Reisen - Ab in den Urlaub


Kopf hoch, bei der ersten Mehrtageswanderung kann man vorher nicht unbedingt wissen, was da auf einen zukommt. Rucksackgewicht, die mehrtägige Belastung ohne direkte Erholung dazwischen. Dazu warst du ja auch noch alleine unterwegs. Da ist es am Ende weiser zu sagen - für dieses Mal macht der Körper noch nicht mit, aber beim nächsten Mal geht es dann sicherlich besser. Tipp für die Blasen an den Füßen: Vorher abtapen (ich nehme dafür so eine weiße Hansaplast-Rolle). Seitdem ich meine Fersen und bestimmte Stellen an den Sohlen abklebe, hab ich fast keine Probleme mehr damit. Ansonsten kurz durchschnaufen und erholen und dann wieder auf die Wanderwege.

Den Tipp merke ich mir mal. :)

Hoffentlich taugt der mehr als der Tipp meines Bekannten, der mir riet, die Füße vor der Wanderung mit Hirschtalgcreme einzureiben. Hat nämlich nicht viel gebracht.
 
Den Tipp merke ich mir mal. :)

Hoffentlich taugt der mehr als der Tipp meines Bekannten, der mir riet, die Füße vor der Wanderung mit Hirschtalgcreme einzureiben. Hat nämlich nicht viel gebracht.
Ich glaub, da hat jeder seinen speziellen Tipp, da muss man einfach austesten, was für einen am besten geht. Hatte auch schon mal unter die Wandersocke noch eine ganz dünne drunter gezogen, war aber nicht der Bringer.
 
Grüße aus Los Angeles! Wir genießen die Sonne and das California Flair in vollen Zügen :) Laufen jeden Morgen eine Runde im Runyon Canyon, sind abends oft in Malibu am Strand oder genießen das pulsierende Leben in West Hollywood. Da diesmal auch eine Freundin dabei ist, die noch nie in LA war, mussten wir natürlich auch die Hotspots wie das Hollywood Sign und Venice Beach abklappern ;)
Am Sonntag geht es nach einer Woche in LA weiter in den Sequoia Nationalpark und anschließend durch die Wüste Richtung Vegas, Palm Springs und zum Abschluss noch San Diego.
 

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Korsika soll es im September werden. Kein Rad, sondern reiner Wanderurlaub. GR20 will ich erst nächtes Jahr machen. Bisschen Strand wäre auch cool.

Jemand schon einmal da gewesen und hat paar gute Ideen? Danke 😎🌞😀
 
Ich habe Versagt. :(

Nach den ersten beiden Etappen meiner Wanderung hat die Hüfte gemeckert. Und Blasen an den Füßen haben die Sache auch erschwert.
Da muss ich ehrlich zugeben, mich übernommen zu haben. Da es wenig bringt, im Schneckentempo durch die Wälder zu Humpeln, habe ich mich schließlich entschlossen, dass die Gesundheit vorgeht. Ne Hüft-OP mit Ende 20 wollte ich dann doch nicht.

Nun, immerhin habe ich jetzt reichlich Zeit, mal mein WG-Zimmer aufzuräumen. Das dürfte noch schwieriger werden...
Was hattest du denn geplant? Tagesschnitt an km und Höhenmeter?

Ich mach das seit Jahren regelmäßig (aber immer nur einmal im Jahr), kann Dir dazu vielleicht was sagen...
 
Was hattest du denn geplant? Tagesschnitt an km und Höhenmeter?

Ich mach das seit Jahren regelmäßig (aber immer nur einmal im Jahr), kann Dir dazu vielleicht was sagen...

Es sollte der Weserberglandweg werden. Waren nur ca. 15-16 Km auf den ersten beiden Etappen, hatte auch nur wenige Anstiege. In erster Linie war es für den Körper halt ungewohnt und ich habe mich schlecht vorbereitet. Bin aktuell in Lüneburg und spüre die Schmerzen immer noch, wenn ich durch die Stadt Spaziere.

Meine Vermutung ist, dass es ein Fehler war, nur einen einzelnen Wanderstock mitzunehmen. Die Seite, die nicht entlastet wurde, ist die, auf welcher die Hüfte weh tut. Möglicherweise bin ich aber auch einfach zu schlecht trainiert und das ist bloße Überlastung.
 
Korsika soll es im September werden. Kein Rad, sondern reiner Wanderurlaub. GR20 will ich erst nächtes Jahr machen. Bisschen Strand wäre auch cool.

Jemand schon einmal da gewesen und hat paar gute Ideen? Danke 😎🌞😀

Umentschieden. Geht nach Elba. Flug bis Pisa, dann Leihkiste und in guten 3 Stunden bis zum Hotel düsen. Insel macht einen schönen Eindruck und wirkt nicht so überlaufen.
 
Meine Vermutung ist, dass es ein Fehler war, nur einen einzelnen Wanderstock mitzunehmen. Die Seite, die nicht entlastet wurde, ist die, auf welcher die Hüfte weh tut. Möglicherweise bin ich aber auch einfach zu schlecht trainiert und das ist bloße Überlastung.
Also ein Wanderstock ist wirklich nicht empfehlenswert. Hab mit den Leki Trail-Stöcken sehr gute Erfahrungen gemacht, die sind zum einen nicht zu schwer und äußerst robust.
 
Es sollte der Weserberglandweg werden. Waren nur ca. 15-16 Km auf den ersten beiden Etappen, hatte auch nur wenige Anstiege. In erster Linie war es für den Körper halt ungewohnt und ich habe mich schlecht vorbereitet. Bin aktuell in Lüneburg und spüre die Schmerzen immer noch, wenn ich durch die Stadt Spaziere.

Meine Vermutung ist, dass es ein Fehler war, nur einen einzelnen Wanderstock mitzunehmen. Die Seite, die nicht entlastet wurde, ist die, auf welcher die Hüfte weh tut. Möglicherweise bin ich aber auch einfach zu schlecht trainiert und das ist bloße Überlastung.
Wie schon erwähnt, ich mach seit Jahren solche mehrtägigen Touren und schon auf Grund meines unfassbar hohen Alters (ich hab das WM Finale 74 schon live gesehen, Vater hatte sich dafür sogar einen Farbfernseher gekauft) bin ich jetzt auch nicht die Sportrakete oder bombe... :)

Erst mal - a bissl Training gehört dazu. Versuch einfach mal vor der Tour regelmäßig die 10.000 Schritte/Tag zu erreichen. Dazu a bissl Kraft-Training - gerade für Waden und Oberschenkel, ist schon die halbe Miete.

2 Stöcke sind natürlich Pflicht. Oder keiner. Einer geht gar nicht.

Dazu vernünftiges Schuhwerk, das ist extrem wichtig. Wer Wandern geht, braucht Wanderschuhe. Nix anderes.

Rucksack möglichst leicht packen, gibt 1000 Tipps im Internet, wie man hier möglichst viel einspart, kann ich bei Bedarf gerne dazu was sagen.

Blasenbildung: Neben dem Tipp von Angliru bezügl. der Socken - Füsse vor und nach dem Wandern (ggf. auch in einer Pause) mit Hirschtalkcreme einreiben. Hilft wirklich.

Und mein persönlicher Tipp: Versuche, nicht alleine zu gehen. Ich mach das seit Jahren mit meinem besten Kumpel. Ok, wir kennen uns über 30 Jahre und wissen über die Eigenheiten des Anderen Bescheid und können damit umgehen, das ist wichtig. Aber - es kommen immer irgendwelche Tiefs, wenn du zu zweit bist, hilft dir der andere schon darüber hinweg. Sei es durch gutes Zureden, Blödeln, Hilfe oder Motivation (komm Bombe, denk an das Bier heute Abend oder so ähnlich). Eigentlich hatten wir auf jeder Tour einen Durchhänger, ich glaube, dass ich alleine schon das ein oder andere Mal das Handtuch geschmissen hätte.

15 km sind ok, 20 sind auch als kaum Trainierter zu schaffen. Mein Kumpel geht meist fast unvorbereitet rein und schafft die 20 auch. Und das gerne auch in den Bergen, d.h. kommen schon ein paar Höhenmeter zusammen. Wichtig ist, dass du durch das erste Tief kommst, anschließend geht man praktisch von selbst. Da kommt in einen Flow und meinst, gar nicht mehr aufhören zu können. Ist echt so, wir haben sogar an die Tour noch was dran gehängt, weil der Körper einfach gehen will. Ist echt faszinierend. Leider lässt man das nach der Rückkehr wieder schleifen, fährt wieder Auto, Bahn usw. - klar, schon aus Zeitgründen.

Also, viel Erfolg beim nächsten Mal. Und berichte bitte wieder. (y)

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Falls es interessiert, hier meine nächste Tour:
Wir hatten den Lechweg geplant. Fällt leider flach, das sich mein Kumpel im Frühjahr das Bein gebrochen hat. Er traut sich das nun einfach nicht zu (was auch vernünftig ist). Und somit fahren wir in den Bayerischen Wald, zum Arber. Dort gibt es eine Ansammlung von 1000er Bergen, und ich werde mal versuche, 8 Stück zu besteigen, um mir dann selbst zu sagen, ich hätte einen 8000er bezwungen. :gitche:
Er kann halt mitgehen wenn er es packt, wenn er Pause braucht, gehe ich alleine.

Wir machen das seit Jahren, ohne Frauen, ohne Handy (nur für den Notfall zur Navigation), ohne Fernsehen, ohne Musik, ohne alles. Einfach totales abschalten. Angefangen vor Jahren auf dem Münchner Jakobsweg (von München zum Bodensee). Das war mir aber zu viel Kirche, zu viel christliches Geschwafel. Und somit suchen wir uns seit Jahren eine Fernwanderung nach der Anderen raus und dann geht's halt los.
Ist echt faszinierend, wie "befreit" man nach einer Woche oder 10 Tagen oder 14 Tagen ist. Man redet viel, man schweigt viel (was mindestens genauso wichtig ist, gemeinsames Schweigen, das nicht befremdlich wirkt, ist echt was schönes), man trinkt abends sein Bierchen, man feiert die Ankunft - für mich immer eines der Highlights des Jahres. Vieles was ich in meinem Leben geändert habe, hatte seinen Ursprung in dieser Wanderung.

Tja, und so werde ich in Kürze also einen 8000er besteigen...
:saint:

Hab aber schon a bissl trainiert. War dieses Jahr schon mit Frau auf Kreta beim Wandern (dort wurde nicht so viel geschwiegen...) und hab die ein oder andere Bergtour schon hinter mir. Es kann also losgehen. Ich lass einfach mal den Messner in mir raus...
 
Dazu vernünftiges Schuhwerk, das ist extrem wichtig. Wer Wandern geht, braucht Wanderschuhe. Nix anderes.

Nur mal zu diesem Punkt: Ich war dieses Jahr auf dem PCT unterwegs und bin dort ~ 2000 km gewandert. Teilweise unter sagen wir mal "erschwerten Bedingungen", speziell in den Cascaden Washingtons.
Von den Leuten die dort unterwegs sind trägt kaum jemand Wanderschuhe. Fast jeder (> 90%) ist mit Trailrunnern unterwegs. War ich auch und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Die Vorteile gegenüber Wandernschuhen sind auf ner längeren Tour einfach ernorm: Leichter, atmungsaktiv, trocknen schnell. Die Nachteile sind imo zu vernachlässigen.

Was Blasen angeht: Natürlich mag es "Tricks" wie spezielle Socken, Hirschtalg oder was auch immer geben, die einzelnen Personen helfen, das muss dann jeder für sich probieren. In meinen Augen gibt es 2 Dinge, die den mit Abstand größten Einfluss haben:

1) Das richtige paar Schuhe. Hab selbst erlebt, dass ein Kollege von mir wochenlang gar keine Probleme hatte und dann auf ein anderes Paar Trailrunner gewechselt ist (vom gleichen Hersteller) und sofort zahlreiche Blasen bekam. Später zurückgewechselt und sofort hörten die Blasen auf. Solche Fälle gibts, nicht jeder Schuh passt zu jedem Fuß. Der beste (und unter long-distance hikern populärste) Trailrunner zum hiken ist momentan wohl der Altra LonePeak 4.0. In Deutschland nicht ganz einfach zu bekommen (oder meist überteuert), aber in der EU gibt es ein paar online-shops..

2) Wurde im Prinzip schon gesagt: Am Anfang den Körper nicht überfordern, wenn man nicht genau weiß was man tut. Langsam starten! Oft überschätzt man seine Fitness bzw. der Körper braucht Zeit, um sich an die Belastung zu gewöhnen. Betrifft jetzt nicht nur Blasen, sondern genauso Sehnen, Gelenke usw. Hab so viele Verletzungen gesehen, weil Leute direkt von Anfang an Gas geben und z.B. am ersten Tag direkt 20 Meilen machen. Selbst wenn man im normalen Leben sportlich ist, ist es eben was anderes, wenn man nen Rucksack mit 10-15 kg auf dem Rücken hat und es die Berge hochgeht. Daher die ersten Tage unbedingt ruhig starten, Pausen machen und nach Möglichkeit in den Pausen den Füßen frische Luft gönnen, dann sollte es im Normalfall auch keine Blasen geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Falls es interessiert, hier meine nächste Tour:
Wir hatten den Lechweg geplant. Fällt leider flach, das sich mein Kumpel im Frühjahr das Bein gebrochen hat. Er traut sich das nun einfach nicht zu (was auch vernünftig ist). Und somit fahren wir in den Bayerischen Wald, zum Arber. Dort gibt es eine Ansammlung von 1000er Bergen, und ich werde mal versuche, 8 Stück zu besteigen, um mir dann selbst zu sagen, ich hätte einen 8000er bezwungen. :gitche:
Er kann halt mitgehen wenn er es packt, wenn er Pause braucht, gehe ich alleine.
Den Lechweg hab ich vor 2 Jahren in 7 Tagen gemacht. Von den Anforderungen ist der wirklich nicht schwierig, man läuft ja sowieso meistens bergab (obwohl es immer mal wieder paar fiese Abstecher gibt, die man aber auch auslassen kann), Wege sind völlig unproblematisch. Sehr schöne Gegend, vor allem die erste Etappe ist wunderschön. Der Start am Formarinsee, die ersten Meter neben dem kleinen Rinnsal, was dann nur ein paar km weiter schon ein reißender Strom wird. Dazu ist das Tal touristisch (bis auf Lech selber) kaum ausgeschlachtet und sehr ruhig. Ändert sich dann erst wieder ab Höfen/Reutte und in Füssen ist eh die Hölle los. War ganz lustig, als ich dort nach einer wahren Hitzeetappe am Lechfall ankomme, dreckig, ohne Ende stinkend und rundherum Haufen Asiaten, die mich komisch beäugt haben :D. Zur Not kann man auch Etappen mit dem Bus überspringen.
 
Den Lechweg hab ich vor 2 Jahren in 7 Tagen gemacht. Von den Anforderungen ist der wirklich nicht schwierig, man läuft ja sowieso meistens bergab (obwohl es immer mal wieder paar fiese Abstecher gibt, die man aber auch auslassen kann), Wege sind völlig unproblematisch. Sehr schöne Gegend, vor allem die erste Etappe ist wunderschön. Der Start am Formarinsee, die ersten Meter neben dem kleinen Rinnsal, was dann nur ein paar km weiter schon ein reißender Strom wird. Dazu ist das Tal touristisch (bis auf Lech selber) kaum ausgeschlachtet und sehr ruhig. Ändert sich dann erst wieder ab Höfen/Reutte und in Füssen ist eh die Hölle los. War ganz lustig, als ich dort nach einer wahren Hitzeetappe am Lechfall ankomme, dreckig, ohne Ende stinkend und rundherum Haufen Asiaten, die mich komisch beäugt haben :D. Zur Not kann man auch Etappen mit dem Bus überspringen.
:)
das heißt also, wenn ich von Füssen aus losstarte, dann gehe ich die meiste Zeit bergauf...Wäre auch ne Überlegung wert. Die Überlegung mit dem Bus hatte ich auch, mein Kumpel will den Weg einfach unbedingt zu Fuss gehen, ist also 2020 dran. Wenn er nicht vorher wieder besoffen Radl fährt... :kopfpatsch:

@xEr : wie ist das mit den Trailrunnern im Gebirge? Ich habe als Ausweichschuhe sogenannte "Trecking-Wanderschuhe" - bin damit aber im Gebirge aufgeschmissen, außer es ist trocken. Hatte da schon mal mit meinem Leben abgeschlossen, dachte ich komme nicht mehr an. Kein richtiger Halt, zu rutschig, da fehlt die feste Besohlung.

Mit den Blasen hast natürlich Recht, der Schuh muss passen. Von daher sollte man sowieso so eine Tour nie mit neuen Schuhen machen, die müssen richtig eingelaufen sein. Im übrigen komme ich bei > 10 Tages Touren letztendlich auch immer mit Blasen an. Aber das ist alles hinnehmbar.
 
:)
das heißt also, wenn ich von Füssen aus losstarte, dann gehe ich die meiste Zeit bergauf...Wäre auch ne Überlegung wert. Die Überlegung mit dem Bus hatte ich auch, mein Kumpel will den Weg einfach unbedingt zu Fuss gehen, ist also 2020 dran. Wenn er nicht vorher wieder besoffen Radl fährt... :kopfpatsch:
Ja, wobei die Steigungen jetzt auch nicht weiter wild sind. Nicht vergleichbar mit richtigen Gebirge. Füssen liegt ja auf ca. 800m, Lech auf ca. 1500m, der See bei etwa 2.000m. Das kann man gemütlich auch von Füssen aus laufen. Hat auf jeden Fall den Vorteil, dass du die schönsten Etappen am Ende hast und ggfls. noch auf der Freiburger Hütte übernachten kannst, die eine ziemlich geile Lage hat.

Beschilderung ist top, man braucht auch keine Karte. Unterwegs sicherlich um die 150 Bänke zum Ausruhen. Für mich bisher der schönste "leichte" Wanderweg. Für ambitionierte Leute gibt es mit den sogenannten Lechschleifen noch paar Ziele rundherum, wenn man halt noch paar Gipfel mitnehmen will.

Im Hochgebirge laufe ich nur mit Wanderstiefeln, die über die Knöchel gehen. Ohne wäre mir das absolut zu heikel, da der Knöchelschutz gefühlt einfach enorm wichtig ist. Bis zum Mittelgebirge nutze ich aber auch eher leichtere Schuhe, aktuell bin ich da mit dem adidas Terrex AX2R unterwegs. Die haben auch eine extrem gute Sohle. In den Bergen nutze ich quasi den gleichen Schuh, aber eben als Stiefel (nennt sich dann AX2R Mid).
TERREX_AX2R_GTX_Schuh_Schwarz_CM7715_01_standard.jpg
 
Wie schon erwähnt, ich mach seit Jahren solche mehrtägigen Touren und schon auf Grund meines unfassbar hohen Alters (ich hab das WM Finale 74 schon live gesehen, Vater hatte sich dafür sogar einen Farbfernseher gekauft) bin ich jetzt auch nicht die Sportrakete oder bombe... :)

Erst mal - a bissl Training gehört dazu. Versuch einfach mal vor der Tour regelmäßig die 10.000 Schritte/Tag zu erreichen. Dazu a bissl Kraft-Training - gerade für Waden und Oberschenkel, ist schon die halbe Miete.

2 Stöcke sind natürlich Pflicht. Oder keiner. Einer geht gar nicht.

Dazu vernünftiges Schuhwerk, das ist extrem wichtig. Wer Wandern geht, braucht Wanderschuhe. Nix anderes.

Rucksack möglichst leicht packen, gibt 1000 Tipps im Internet, wie man hier möglichst viel einspart, kann ich bei Bedarf gerne dazu was sagen.

Blasenbildung: Neben dem Tipp von Angliru bezügl. der Socken - Füsse vor und nach dem Wandern (ggf. auch in einer Pause) mit Hirschtalkcreme einreiben. Hilft wirklich.

Und mein persönlicher Tipp: Versuche, nicht alleine zu gehen. Ich mach das seit Jahren mit meinem besten Kumpel. Ok, wir kennen uns über 30 Jahre und wissen über die Eigenheiten des Anderen Bescheid und können damit umgehen, das ist wichtig. Aber - es kommen immer irgendwelche Tiefs, wenn du zu zweit bist, hilft dir der andere schon darüber hinweg. Sei es durch gutes Zureden, Blödeln, Hilfe oder Motivation (komm Bombe, denk an das Bier heute Abend oder so ähnlich). Eigentlich hatten wir auf jeder Tour einen Durchhänger, ich glaube, dass ich alleine schon das ein oder andere Mal das Handtuch geschmissen hätte.

15 km sind ok, 20 sind auch als kaum Trainierter zu schaffen. Mein Kumpel geht meist fast unvorbereitet rein und schafft die 20 auch. Und das gerne auch in den Bergen, d.h. kommen schon ein paar Höhenmeter zusammen. Wichtig ist, dass du durch das erste Tief kommst, anschließend geht man praktisch von selbst. Da kommt in einen Flow und meinst, gar nicht mehr aufhören zu können. Ist echt so, wir haben sogar an die Tour noch was dran gehängt, weil der Körper einfach gehen will. Ist echt faszinierend. Leider lässt man das nach der Rückkehr wieder schleifen, fährt wieder Auto, Bahn usw. - klar, schon aus Zeitgründen.

Also, viel Erfolg beim nächsten Mal. Und berichte bitte wieder. (y)

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Hirschtalgcreme hatte ich dabei, aber die alleine hats nicht so gebracht. Hab mir nun mal auf Anglirus Rat hin diese weißen Rollen von Hansaplast besorgt und versuche es nächstes Mal mit abkleben.

In meiner Umgebung will sonst keiner Wandern. Alle zu bequem. Gibt es da irgendwelche empfehlenswerten Websites, wo man Kontakte Knüpfen kann?

2 Stöcke, sind notiert. Ich habe halt so ein olles Holzding gewählt, weil es einfach optisch ansprechender war, als diese modernen Teile. Aber ich sehe allmählich den Sinn darin.

Beim Gewicht hatte ich zu viel dabei, das stimmt. Ich wollte ursprünglich in Schutzhütten und auf Campingplätzen übernachen und hatte dementsprechend alles mit dabei, volles Programm, wenn ich auch auf Packmaß und Gewicht geachtet habe. Nächstes Mal halte ich mich erstmal an Pensionen, solange ich im dicht besiedelten Deutschland bin.
 
Ick werd mir mal im September den Goldstrand geben.......da dies auch ein ort ist wo junge menschen abends auf die kakkke hauen ,ist das sicherlich nicht die schlechteste wahl um die ein oder andere beißattacke mit stranger-girl'zzz zu starten........
#38jahrealtundimmernochdummwiestroh
 
Ich habe Versagt. :(

Nach den ersten beiden Etappen meiner Wanderung hat die Hüfte gemeckert. Und Blasen an den Füßen haben die Sache auch erschwert.
Da muss ich ehrlich zugeben, mich übernommen zu haben. Da es wenig bringt, im Schneckentempo durch die Wälder zu Humpeln, habe ich mich schließlich entschlossen, dass die Gesundheit vorgeht. Ne Hüft-OP mit Ende 20 wollte ich dann doch nicht.

Nun, immerhin habe ich jetzt reichlich Zeit, mal mein WG-Zimmer aufzuräumen. Das dürfte noch schwieriger werden...

Ich hab dazu mal ein kleines Tutorial geschrieben. Ging hauptsächlich um Bergwandern, eher Tagestouren, geht aber genau auf die Punkte ein die Du schon angesprochen hast. Vielleicht ist es Dir ja nützlich: https://www.travelbucketlist.de/2018/04/06/bergwanderungen-die-richtige-vorbereitung/
 
@xEr : wie ist das mit den Trailrunnern im Gebirge? Ich habe als Ausweichschuhe sogenannte "Trecking-Wanderschuhe" - bin damit aber im Gebirge aufgeschmissen, außer es ist trocken. Hatte da schon mal mit meinem Leben abgeschlossen, dachte ich komme nicht mehr an. Kein richtiger Halt, zu rutschig, da fehlt die feste Besohlung.

Ich selbst kann nur für den o.g. Trailrunner sprechen, da ich kein anderes Modell getragen habe. Aber das hat auch im hochalpinen Gelände problemlos geklappt. Irgendwann ist natürlich das Profil runter und dann lässt der Grip spürbar nach, das war bei mir aber vllt. nach 1000 km der Fall. Hab den in den Bergen ja auch im Dauerregen, kniehohen Schnee usw. angehabt. Wenn es steil ist bei rutschigem Schnee oder Eis braucht man ggf. Microspikes, das ist aber unabhängig vom Schuh.
Muss dazu sagen, dass ich in schwierigem Gelände immer Wanderstöcke genutzt habe, wie fast alle Leute die dort unterwegs sind. Stöcke geben enorm viel Stabilität und sind ein echter Gamechanger.

Natürlich lassen Trailrunner den Knöchel frei, aber ich glaube daran gewöhnt man sich einfach und man passt sich an durch die Art wie man tritt und der Körper lernt sich selbest zu stabilisieren. Ansonsten hätten sich Trailrunner vermutlich auch nicht so durchgesetzt, die sind ja für solch ein Gelände gemacht. Echtes Bergsteigen mag dann nochmal was anders sein, das hat dann aber weniger mit Wandern zu tun.
 
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