Es stellt sich eher die Frage, ob man überhaupt an die Umwelt denken kann, wenn man Sportstätten hat, die Otti*lie Normalverbraucher nicht wirklich nutzen kann.
Bei Winterspielen geht es in den meisten Disziplinen nun mal bergab und Wettkampfstätten wie Schanzen und Eiskanal kann eben nicht jeder benutzen.
Naja, vor dem Bau von Anlagen diese Frage zu bedenken, ist eines. Sie sind aber jetzt da. Es ist sicher nicht zielführend, wenn man vorhandene Anlagen zukünftig brachliegen lässt.
Letztendlich betrifft es ja auch diverse geschaffene Anlagen in den neuen und hippen Sportarten beim Snowboard und im Ski-Freestyle. Auch da ist es so, dass die eben nicht jeder benutzen kann. Dazu muss man sich nur die Diskussionen um Livigno anschauen.
Sportarten wie Darts könnten auch im Winter stattfinden.
Nichts gegen Darts, ich spiele es selber gerne. Aber bei olympischen Winterspielen? Sorry… so langsam wird’s abstrus.
Was mich an den ganzen Diskussionen stört, ist, dass plötzlich viele traditionelle Sportarten in Frage gestellt werden. Was ist das Problem an der Nordischen Kombination? Schanzen sind vorhanden und so lange der Langlauf nicht in Frage gestellt ist, halte ich die Gedankenspiele des IOC für seltsam. Nationenvielfalt? Ja, evtl. Dann wären wir beim Eiskanal und Eisschnelllauf. Da nur den Eiskanal in Frage zu stellen… hmmm, seltsam.
Ich persönlich empfinde die Diskussionen, so wie sie zur Zeit geführt werden, als blinden Aktionismus. Sich die Frage nach dem Umgang mit dem Klimawandel zu stellen, ist nötig. Unbedingt. Aber irgendwie sind diese aufgeworfenen Fragen und Themen halt irgendwie nicht wirklich glaubwürdig und die Sportarten nicht gleich behandelt. Da bleibt dann die Frage, ob die Fragen nach dem Klimawandel oder der Nationenvielfalt nicht nur vorgeschoben sind oder ob es da nicht noch um andere Interessen geht. Da müsste man sich halt einfach mal ehrlich machen. Dass dies beim IOC passiert… da habe ich aber so meine Zweifel.