Dinge, die keinen eigenen Thread verdienen - Olympia-Edition 2026 🇼đŸ‡č


Lena

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Um die ZÀhlweise des Medaillenspiegels gibt es ja bei allen Olympischen Spielen immer Diskussionen (ob nur die Goldmedaillen gezÀhlt und damit die anderen leider entwertet werden, oder ob es nur um die Gesamtzahl geht und damit die Goldenen wieder etwas weniger Wert haben)... finde diese ZÀhlweise mit Punkten auch recht interessant:

Finde ich gut.

Ich habe selbst so einen Medaillenspiegel gebastelt, da ich weder die "nur Gold zÀhlt" aber auch nicht die "alle Medaillen zÀhlen gleich" Variante mag. :)

Screenshot 2026-02-20 093706.png
 

Wurzelsepp

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danke, das war an mir vorbeigegangen. Es scheint da tatsĂ€chlich in erster Linie noch um finanzielle Fragen zu gehen. Und ja, das Zuschauerinteresse in Belgien und Holland ist enorm, und da fließt das Bier in Strömen.

Bin da auch gar nicht abgeneigt es mal bei Olympia zu probieren, da es wie gesagt zumindest ne reine Wintersportart ist. Mit ner Saison von November bis Februar passt es doch deutlich besser in die Winter- als Sommerspiele. Judo o.Ă€. ist da nochmal ne ganz andere Geschichte.
Das Austragungsland kann ja zusĂ€tzliche Sportarten vorschlagen und da soll fĂŒr Frankreich 2030 Cyclocross (fĂŒr mich immer noch Radquer) ganz hoch im Kurs stehen. NatĂŒrlich muss dann das IOC zustimmen, damit nicht irgendwelcher Gugus dabei ist, bei Cyclocross sieht es aber gut aus.

Ich bin trotzdem dagegen, auch wenn es eine typische Wintersportart ist. Das ist ĂŒbrigens (mindestens hier) Handball oder Volleyball oder Basketball auch, da dauert die Saison von Herbst bis FrĂŒhling. Theoretisch könnte man ganz viele Sportarten der Sommerspiele in den Winter verlegen, Sinn macht es in meinen Augen trotzdem nicht.

Bisher hat das IOC nur Schnee- und Eissportarten zu den WOS zugelassen und das finde ich richtig. Ja, die Sommerspiele sind ĂŒbervoll, aber da ist es in meinen Augen nicht zielfĂŒhrend einfach einen Teil der Sportarten in den Winter zu verlegen. FĂŒr den Winter ist es sowieso schon viel viel schwieriger Austragungsorte zu finden (da es schlicht viel weniger geeignete Orte gibt und der Klimawandel nicht wirklich hilft), da muss man denen dann nicht auch noch zusĂ€tzliche Sportarten und damit Infrastrukturen unterjubeln.
 

Hakuba

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Bisher hat das IOC nur Schnee- und Eissportarten zu den WOS zugelassen und das finde ich richtig. Ja, die Sommerspiele sind ĂŒbervoll, aber da ist es in meinen Augen nicht zielfĂŒhrend einfach einen Teil der Sportarten in den Winter zu verlegen. FĂŒr den Winter ist es sowieso schon viel viel schwieriger Austragungsorte zu finden (da es schlicht viel weniger geeignete Orte gibt und der Klimawandel nicht wirklich hilft), da muss man denen dann nicht auch noch zusĂ€tzliche Sportarten und damit Infrastrukturen unterjubeln.

Sehe ich ebenso.

Wenn die Sommerspiele zu groß sind, kann man sie ja teilen, z. B. fĂŒr die Mannschaftsballsportarten ein eigenes Event machen. Das wĂŒrde die Zahl der gleichzeitig unterzubringenden Sportler erheblich verringern.
 

Wurzelsepp

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Oder zur Not um eine Woche verlÀngern... oder zwei Austragungsorte zulassen, zB LA und San Francisco (oder San Diego) und dann Brisbane und Sydney oder in Deutschland Berlin und Hamburg.

Vielfach sind ja da auch nicht unbedingt direkt die SportstÀtten das Problem (Handball kann man auch in einer umgebauten Multifunktionshalle spielen, Tischtennis in einem grösseren Konzertlokal, Kunstturnen in einer Messehalle...), sondern die Massen an Sportlern und Zuschauern.
 

Masmiseim

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Nuja. Ich denke, dass man das gerade bei Winterspielen in Europa kaum noch verhindern kann.
Und es ist ja auch nicht so, als wĂŒrden sich Bewerber in Massen um die Spiele kloppen.
 

Lazergirl

EFF #3
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Ist halt auch echt teuer, Olympische Spiele auszurichten. An einem Standort wurden extra Tiny Houses aufgestellt (werden nachher wieder verwendet an anderen Orten), was mal eben 40 Mio € an Kosten sind. Ich glaube auch, dass das IOC da mittlerweile sehr hohe Anforderungen stellt, wie SportstĂ€tten, Unterbringung, Medienbereiche etc. zu sein haben. Dazu sicher auch hohe Sicherheitsauflagen. Wir hatten frĂŒher kleine Orte mit Albertville und Lillehammer. Das war eher familĂ€r, das geht heute doch gar nicht mehr. Und das Hauptproblem fĂŒr die Zukunft: Schnee! Auch das schrĂ€nkt die Kandidaten ein.
 

Finn-Lady

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Christopher Grotheer und Axel Jungk erzĂ€hlen gerade im ZDF, dass sie nach ihrem Bewerb abreisen mussten. Es war vorgesehen, dass in ihre „Zimmer“ nun die Bobfahrer einziehen. (Jungk und Jacqueline Pfeifer haben sich ein Ausweichquartier, eine Besenkammer 😄, gesucht)
In Peking habe man das nachvollziehen können, dass nach dem Bewerb der Flieger ging - jeder hatte gedacht, es wÀre wegen Corona.
Es wĂ€re wĂŒnschenswert, wenn alle bis zur Schlussfeier bleiben könnten. Sie hĂ€tten sich auch gefreut, aber dann hĂ€tte man ihnen mitgeteilt, dass dem halt nicht so wĂ€re.

Schade fĂŒr die Athlet*innen đŸ€·â€â™€ïž
 

Biathlon-Fan

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Ich denke da ist es aber auch ein Sonderfall. FĂŒr die Skeletonis ist die Saison nun zu Ende. Andere wie die Alpinen oder LanglĂ€ufer wollten schnell weg, da nĂ€chste Woche der Weltcup weitergeht.
 

Pirkko

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Ich habe einmal mit einem Sportler gesprochen, der an olympischen Spielen teilnahm.
Er schwÀrmte von der Stimmung die dort herrschte, die vielen anderen Sportler und Sportarten die er so kennen lernte. Das war gute 10 Jahre nach den Spielen
Was er da nicht erwĂ€hnte, war seine absolut ĂŒberraschende Silbermedaille die er dort gewann

Ich finde es schade, dass die Sportler das so nicht erleben dĂŒrfen
 

Benjamin

Zahlenfreund
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Ich sehe es ein bisschen anders. So viele Orte, an denen alle notwendigen Anlagen relativ zentral vorhanden sind und an denen die Menschen vor Ort die Spiele auch wollen, gibt es wahrscheinlich gar nicht, weil die Spiele dazu mittlerweile zu umfangreich sind. Daher gibt es meiner Meinung nach folgende Möglichkeiten:
  • Man wirft einzelne Sportarten aus dem Programm, macht die Spiele wieder kleiner; dadurch wĂ€chst die Anzahl der Orte, wo alles Nötige existiert.
  • Man trĂ€gt die Spiele tatsĂ€chlich nur an wenigen verschiedenen Orten auf der Welt aus, die kommen dann nach 20 Jahren erneut dran.
  • Man tĂ€tigt Ausgaben in Milliardenhöhe fĂŒr neue Sportanlagen, die dann hinterher aber verfallen, weil sie in der betreffenden Region keine Tradition haben und man nach den Spielen deshalb die laufenden Unerhaltskosten nicht tragen will.
  • Oder man macht es eben so wie in Mailand/Cortina und verwendet zumindest einige vorhandene Anlagen und nimmt dafĂŒr in Kauf, dass die dann etwas weiter auseinander liegen.
Wenn ich zwischen den vier Optionen wĂ€hlen mĂŒsste, dann wĂ€re mir die vierte Möglichkeit tatsĂ€chlich am liebsten.
 

JL13

King Kong
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Christopher Grotheer und Axel Jungk erzĂ€hlen gerade im ZDF, dass sie nach ihrem Bewerb abreisen mussten. Es war vorgesehen, dass in ihre „Zimmer“ nun die Bobfahrer einziehen. (Jungk und Jacqueline Pfeifer haben sich ein Ausweichquartier, eine Besenkammer 😄, gesucht)
In Peking habe man das nachvollziehen können, dass nach dem Bewerb der Flieger ging - jeder hatte gedacht, es wÀre wegen Corona.
Es wĂ€re wĂŒnschenswert, wenn alle bis zur Schlussfeier bleiben könnten. Sie hĂ€tten sich auch gefreut, aber dann hĂ€tte man ihnen mitgeteilt, dass dem halt nicht so wĂ€re.

Schade fĂŒr die Athlet*innen đŸ€·â€â™€ïž
Ich denke da ist es aber auch ein Sonderfall. FĂŒr die Skeletonis ist die Saison nun zu Ende. Andere wie die Alpinen oder LanglĂ€ufer wollten schnell weg, da nĂ€chste Woche der Weltcup weitergeht.

Das ist kein Sonderfall. Die Athleten mĂŒssen nach ihrem WettkĂ€mpfen das olympische Dorf verlassen, weil es nicht selten der Fall , dass die erleichtert sind, dass es durch ist und dann erstmal bisschen feiern. Damit soll verhindert werden, dass sie mit ihren Feiern die anderen Sportler, die noch auf ihren Einsatz warten, in der Vorbereitung stören.

Ausserdem sollen die Sportler so auch bisschen vor sich selbst geschĂŒtzt werden. Ich weiss nicht mehr welche Spiele es waren, und ob Winter oder Sommer. Da gab es diese Anweisung noch nicht. Es waren aber Spiele, wo die Schweiz ziemlich schlecht abgeschnitten hat bzgl. Medaillen, wo es aber im House of Switzerland dafĂŒr partytechnisch gut abging. Medial wurden die Sportler dementsprechend in die Pfanne gehauen, nach dem Motto „auf dem Sportplatz kriegen sie nichts hin, aber wenns ums Orgien feiern geht, geben plötzlich alle Vollgas“.

Zu Neureuthers Aussagen: da waren die Winterspiele bisher sehr verwöhnt. Segelwettbewerbe von MĂŒnchen 1972 fanden zB in Kiel statt. In Paris vor zwei Jahren hat man einen Grossteil der Wassersportarten sogar nach Französisch Polynesien gegeben. 2012 fand das Fussballturnier auch im ganzen Vereinigten Königreich statt und zwar bewusst in allen vier Landesteilen (ENG, SCO, WAL, NIR), obwohl gerade London absolut genug Fussballstadien hĂ€tte, damit dass ganze in der ganzen Stadt durchgezogen hĂ€tte werden können.

Und auch in bzgl. Winterolympia zeichnete sich das Ganze schon ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum so ab. Habe zB mal mit einem Mitglied des Schweizer Eishockey-Nationalteams von 2014 gesprochen. Die Eis- und Schneesportarten waren ziemlich weit voneinander getrennt untergebracht. Ausserdem waren alle so weit weg vom Kern von Sotschi selbst weg, dass – ich zitiere ihn – „es vermutlich Leute gab, die in Sotschi leben, die gar nicht wussten, dass bei ihnen Olympia ist, weil es so weit weg von der Stadt war“.

Die Entwicklung wird auch so weitergehen. Da soll sich Neureuther lieber damit abfinden. 2030 ist mit „Französische Alpen“ noch viel breiter gefasst, als jetzt Mailand/Cortina. Und 2038 wird ihm dann erst recht nicht passen. Die Schweizer Kandidatur umfasst WettkampfstĂ€tten im ganzen Land und dementsprechend wĂŒrde das ganze auch nur noch unter „Schweiz“ laufen. Bei der geplanten Konkurrenzbewerbung wĂŒrden mit KĂ€rnten/Friaul/Slowenien sogar drei Staaten gemeinsam zum Zug kommen.

Es kann halt nicht alles gleichzeitig wachsen, dabei aber nachhaltiger werden und zusĂ€tzlich noch genauso wie frĂŒher sein. @Benjamin hat bzgl. der sinnvollsten Variante vermutlich recht. Das Problem jetzt ist, dass man in Mailand und Cortina trotz allem sehr viel Kohle reingebuttert hat und vom ursprĂŒnglichen „nachhaltig“ wenig geblieben ist. Aber der Grundgedanke wĂ€re sinnvoll gewesen
 

Biathlon-Fan

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Linus Strasser hat sich bei Instagram nochmals zu seiner Kritik ĂŒber Olympia geĂ€ußert. PrimĂ€r wollte er zum Ausdruck bringen, dass er es „schade“ fand, dass in Bormio kaum Zuschauer da waren und dass diese weit weg von den Sportlern waren getrennt durch ZĂ€une auf dieser hohen TribĂŒne. Es habe keine Möglichkeit gegeben fĂŒr die Sportler an die Zuschauer heranzukommen, z.B fĂŒr Fotos, Autogramme etc.

Wenn ich die Bilder von Antholz oder Tesero mit jenen in Bormio vergleiche, sah Bormio tatsÀchlich wie ein Trauerspiel aus.
 

gentleman

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Linus Strasser hat sich bei Instagram nochmals zu seiner Kritik ĂŒber Olympia geĂ€ußert. PrimĂ€r wollte er zum Ausdruck bringen, dass er es „schade“ fand, dass in Bormio kaum Zuschauer da waren und dass diese weit weg von den Sportlern waren getrennt durch ZĂ€une auf dieser hohen TribĂŒne. Es habe keine Möglichkeit gegeben fĂŒr die Sportler an die Zuschauer heranzukommen, z.B fĂŒr Fotos, Autogramme etc.

Wenn ich die Bilder von Antholz oder Tesero mit jenen in Bormio vergleiche, sah Bormio tatsÀchlich wie ein Trauerspiel aus.
Die Stimmung bei den Skibewerben in Bormio war (auch durch die rÀumliche Trennung der Fans) wohl wirklich eher mau, auch im Ort selbst:

 

Marti

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Da wĂŒrde MVDP dann doch noch seine olympische Goldene im vorbei gehen mitnehmen (dann halt im Winter statt auf dem Mountainbike oder Rennrad im Sommer), wenn Cyclocross olympisch wird.
Und ja die französischen Alpen wĂŒrden von Horden besoffener Flamen geflutet werden :LOL:
 

Finn-Lady

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@JL13 ich habe ja nur die Meinung von Athleten weitergegeben 😉
Ich bin sicherlich am Ende auch dafĂŒr, dass man perspektivisch den Wandel (Klima, Gelder
) im Sinne der Nachhaltigkeit berĂŒcksichtigen sollte und muss.
Einen Tod muss man wohl leider sterben. Dass in vielen Athlet*innen der Wunsch nach der Gemeinschaft mit anderen Sportler*innen aus diversen Sportarten vorhanden ist, so ein StĂŒck weit Nostalgie, ist ja dennoch legitim. Denn Olympia bzw. die Teilnahme an Olympischen Spielen ist fĂŒr viele immer noch ein großer Traum, ein Sieg oder eine Medaille die ErfĂŒllung. So wie es @Pirkko schilderte.
Ich hatte phasenweise das GefĂŒhl, dass eben Sportler*innen nicht mehr im Mittelpunkt stehen.
Ich denke, es ist wichtig, auch ein StĂŒck weit die Athletensprecher mit ins Feedback zu holen, wenn man diese Winterspiele evaluiert. Einige haben beispielsweise auch die Lieblosigkeit der Siegerehrungen kritisiert. Da hat man halt fĂŒr die kommenden Organisatoren eine neue Denkaufgabe vor sich.

Und noch etwas
 hat nur indirekt mit der Thematik zu tun. Durch Videos hat man einen Einblick in die Tiny HĂ€user bekommen. Mein erster Gedanke mit Blick auf die kommenden Paralympics
 so richtig barrierefrei sind die nicht. Aber vielleicht gibt es da auch Unterschiede

 
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