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Reisen - Ab in den Urlaub


Das mit dem Bett im Auto kommt dir bei den Hotelpreisen in Kopenhagen auf jeden Fall entgegen ;)
Ich war letzten August in Dänemark und dort war es ziemlich entspannt, was die Anzahl der Menschen anging. War denke ich mal noch mit Hauptsaison, aber ich kann da keine Auskunft zur Situation auf den Campingplätzen geben. Mein primäres Interesse lag dort am Fußball, aber bis auf Kopenhagen habe ich keine Stadt gesehen (Silkeborg, Aarhus, Randers), in der man nicht die Touri-Hotspots an einem Tag schaffen würde. Ist natürlich immer von den Interessen abhängig und wie "schnell" man ist. Silkeborg fand ich optisch recht ansprechend, Aarhus war dagegen eher meh.
Nach Dänemark fährt man in erster Linie ja schon wegen der Strände, Kopenhagen und dem ein oder anderen Natur"wunder".
 
Hat jemand Tipps für einen Wochentrip im Februar/März?
Ganz Europa möglich, aber ich habe keine Ahnung, was sich lohnen könnte und wo es eher ungemütlich ist.

Mein Tipp ist ganz klar Madeira. Waren wir im Novermber selbst ne Woche. Sehr schöne und abwechslungsreiche Insel, sehr gutes Essen, unbedingt einen Mietwagen nehmen, die Wege rund um die Insel lohnen sich.
Ist halt nicht der typische "Bade-Hotspot", Strände gibt es eher im Norden und da auch nicht wirklich so, wie man sie von hier kennt. Aber ganzjährig angenehmes Klima und wenn die Sonne scheint und man nicht so kälteempfindlich ist, kann man durchaus mal in den Atlantik springen.
 
Haben gestern Algarve (1 Woche) gebucht - der kleine Ort heisst Lagos (nein, nicht Nigeria) - Wassertemperatur iss mir nicht so wichtig, aber T-Shirt-Wetter soll es schon sein.
Falls jemand ein paar Tips hat - immer her damit.
Wir wollen Ende April auch dort hin, aber die Flüge sind momentan krass teuer. Daher haben wir noch nichts gebucht.
 
Mein Tipp ist ganz klar Madeira. Waren wir im Novermber selbst ne Woche. Sehr schöne und abwechslungsreiche Insel, sehr gutes Essen, unbedingt einen Mietwagen nehmen, die Wege rund um die Insel lohnen sich.
Ist halt nicht der typische "Bade-Hotspot", Strände gibt es eher im Norden und da auch nicht wirklich so, wie man sie von hier kennt. Aber ganzjährig angenehmes Klima und wenn die Sonne scheint und man nicht so kälteempfindlich ist, kann man durchaus mal in den Atlantik springen.

Klingt sehr gut, danke!
 
Saucool, im Gegensatz zu diesen künstlichen Dubais und Abu Dhabis dieser Welt noch Oldschool-Arabien.
Hast du noch mehr Details zur Reiseroute und was ihr so gemacht habt? Wir haben November als Reisezeitraum im Kopf, wann wart ihr da? Gerne sonst auch per PN, wenn das hier den Rahmen sprengt. :)
 
War hier schon mal jemand im Oman? Empfehlung Ja/Nein?

Ich persönlich nicht, aber ein Arbeitskollege kommt gerade von dort und war hellauf begeistert und hat sich geärgert, dass er zu viel Zeit für Dubai eingeplant hatte und dafür weniger Zeit im Oman hatte. Muss sehr beeindruckend und historisch wertvoll sein. Wenn man sich für nahöstliche Kultur interessiert, auf jeden Fall eine Empfehlung.
 
Den Oman kann ich auch nur empfehlen. War vor rund zehn Jahren im Januar dort. Hatten eine Unterkunft in Maskat und haben uns ein Auto gemietet. Tanken war preiswert und man kann von dort aus alles recht gut erreichen. Straßen sind auch top ausgebaut. Alkohol wiederum gibt es ohnehin nur in Hotels in Maskat ;)

Sehenswert meiner Erinnerung nach (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Maskat, Sur, Nachl, Whadi Shab, Nizwa.
 
Bei mir ist die Omanreise ebenfalls ca. 10 Jahre her, aber damals hat es uns super gefallen...kann die Argumente oben nur unterstreichen. Tolles Land und freundliche Menschen.

Unser längster Stop war ebenfalls Muscat, wir haben dann aber eine kleine Rundreise per Mietwagen bemacht. Unsere Route war ungefähr: Muscat - Bimmah - Wadi Shab - Sur - Wüstencamp (2 Nächte) - Saiq Plateau (Übernachtung) - Nizwa - Jebel Shams (Übernachtung) - Wadi Bani Awf (wir sind selbst gefahren, war an einigen Stellen aber schon haarig. Ansonsten Strassen in der Tat sehr gut ausgebaut) - Rustaq Loop (Nakhal/Rustaq/Al Hazm) und zurück nach Muscat. Vieles davon kann man in der Tat als Tagestouren von Muscat machen denke ich. Am Schluss waren wir noch ein paar Tage am Strand. Je nach Jahreszeit sollen Khasab (Norden) und Dhofar (Süden) auch lohnenswert sein - ist dann aber jeweils aber ehre eine Flugstrecke.
 
Der nächste Urlaub ist gebucht 🤩
Es geht Anfang Juli eine Woche nach Finnland, 2 Nächte sind wir in Turku, 3 Nächte in Nauvo, einem kleinen Hafenörtchen auf einer der Inseln im Schärengarten vor Turku. 2,5 Stunden geht's mit der Fähre hin. Außer dem kleinen Ort gibt es Natur pur 😍 Danach geht's zum Abschluss dann 2 Nächte nach Helsinki
 
HamburgBuam und die Harzer Wandernadel: Tag 1 - Echte Berge!

Ich war eine Woche im Harz, um den Stempelstellen der Harzer Wandernadel nachzujagen. Im gesamten Harz sind 222 Stempelboxen verstreut, bei denen man sich einen Nachweis in den Pass Stempeln kann, dass man vor Ort war. Also eine Art Sammelspiel im echten Leben.

Daher fuhr ich mit dem Deutschlandticket nach Seesen. Eine nette kleine Stadt, welche sich am westlichen Rand des Mittelgebirges befindet. Vom Bahnhof aus stiefelte ich los. Der Rucksack wog 9 Kilo, was in erster Linie an meiner Campingausrüstung lag. Es war Neun Uhr Morgens, aber die Sonne brannte bereits vom Himmel. Also hielt ich im Steinway-Park kurz inne und entledigte mich meiner dünnen Jacke. Besagter Park war übrigens echt schön. benannt war er nach irgendeinem Tastenquäler, der in die USA ausgewandert war und dort anfing. Klimperkästen für Pianisten zu bauen. Interessanter schien mir der Park selbst, welcher sehr hübsch und auch naturnah gestaltet war.

Direkt hinter dem Park hörte die Stadt auf und der erste Anstieg wartete auf mich. Ab in den Wald und auf den Berg! Ich schnaufte nicht schlecht, während ich mich die zunächst moderate, dann immer härtere Steigung empor mühte. Da können die kleinen Hügel bei uns im Norden einpacken. Doch die Luft war frisch, die Natur wunderschön.

Nach einer Dreiviertelstunde Stunde hatte ich schließlich den Gipfel und somit auch die Tränkebachhütte erreicht. Hier wartete auch der erste Stempelkasten auf mich. Da ich aber noch keinen Wanderpass hatte (Die Touri-Info hatte an einem Sonntagmorgen eiskalt geschlossen gehabt) musste ich mir die Zulassungsnummer an der Innenseite der Box notieren. Anschließend füllte ich meine Wasserflasche an der nahen Quelle auf und machte mich daran, den Luchsfelsen aufzuspüren. Laut meiner Wanderkarte lauerte dort allerdings keine Raubkatze, sondern lediglich der nächste Stempel.

Ich erreichte den Luchsfelsen nach kurzem Marsch auf breiten Schotterwegen. Die ersten Waldschäden kamen des Weges und winkten mir mit ihren Borkenkäferbefallenen Ästen zu. Neben den Stümpfen der verschiedenen Fichten fanden sich immer wieder Setzlinge, welche von der Aufforstung erzählten. Der Wald stirbt zwar, aber man bemüht sich bereits, dies zu korrigieren. Der Harz war ursprünglich voller Mischwälder und soll nun zu seinen Wurzeln zurück. Die gepflanzten Bäume sollen zudem besser mit dem Klimawandel zurechtkommen. Es kann sich nur noch im Jahrzehnte handeln.

Aber zurück zum Luchsfelsen. Dieser wurde aufgestellt, um an den letzten Luchs im Harz zu erinnern, den man im 19. Jahrhundert nach 14 Tägiger Jagd an dieser Stelle abgemurkst hatte. Inzwischen sind die Kollegen ja wieder ausgewildert worden und die Population wächst. Ich notierte mir die nächste Nummer und aß erst einmal etwas. Dann stieg ich zur Bundesstraße ab, überquerte diese und näherte mich über eine unbenutzte Nebenstraße Lautenthal. Kurz vor dem Ort lotste mich ein Schild auf einen schmalen, naturbelassenen Stieg, welcher sich wunderschön zur Stadt hinab schlängelte. Zuweilen musste ich über einen Baum kraxeln, kämpfte mich aber tapfer bis zur Stadt durch. Dort fand ich dann erst einmal ein Absperrband, welches die Bewohner des Ortes warnte, dass der Weg, den ich soeben gegangen war, lebensgefährlich wäre. Hm, wo war eigentlich die Warnung am anderen Ende gewesen?

Seltsamerweise noch lebendig durchquerte ich den Ort, hielt diplomatischen Smalltalk mit einem geschwätzigen Rentner und stieg auf der anderen Seite des Kaffs wieder auf einen Berg. Zunächst führte der Weg über eine Wiese, von der aus ich einen Panoramablick ins Tal hatte. Dann ging es steil den Berg hinauf. Mir blieb beinahe die Luft weg, als die Steigung zweistellig wurde. Welcher Depp hatte den Rucksack nochmal so schwer bepackt?

Zum Glück wurde der Weg nun wieder ebener. Entlang der Bergflanke marschierte ich zur Hütte "Schöne Aussicht". Der Stempel war kaputt, aber was solls. heute war das noch nicht mein Problem. Ich verweilte einige Minuten und überlegte, ob ich noch einen Umweg für einen vierten Stempel einbauen sollte. Allerdings wurde ich zunehmend müde und entschied, dass ich lieber mein Tagesziel Wolfshagen ansteuern sollte.

Die letzten Kilometer zogen sich ein wenig. Tatsache ist, dass ich aus dem letzten Loch pfiff, als ich nach ca. 20 Kilometern endlich den Campingplatz erreichte, auf dem ich meine Nacht verbringen wollte. Ich checkte ein und wurde von der Rezeptionistin darauf hingewiesen, dass ich einen Sonnenbrand im Nacken hätte. Sieh mal einer an, die Maisonne war wohl doch etwas heftiger, als erwartet. Ungeachtet dessen machte ich mich daran, mein Zelt aufzubauen. Seit 10 Jahren hatte ich selbiges nicht getan. Es wurde also spannend. Zu meiner eigenen Überraschung haute der Aufbau aber hin und nach 20 Minuten stand mein Heim für die Nacht. Ein Wunder an kleinem Packmaß. Gut, dafür war es winzig. Sitzen konnte man darin nicht und ich musste rückwärts reinkriechen, da auch umdrehen etwas knifflig gewesen wäre. Zusammen mit meinem Rucksack war die Fischreuse zum Schlafen bereits gut ausgelastet. Zum Glück bin ich nur 1,70 Meter.

Ich beschloss den Abend mit einem Cordon Bleu im Campingplatz Restaurant. Das Fleisch war lecker und reichlich. Nur der angekündigte Salat enttäuschte, bestand dieser doch nur aus einem einzelnen Salatblatt. Bisschen mager.

Zufrieden mit dem Tag kroch ich ins Zelt und schickte ein Dankesgebet an @Angliru der mir vor Jahren, als ich auf dem Weserberglandweg scheiterte, geraten hatte, die Füße mit weißem Hansaplast vor Blasen zu schützen. Das funktionierte wirklich. Ganz im Gegensatz zu meiner Nachtruhe. Um Gewicht zu sparen hatte ich nämlich die Luftmatratze aussortiert und wälzte mich nun auf dem brettharten Boden hin und her...

Statistik des Tages

Gelaufene Kilometer: Ca. 20
Stempel: 3
Sonnenbrand: 1
 
Zufrieden mit dem Tag kroch ich ins Zelt und schickte ein Dankesgebet an @Angliru der mir vor Jahren, als ich auf dem Weserberglandweg scheiterte, geraten hatte, die Füße mit weißem Hansaplast vor Blasen zu schützen. Das funktionierte wirklich.
Absoluter Profitipp :smoke:. Und kann man auch ruhig über mehrere Tage dran lassen, solange es nicht wellt. Fällt dann irgendwann von alleine ab.
 
Hätte ich das gewusst, hätte ich mir locker 2 Rollen gespart... :D
Davon kann man grundsätzlich nie genug haben :D. Werde ich diesen Sommer auch noch häufiger nutzen ;).

Wenn man mal barfuß in Schlappen damit rumläuft, sieht es aber für andere immer so aus, als hätte man sich die kompletten Füße aufgerissen. Da muss ich immer Aufklärungsarbeit leisten, dass man das schon vorher draufklebt. Für die Fersen absolut perfekt und war für mich auch ein absoluter Gamechanger.
 
Davon kann man grundsätzlich nie genug haben :D. Werde ich diesen Sommer auch noch häufiger nutzen ;).

Wenn man mal barfuß in Schlappen damit rumläuft, sieht es aber für andere immer so aus, als hätte man sich die kompletten Füße aufgerissen. Da muss ich immer Aufklärungsarbeit leisten, dass man das schon vorher draufklebt. Für die Fersen absolut perfekt und war für mich auch ein absoluter Gamechanger.
Reichen getragene Socken nicht mehr?
 
Dieses Jahr klappt es endlich: im Dezember geht es nach Tallinn und nach ein paar Tagen mit der Fähre rüber nach Helsinki. :beten:
 
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