Noch ein mMn gutes Cover, angesichts des Werts des Originals.
Lauren Mayberry - Bitter sweet Symphony (live)
Das Risiko ist immer hoch bei solchen Versuchen an Statement-Songs.
Wobei das Original selbst sogar in gewisser Weise nicht ganz original ist, sondern auf ein Sample der Rolling Stones zurückgreift.
Mein Hut ab für den Mut dieser Frau, solche Herausforderungen aktiv zu suchen (sie macht eine Menge Covers) und dem Original gleichzeitig Respekt zu erweisen und gerecht zu werden.
Aus Selbsterfahrung weiß ich um das Risiko, dem Respekt vor dem erforderlichen musikalischen Können und dem Spaß an erarbeiteten Coverversionen.
Das beste Konzert meiner früheren Band (vor 2 k Heimpublikum) bestand aus einem ca. 1- stündigen eigenen (Vor) Programm plus der Zugabe von einer angekündigten Fakeband.
Unsere Band hatte extra eine Legende gestrickt von einer englischen Band namens "Ten Silver Saxes", die wir in Köln kennengelernt hätten und die sich gratis als Hauptact zu diesem Auftritt bereit erklärten.
Wir warfen uns in der Pause nach dem "Vorprogramm" jedoch nur in eine andere übertriebene Kleidungs-Schale. Die "Hauptband" hatte sich aber binnen ca. einem halben Jahr intensiven Übens ein anderthalbstündiges Coverprogramm mit Lieblingssongs bei mitunter großen musikalischen Anforderungen angeeignet.
Die Auswahl war z.T. naheliegend (The Cure) bis komplett anmaßend übertrieben (the Police, the Who, Velvet Underground); kaum jemand hatte uns solche Songs zugetraut. Aber wir hatten alles im Griff. Mit "Born to Run" als komplette Angeberei zum Abschluss in der Version von FgtH des Springsteen-Originals. Dafür alleine ging ca. die Hälfte aller Bandproben auf, bis wir die ganzen Tuschs zeitgleich auf die Reihe bekamen.
Bei diesem Auftritt gelang uns das sogar zweimal (Wiederholung als letzte Zugabe).
Das war die höchste Anforderung, die ich je als Bassist bestreiten musste, aber ich habe sie bestanden.