Die Abwertung des Skispringens ist schon der Modus und nicht die Bedingungen. In den Einzeln gab es bei 10km auf einen Punkt ca. 4 Sekunden und in der Staffel bei 15km auf einen Punkt ca. 1,25 Punkte, wenn ich das richtig gerechnet habe. Ist einfach schräg, aber wohl, wenn ich die letzten Spiele so sehe, in der Staffel schon immer so. Und damals waren es sogar 20km.
Ich verstehe schon was du meinst und teile auch die Einschätzung, dass die Diszpilin insgesamt lauflastiger ist. Aber ich finde nicht, dass man Einzel und Team auf diese Weise sinnvoll vergleichen kann. Du hast im Einzel pro Athlet 1 Sprung und 10 km Langlauf. Im Teamsprint sind es pro Athlet 1 Sprung und 7,5km Laufen, in Summe also
2 Sprünge bei 15 km Laufen. Wenn man die Gewichtung genau gleich wie im Einzel-Gundersen haben möchte, dürfte man also ohnehin nicht denselben Umrechnungsfaktor verwenden.
Dass die Gewichtung hier etwas zum Laufen geschoben wird macht aus Gründen der Attraktivität schon Sinn, wie
@johnny erläutert hat. Es würde sich niemand anschauen, wenn (zurückblickend auf die große Viererstaffel) nach vier Sprunggruppen jeweils eine Minute zwischen den Podestkandidaten liegt. Aus heutiger Sicht würde man da vllt das Compact-Format mit fixen Abständen verwenden, das es damals noch nicht gab.
Nachdem ich deinen einleitenden Satz allgemein verstanden hab (also nicht nur auf heute bezogen), war meine Antwort bzgl. Lauflastigkeit btw auch allgemein gemeint. Die Topergebnisse der drei Bewerbe hier in Val die Fiemme haben insgesamt laufstarke Athleten erzielt, das liegt aber jedenfalls im Einzel definitiv nicht am Modus. Es ist derselbe Modus, in dem Riiber die restliche Weltklasse komplett distanziert hat.