Wenn wir uns darauf einigen können, dass die Situation nicht eindeutig ist und geklärt werden muss, damit es zukünftig nicht mehr passieren sollte, dann ist von meiner Seite aus alles gut.
Es ist doch überall so, dass man in einem guten Beschwerdemanagement über diese Dinge spricht, die für Aufregung gesorgt haben, über offizielle Proteste und Beschwerden sogar sprechen muss.
Natürlich müssen da Fragen geklärt werden, ohne direkt einseitig mit dem Finger auf die andere Seite zu zeigen. Das, was passiert ist, kann man nicht mehr rückgängig machen. Diese Situation gab es bislang nicht, war vielleicht nicht vorstellbar.
Die Entscheidung, Domen ein DNS zu geben, war durch die Regeln gedeckt. Man wird sich die Frage stellen (müssen), ob die Regel so wie sie verfasst wurde, vertretbar ist oder ob man weitere differenzierende Punkte einfügt.
Der Kontrollbereich, die Kontrollbox, das Zelt… wie auch immer man es bezeichnen mag, sei‘s drum, wird hinterfragt werden. Kein Veranstalter kann sich erlauben, Dinge abseits der gültigen Vorgaben zu betreiben. Schon aus versicherungstechnischen oder justiziablen Gründen. Aber prinzipiell kann man dem Veranstalter keinen Strick daraus drehen. Sofern sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben, was ich ausschließen möchte.
Die Oberstdorfer und auch die FIS sind, was solche Veranstaltungen betrifft, keine Newbies. Sie wissen um die versicherungstechnischen und rechtlichen Vorgaben.
Man wird sich perspektivisch überlegen müssen, wie die Kontrollbereiche positioniert werden (müssen), wie sie auszusehen haben - immer mit Blick auf die Räumlichkeiten vor Ort. Ich selbst habe in meiner Funktion als Kita-Leitung schon mehrfach Sicherheitskonzepte erstellt, ich habe mich immer gefragt, ob gewisse Dinge verantwortbar sind, ob sie Vorgaben verletzen und ob ich irgendwie haftbar gemacht werden kann, falls doch etwas geschieht. Das wird doch hier nicht anders sein.
Letztendlich entbindet es aber niemanden von seiner eigenen Warte aus mitzudenken und davon kann man halt Domen nicht freisprechen. Ich drehe ihm keinen Strick daraus. Aber das ist das Mindestmaß, was ich als Veranstalterin von Gästen erwarten sollte, damit alles ordnungsgemäß verläuft und das sollte auch die FIS erwarten können, wenn Sportler an ihren Bewerben teilnehmen.