Trainerwechsel kann für den Klassenerhalt natürlich helfen, die Probleme ändern sich aber nicht wenn Fritz bleibt und damit nicht nur den neuen Trainer aussucht sondern ihm auch die Mannschaft hinstellt. Aber da er auch noch schön in der Meldung zitiert wird, wirds da keine Änderung geben.
Genau sehe ich das auch. Steffen und Fritzemeyer sind zwei Personalien, die man mal unabhängig voneinander betrachten sollte.
Für Steffen war Trainer in der ersten Liga zu sein, die Erfüllung eines Traums. Ob er unbedingt dafür geschaffen war, kann ich nicht abschließend bewerten. Ich glaube auch nicht, dass er noch einmal ein Erstliga-Angebot erhalten wird. Der Traum ist ausgeträumt. Trotzdem ist er ein guter Typ und heute (zunächst) das Bauernopfer.
Fritz in verantwortliche Position zu heben, war zum Zeitpunkt der Ernennung ein Fehler, der sich immer mehr herausstellt. Er ist augenblicklich ein Trainee im Alltagsgeschäft, nur mit dem Unterschied, dass er Vorgesetzter und Praktikant in einer Person ist. Er war nirgendwo außerhalb des Werder-Universums, um darauf vorbereitet zu werden. Das heißt nicht, dass er mit vorher gesammelter externer Perspektive jetzt besser agieren würde, aber Hubertus und Co müssen sich die Frage gefallen lassen, warum so ein unbelecktes Blatt diese Verantwortung übernehmen durfte. Irgendwas müssen sie in ihm ja gesehen haben.
Auf der Malus-Liste stehen aber ein kaum bis wenig vorhandenes Netzwerk, mangelnde Kenntnisse der Regularien, mangelnde betriebswirtschaftlicher Durchblick.
Wer übernimmt dafür die Verantwortung, dieses Risiko mit Fritz eingegangen zu sein, unabhängig davon, ob dieser das nächste "Bauernopfer" wird.
Momentan soll Fritz eine Rolle ausfüllen, die (noch) eine Nummer zu groß für ihn ist. Das sieht man sowohl an seinem Handeln als auch seiner Ausstrahlung. Selbstsicherheit sieht anders aus.