Wer was wann wo gesagt hat, sei dahin gestellt. Ich bin aber zu 100 Prozent deiner Meinung.Ich stimme dem uneingeschränkt zu. Ich habe ein Problem damit, dass von den Norwegern geschaffene Fakten umgedreht und somit ein Stück weit legitimiert werden. Das kann es nicht sein. Es klingt aber in einigen Aussagen heraus und das ist beschämend.
Das Verhalten der norwegischen Springer im Nachgang und publizierte Äußerungen auch von ehemaligen Aktiven lassen mich fassungslos und fragend zurück.
Die Manipulationen haben dem Sport einen Bärendienst erwiesen. Einen Schaden angerichtet, der nur mühsam wieder repariert werden kann. Davor kann man bei aller Kritik an der FIS nicht die Augen verschließen.
Dennoch kann es halt auf der anderen Seite kein „Weiter so!“ von Seiten der FIS geben. Man MUSS sich da anders aufstellen. Dies bedeutet auch, das Kontrollsystem zu erneuern. Die hier gebrachten Vorschläge, mehrere Ansprechpartner zu haben, auch um Sprachbarrieren zu überbrücken, kann man durchaus als gute Gedanken für den perspektivischen Umgang mit der Problematik sehen. Auch wenn es das Verhalten der Norweger nicht rechtfertigt.
Es würde auch Kathol oder wer auch immer für die Materialkontrolle verantwortlich zeichnet, aus der Schusslinie nehmen. Womöglich wird es dann immer noch Kritik geben, wahrscheinlich sogar, da immer noch die üblichen Spezialisten die Entscheidungen kritisieren werden.
Ich persönlich bin für eine Null-Toleranz-Linie. Regeln, die transparent sind und strikt eingehalten werden. Regeln, die nicht unter der Saison untergraben und oder neu definiert werden. Zu Beginn der neuen Saison kann man dann - bei Bedarf - anpassen und Innovationen Raum geben.
Macht den Kontrolleur sicher nicht beliebter, aber akzeptierter.
Was da über Jahre versäumt wurde, ist nun so richtig in den Brunnen gefallen. Regeln müssen strikt eingehalten und kontrolliert werden. Und zwar so kontrolliert, dass keinerlei Diskussionen aufkommen, ob jemand bevorzugt oder benachteiligt werden kann.
Es wird ohnehin sehr schwer sein, den Schaden der nun dieser Sportart zugefügt wurde, wieder auf gesunde Füße zu stellen.
Ich für meinen Teil werde, solange da sich nichts Grundlegendes ändert, keinen Fuß mehr an eine Schanze setzen. Auf zweifelhafte Ergebnisse kann ich gern verzichten.