Im Falle von Sarrazin zeigt sich der Spezialist optimistisch. "Er konnte sofort notoperiert werden, das erhöht seine Chance auf Heilung." Bei solchen Verletzungen sei der Zeitfaktor entscheidend, so Riederer. Schwere Hirnblutungen führen oft zu bleibenden neurologischen Defiziten wie Lähmungen, Sprachstörungen oder kognitiven Beeinträchtigungen. "Leider verlaufen etwa 25 Prozent der Fälle tödlich, die Gründe sind unterschiedlich, oft ist es der Umstand, dass die Soforthilfe zu spät erfolgte", erklärt Riederer. Es gibt aber auch positive Fälle, worauf man natürlich auch bei Sarrazin hoffen wird. "Rund 20-30 Prozent der Hirnblutungen können vollständig und ohne bleibende Schäden geheilt werden."