Der alternative Verkehrsmittel thread (Fahrrad, e-bike, e-scooter etc)


Auch als Fahrradfahrer muss ich sagen eine gute Entscheidung. Zwei Auto Parkplätze sind besser als die wenig benutzten Fahrrad Stellplätze. Gibt in dieser Einbahnstraße nur ca. 10-12 Auto Parkplätze, da fallen 2 weniger ins Gewicht.
Man muss immer individuell entscheiden was besser ist für Stadt und Mensch. In disem Fall waren es Auto Parkplätze.
 
Als passionierter Radler bin ich für Radwegausbau und knallharte Eindämmung der PKW vor allen in Städten. Ich war vor ein paar Wochen beruflich in Berlin und bin fast alles von Prenzelberg mit Rad gefahren. Habe überlegt dazu mal was zu schreiben...aber egal. Leere und volle Radwege, dämliche Fußgänger, ******* Lastenräder, noch dümmerere Radler und verblödete Autofahrer. Gepaart mit DHL & Co.
Das trifft es wunderbar für jede deutsche Großstadt!
Und alles fängt an mit einer komplett dämlichen Verkehrsplanung....
 
Verkehrsplanung ist das wichtigste und muss konstant fortgesetzt werden. Aber mit jeder anderen Regierungen werden gefühlt Änderungen herbeigeführt und alles beginnt wieder im Urschleim. Bei mir zuhause ist das kein großes Ding. Großstädte sind komplexer und viel mehr Aspekte müssen berücksichtigt werden. Deshalb finde ich es richtig, lieber Zeit zu investieren und dafür zielgerichtet zu agieren.

Bestes Beispiel... Ich habe Freunde in Bernau, mein Bruder wohnt bei Ahrensfelde und ich komme aus Prenzlauer Berg mit dem Rad. Bernau explodiert im Speckgürtel völlig und dort gibts es für Neubauprojekte quasi einen Baustopp. Keine Genehmigungen, weil die Infrastruktur überlastet ist. D.h. Stau, Stau und Stau Richtung Berlin und in den Gegenrichtung. Es gibt einen schönen Radweg bis Bernau, der glaube ich letztes Jahr fertiggestellt wurde. Man könnte meinen, super und endlich mitgedacht. Denkste...durch Malchow liegt auf dem Weg ist stets richtig viel los und zum Radfahren nicht ungefährlich und sehr eng. Also wurden die Straßen saniert. Das wars. Radweg Fehlanzeige - unfassbar. Warum kann man sowas nicht in einem Rutsch machen oder warum wird der Radweg ignoriert? Nächster Ort Lindenberg. Da gibt's einen Pseudoradweg an beiden Straßenseiten. Hier müsste auch angepackt werden. Grundsätzlich hätte man dann einen super Radweg von Berlin nach Bernau. Einfach und schneller als mit dem Rad komme ich morgens dann nicht nach Berlin. Am Wochenende verstopft der Ausflugsverkehr die Straße zusätzlich. Banaler die Verkehrswende einzuleiten ist kaum möglich. Ist mMn kein Berlin spezifisches Problem...
 
In Hamburg kommt es öfters mal vor, dass Radwege direkt durch Busbahnhöfe führen. Und dann wundern die sich, wenn die Radler lieber verbotenerweise den Gehsteig benutzen, statt sich mit den Bussen anzulegen.
 
Ich würde mir wünschen, dass Radwege deutlicher besser durch die Ordnungsämter kontrolliert werden. Was da geparkt und gehalten wird geht auf keine Kuhhaut. Die Fahrer von DHL & Co tun mir schon leid, aber dann müssen die Kunden halt zur Packstation oder in den Shop. Ganz einfach...
 
Das trifft es wunderbar für jede deutsche Großstadt!
Und alles fängt an mit einer komplett dämlichen Verkehrsplanung....
Das Problem ist imo das die grundplanung 50+ jahre alt ist und der Platz einfach begrenzt ist.

Am besten (aus verkehrsplanerischer sicht) wäre wohl alles abreißen und komplett neubauen, aber das ist aus verschiedenen Gründen natürlich absolut nicht machbar und jetzt muss man den wenigen vorhandenen Raum neu verteilen.

Aber klar, am Ende kann die verkehrswende nur klappen wenn die Autofahrer auf Privilegien verzichten.
 
Zumindest in Neubaugebieten könnten sie mal ordenlich planen, aber das klappt ja auch nicht
 
Frankfurt möchte den mainkai, eine Straße am mainufer autofrei machen.

Das hat man 2019-2020 schon einmal probiert, damals sorgte es für heftige Proteste von Autofahrern

 
In Berlin wurde eine Radfahrerin getötet (LKW rechtsabbiegen) und eine rad und umweltorganisation hat sehr drastische Worte verwendet, unter anderem "Opfer der Verkehrspolitik" und "Blut an den händen".

Ein Berliner cdu Politiker weist das als zu drastische Instrumentalisierung des Todes der Dame zurück

 
Als Notwehrmaßnahme gegen die steinzeitmäßige Verkehrspolitik des neuen Berliner Senats (es darf kein neuer Radweg angelegt werden, wenn dabei auch nur ein Autoabstellplatz verloren geht) haben Klimaaktivisten einen provisorischen Radweg in Neukölln angelegt, indem sie ihn mit Farbe markierten.

Wegen dieser schweren Sachbeschädigung wurde folgerichtig der Staatsschutz eingeschaltet. Der hat schließlich sonst nichts zu tun, was sind schon mafiöse Strukturen allerorten, tägliche Messerstechereien oder Anschläge auf den Bahnverkehr gegen diesen schweren Angriff auf die autogerechte Stadt?

Manchem Politiker ist die Hitze zu Kopf gestiegen. :gitche:

 
Als Notwehrmaßnahme gegen die steinzeitmäßige Verkehrspolitik des neuen Berliner Senats (es darf kein neuer Radweg angelegt werden, wenn dabei auch nur ein Autoabstellplatz verloren geht) haben Klimaaktivisten einen provisorischen Radweg in Neukölln angelegt, indem sie ihn mit Farbe markierten.

Wegen dieser schweren Sachbeschädigung wurde folgerichtig der Staatsschutz eingeschaltet. Der hat schließlich sonst nichts zu tun, was sind schon mafiöse Strukturen allerorten, tägliche Messerstechereien oder Anschläge auf den Bahnverkehr gegen diesen schweren Angriff auf die autogerechte Stadt?

Manchem Politiker ist die Hitze zu Kopf gestiegen. :gitche:

Wobei Eingriffe in den Straßenverkehr in eigenregie ja auch nicht die Lösung sein können. Ich kann verstehen das die Leute frustriert sind und ein Zeichen setzen wollen, aber so eine Aktion ist ja durchaus auch gefährlich, die Typen sind ja sicher keine Experten für Verkehrsführung. Auch Haftung etc bei Benutzung der Guerilla radwege ist ja völlig unklar.
 
Was haltet ihr eigentlich vom Thema Helmpflicht?

Ein unionspolitiker hatte eine Helmpflicht vorgeschlagen und dafür Zustimmung von anderen Parteien erhalten.

Gibt aber natürlich auch Leute die das blöd finden von wegen Freiheit etc, dieser Welt Artikel greift zum Beispiel den unionspolitiker an von wegen sie würden jetzt zur Verbotspartei wie die grünen, außerdem würde man mit Helm riskanter fahren und Autofahrer weniger Rücksicht nehmen.


Ich halte eine Helmpflicht eigentlich für recht sinnvoll. Vor 2 Wochen hatte ich einen heftigen crash mit dem rennrad wo ich hart auf den Kopf gefallen bin, ohne Helm wäre das sicher auch nicht so glimpflich abgelaufen (nur Schürfwunden, Nacken gestaucht und vorderes laufrad kaputt, woraufhin ich mir dann direkt mal nen neuen laufradsatz gegönnt habe:)).

Ich will jetzt kein victim blaming bei Unfällen betreiben, wenn dich ein 40 tonner überrollt hilft dir auch kein Helm, aber ich vermute mal eine Helmpflicht könnte die totenzahlen im Straßenverkehr ähnlich drastisch senken wie es die gurtpflicht im Auto getan hat.

Es gibt allerdings auch Leute die das anders sehen, die Angst haben das eine Helmpflicht Leute vom radfahren abhält und so die verkehrswende verhindert und das eigentlich andere Dinge verbessert werden sollten, aber man sagt trotzdem das ein Helm mindestens 60-70% der tödlichen Verletzungen verhindern würde.

 
Ich würde eine Helmpflicht für Radfahrer begrüßen. Allein, um schwere Kopfverletzungen zu vermeiden.
Es gibt für mich auch keine nachvollziehbaren Gründe, die dagegen sprechen. Verbote haben in der Vergangenheit immer auch Kritiker auf den Plan gerufen, sei es die Anschnallpflicht im Auto oder Rauchverbote. Im Endeffekt haben sie sich aber alle durchgesetzt.
Argumente wie
- Frisur wird zerstört
- Freiheit wird eingeschränkt
sind einfach nur lächerlich.
Frag doch mal den Mofa-Fahrer, der auch Helm tragen muss bei 25 km/h die Stunde.
- Dass man mit Helm plötzlich aggressiver fährt, oder die Autofahrer auf einmal weniger Rücksicht auf Radfahrer nehmen, halte ich auch für Quatsch.

Wobei ich selbst auch öfter ohne Helm Radfahre. Einfach weil es ein schöneres Gefühl ist, wenn der Wind über die Plete weht.
Aber eine solche Pflicht würde mich dazu bringen, immer Helm aufzusetzen. Man gewöhnt sich an alles und tut zusätzlich was für seine Gesundheit.
 
Ich selber trage seit ein paar Jahren immer und überall einen Helm, bin aber gegen eine Helmpflicht! In Holland oder Dänemark gibt es keine Helmpflicht, es gibt aber viel mehr Radfahrer, dadurch fährt man so ein bisschen "im Schutz der Masse", und das muss das Ziel auch für Deutschland oder die Schweiz oder so sein. Mehr Radfahrer heisst mehr Sicherheit für alle Radfahrer.
Dazu kommt schon noch das bequeme: Ich fahre mit dem Rad an den Bahnhof, will mit dem Zug weiter. Was mache ich mit dem Helm? Nehme ihn mit, unpraktisch, der braucht zu viel Platz. Schliesse ihn ans Rad: Funktioniert, nur blöd, wenn es regnet, dann ist er unangenehm nass, wenn ich zurückkomme. Gleiches beim Einkaufen und so...
Was ich mir aber vorstellen könnte: Helmpflicht für Minderjährige. Wer schon von klein an den Helm trägt, trägt ihn vielleicht auch später...

PS: Eine Helmpflicht für Autofahrer fände ich viel nützlicher :clowns:
 
Zumal es erste Priorität sein sollte die Sicherheit für Radfahrer durch verbesserte Wege und räumliche Trennung zu den Pkw zu verbessern.
Prinzipiell könnte ich mich mit einer Helmpflicht auch anfreunden, obwohl ich zugebenermaßen bei über 30 Grad den Helm nicht aufsetze da ich doch merklich stärker mit als ohne schwitze.
 
Helmpflicht für Minderjährige halte ich für sinnvoll, aber von erwachsenen Leuten erwarte ich dann schon, dass sie für sich selbst entscheiden können, ob sie das Risiko tragen wollen oder nicht. Da braucht man nicht wieder mit irgendwelchen Vorschriften und Verboten um die Ecke kommen. Man muss die Leute nicht erziehen oder wie Kleinkinder behandeln.
 
Die alternativen Verkehrsmittel sollten Bus&Bahn (elektrisch) und Fahrrad im Nahbereich sein, halt mit höherer Taktung. Vielleicht noch ein Bringservice bei Supermärkten (jeder kauft selbst ein und verpackt sein Zeug in die eigene Box, die muss nur noch gebracht werden), und für besondere Fälle ein Leihfahrzeug der Stadt (gibt es ja schon ). Dann braucht man an sich kaum noch ein Auto, Leihen dürfte dann bei weitem günstiger sein. Ich fahre jetzt vielleicht noch 2000km im Jahr, gegenüber 10tkm vor Corona.
 
Helmpflicht für Minderjährige halte ich für sinnvoll, aber von erwachsenen Leuten erwarte ich dann schon, dass sie für sich selbst entscheiden können, ob sie das Risiko tragen wollen oder nicht. Da braucht man nicht wieder mit irgendwelchen Vorschriften und Verboten um die Ecke kommen. Man muss die Leute nicht erziehen oder wie Kleinkinder behandeln.
Menschen verhalten sich halt idR wie Kleinkinder. Gibt es denn irgendwelche Bsp., in denen Freiwilligkeit funktionierte hat?
 
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