw.

Aber natürlich sind die Möglichkeiten die einem geboten werden immer das Entscheidende, Deutschland ist ja auch in vielen Sportarten vorne dabei und bietet ne gute Struktur, habe immer das Gefühl das in Deutschland sobald man irgendwo nicht ganz so gut ist, sofort alles hinterfragt wird und es nicht sein kann das man dort keine Weltklasseleute hat usw., aber die USA oder das System mit der Bevölkerung von China sind halt einfach nochmals andere Kaliber als wie Deutschland, aber am Ende würde ich Deutschland egal ob Wintersport oder sonst alle Sportarten im Packet unter die top5 auf der ganzen Welt setzten, das ist ganz ordentlich.
 

Wurzelsepp

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Deutschland (und allgemein Westeuropa) ist halt eher eine "private" als eine "staatliche" Sportnation, dh der Staat hält sich viel mehr raus. Natürlich gibt es die Sportlerstellen bei Polizei/Armee/Grenzschutz, aber sonst ist die Privatwirtschaft resp. jeder Einzelne für den Sport verantwortlich. Und da hat halt der Fussball das nötige Geld, das dem Schwimmen oder zT auch der Leichtathletik fehlt.

Die Art der Sportförderung, auch in den finanziell gutbetuchten Sportarten ist in Europa ganz anders. In den USA übernehmen quasi alles die Unis, auch dort, wo genug Geld von der Privatwirtschaft vorhanden wäre (Football, Baseball, Basketball), in Europa haben die Unis da keine Bedeutung... hat sich halt so eingebürgert und ich kann nicht sagen, welches "besser" ist.
 

Aronofsky

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Man kann halt nicht in allen Sportarten vorne mit dabei sind. Mir wäre es auch lieber der Fussball hätte einen kleineren Stellenwert und andere einen grösseren.
 

L-james

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Daran fehlt es in Deutschland doch in erster Linie. Wahrscheinlich, weil man auch keine echte Sportnation ist
Achja wer sind denn für dich echte Sportnationen?

Alleine wenn man nur die letzten Olympischen Spiele 2012 und 2014 hernimmt, dann war Deutschland jeweils im Medaillenspiegel auf Platz 6, dazu kommen zahlreiche Resultate außerhalb der Medaillenränge.

Das ist schon bockstark und besser waren eigentlich nur, USA mit 1 und 4, Russland mit 4 und 1

Ansonsten die Franzosen z.B. mit 7 und 10 oder Nationen wie Norwegen im Wintersport stark dafür Sommerspiele deutlich schwächer oder die Chinesen die im Wintersport etwas schwächer sind usw.

Deutschland ist absolut ne Sportnation, man ist fast überall dabei oder gar in Medaillennähe, man kann nicht erwarten das man überall vorne mitspielt. Klar könnte es im Gesamtpacket sogar noch etwas besser sein, aber im Großen und Ganzen ist das schon sehr ausgeglichen bis stark was Deutschland da im Sport aufbieten kann.


ps: noch ne aktuelle Statisitk, Deutschland bietet die drittgrößte Mannschat in Rio auf.
 

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Deutschland hat übrigens 2012 mehr Medaillen pro Einwohner geholt als die Amis :saint: (ok, insgesamt da nur Platz 38)

Und ja, der Collegesport spielt in den USA gerade in einer Sportart wie Schwimmen eine riesige Rolle, genauso wie z.b im Turnen ganz andere Strukturen existieren.
 

L-james

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Deutschland hat übrigens 2012 mehr Medaillen pro Einwohner geholt als die Amis :saint: (ok, insgesamt da nur Platz 38)

Und ja, der Collegesport spielt in den USA gerade in einer Sportart wie Schwimmen eine riesige Rolle, genauso wie z.b im Turnen ganz andere Strukturen existieren.
Die Amis sollte man da eh nicht als Maßstab hernehmen, die mit ihren Systemen sind wohl eh einmalig und die haben überall ne Historie und große Geschichten, die nehmen Niederlagen gegen Chinesen oder Russen in vielen Sportarten als Kriegserklärung.

Finde da Großbritannien eher besser zum Vergleich, die allgemein im Sport die letzten Jahre sehr viel richtig machen und vielmehr investieren und Möglichkeiten aufbieten, natürlich spielten da die Spiele 2012 auch ne große Rolle, aber die haben die Deutschen überholt und scheinen da in naher Zukunft auch gut aufgestellt zu sein in sehr vielen Bereichen.
 

germanwunderkin

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Die Spiele 2012 spielten nicht nur auch eine Rolle, sie sind der Hauptgrund, für den Aufschwung des Britischen Sports! Was für Unsummen da in Förderungen gepumpt wurden, kann man mit denen, die in den deutschen Fussball im Rahmen der WM 2006 gesteckt wurden, vergleichen.
 

Tuco

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Achja wer sind denn für dich echte Sportnationen?

Alleine wenn man nur die letzten Olympischen Spiele 2012 und 2014 hernimmt, dann war Deutschland jeweils im Medaillenspiegel auf Platz 6, dazu kommen zahlreiche Resultate außerhalb der Medaillenränge.

Das ist schon bockstark und besser waren eigentlich nur, USA mit 1 und 4, Russland mit 4 und 1

Ansonsten die Franzosen z.B. mit 7 und 10 oder Nationen wie Norwegen im Wintersport stark dafür Sommerspiele deutlich schwächer oder die Chinesen die im Wintersport etwas schwächer sind usw.

Deutschland ist absolut ne Sportnation, man ist fast überall dabei oder gar in Medaillennähe, man kann nicht erwarten das man überall vorne mitspielt. Klar könnte es im Gesamtpacket sogar noch etwas besser sein, aber im Großen und Ganzen ist das schon sehr ausgeglichen bis stark was Deutschland da im Sport aufbieten kann.


ps: noch ne aktuelle Statisitk, Deutschland bietet die drittgrößte Mannschat in Rio auf.

Ich meine es eher in Bezug auf das öffentliche Interesse. Da herrscht doch einfach eine riesige Lücke hinter dem Fußball gegenüber allen anderen Sportarten. Was doch auch zur Folge hat, dass fast alle anderen riesige Probleme haben, Sponsoren zu finden. OK, es gibt natürlich noch Sachen wie Formel 1, aber das ist doch keine ernsthafte Sportart in dem Sinne, dass da Fans auch die realistische Möglichkeit haben, das selbst zu betreiben. Ich schätze mal, bei Mannschaftssportarten ist Handball die #2, aber eine so riesige Lücke hinter der #1 gibt es wohl in nur wenigen anderen Nationen.

Klar ist Deutschland auch bei Olympia nicht so schlecht, aber das liegt da doch weniger an staatlich geschaffenen Strukturen, sondern daran dass einige Sportarten wie Hockey, Rudern, Reitsport und so weiter an gewissen einzelnen Orten sehr beliebt sind und dort sehr gute Arbeit gemacht wird, sogar auf Weltklasseniveau. Bundesweite Popularität hat das aber doch trotzdem nicht, abgesehen von Olympia.

Bezieht sich aber nur auf Sommersport, im Wintersport mag es anders aussehen, immerhin wird das auch nicht nur bei Olympia im Fernsehen stundenlang übertragen. Dazu kann ich aber wenig sagen, das verfolge ich fast gar nicht.
 

L-james

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@Tuco

jo da gebe ich dir natürlich Recht, der Fußball überstahlt da alles, da gibt es wenig bis kein Platz für andere zum Atmen, wäre schön wenn im Fußball weniger Kohle im Umlauf wäre und man den Batzen bei den anderen Sportarten aufteilen könnte, das ist schon ein sehr heftiger Unterschied.

Während man in so vielen Sportarten schlichtweg nicht sonderlich toll verdienen kann, obwohl es da auch Spitzensport auf Weltklasseniveau betrieben wird, sind die Summen im Fußball nur noch ekelhaft.

Fände es ziemlich stark wenn man Fußball als Fan etwas den Rücken kehren würde und sich dafür für andere Sportarten mehr interresieren würde, aber das ist natürlich nur Träumerei.
 
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