TdF 08 - Dopingfälle


Omg...ja, klar, durch den Rausschmiss einer kompetenten Antidoping-Agentur kann man natürlich auch wieder einen extremen Imagegewinn verbuchen :skepsis:
 
Naja, ARD und ZDF werden sich freuen. Endlich keine störenden Dopingfälle mehr. :mad:
 
Nach den jüngsten Dopingfällen im Radsport hat das Internationale Olympische Komitee die Nachprüfung sämtlicher rund 5.000 bei den Spielen in Peking eingefrorenen Dopingproben angeordnet.
etwa die proben, die IN china eingelagert sind? na was da dann wohl gefunden wird? :saint:
 
Schumachers Leistung bei der TdF im Vergleich zu der bei Olympia wird immer wieder als Anhaltspunkt genommen.

Aber mal ehrlich, warum hat er dann - gemäß dieser Argumentationskette - nicht einfach auch bei Olympia entsprechend gedopt?

Ich möchte die Antwort darauf noch etwas präzisieren:
Die Wirkung von CERA-Epo hält ca. einen Monat vor, also lange genug um bspw. 1 Woche vor der 3-Wochen-Tour CERA zu spitzen und dann in "Topform" zu sein.
Störend ist dabei das anrüchige Blutbild, zumal im Vergleich zum vor Saisonbeginn hinterlegten Blutpass. Aufgrunddessen wurden die bestellten Dopingfahnder der Tour ja erst angespitzt, um bei (den genannten ca. 30 suspekten) bestimmten Fahrern besonders gründlich und oft nachzuprüfen.

Einige Fahrer hatten jedoch recht schwache Leistungen abgeliefert, da fielen sie erstmal aus der verschärften Nachkontrolle heraus.
Jetzt hat man eben früher als gedacht, Nachweismethoden für CERA entwickelt, woraufhin einige Radsportler ein echtes Problem haben und die Fahnder eine Methode, um frühe Verdachtsmomente zu belegen.

Schumi konnte im Übrigen auch wissen oder fürchten, dass für die olymp. Spiele etliche Jahre eingefrorene Dopingproben angekündigt waren. Somit hätte es für "schmutzig bei der Tour und sauber bei den Spielen" noch gelangt. Für die Vuelta (plus WM im Anschluss) mag ähnliches gelten, wobei das Risiko der Entdeckung dort schon immens gestiegen war (Riccò).

Wer war übrigens Zimmernachbar von Schumi bei der Tour? Na?
Richtig: Bernie Kohl.
 
Neue Aussagen von Holczer (http://sport.orf.at/ticker/304956.html):

"Der Radsport in Deutschland hat keine Chance", sagte Holczer am Sonntagabend. Er selbst sei mit seiner "offenen Haltung gescheitert, an Stefan Schumacher gescheitert", sagte der Rennstallinhaber, der für 2009 keinen Sponsor gefunden hat. [...] Holczer betonte zwar, er wolle noch die B-Proben abwarten, sagte aber: "Ich habe die kriminelle Energie unterschätzt."

:laugh2:

Klar, Schumacher ist der einzig Böse und Holczer war natürlich komplett unwissend. Bin gespannt, wie er reagiert, wenn unsere österreichische Bergziege überführt wird (wovon ich felsenfest ausgehe).
 
Ja wenn schon wir als Zuschauer wissen, welche Leistung äußerst seltsam aussieht, wie soll sich dann ein Teamleiter rausreden, wenn er sieht, wie plötzlich Fahrer seines Teams in der Weltspitze fahren. Ein Teamleiter ist doch viel näher am Geschehen, als wir, sodass er noch viel besser wissen müsste, wie verdächtig ein Schützling fährt, wie unrealistisch seine Leistung ohne Doping ist. Rausreden kann sich Holczer wirklich nicht so.
 
Ja wenn schon wir als Zuschauer wissen, welche Leistung äußerst seltsam aussieht, wie soll sich dann ein Teamleiter rausreden, wenn er sieht, wie plötzlich Fahrer seines Teams in der Weltspitze fahren. Ein Teamleiter ist doch viel näher am Geschehen, als wir, sodass er noch viel besser wissen müsste, wie verdächtig ein Schützling fährt, wie unrealistisch seine Leistung ohne Doping ist. Rausreden kann sich Holczer wirklich nicht so.

Sorry aber das seh ich nicht ganz so.
Bei uns in Deutschland wird einfach alles und jeder verdächtig, der mal was gewinnt oder auch nur mal vorne dabei ist. Wird er nicht ertappt wirds mit der Bemerkung: "der wurd blos nicht erwischt" unter den Tisch gekehrt, wird er erwischt sagt man "war ja offensichtlich" und sonnt sich in seinem "Fachwissen"...
 
Sorry aber das seh ich nicht ganz so.
Bei uns in Deutschland wird einfach alles und jeder verdächtig, der mal was gewinnt oder auch nur mal vorne dabei ist. Wird er nicht ertappt wirds mit der Bemerkung: "der wurd blos nicht erwischt" unter den Tisch gekehrt, wird er erwischt sagt man "war ja offensichtlich" und sonnt sich in seinem "Fachwissen"...

Es geht aber nicht darum, dass jemand einmal etwas gewinnt, sondern darum, dass einer die wichtigste und bestbesetzteste (mit Ausnahme Astana) Rundfahrt auf Rang 3 beendete. Dabei fährt dieser Fahrer klar stärker als der nächst beste überführte Fahrer des Teams und danach kommt lange nichts. Wenn das nicht äußerst verdächtig ist, was dann?
 
Dabei fährt dieser Fahrer klar stärker als der nächst beste überführte Fahrer des Teams und danach kommt lange nichts. Wenn das nicht äußerst verdächtig ist, was dann?

Was soll daran verdächtig sein? Ist es nicht viel verdächtiger, wenn ein ganzes Team alles in Grund und Boden fährt?

Natürlich kann man Kohl verdächtigen, kein Thema, aber nicht mit dieser Argumentation. Wer bei den Gerols hätte denn deiner Meinung nach im GK eine Rolle spielen sollen? Schumacher, der noch nie die langen Berge raufgekommen ist? Wer sonst, Wegmann, Krauss, Lang? Die haben doch niemanden für Klassement, Bergfahrer Zaugg war ja verletzt.

Bei uns in Deutschland wird einfach alles und jeder verdächtig, der mal was gewinnt oder auch nur mal vorne dabei ist.

Nö. Verdächtigt wird jemand, der plötzlich Leistungen zeigt, die er vorher nie auch nur ansatzweise gezeigt hat. Im Radsport passiert nichts über Nacht, jede Leistungssteigerung muss man sich mühsam und langsam erarbeiten. Wenn man sauber ist.
 
Nö. Verdächtigt wird jemand, der plötzlich Leistungen zeigt, die er vorher nie auch nur ansatzweise gezeigt hat. Im Radsport passiert nichts über Nacht, jede Leistungssteigerung muss man sich mühsam und langsam erarbeiten. Wenn man sauber ist.
genau deshalb sehe ich Kohls 3. Platz und das Bergtrikot mit ein bisschen Unbehagen - die abrupte Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Und urplötzlich kann der sogar Zeitfahren, wo er vor nicht allzu langer Zeit noch versagt hat. Das ist für mich schon ein Stück verdächtig, genauso wie Schumacher mit seinen fast täglichen Brutaloangriffen und seinen Zeitfahrkünsten verdächtig war. Für mich zumindest verdächtiger als zum Beispiel Frank Schleck, der in den letzten Jahren schon bei der Tour de Suisse und auch bei der Tour de France sehr gute Ergebnisse geliefert hat und in Alpe d'Huez gewonnen hat. Natürlich erscheint das mit der Fuentes-Überweisung jetzt in einem anderen Licht, aber bei der Tour, wo dies noch unbekannt war, war seine Leistung für mich nicht so auffällig wie jene von Kohl und Schumacher.
 
Der Abstand von Kohl zum Rest des Teams ist einfach zu groß (war etwas missverständlich ausgedrückt). Ansonsten schließ ich mich GMessner an. Kohl war vorher ein Top15-25 Anwärter, aber nie vor den Menchovs der Welt. Zum letzten Zeitfahren kann man kaum noch was sagen, außer :eek:
 
Wobei Kohl 2006 eine sehr starke Dauphine gefahren ist. Man kann 2007 auch als schlechtes Jahr betrachten, wenn man will. Wir werden die Wahrheit schon erfahren. Oder auch nicht.

Seit wann gilt Menchov eigentlich als Maßstab, der hat außer bei schwach besetzten Vueltas noch nicht allzu viel gerissen.
 

habs mir gestern live reingezogen, wie holczer ständig aggressiv geantwortet hat und fast verzweifelt sein "anscheinendes SaubermannImage" aufrechtzuhalten und ständig um den fragen ausgewichen ist und versucht hat Sinkewitz unter den Tisch zu kehren.
Aber der Hammer war ja des mit dem DrohBrief des kam mir sowas von inszeniert vor von Holczer.

Btw: Wenn Holczer von Kohls Positiver Dopingprobe nichts gewusst hat, ist er ja blinder als Ray Charles!
 
hmm auch für mich keine große überraschung, die leistungssteigerung von berni kohl war ja wirklich zu groß. ob holczer dabei wirklich nur die unschuld in person war bezweifle ich mal ebenso stark ...
 
:crazy: :laugh2:

Posthum wird nun sogar noch der Sauberpool Gerolsteiner mit Schlamm geflutet. Aber selbst das kann einen in dieser verkommenen, verlogenen Ex-Sportart nicht mehr wundern oder gar aufregen.
 
Oben