Na und? Selbst wenn es so ist, warum muss Lewis ihm dann einen Rückkampf gewähren? Woraus ergibt sich die Verpflichtung? Lewis war zum Zeitpunkt des kampfes nicht mehr in der besten Verfassung, was unzweifelhaft sein eigenes Problem ist. trotzdem hat es für Vitali gereicht. Das Ergebnis war klar und eindeutig, unbefriedigend sicherlich, aber trotzdem klar und eindeutig.
Lewis musste vor dem Kampf nichts mehr beweisen und musste es danach auch nicht tun. Er hat eine überragende Karriere gehabt, hat alles im Boxen erreicht, was man erreichen kann und er hat auch diesen Kampf gewonnen, es gibt für ihn kein unerledigtes Geschäft.
Bei Vitali sieht das anders aus. Ihm ist es nicht gelungen einen auf den absteigenden Ast befindlichen Boxer zu besiegen, egal welche Erwartung seine Fans an den weiteren Fortgang gehabt haben oder was auf irgendwelchen "Punktezetteln stand. Das Vitali das wurmt ist verständlich, ändert aber nichts an der klugen und richtigen Entscheidung von Lewis.
Daher ist es Quark Lewis Feigheit zu unterstellen, weil die Gesamtumstände bei einer solchen Behauptung offenkundig keine Berücksichtigung finden. Wenn es einem Betrachter nicht gelingt, die Klugheit der Entscheidung von Lewis nicht zu erkennen und stattdessen von vollen Hosen zu reden, dann hat man entweder nicht den Durchblick oder ignoriert absichtlich die Tatsachen.
Roberts