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Reisen - Ab in den Urlaub


Wir nehmen uns im Sommer Estland vor und haben ein schönes Tiny House in Neeme (rund 40min östlich von Talinn) direkt am Meer gebucht. Falls ihr irgendwelche Tipps habt, dann gerne her damit :)

Kurzer Recap zu unserem zweiwöchigen Urlaub in Estland:

Landschaftlich ein traumhaft schönes Land. Wir hatten an der Nordküste unsere Unterkunft und haben dort zahlreiche krasse Sonnenuntergänge am Strand genießen dürfen. Generell sind die Küstenlinien geradezu malerisch. Ein Trip nach Käsmu ist mir da besonders in Erinnerung geblieben. Da wir eher Aktivurlauber sind waren wir aber auch viel auf Wanderungen in den Nationalparks unterwegs. Schon fast mystisch, wenn man da vollkommen allein durch die Wälder streift (inklusive Wildtier-Begegnungen ;)).

Wir waren natürlich auch in Tallinn (wunderschöne Stadt) und haben an einem Tag noch Tartu besucht. Dort muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt gewesen sein, aber das estnische Nationalmuseum dort lohnt sich sehr. Zum einen von der krassen Architektur her und zum anderen, damit man die Geschichte des Landes besser versteht.
Die Ablehnung gegenüber Russland ist allgegenwärtig (überall ukrainische Flaggen z.B.) und die Angst wieder vom russischen Machtapparat vereinnahmt zu werden ist real (wir haben uns mit einigen Einheimischen unterhalten).

Das Land ist krass digitalisiert, extrem westlich geprägt und mit Englisch kommt man wirklich fast überall durch. Das Wetter muss man allerdings schon mögen ;) Wir hatten zwischen 20 und 24 Grad (im Juli), immer mal wieder Regen und es kann schnell frisch werden, wenn der Wind aufzieht. Die Sonne brennt dafür gefühlt umso stärker rein. Da ich Hitze nicht ab kann, war es für mich jedenfalls eine absolute Erholung aus dem glutheißen Süddeutschland rauszukommen.

Unter dem Strich kann ich Estland nur absolut empfehlen. Vor allen Dingen, wenn man Ruhe und Entschleunigung sucht. Touristisch ist außerhalb Tallinns nichts auch nur ansatzweise überlaufen.
 
So Leute, meine kleine Irland/Nordirland Rundreise ist dann leider schon wieder vorbei.
Aber sie war ein voller Erfolg, ich war wirklich so begeistert von diesem Land.

Hier mein kleines Reisetagebuch:

1.-3.Tag Dublin:
Am Flughafen Dublin erstmal die "Leap Card" geholt. Mit der kann man für gerade mal 18€ für die 3 Tage alle öffentlichen Verkehrsmittel fahren. Dann mitm Bus in die City zum Hotel gefahren. Unser Hotel lag sehr zentral in der Nähe vom Fluss Liffey. Von dort aus war auch das Stadtzentrum bequem zu Fuß zu erreichen. Am 1.Tag haben wir uns natürlich erstmal sich in der Stadt orientiert und gleich mal einen Rundgang gemacht. Am Fluss entlang zum Hafen, am EPIC (Irish Emigration Museum) vorbei, Custom House, Ha'penny Bridge, The Spire, Molly Malone Statue bis hin zum Trinity College. Danach dann noch durch die Einkaufsstraße "Grafton Street" gelaufen und dann natürlich schon mal den Bezirk "Temple Bar" für abends Ausgekundschaftet.
Auch tagsüber ist vor allem die berühmteste Temple Bar ein Touristenmagnet. Abend dort natürlich gleich mal ne Pub Tour gemacht mit viel Bier und guter irischer Live Musik.
Tag 2 begann dann damit das Guinness Storehouse (Brauerei) zu besichtigen. Die ging dann ein paar Stunden mit einem Freibier am Ende auf der Rooftop Bar wo man eine richtig geile Sicht über Dublin hat. Kann ich nur jedem empfehlen diese Tour. Richtig stark gemacht. Dann ging's weiter zur St.Patrick's Cathedral die auch wirklich was her macht. Ich konnte es mir dann nicht nehmen lassen und mein Kumpel davon zu überzeugen daß wir noch zum Aviva Stadium (Fußball) rausfahren. Das haben wir uns dann noch angesehen, dafür musste ich ihm versprechen das wir uns morgen dafür den Croke Park (Rugby) ansehen.^^
Apropos Croke Park, an diesem Tag war die Stadt gefüllt mit Menschen in verschiedenen Trikots. Wir haben uns die ganze Zeit gefragt was da los ist. Haben dann herausgefunden das das Landesfinale im "Gaelic Football" heute in Dublin zwischen Kerry & Mayo stattfindet. Da war natürlich während des Spiels die ganze Stadt wie gebannt vor den Fernsehern. Abends ging's dann natürlich wieder feiern im Pub für uns. Am 3.Tag haben wir dann unseren Mietwagen abgeholt und waren dann mobil. Sind dann gleich mal mitm Auto bissl außerhalb von Dublin auf die Halbinsel Howe gefahren. Dort hat man zum ersten Mal live die wunderschöne Natur Irlands gesehen. Steile Klippen, enge Wege, die Vegetation und eine geile Sicht aufs Meer mit Leuchttürmen usw.

4.Tag: Rock of Cashel, Cork, Ring of Kerry
Am nächsten Tag hieß es dann Good Bye Dublin und wir führen die Autobahn Richtung Süden runter. Unser erster Stopp war bei Rock of Cashel. Ein 65 Meter hoher Kalksteinfelsen mit mehreren historischen Gebäuden drauf. Eine alte gotische Kathedrale uvm. kostete zwar 8€ Eintritt aber war schon sehenswert. Vor allem wenn man von unten auf den Felsen schaut isses wirklich sehr beeindruckend. Von dort aus ging's weiter nach Cork in die zweitgrößte Stadt Irlands. Wir machten dort einen kleinen Stop und sind bissl durch die Stadt geschlendert. Cork fand ich wenn ich ehrlich bin nicht so schön, aber zumindest hab ich es mal gesehen. Ja, und dann das Highlight des Tages. Mit unserem Auto (wir hatten zum Glück einen SUV) ging's dann auf den Ring of Kerry mit seinen engen und spektakulären Straßen. Das war zwischendurch abenteuerlich wie bei einer Rallye.^^
Aber der Ring of Kerry und der Wild Atlantic Way waren einfach sensationell. Überall gab's Anhaltemöglichkeiten bzw. Aussichtspunkte wo man die Schönheit Irlands entdecken konnte. Wirklich sensationell alles. Abends dann ins Airbnb nach Limerick und die Eindrücke auf sich einwirken lassen.

5.Tag: Cliffs of Moher, Galway
Am nächsten Tag kam gleich das nächste Highlight. Man kann schon sagen es war DAS Highlight. Wir fuhren zu den Cliffs of Moher. Als wir dort ankamen, regnete es wie aus Eimern. Wir haben es dann trotzdem riskiert, und es wurde belohnt. Nach 30 Minuten kam die Sonne raus und wir hatten beste Sicht auf die Klippen. Wir standen meist einfach nur da und waren so sehr beeindruckt von diesem Naturwunder. Das muss man einfach gesehen haben wenn man nach Irland fliegt. Wir waren dort ein paar Stunden und sind eigentlich alles abgelaufen was man da ablaufen konnte. Im Visitor Center gab's noch ne interessante Ausstellung wie alles entstanden ist usw.
Ich kann euch gar nicht diesen Eindruck widergegeben, wenn man da dran steht. Einfach nur GEIL!
Von den Cliffs of Moher ging's dann wieder weiter über den Wild Atlantic Way Richtung Norden nach Galway. Wir machten noch einen Zwischenstopp beim Danguire Castle und haben uns das angesehen. Dann ging's wie gesagt nach Galway. Wir sind dann Abends noch bissl in die Stadt und haben die Pubs etwas unter die Lupe genommen. Galway hat übrigens eine größere Pub Kultur als Dublin. Noch dazu als wir dort waren, fanden dort die "Galway Races" statt. Das sind traditionelle Pferderennen die eine ganze Woche gehen. Die Stadt war natürlich dementsprechend geschmückt und es war viel los. Galway machte richtig Spaß und die Menschen sind dort einfach nur herzlich. Man hat natürlich auch gemerkt das es ne Uni Stadt ist, da viele junge Leute immer unterwegs waren. Wir hatten Abends auf jeden Fall eine Mords Gaudi dort. Und ich hab nicht nur ein Galway Girl kennengelernt. 😅

6.Tag: Galway, Zentralirland, Nordirland (Belfast)
Der Vormittag stand unter dem Motto "Galway". Sind erstmal wieder bissl tagsüber durch die Stadt und ich hab mir dann gleich einen Irish Coffee gegönnt und wir haben dort einfach nur unser Leben gechillt. Gegen Mittag ging's dann wieder los auf die Autobahn. Auf unserem Weg nach Nordirland sind wir noch am Clara Bog Reserve (eines der letzten Hochmoore Europas) und am der Kilbeggan Whiskey Distillery vorbei gekommen und haben uns das angesehen. Dann ging's schon weiter Richtung Dundalk und dann über die Grenze nach Nordirland. Obwohl die Nordiren ja zu Großbritannien gehören und deshalb auch nimmer in der EU sind gab's keine Grenzkontrolle. Du könntest also einfach durchfahren. Man musste sich nur was die Geschwindigkeitsbegrenzungen angeht umstellen von km/h auf m/ph. In Belfast dann angekommen (die Stadt ist wirklich nicht sehr groß) haben wir abends dann natürlich erstmal wieder die Stadt erkundet. Belfast ist wirklich eine schöne Stadt und natürlich die Bauweise alles im britischen Stil. In Nordirland hängen auch an so gut wie jedem Laternenmast die Flaggen von GB und Nordirland. Die zeigen offen raus das sie lieber britisch sein wollen.
Ansonsten wie gesagt, eine lebenswerte Stadt fand ich. Wir sind dann erstmal Richtung Rathaus und Zentrum gelaufen, dann noch an Hafen und das wars mit den ersten Eindrücken der Stadt.

7.Tag: Giants Causeway, Carrick-a-Rede, The Dark Hedges, Belfast
Am 7.Tag ging's dann an die Nordküste der Insel. Erster Stopp war der Giants Causeway. Der Weg dorthin ging erstmal 30 Minuten an tollen Steilküsten vorbei und man konnte den Weg dorthin super genießen. Am Giants Causeway angekommen war man natürlich gleich beeindruckt zu was die Natur im Stande ist. Diese versetzten Steine sind einfach nur sensationell anzusehen und man kann dort alles selbständig erklimmen. Danach ging's wieder weiter über eine richtig schöne Küstenstraße zu Carrick-a-Rede. Das ist ein super schöner Weg den man an der Küste entlang laufen kann. Am Ende gibt's dann eine Hängebrücke auf eine kleine Insel. Dieser Übergang kostet aber stolze 23£. Wir haben uns das gespart und man hatte trotzdem eine richtig geile Sicht. Wir konnten sogar bei klarem Wetter bis nach Schottland schauen. Von diesen grandiosen Eindrücken ging's dann (für alle Game of Thrones Fans) zu den Dark Hedges. Diese spektakuläre Straße mit den verschnörkelt gewachsenen Bäumen war auch wieder sensationell anzusehen.
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stopp in Ballymoney (Mein Kumpel wollte den Joey Dunlop Memorial Garden sehen) und wir fuhren noch bei der größten Whiskey Distillery Nordirlands "Bushmills" vorbei.
Abends wurde dann wieder Belfast unsicher gemacht. Im berühmten "Crown Pub" waren wir erst lecker essen und haben uns dort das ein oder andere Pint gegönnt. Danach ging's dann in die Innenstadt und wir waren in paar Locations mit toller Live Musik und haben einfach Party gemacht mit dem Einheimischen.

8.Tag: Belfast
Heute stand der ganze Tag unter dem Zeichen Belfast entdecken. Wir machten an diesem Tag eine große Tour durch Belfast. Besuch der Friedenslinie (war damals die Grenze zwischen dem katholischen und protestantischen Bezirk). Dort gab es viele schöne Wandmalereien v.a. aus der Zeit der Ausschreitungen zwischen der britischen Armee und der IRA. Apropos IRA, ich machte dann noch einen Besuch im Irish Republican History Museum. Es war sehr informativ mit vielen Themen zum Thema IRA und die Unabhängigkeit Irlands. Dazu war der Eintritt frei und man bekam eine kleine Führung von einer sehr netten Dame. Dann sind wir in den Café Hill Country Park gefahren, wo es einen Aufstieg gab von dort aus man eine richtig tolle Sicht über die Stadt hatte, dazu kam man dann auch noch am Belfast Castle vorbei. Danach ging's dann zurück in die Innenstadt die gut gefüllt war ( es war schließlich Samstag) und wir schlenderten einfach durch die City bis zum Hafen runter. Am Hafen angekommen sind wir dann noch ins sehr moderne Titanic Museum und haben uns das angesehen. In Belfast wurde die Titanic damals gebaut und man bekam wirklich einen super Einblick in alles. Man konnte sogar noch das Trockendock von damals sehen in dem die Titanic lag. Das war einfach riesig. Als wir dort fertig waren ging's weiter den Hafen runter bis zum Ende. Im Hafen gab's übrigens mehrere große bunte Fensterscheiben im "Game of Thrones" Stil.
Kurz vor Dublin gab's sogar noch eine "Game of Thrones Experience". Also Fans der Serie haben in Nordirland auf jeden Fall ihren Spaß.
An unserem letzten Abend dort sind wir dann nochmal in Pub und haben es uns zum Abschied dort nochmal gut gehen lassen.

9.Tag: zurück nach Dublin und Abflug
Leider hieß es dann Abschied nehmen. Wir fuhren von Belfast zurück nach Dublin zum Flughafen. Auto abgegeben. Der Linksverkehr und auch das Lenkrad auf der anderen Seite war übrigens gar nicht so schwer wie ich gedacht habe. Man ist relativ schnell drin. Aber es gibt auch auf der grünen Insel viel zu viele Kreisverkehre.^^
Ja, dann zum Abschluss gab's noch ein Guinness und dann hieß es "Slán Go Fóill, a Chara!"
Goodbye Irland!

Mein Fazit: Es hat sich sowas von gelohnt!
Irland ist ein so super schönes Reiseland. Die Landschaft, Natur und auch die Menschen dort einfach nur toll. Dazu die angenehmen Temperaturen. Dort waren es wenn's hoch kommt jeden Tag um die 20 Grad rum. Und als ich in München aus'm Flieger bin kam der Backofen. 😵😅

@lastsamurai Nordirland lohnt sich auf jeden Fall.
Wenn du Fragen hast kannst dich gerne an mich wenden. 🙂
 
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