Rodeln, Skeleton, Bob bei den Olympischen Winterspielen 2026 🇮🇹


Finn-Lady

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Und was ist mit dem Holmenkollen in Oslo, wo jedes Jahr Weltcupspringen ausgetragen werden? Und den Schanzen von Courchevel, die bis 2019 beim Grand Prix dabei waren? In Seefeld wird ebenfalls noch gesprungen.

Ich finde es schon schwierig, etwas Halbwissen einfach mal als Fakt rauszuhauen 🤷‍♀️
 

Wurzelsepp

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Aber vielleicht zählt Asien ja gar nicht mit.
Was mich diese ganzen überheblichen "Endlich ist der Wintersport wieder da, wo er hingehört!" - Kommentare geärgert haben.
Natürlich zählt das, ist aber aus (für mich) zwei Gründen nicht "das Gleiche":
1. Wettkampfzeiten (wieder für mich!!!) mitten in der Nacht, das macht es in Europa halt schon eher unattraktiv.
2. Keine Zuschauer! Damit meine ich jetzt nicht Peking, das war speziell aber auch 2018 in Pyeongchang hatte es kaum Zuschauer bei den Wettbewerben. Da kam dann (neben der Müdigkeit, da Pt 1) auch bei mir vor dem TV keine Stimmung auf. Das war auch dieses Jahr nicht immer super, aber Biathlon oder Langlauf macht doch viel mehr Spass, wenn es auch Publikum vor Ort hat.
 

Hakuba

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Natürlich zählt das, ist aber aus (für mich) zwei Gründen nicht "das Gleiche":
1. Wettkampfzeiten (wieder für mich!!!) mitten in der Nacht, das macht es in Europa halt schon eher unattraktiv.

Irgendwo ist nun einmal immer Nacht. Was für Dich "unattraktiv" ist, passt für andere sehr gut. Das kann kein Maßstab zur Beurteilung sein.

2. Keine Zuschauer! Damit meine ich jetzt nicht Peking, das war speziell aber auch 2018 in Pyeongchang hatte es kaum Zuschauer bei den Wettbewerben. Da kam dann (neben der Müdigkeit, da Pt 1) auch bei mir vor dem TV keine Stimmung auf. Das war auch dieses Jahr nicht immer super, aber Biathlon oder Langlauf macht doch viel mehr Spass, wenn es auch Publikum vor Ort hat.

Nagano 98 hatte 1,3 Mio. Zuschauer vor Ort und sehr viel Begeisterung trotz z. T. sehr nassen Wetters.
Deutsche Sportler wie Medienvertreter schwärmten davon.
 

Wurzelsepp

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Irgendwo ist nun einmal immer Nacht. Was für Dich "unattraktiv" ist, passt für andere sehr gut. Das kann kein Maßstab zur Beurteilung sein.
Ich kann ja nur für mich schreiben und nicht für die Südamerikaner... und da wir ein (vorwiegend) DACH-Forum sind, ist es logisch, dass ganz vieles aus der DACH-Perspektive geschrieben wird. Dürfte in Japan oder Kanada nicht anders sein.

Zum Zweiten: Das wird stimmen, ich kann mich schlicht in Nagano quasi nur noch an den Maier-Flug erinnern, aber in Pyeongchang war es zum Teil wirklich traurig anzuschauen. Kommen die Spiele nach Sapporo (was mir gefallen würde, die Schweiz hat gute Erinnerung daran...), so hoffe ich auf mehr Zuschauer!
 

Marti

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so hoffe ich auf mehr Zuschauer!
Davon wäre wirklich auszugehen auch über die verschiedenen Disziplinen hinweg .

Ich meine selbst wenn man hier nur auf lokaler Ebene bleibt, reden wir hier von einer Millionenstadt in unmittelbarer Nähe zu fast allen Sportstätten.
Das wäre auch anders als bei den jährlich stattfinden Weltcups im Skispringen, für die die Zuschauerränge ja etwas überdimensioniert scheinen. Aber so ein Großereignis würde in Japan eben unglaublich ziehen. Das man das in Tokyo 2021 ohne Zuschauer durchziehen musste, steckt heute noch in den Knochen und es würde eben nicht nur bei dieser lokalen Ebene bleiben, die an sich schon groß ist.
 
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Hakuba

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. Aber so ein Großereignis würde in Japan eben unglaublich ziehen. Das man das in Tokyo 2021 ohne Zuschauer durchziehen musste, steckt heute noch in den Knochen und es würde eben nicht nur bei dieser lokalen Ebene bleiben, die an sich schon groß ist.

Das sehe ich genauso.
Olympische Spiele sind in Japan DAS Sportereignis schlechthin. Sie bekommen immer die meiste mediale Aufmerksamkeit und das meiste Zuschauerinteresse und es wird extra Geld locker gemacht (Steuergelder und privat), damit die eigenen Sportler gut abschneiden.

Da kommen auch die verschiedenen WM nicht heran. Natürliich ist das Interesse groß bei WM in Sporarten, in denen Japan gut mit dabei ist wie Judo, Schwimmen, Turnen edit: und natürlich Eiskunstlauf!, und es es ist auch groß bei Sportarten, die international eine große Rolle spielen wie Fußball oder Leichtathletik. Aber nichts kommt an OS heran.
Dazu passt, dass es am 25. April in Tokyo eine große Parade der erfolgreichen M/C-Olympioniken geben wird.

Nagano 98 war einfach wunderbar und Tokyo 2020 wäre von der Begeisterung und dem Zuschauerzuspruch auch wunderbar geworden, aber ... Und das tut tatsächlich noch weh.
 
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tennisfun

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Die Eisbahn gehört schon irgendwie zu Olympia dazu. An die Umwelt zu denken ist sicher nicht verkehrt.
 

Masmiseim

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Definitiv sollten keine neuen Bahnen mehr gebaut werden.
Aber gleich drei uralte Disziplinen Rauskegeln zu wollen ist dann auch nicht das Wahre. Wie auch bei der NoKo.
 

Speakeasy

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Die Eisbahn gehört schon irgendwie zu Olympia dazu. An die Umwelt zu denken ist sicher nicht verkehrt.

Es stellt sich eher die Frage, ob man überhaupt an die Umwelt denken kann, wenn man Sportstätten hat, die Otti*lie Normalverbraucher nicht wirklich nutzen kann.
Bei Winterspielen geht es in den meisten Disziplinen nun mal bergab und Wettkampfstätten wie Schanzen und Eiskanal kann eben nicht jeder benutzen.
Eigentlich fällt mir bei den Sommerspielen jetzt nichts Vergleichbares ein.
Auch wenn es mir wehtut - nachhaltig sind die meistens Wintersportarten nicht.

Sportarten wie Darts könnten auch im Winter stattfinden.

Es ist auch die Frage, ob es nicht in Richtung gemeinsamer Spiele an verschiedenen Orten geht.

Es ist für mich auch nicht verständlich, dass Hallen und Wettkampfstätten nach Spielen entweder brachliegen - im schlimmsten Fall abgerissen oder im besten für teures Geld vermietet werden, anstatt sie für die Öffentlichkeit und Kinder freizugeben.
 

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Aber gleich drei uralte Disziplinen Rauskegeln zu wollen ist dann auch nicht das Wahre. Wie auch bei der NoKo.
wie im Artikel angesprochen, sprechen wir hier im Gegensatz zur NoKo aber voraussichtlich erst von 2042. Für 2030 und 2034 gibt es schon Verträge (so ein Eiskanal braucht ja einige Planung etc, während für die Nordische Kombination die Sportstätten eh da sind), und wenn 2038 die Schweiz Olympia ausrichtet, würden die als Heimat des Sports natürlich sowieso auf einer Beibehaltung beharren.

Also das ist doch alles noch ganz schön lange hin, und ich denke mal drüber nachdenken schadet nicht.
 

Lord Krachah

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Ich finde die Idee, eine Eisbahn anzuschaffen, die man wieder abbauen und dann später wieder aufbauen kann, ziemlich genial. Muss man mal schauen, ob das technisch geht, aber das wäre natürlich ne vertretbare Kompromisslösung.
 

Finn-Lady

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Es stellt sich eher die Frage, ob man überhaupt an die Umwelt denken kann, wenn man Sportstätten hat, die Otti*lie Normalverbraucher nicht wirklich nutzen kann.
Bei Winterspielen geht es in den meisten Disziplinen nun mal bergab und Wettkampfstätten wie Schanzen und Eiskanal kann eben nicht jeder benutzen.
Naja, vor dem Bau von Anlagen diese Frage zu bedenken, ist eines. Sie sind aber jetzt da. Es ist sicher nicht zielführend, wenn man vorhandene Anlagen zukünftig brachliegen lässt.
Letztendlich betrifft es ja auch diverse geschaffene Anlagen in den neuen und hippen Sportarten beim Snowboard und im Ski-Freestyle. Auch da ist es so, dass die eben nicht jeder benutzen kann. Dazu muss man sich nur die Diskussionen um Livigno anschauen.

Sportarten wie Darts könnten auch im Winter stattfinden.
Nichts gegen Darts, ich spiele es selber gerne. Aber bei olympischen Winterspielen? Sorry… so langsam wird’s abstrus.

Was mich an den ganzen Diskussionen stört, ist, dass plötzlich viele traditionelle Sportarten in Frage gestellt werden. Was ist das Problem an der Nordischen Kombination? Schanzen sind vorhanden und so lange der Langlauf nicht in Frage gestellt ist, halte ich die Gedankenspiele des IOC für seltsam. Nationenvielfalt? Ja, evtl. Dann wären wir beim Eiskanal und Eisschnelllauf. Da nur den Eiskanal in Frage zu stellen… hmmm, seltsam.
Ich persönlich empfinde die Diskussionen, so wie sie zur Zeit geführt werden, als blinden Aktionismus. Sich die Frage nach dem Umgang mit dem Klimawandel zu stellen, ist nötig. Unbedingt. Aber irgendwie sind diese aufgeworfenen Fragen und Themen halt irgendwie nicht wirklich glaubwürdig und die Sportarten nicht gleich behandelt. Da bleibt dann die Frage, ob die Fragen nach dem Klimawandel oder der Nationenvielfalt nicht nur vorgeschoben sind oder ob es da nicht noch um andere Interessen geht. Da müsste man sich halt einfach mal ehrlich machen. Dass dies beim IOC passiert… da habe ich aber so meine Zweifel.
 

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Naja, vor dem Bau von Anlagen diese Frage zu bedenken, ist eines. Sie sind aber jetzt da. Es ist sicher nicht zielführend, wenn man vorhandene Anlagen zukünftig brachliegen lässt.
ist in vielen Fällen aber auch ne Kostenfrage. Betriebskosten, Instandhaltung etc der deutschen Bahnen z.B. kostet um 15-20 Millionen Euro pro Jahr, die natürlich auch weitestgehend aus öffentlichen Mitteln stammen. Womit will man das z.B. in Frankreich rechtfertigen, wo den Sport sowieso niemand betreibt.
 

Wurzelsepp

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Ganz direkt: Dann geht man halt mit Rodeln/Bob/Skeleton an einen Ort, wo schon so eine Anlage steht. War ja auch schon für 2026 kurzzeitig in Diskussion, ob man nach Igls oder St. Moritz oder sogar nach Lake Placid damit geht. Italien wollte das nicht, jetzt hat man halt in Cortina eine Bahn, die vermutlich nicht allzu oft gebraucht wird.

Warum nicht 20xx statt vor Ort eine Bobbahn bauen, einfach wieder nach Cortina oder Altenberg oder Sigulda gehen? Da stehen Bahnen, und am Schluss ist das Konzept der "kompakten Spiele" letztmals 1994 durchgeführt worden. Da spielt es dann keine Rolle, ob der Eiskanal 300km oder 3000km entfernt ist.
 
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Masmiseim

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Ist schon richtig, dass man sich teilweise schon fragen muss, was eigentlich hinter solchen Gedankenspielen steckt.
So rein aus Naturbewusstsein ist auch der alpine Skisport äußerst fragwürdig.
 
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