Würzburg Baskets Saison 26/27


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Kader macht Hoffnung auf eine tolle Saison, ich befürchte nur leider die letzte mit Sasa.
Kann mir nicht vorstellen, dass er sich das noch länger antut. Das Zinober der Stadt, macht so langsam keinen Spaß mehr und ich für meinen Teil verabschiede mich so langsam von der BBL und genieße die Zeit und erfreue mich an schönen Spielen.
Lieber stecken die noch mehr Kohle in das abgrundtief hässliche Theater, für einige wenige elitäre Besucher.
 

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Wenn wir über frühe Kaderbewertungen sprechen, finde ich Trier als Beispiel ziemlich spannend.

Trier ist aktuell eines der wenigen Teams, bei denen eine ernsthafte Zwischenanalyse überhaupt schon Sinn macht. Der Kader ist vermutlich auch dort noch nicht final in Stein gemeißelt, aber die Richtung bekommt man schon ziemlich gut zu greifen.

Trier versucht offenbar, den defensiven Floor deutlich anzuheben, ohne die offensive Stärke aus der Vorsaison zu verlieren.

Trier spielte 25/26 mit einer Pace von 79,1 ein ziemlich hohes Tempo.

Das Offensive Rating lag bei 110,3, die True Shooting Quote bei 59,5 Prozent und die effektive Feldwurfquote bei 55,4 Prozent.

Das Problem lag eher auf der anderen Seite. Das Defensive Rating lag bei 117,0. Die Gegner kamen auf 93,4 Punkte im Schnitt, trafen 47,1 Prozent aus dem Feld und hatten selbst eine effektive Feldwurfquote von 54,0 Prozent. Trier konnte scoren und hat eben auch sehr viel zugelassen.

Und so holen sie Justin Simon aus Ulm. Zweiter in der Wahl zum Defensive Player of the year. Direkt hinter EJ Onu - der Erster bei dieser Wahl wurde.

Simon adressiert den ersten Teil des defensiven Problems: individuelle Defense, Druck am Ball, Passing Lanes, Athletik auf dem Flügel. Onu adressiert den zweiten Teil: Ringbeschützung, Länge, Blocks, Abschlüsse verändern.

Das ist schon eine Ansage.

Jordan Roland bleibt als zentraler offensiver Anker. Dazu kommt Eli Brooks zurück. Das hat in der letzten Hinrunde schon sehr stark funktioniert. Roland plus Brooks ist ein anderes Brett. Damit hat Trier zwei klare Guard-Optionen, die scoren, kreieren und schwierige Würfe nehmen können.

Simon ist ein Spieler, der dir einen Abend kaputtmachen kann, ohne selbst 18 Punkte aufzulegen. Einer, der den besten gegnerischen Guard oder Wing nervt, Passing Lanes attackiert, physisch ist und in Transition Druck macht

Onu bringt 2,11 m, Ringprotection und Shotblocking,

Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, kam Onu letzte Saison alleine fast auf so viele Blocks im Schnitt wie die gesamte Trierer Mannschaft. Das sagt schon einiges darüber, was Trier sich da ins Zentrum der Defense holt.

Dazu verpflichtet Trier auf den deutschen Spots Hundt und Krimmer. Auch das sind keine Zufallstransfers.

Natürlich verliert Trier auch Qualität.

Urald King und George King sowie Ashworth wurden ebenso verabschiedet wie Adekunle. Er ist für mich vielleicht sogar der unterschätzteste Verlust, weil ein deutscher Wing mit Wurf in der BBL einfach wertvoll ist.

Trotzdem wirkt Trier Stand jetzt ziemlich klar gebaut.

Der 12er-Kader könnte ungefähr so aussehen:

PG: Eli Brooks, Bennet Hundt
SG: Jordan Roland, Behnam Yakhchali, Evans Rapieque
SF: Justin Simon, Clayton Guillozet
PF: Moritz Krimmer, Marco Hollersbacher
C: EJ Onu, Marten Linßen, Maik Zirbes

Natürlich sind die Positionen nicht ganz sauber trennbar.

Simon kann defensiv mehrere Positionen abdecken. Guillozet ist eher Connector zwischen Guard und Flügel. Zirbes wird vermutlich eher situativ und als Leader wichtig sein als dauerhaft viele Minuten zu bekommen. Bei seiner Vertragsverlängerung wurde ja ausdrücklich von einer „neuen Rolle“ gesprochen.

Die wahrscheinlichste Starting Five wäre für mich:

Brooks – Roland – Simon – Krimmer – Onu

Die Offense ist stark guardlastig aufgebaut. Brooks und Roland müssen viel Shotmaking und Creation tragen. Simon und Onu geben der Defense ein sehr klares Gesicht. Krimmer ist der deutsche Funktionsspieler dazwischen.

Die größte offene Frage bleibt für mich das Spacing.

Simon ist kein klassischer Shooter. Onu sowieso nicht. Krimmer ist eher Körper, Rolle und Rebounding als Stretch-Gefahr. Je nachdem, wie stabil Yakhchali, Guillozet oder andere Rotationsteile werfen, kann es im Halbfeld auch mal eng werden.

Im Vergleich zu uns hat Trier Stand heute vielleicht den klareren defensiven Floor. Würzburg hat für mich dagegen das spannendere offensive Ceiling. Mehr Spacing-Fantasie, mehr Variabilität und unterschiedlichere Rollen. Aber eben auch mehr Übersetzungsfragen aus den vorherigen Ligen unserer neuen Imports.

Trier ist leichter zu lesen. Würzburg ist variabler, aber spekulativer.

Die Gladiators sind für mich definitiv ein Kandidat, der die Vorjahresleistung toppen kann. Platz 8, Play-In, Aus dann in der ersten Playoff-Runde gegen Bayern — das war schon stark. Und der Umbau wirkt so als wolle man sich damit nicht zufrieden geben.

Mit der rosaroten Fanbrille auf der Nase sag ich dennoch: „Residenz schlägt Porta, fränkisch ist mein Wein — Gladiators gegen Baskets? Würzburg in drei!“
Und jetzt auch Crowley von Bamberg nach Trier. Dort scheint richtig Kohle vorhanden zu sein. Unsere Freunde aus Bamberg brauchen dagegen einen kompletten Neubeginn.
 

murill05anchez

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Und jetzt auch Crowley von Bamberg nach Trier. Dort scheint richtig Kohle vorhanden zu sein. Unsere Freunde aus Bamberg brauchen dagegen einen kompletten Neubeginn.

Nach dem Crowley-Move muss man Trier aus meiner Sicht nochmal etwas genauer betrachten.

Vorher war die Achse ziemlich klar: Brooks und Roland tragen die Offense, Simon stört außen, Onu löscht hinten. Das war defensiv extrem interessant, aber offensiv mit einer gewissen Spacing- und Wing-Frage verbunden.

Crowley verändert das jetzt.

Er kommt aus Bamberg, hat dort in der letzten BBL-Saison in gut 22 Minuten 10,2 Punkte, 3,9 Rebounds und 2,3 Assists aufgelegt und wird von Trier ausdrücklich als Nachfolger für Nolan Adekunle auf dem Flügel eingeordnet. Das ist kein reiner Ergänzungsspieler, sondern ein BBL-erprobter Wing, der zwischen Roland/Brooks und Simon/Onu eine wichtige Brücke schlagen kann.

Damit wirkt Trier noch ausgewogener.

Die Importfrage scheint Stand jetzt ebenfalls relativ sauber: Roland, Brooks, Simon, Onu, Crowley und Guillozet wären sechs klare Imports.

Yakhchali würde ich erst dann sicher einrechnen, wenn es für 26/27 eine aktuelle Bestätigung gibt. Sollte er tatsächlich auch bleiben, hätte Trier einen Import zu viel für den klassischen 12er-Spieltagskader und müsste regelmäßig jemanden draußen lassen.

Die Chance hinter Crowley ist klar: Trier bekommt mehr Wing-Scoring, mehr Athletik, mehr BBL-Erfahrung und muss nicht alles offensiv auf Roland/Brooks laden.

Das Risiko ist aber auch klar: Je stärker der Kader auf dem Papier wird, desto genauer müssen die Rollen sitzen. Brooks und Roland brauchen Usage, Simon braucht Minuten wegen Defense, Onu wegen Rim Protection, Crowley soll nicht nur Dekoration sein und Guillozet war bislang ein wichtiger Connector.

Wenn sie jetzt aus den Namen auch ein Team bilden, sehe ich Trier wirklich im Vergleich zur Vorsaison nochmal verbessert. Sie haben auf jeden Fall nicht vor, sich auf der letzten Saison auszuruhen.

Zum Thema Geld... Ich habe gehört, dass sie 2 Mio Umsatz durch Dauerkarten gemacht haben. Ist das realistisch?
 
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