Zuletzt gesehene Filme - der Sammelthread!

  • Ersteller Ersteller Professor Moriarty
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Und mit bisschen Hitler.

Falls unklar ist, was gemeint ist:

Lukas Podolski stand im September 2026 im Zentrum massiver öffentlicher Kritik wegen des Umgangs mit der Ausladung der Band Alphaville vom „Glücksgefühle“-Festival (mitinitiiert von Podolski). [1, 2, 3]


Die Hintergründe der Kritik
  • Die Alphaville-Ausladung: Die Band Alphaville wurde kurzfristig vom Festival ausgeladen, mit der Begründung, das Event biete keine Plattform für politische Äußerungen. Dies löste bereits erste Empörung aus.
  • Podolskis Reaktion und Drohung: Im Zuge der Aufregung wehrte sich Podolski mit harten Worten und der Aussage „Ein Lukas Podolski kann auch anders“, was unter anderem vom Comedian Aurel Mertz und vielen Fans als Drohung und herablassend aufgefasst wurde („Warum drohst du uns allen?!“).
  • Vorwürfe und Richtigstellung: Auf Social Media gab es heftige Reaktionen, teilweise bis hin zu unbegründeten Nazi- oder Rechtsextremismus-Vorwürfen gegen ihn. In der Sendung Stern TV wehrte sich Podolski unter Tränen/mit gläsernen Augen dagegen, verwies auf seine familiären Wurzeln in Polen und betonte: „Ich bin für keine Nazis!“
  • Entschuldigungs-Reaktion: Eine Entschuldigungs- und Einigungsversuch-Welle des Mitveranstalters Markus Krampe und Podolski verpuffte weitgehend, da Alphaville eine erneute Teilnahme ablehnte und Fans die Aufarbeitung als unzureichend kritisierten. [1, 2, 3, 4, 5, 6]

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Aber hier keine Politik. Ich muss Streetfighter so bald wie möglich sehen, dann kann ich hier auch was sinnvolles beitragen.
 
Blau ist eine warme Farbe
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Insgesamt ein gutes Beziehungs und Coming of Age Drama.
Vorab eine kleine Warnung: Fast drei Stunden für so einen Film sind schon ein gewaltiges Brett. Umso erstaunlicher war es das die Zeit wirklich unglaublich gut vergangen ist.
Eigentlich passiert gar nicht so wahnsinnig viel, trotzdem gab es kaum Längen und ich wurde besser unterhalten als von manchem Actionfilm bei dem ständig was in die Luft fliegt.

Sehr stark fand ich vor allem Adèle Exarchopoulos. Gerade die Entwicklung ihrer Figur kommt gut rüber. Anfangs noch das eher unschuldige, unsichere Mädchen, das seine ersten Erfahrungen mit einer Frau macht, wird sie im Laufe des Films deutlich selbstbewusster. Besonders beim späteren Wiedersehen mit ihrer Ex Partnerin merkt man, wie sehr sie sich verändert hat. Aber auch die restlichen Darsteller überzeugen alle.

Ziemlich heftig sind allerdings die sehr expliziten und teilweise langen Sexszenen. Damit hatte ich in dieser Form bei einem normalen Drama definitiv nicht gerechnet und die dürften sicherlich nicht jedermanns Sache sein.

Ein guter Film mit starken Darstellern und einer eigentlich viel zu langen Laufzeit, die man erstaunlicherweise kaum merkt. Trotzdem sind 179 Minuten natürlich eine Hausnummer, die sicherlich viele von vornherein abschrecken wird.

7,5/10
 
Blau ist eine warme Farbe
Anhang anzeigen 75571
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Ziemlich heftig sind allerdings die sehr expliziten und teilweise langen Sexszenen. Damit hatte ich in dieser Form bei einem normalen Drama definitiv nicht gerechnet und die dürften sicherlich nicht jedermanns Sache sein.



7,5/10

Insbesondere wegen dieser Szene geriet der Regisseur Kechiche in der französischen Me-too Debatte in die Kritik. Die beiden Darstellerinnen empfanden den Dreh als demütigend, insbesondere auch weil Kechiche die szene häufig hat wiederholen lassen bis er zufrieden war.
Am Ende ruderten die Jungschauspielerinnen zurück, nachdem Kechiche gedroht hatte den Film zurückzuziehen, was einen Karriereknick bei den Frauen ausgelöst hätte.
Ich mag auch seinen Film "Fisch mit Couscous", aber ist wohl ein weiterer Fall, wo man Person und Werk trennen können muss, um das genießen zu können.

P.S.: Aus Mangel an Beweisen wurde die Klage fallen gelassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Street Fighter
8/10

:jubel:


Kann später oder morgen mehr dazu schreiben.

Also objektiv ist die 8/10 natürlich keineswegs :D Aber mit Nostalgiefaktor ist der Film sehr cool. Bin bei @erminator bzgl. des Castings. Ich mag zwar David Dastmalchian, aber er ist für mich kein M. Bison. Ansonsten ist der Cast tippi toppi.

Und man hat viele Dinge im Lore richtig gemacht, die in der 1994er-Version noch irgendwie verdreht wurden. Charlie und Blanka sind nicht die gleiche Figur, Shadaloo ist kein Staat, Balrog und Cammy sind keine guten, Dhalsim ist kein Wissenschaftler, dem kurz vor Ende des Films die Haare ausfallen, weil ohne Grund aber muss halt mit Glatze. Das beste aus dem 94er-Film hat man ja übernommen. Diejenigen, die ihn gesehen haben, wissen, was ich meine ;)

Aber
Mit der Musik hat man es ja mal komplett verkackt. Der Film spielt grösstenteils 1993. Und das einzige Lied, das wirklich 1993 erschienen ist, What's Up von den 4 Non Blondes, nutzen die schon in der Sequenz, die 1987 spielt. Der Rest ist ja alles Musik, die 1993 nicht erschienen ist. Dass man für 50 Cents Balrog noch einen Song von 50 Cent selbst verwendet gebe ich ihnen. Aber die restlichen Songs sind irgendwie von 1994, 95, 97...und da wurde einfach gepflegt ein Haufen drauf gesetzt.
 
Gestern habe ich ‚no other land‘ und heute ‚Naza‘ gesehen, beides Filme von Yuval Abraham über den Krieg Israela gegen die Palästinenser.

Es sind sehr eindrückliche Werke, die aber natürlich in erster Linie betroffen und traurig machen. Dennoch eine absolute Empfehlung.
 
Beide Filme haben mir das Herz gebrochen.
Ich finde sie gerade auch zusammen sehr sehenswert, weil man so ganz verschiedene Blickwinkel sieht. Um das Bild zu vervollständigen fehlten eigentlich noch Aussagen von Hamas-Kämpfern und Angehöriger der Opfer der massakrierten Kibuzzim, in welchen ironischerweise zuvor Friedensbewegungen verhältnismässig stark waren.

Traurig ist, dass gerade dort, wo die Macht am grössten ist, keinerlei Einsicht und Empathie besteht. Gerade Naza zeigt sehr eindrücklich, dass von Seiten der Regierung so gut wie möglich versucht wird, das Massakrieren so technisch und ‚sauber‘ wie möglich zu machen, so dass die eigenen Soldaten und Bürger möglichst nicht in Versuchung zu geraten, so etwas wie Mitgefühl zu verspüren. Tötungen per Mausklick und am Ende ist eigentlich gar niemand so richtig verantwortlich. Das Ziel ist völlig klar, einer der interviewten Soldaten benennt das auch ungeschönt: Die Bevölkerung steht dahinter, dass man Gaza platt macht, so zuschlägt, dass ‚sie‘ sich nicht mehr erholen. Und das geht nur, indem man auch Zivilisten umbringt.

Nicht fehlen darf für das grosse Bild indes die Tatsache, dass der einzige Player auf paästinensischer Seite, der Handlungsmacht brsitzt, ebenso wenig Interesse an Frieden hat. Denn wie setzte die Hamas ihre Macht ein? Indem sie gerade diejenigen Israeli massakrierten, die noch am empfänglichsten für einen Austausch und Frieden waren. Die Methoden sind roher, weil keine anderen zur Verfügung stehen. Die Stossrichtung indes war die Gleiche.

Es gibt nur eine einzige Lösung, und das untersteichen die Filme: Die Anerkennung, dass alle Opfer Menschen sind und leiden. Nur die Entmenschlichung der Nachbarn (ich sage bewusst nicht Feinde, weil das schon Teil des Problems ist) machen solche Gräueltaten möglich. Natürlich muss das jeder für sich machen, aber die Verantwortung ist umso grösser, je grösser die faktische Macht ist. Also ist der Ball natürlich zum allergrössten Teil bei Israel.

Ein weiterer Film, der gut dazu passt, habe ich zuletzt auf ARTE gesehen. Da ging es um israelische Soldaten, die an ihren Traumata arbeiten. Ein Therapeut (auch vormaliger israelischer Soldat) sagte dabei, dass die meisten Soldaten im frühen Stadium der Verarbeitung kein Schuld oder Gefühl für das Leid der Palästinenser hätten. Das käme erst Jahre später und er bezeichnete genau dieses moralische Trauma als eine Zeitbombe für Israel. Ich stimme dem zu, mit seinem Vernichtungskrieg wird Israel nicht nur das palästinensische Volk, sondern auch das eigene Volk auf Jahre hinaus verkrüppeln. Diese ungeheure Schuld und die Tatsache, dass in Israel extrem viele jungen Leute Teil des Militäre sind, wird tiefe und breite Narben ziehen.

Noch zum Schluss: als Konsument dieser Filme scheint mir, trägt man auch eine Verantwortung. Es ist recht naheliegend, aber auch gefährlich, nach solchen Filmen selbst emotional Partei zu werden und Hass zu entwickeln. Ich versuche als Übung vor allem zu versuchen, Mitgefühl zu entwickeln. Für die direkten Opfer, aber auch die Täter, welche so verblendet und fehlgeleitet sind und nicht sehen, was für unfassbares Leid sie anrichten und welch gewaltige Schuld und eben auch Leid sie für sich selbst schaffen.
 
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