Transfersommer 2025


Max Power

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smarter Junge ... eine Saison als Backup für Fernandes, der eh nie ausgewechselt wird, ist Gift für ihn. Der Verein ist hirnverbrannt, wenn man das nicht sieht. Woanders jede Woche spielen, sich weiterentwickeln ... das macht Sinn. Und die Chance ist ja groß, dass Amorim (und vielleicht auch Fernandes) nicht mehr da ist, wenn er zurückkommt.
 

nbatibo

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Haben die eine Ölquelle unterm Stadion gefunden oder lesen wir bald wieder in der Presse, dass etliche Spieler auf ihre Gehaltszahlung warten, die nicht kommt? :crazy:

Trainingsanlagen als Bauland für Luxusimmobilien verkaufen (bestenfalls mit zukünftiger Beteiligung), ist doch der neue Trend in der Türkei…
 

Seoulsaram

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Nach dem Monstertransfer von Osimhen holt Galatasaray noch für 30 Mio Wilfried Singo von Monaco.

Haben die eine Ölquelle unterm Stadion gefunden oder lesen wir bald wieder in der Presse, dass etliche Spieler auf ihre Gehaltszahlung warten, die nicht kommt? :crazy:
Ich glaube die haben oder werden das Klubgelände an die Stadt verkaufen. Aber ist schon crazy was die für Geld in die Hand nehmen.
 

gentleman

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Grillitsch schlägt bei Braga auf... angesichts der Optionen wohl sicher noch eine der besseren Vereine, wo er unterkommen konnte vor der WM:
 

Gladio

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@Max Power

Als PL Crack im Forum habe ich eine Frage an dich, die mich schon seit einer Woche beschäftigt. Der LFC wird bis zum Deadline Day der PL über eine halbe Milliarde Euro ausgegeben haben. Und das nur in diesem Transferfenster. Das ist eine schier unerhörte Zahl. Wie ist das möglich ohne das der Financial Fairplay Act greift?
 

Max Power

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@Max Power

Als PL Crack im Forum habe ich eine Frage an dich, die mich schon seit einer Woche beschäftigt. Der LFC wird bis zum Deadline Day der PL über eine halbe Milliarde Euro ausgegeben haben. Und das nur in diesem Transferfenster. Das ist eine schier unerhörte Zahl. Wie ist das möglich ohne das der Financial Fairplay Act greift?
in England greift dieses Jahr noch PSR (Profit and Sustainability Rules). Grob gesagt darfst du in drei aufeinanderfolgenden Jahren in Summe 105 Millionen Pfund minus machen, da gibts aber einige Kniffe und buchhalterische Tricks. Im Prinzip werden die Ablösen für neue Spieler auf die Vertragslaufzeit (max. aber 5 Jahre) gestreckt (Bsp.: Ablöse 100 Mio., 5 Jahre Vertrag = 20 Mio. Belastung dieses Jahr), dafür werden bei Verkäufen immer die Buchwerte verglichen (Bsp.: Spieler kam vor 3 Jahren um 100 Mio., 5 Jahre Vertrag = 40 Mio. Restwert, wurde aber jetzt um 50 Mio. verkauft = 10 Mio. Gewinn) ... und so werden Verkäufe von Eigenbauspielern immer zu 100 Prozent als Gewinn geführt, weil sie ja nichts gekostet haben. Betrifft bei Liverpool diesen Sommer Quansah, TAA und Doak ... da fließen mal eben knapp 70 Millionen als reiner Gewinn in die Bilanz, um die Einkäufe auszugleichen. Die können dieses Jahr wirklich problemlos auf die Kacke hauen ... zum Einen haben sie in den letzten Jahren sehr sauber gearbeitet und waren eher sparsam, zum Anderen wird die Bilanz eben regelmäßig mit guten Verkäufen ausgeglichen. Hab schon ein paar Posts dazu geschrieben:

Wird man beim Wirtz-Deal schon entsprechend eingepreist haben. Für Liverpool natürlich überragend, die Quansah-Ablöse kann man, weil Eigenbauspieler, zu 100 Prozent als Gewinn in die Bilanz schreiben und dann ist dieses Konstrukt aus PSR-Sicht sogar um ein Vielfaches besser so, als hätte man "nur" Wirtz für 80 Millionen oder so gekauft.

Einfache PSR-Rechnung:

Wirtz kostet 125 Millionen Euro, Vertrag läuft über 5 Jahre = 25 Mio. Euro Belastung 25/26
Frimpong kostet 40 Millionen Euro, Vertrag läuft über 5 Jahre = 8 Mio. Euro Belastung 25/26
Quansah verkauft man um 35 Millionen Euro, ist Eigenbauspieler = 35 Mio. Euro Entlastung 25/26

Aus PSR-Sicht waren die Geschäfte mit Leverkusen in diesem Sommer sogar noch positiv für Liverpool.
PSR ist durchaus ein interessantes Thema ... also wenn man sich ein bisschen für Zahlen interessiert :D es hat durchaus so seine Probleme (Chelsea hat ja zB das eine oder andere Schlupfloch ausgenutzt), aber es ist auch kein Papiertiger. Gab ja auch schon Punkteabzüge für Everton und Nottingham, und so mancher PL-Klub hat jeden Juni noch ein bisschen was zu tun, um die Regeln einzuhalten.

Aus meiner Sicht gäbe es halt so manchen Bereich, den man verbessern müsste. Ein Schlupfloch, das Chelsea ausgenutzt hat, hat man ja schon geschlossen, indem man beschlossen hat, dass die Amortisation der Ablösen nur noch über 5 Jahre möglich ist, auch wenn der Spieler einen längeren Vertrag unterschreibt. Chelsea hat bei ihrem Kaufrausch ja gefühlt jedem Spieler einen Vertrag über 8 oder 9 Jahre gegeben und so die jährliche PSR-Belastung gesenkt. Das geht jetzt so nicht mehr. Aber es gibt ja auch noch andere Bereiche ... Chelsea hat zB das eigene Damen-Teams, zwei Hotels und andere Assets an die eigene BlueCo-Gruppe verkauft und die Erlöse in ihren PSR-Kalkulationen geltend gemacht. Das sind halt die klassischen Schlupflöcher, die gewiefte (mal positiv formuliert) Teams schamlos ausnutzen. Und schlussendlich gefällt mir nicht, dass durch den Umstand, dass verkaufte Eigenbauspieler als "full profit" einfließen, Jugendspieler zum Spielball werden können. Der Verkauf von Omari Kellyman von Aston Villa zu Chelsea letztes Jahr (als Gegengewicht zum Maatsen-Deal) ist ein gutes Beispiel ... der ist wirklich himmelweit (!) davon entfernt, 22 Millionen Euro wert zu sein, aber hat Villa (ein Team, das gefühlt jedes Jahr ein bisschen mit PSR kämpft) natürlich geholfen. Dafür bezahlte man für Maatsen auch gerne ein paar Taler mehr.

Was man von PSR nicht erwarten kann, ist, dass die ganz Großen fundamental eingebremst werden. Chelsea und City machen unfassbar Geld mit Verkäufen von Jugendspielern, die kriegen PSR-technisch nie Probleme. United hatte ein finsteres Jahr in 23-24, aber macht viel zu viel Umsatz, um wirkliche Schwierigkeiten zu bekommen (man muss sich aber tatsächlich auf dem Markt ein bisschen einschränken). Arsenal und Liverpool haben weniger Mittel zur Verfügung, aber arbeiten einfach sauber. Am ehesten tut PSR noch Newcastle weh, die hatten hier tatsächlich schon ein paar Bauchschmerzen. Aston Villa, Nottingham, Everton ... das sind auch Teams, die da gerne mal Schwierigkeiten haben. Auf der anderen Seite hast du einen Verein wie Brighton, die so dunkelgrüne Zahlen schreiben, dass die morgen komplett besoffen auf Einkaufstour gehen könnten, ohne auch nur irgendwelche Probleme zu bekommen.

Bin gespannt, ob es wirklich die letzte PSR-Saison wird. Eigentlich wollte man ja es schon zur kommenden Saison abschaffen und durch ein neues System ersetzen, aber dann hat man noch mal einen Rückzieher gemacht ... soll jetzt 2026 kommen. Die zwei Hauptpunkte sehen ungefähr so aus:

* Squad Cost Ratio (SCR): deckelt die Ausgaben für Spielergehälter, Transfers und Beratergebühren. Die Kosten dürfen für die Teams, die nicht international spielen, maximal 85% der Einnahmen betragen - bei denen, die international spielen, maximal 70%.

* Top-to-Bottom Anchoring (TBA): eine Obergrenze für die Ausgaben der Top-Teams. Die Ausgaben der Teams werden an die Einnahmen des am schlechtesten Teams gekoppelt und dürfen ein bestimmtes Vielfaches dieser nicht übersteigen ... weiß aber nicht, wieviel dieses Vielfache am Ende sein wird. Im ersten Entwurf war die Zahl 4,5, glaube ich.

Mal sehen, an den Details wird noch gefeilt. Die beiden Regeln sollten im Tandem schon dazu führen, dass man das Spielfeld noch ein bisschen fairer gestalten kann ... wobei ich beim TBA die Zahl 4,5 für viel zu hoch halte.
Kritik an Liverpools Ausgaben wäre so oder so vermessen. Die haben letztes Jahr kaum was gemacht und sind in einer guten PSR-Lage. Die Ausgaben werden diesen Sommer auch durch Einnahmen für Quansah (35 Mio. reiner Gewinn), TAA (10 Mio. reiner Gewinn) und Diaz (Restbuchwert sollte bei rund 18 Mio. liegen, also schreibt man in puncto PSR bei einer Ablöse von 70 Millionen hier 52 Mio. plus)* querfinanziert. Alles im grünen Bereich.

* schnelle Milchmädchenrechnung auf Basis der bei TM hinterlegten Werte.
 

Gladio

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in England greift dieses Jahr noch PSR (Profit and Sustainability Rules). Grob gesagt darfst du in drei aufeinanderfolgenden Jahren in Summe 105 Millionen Pfund minus machen, da gibts aber einige Kniffe und buchhalterische Tricks. Im Prinzip werden die Ablösen für neue Spieler auf die Vertragslaufzeit (max. aber 5 Jahre) gestreckt (Bsp.: Ablöse 100 Mio., 5 Jahre Vertrag = 20 Mio. Belastung dieses Jahr), dafür werden bei Verkäufen immer die Buchwerte verglichen (Bsp.: Spieler kam vor 3 Jahren um 100 Mio., 5 Jahre Vertrag = 40 Mio. Restwert, wurde aber jetzt um 50 Mio. verkauft = 10 Mio. Gewinn) ... und so werden Verkäufe von Eigenbauspielern immer zu 100 Prozent als Gewinn geführt, weil sie ja nichts gekostet haben. Betrifft bei Liverpool diesen Sommer Quansah, TAA und Doak ... da fließen mal eben knapp 70 Millionen als reiner Gewinn in die Bilanz, um die Einkäufe auszugleichen. Die können dieses Jahr wirklich problemlos auf die Kacke hauen ... zum Einen haben sie in den letzten Jahren sehr sauber gearbeitet und waren eher sparsam, zum Anderen wird die Bilanz eben regelmäßig mit guten Verkäufen ausgeglichen. Hab schon ein paar Posts dazu geschrieben:
Danke für die ausführliche Antwort. Für einen Außenstehenden kaum nachvollziehbar, aber dennoch schlüssig.
 
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