Christopher Grotheer und Axel Jungk erzĂ€hlen gerade im ZDF, dass sie nach ihrem Bewerb abreisen mussten. Es war vorgesehen, dass in ihre âZimmerâ nun die Bobfahrer einziehen. (Jungk und Jacqueline Pfeifer haben sich ein Ausweichquartier, eine Besenkammer

, gesucht)
In Peking habe man das nachvollziehen können, dass nach dem Bewerb der Flieger ging - jeder hatte gedacht, es wÀre wegen Corona.
Es wĂ€re wĂŒnschenswert, wenn alle bis zur Schlussfeier bleiben könnten. Sie hĂ€tten sich auch gefreut, aber dann hĂ€tte man ihnen mitgeteilt, dass dem halt nicht so wĂ€re.
Schade fĂŒr die Athlet*innen
Ich denke da ist es aber auch ein Sonderfall. FĂŒr die Skeletonis ist die Saison nun zu Ende. Andere wie die Alpinen oder LanglĂ€ufer wollten schnell weg, da nĂ€chste Woche der Weltcup weitergeht.
Das ist kein Sonderfall. Die Athleten mĂŒssen nach ihrem WettkĂ€mpfen das olympische Dorf verlassen, weil es nicht selten der Fall , dass die erleichtert sind, dass es durch ist und dann erstmal bisschen feiern. Damit soll verhindert werden, dass sie mit ihren Feiern die anderen Sportler, die noch auf ihren Einsatz warten, in der Vorbereitung stören.
Ausserdem sollen die Sportler so auch bisschen vor sich selbst geschĂŒtzt werden. Ich weiss nicht mehr welche Spiele es waren, und ob Winter oder Sommer. Da gab es diese Anweisung noch nicht. Es waren aber Spiele, wo die Schweiz ziemlich schlecht abgeschnitten hat bzgl. Medaillen, wo es aber im House of Switzerland dafĂŒr partytechnisch gut abging. Medial wurden die Sportler dementsprechend in die Pfanne gehauen, nach dem Motto âauf dem Sportplatz kriegen sie nichts hin, aber wenns ums Orgien feiern geht, geben plötzlich alle Vollgasâ.
Zu Neureuthers Aussagen: da waren die Winterspiele bisher sehr verwöhnt. Segelwettbewerbe von MĂŒnchen 1972 fanden zB in Kiel statt. In Paris vor zwei Jahren hat man einen Grossteil der Wassersportarten sogar nach Französisch Polynesien gegeben. 2012 fand das Fussballturnier auch im ganzen Vereinigten Königreich statt und zwar bewusst in allen vier Landesteilen (ENG, SCO, WAL, NIR), obwohl gerade London absolut genug Fussballstadien hĂ€tte, damit dass ganze in der ganzen Stadt durchgezogen hĂ€tte werden können.
Und auch in bzgl. Winterolympia zeichnete sich das Ganze schon ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum so ab. Habe zB mal mit einem Mitglied des Schweizer Eishockey-Nationalteams von 2014 gesprochen. Die Eis- und Schneesportarten waren ziemlich weit voneinander getrennt untergebracht. Ausserdem waren alle so weit weg vom Kern von Sotschi selbst weg, dass â ich zitiere ihn â âes vermutlich Leute gab, die in Sotschi leben, die gar nicht wussten, dass bei ihnen Olympia ist, weil es so weit weg von der Stadt warâ.
Die Entwicklung wird auch so weitergehen. Da soll sich Neureuther lieber damit abfinden. 2030 ist mit âFranzösische Alpenâ noch viel breiter gefasst, als jetzt Mailand/Cortina. Und 2038 wird ihm dann erst recht nicht passen. Die Schweizer Kandidatur umfasst WettkampfstĂ€tten im ganzen Land und dementsprechend wĂŒrde das ganze auch nur noch unter âSchweizâ laufen. Bei der geplanten Konkurrenzbewerbung wĂŒrden mit KĂ€rnten/Friaul/Slowenien sogar drei Staaten gemeinsam zum Zug kommen.
Es kann halt nicht alles gleichzeitig wachsen, dabei aber nachhaltiger werden und zusĂ€tzlich noch genauso wie frĂŒher sein.
@Benjamin hat bzgl. der sinnvollsten Variante vermutlich recht. Das Problem jetzt ist, dass man in Mailand und Cortina trotz allem sehr viel Kohle reingebuttert hat und vom ursprĂŒnglichen ânachhaltigâ wenig geblieben ist. Aber der Grundgedanke wĂ€re sinnvoll gewesen