Macht die Bundesliga ohne grundlegende Reformen noch Sinn?


Wann holt das nächste mal ein anderer Verein als der FC Bayern die deutsche Meisterschaft?


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LeZ

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Ok, was spräche dann gegen einen Salary-Cap für die Bundesliga? Würde der Liga selbst nur gut tun, weil es dann mehr Konkurrenz und Abwechslung gibt.
Dass kein Bundesliga-Verein dann mehr konkurrenzfähig in der CL wäre? Entweder man verliert komplett den Anschluss an Europa, oder man macht das UEFA-weit. Für letzteres wäre ich zu haben.
 

xEr

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Dass kein Bundesliga-Verein dann mehr konkurrenzfähig in der CL wäre? Entweder man verliert komplett den Anschluss an Europa, oder man macht das UEFA-weit. Für letzteres wäre ich zu haben.
Kommt ja auf die Höhe vom Salary Cap an. Dortmund hat es 2013 und 2024 ins CL Finale geschafft, obwohl das auf dem Papier quasi nicht/kaum möglich war. Warum sollten das andere Vereine nicht auch mal schaffen können?
 

carlch

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Kommt ja auf die Höhe vom Salary Cap an. Dortmund hat es 2013 und 2024 ins CL Finale geschafft, obwohl das auf dem Papier quasi nicht/kaum möglich war. Warum sollten das andere Vereine nicht auch mal schaffen können?
2024 ist als Beispiel passend aber 2013 kann man da noch nicht so zählen. Da war der Abstand gerade nach England noch um ein vielfaches kleiner und zum Beispiel PSG war auch noch nicht das Superteam das es heute ist. Die Statistik spricht da einfach eine extrem eindeutige Sprache wenn man sich anschaut wer in den letzten Jahren so im CL Finale war bzw. gewonnen hat. Desto weniger Geld man hat desto unwahrscheinlicher ist es in der CL weit zu kommen. Klar kann es mal eine Ausnahme geben aber gleichzeitig wird es wahrscheinlicher, dass Teams häufiger früher ausscheiden was dann ja auch wieder CL bzw. internationale Starplätze kosten wird.
 

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Die Statistik spricht da einfach eine extrem eindeutige Sprache wenn man sich anschaut wer in den letzten Jahren so im CL Finale war bzw. gewonnen hat. Desto weniger Geld man hat desto unwahrscheinlicher ist es in der CL weit zu kommen. Klar kann es mal eine Ausnahme geben aber gleichzeitig wird es wahrscheinlicher, dass Teams häufiger früher ausscheiden was dann ja auch wieder CL bzw. internationale Starplätze kosten wird.

Was für die CL mit ihrer Handvoll Spiele gilf, gilt erst recht für einen Wettbewerb wie die Bundesliga mit ihren 34 Spieltagen. Jedes Argument dass mit "dann verliert man international den Anschluss" endet ist im Grunde die Bestätigung dass die Bundesliga komplett kaputt ist und zeitgleich die Angst dass es dem eigenem Verein in der CL so ergehen könnte wie 17 Bundesligisten Jahr für Jahr in der Bundesliga.
 
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Big d

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Das die Bundesliga einen salary cap macht ist doch absolut ausgeschlossen.

1) europäischer Wettbewerb: die Vereine würden dem nur zustimmen wenn es eine eu weite Regelung geben würde

2) Wettbewerbs und kartellrecht:

Die nba ist quasi eine Firma deren Vereine "künstliche" Produkte sind die zur Unterhaltung Wettbewerb spielen. Die europäischen Fußball ligen sind dagegen offene Ökosysteme wo unabhängige Vereine unter einem gemeinsamen regelwerk antreten. Wenn sich hier die Vereine auf einen SC einigen würden würde es 100%ig klagen von spieleragenten dagegen geben die das auf allen möglichen Wegen angreifen würden (Kartellrecht, eu Wettbewerbsrecht etc), das wäre so als würden sich Mercedes, BMW, VW und Opel zusammentun und sagen wir zahlen niemandem mehr als Summe x.

Die Idee kann man ja sympathisch finden, aber sie ist auch absolut unrealistisch, in der Wahrscheinlichkeit der erfolgreichen Umsetzung wahrscheinlich bei deutlich unter einem Prozent.
 
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Kinski

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die idee ist so bescheuert, wir bestrafen den einzigen verein der konstant gut arbeitet, damit die jammertitten aus dortmund nicht so viel heulen müssen. absolut lächerlich. umgekehrte voraussetzungen und der gleiche vorschlag, und die kollegen wären schon mit mistgabeln unterwegs.
 

Amsel

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die idee ist so bescheuert, wir bestrafen den einzigen verein der konstant gut arbeitet, damit die jammertitten aus dortmund nicht so viel heulen müssen. absolut lächerlich. umgekehrte voraussetzungen und der gleiche vorschlag, und die kollegen wären schon mit mistgabeln unterwegs.

Die 17 anderen Bundesligisten arbeiten einfach alle zu schlecht :(
 

Solomo

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Ich verstehe, dass die nationale Dominanz der Bayern frustriert, vor allem in Jahren, wo sie eigentlich gar nicht so überzeugend unterwegs sind und trotzdem Meister werden. Ein rein nationaler Salary-Cap wird aber niemals kommen, Gründe wurden ja hier auch schon genannt, es dürfte vor allem diverse rechtliche Probleme geben.
 

$ilverBullet

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Das dürfte eine ganze Reihe an Ursachen haben. Einige Konkurrenten haben einfach schwere Fehler gemacht. Dann kam die CL als Gelddruckveranstaltung, wo Bayern halt als einziges Team praktisch immer dabei war und die AllianzArena dürfte auch ihre Auswirkungen haben. Neben einigen anderen Faktoren, die aber sicher die Bayernhater viel lieber aufzählen möchten :D
Wir haben immer der Konkurrenz die Spieler weg gekauft, ist doch klar!
 

Big d

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Die 17 anderen Bundesligisten arbeiten einfach alle zu schlecht :(
Ich denke man muss hier unterscheiden zwischen:

1) Vereine die von der "market size" einen klaren strukturellen nachteil haben. Hier muss man ehrlich sein, Städte wie Gladbach, Augsburg, Freiburg werden nie die gleichen Voraussetzungen haben, viele können überhaupt nur wegen massivem sponsoring starker lokaler Wirtschaft in der BL überleben (Heidenheim, Leverkusen, Wolfsburg, hoffenheim)

2) Vereine aus großen, wirtschaftsstarken Märkten die nicht das maximum aus ihren Möglichkeiten machen, vor allem Hamburg, Berlin, Köln, mit Abstrichen Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart -letztere beide waren ja die letzten jahre deutlich im aufwind, waren aber auch zeitweise mal nach großen erfolgen "Fahrstuhl Mannschaften")
 

Amsel

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2) Vereine aus großen, wirtschaftsstarken Märkten die nicht das maximum aus ihren Möglichkeiten machen, vor allem Hamburg, Berlin, Köln, mit Abstrichen Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart -letztere beide waren ja die letzten jahre deutlich im aufwind, waren aber auch zeitweise mal nach großen erfolgen "Fahrstuhl Mannschaften")

Wie wahrscheinlich ist es denn, dass alle Mannschaften, die von den Wirtschaftsstandorten ähnliche Voraussetzungen haben, schlecht arbeiten und Bayern perfekt?

Auch Bayern hatte genug Murkstransfers in den letzten Jahren von Hernandez über Mane bis zu Palhinha.

Man kann doch einfach festhalten, dass Bayern uneinholbar ist für alle anderen Clubs und da mit viel Glück mal ein anderer Meister alle 5 oder 10 Jahre kommt ohne zu behaupten, dass Bayern der einzige Club sei bei dem vernünftig gearbeitet wird.

Frankfurt, Stuttgart und der HSV holen Bayern auch mit 10 Jahren perfekter Arbeit nicht mehr ein.
 

VvJ-Ente

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Vereine aus großen, wirtschaftsstarken Märkten die nicht das maximum aus ihren Möglichkeiten machen, vor allem Hamburg, Berlin, Köln, mit Abstrichen Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart -letztere beide waren ja die letzten jahre deutlich im aufwind, waren aber auch zeitweise mal nach großen erfolgen "Fahrstuhl Mannschaften")
Ja, Hertha hat nicht nur einmal gezeigt, dass sie nicht mit viel Geld umgehen können (zuletzt bei Windhorst), aber ich möchte mal Wissen, woher das Märchen vom wirtschaftsstarken Berlin herkommt. Unter den 10 größten Arbeitgebern Berlins sind 3 Firmen, die nicht wie die DB Bund, Land oder Kommune gehören, oder wie die Krankenhauskonzerne oder die DHL daraus hervorgegangen sind: das sind Siemens, Bayer und Mercedes-Benz. Und alle drei haben aus verständlichen Gründen so gar kein Interesse daran, einen Berliner Verein so zu pimpen, dass der regelmäßig an die europäischen Fleischtöpfe kommt oder gar Titel holt.
 

Big d

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Ja, Hertha hat nicht nur einmal gezeigt, dass sie nicht mit viel Geld umgehen können (zuletzt bei Windhorst), aber ich möchte mal Wissen, woher das Märchen vom wirtschaftsstarken Berlin herkommt. Unter den 10 größten Arbeitgebern Berlins sind 3 Firmen, die nicht wie die DB Bund, Land oder Kommune gehören, oder wie die Krankenhauskonzerne oder die DHL daraus hervorgegangen sind: das sind Siemens, Bayer und Mercedes-Benz. Und alle drei haben aus verständlichen Gründen so gar kein Interesse daran, einen Berliner Verein so zu pimpen, dass der regelmäßig an die europäischen Fleischtöpfe kommt oder gar Titel holt.
Vom pro Kopf bip ist Berlin etwas schwächer (Platz 7 im pro Kopf bip der 10 größten Städte, nur Dortmund und Leipzig sind da noch schwächer), aber im gesamt BIP liegt Berlin durch seine Größe trotzdem vorne.

Klar bei Berlin sind viele der gut bezahlten jobs Regierungs und öffentliche jobs die natürlich keine Fußball Vereine sponsorn dürfen und ohne den regierungssitz würde es in berlin wohl noch schlechter aussehen, aber dennoch ist die Stadt durch ihre Größe und Strahlkraft ja schon nicht schwach.
 

Big d

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Größe und Strahlkraft sind im heutigen Fußball unwichtig.
Aber auch nur wegen 50+1 würde ich sagen. Für Investoren würde das schon einiges aus machen oder? Wenn ich ein öl Milliardär wäre würde ich lieber einen Verein in Berlin oder Hamburg haben als in Gladbach oder Freiburg.
 

TheFreshPrince

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Aber auch nur wegen 50+1 würde ich sagen. Für Investoren würde das schon einiges aus machen oder? Wenn ich ein öl Milliardär wäre würde ich lieber einen Verein in Berlin oder Hamburg haben als in Gladbach oder Freiburg.

Ich denke das ist eher der Name des Clubs, den der Investor da kauft. Im Endeffekt schützt 50+1 ja auch nur Teams der ersten und zweiten Bundesliga vor windigen Investoren. Ein Ismaik bei 1860 oder damals Ponomarev bei Ürdingen haben ja auch ohne Clubmehrheit im Verein die Hosen an.

Keine Ahnung wie das in anderen Clubs läuft, aber in Lautern standen ja mit Flavio Becca oder irgendeinem in Dubai lebenden Deutschen, dessen Namen ich auch wieder vergessen habe, einige windige Kandidaten in den Startlöchern bevor sich da Gott sei Dank die Gruppe lokaler Investoren gefunden hat. Und was man so hört reden selbst die intern viel zu viel mit, obwohl man da wenigstens froh sein kann, dass es sich da um FCK-Fans durch und durch handelt.
 

Tuco

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Ich denke man muss hier unterscheiden zwischen:

1) Vereine die von der "market size" einen klaren strukturellen nachteil haben. Hier muss man ehrlich sein, Städte wie Gladbach, Augsburg, Freiburg werden nie die gleichen Voraussetzungen haben, viele können überhaupt nur wegen massivem sponsoring starker lokaler Wirtschaft in der BL überleben (Heidenheim, Leverkusen, Wolfsburg, hoffenheim)

2) Vereine aus großen, wirtschaftsstarken Märkten die nicht das maximum aus ihren Möglichkeiten machen, vor allem Hamburg, Berlin, Köln, mit Abstrichen Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart -letztere beide waren ja die letzten jahre deutlich im aufwind, waren aber auch zeitweise mal nach großen erfolgen "Fahrstuhl Mannschaften")

Bei letzterem ist eben das Problem dass Vereine wie der HSV, die theoretisch ähnlich gute Voraussetzungen hätten wie der FC Bayern, den Rückstand durch die Misswirtschaft der Vergangenheit realistisch nicht mal ansatzweise mehr aufholen können, so lange 50+1 bestehen bleibt. Es ist natürlich richtig dass sie letztlich "schuld" sind an der Situation der Bundesliga, aber das hilft aktuell doch nicht weiter das immer wieder so festzustellen, weil es mit keinerlei Lösungsansatz verbunden ist.
 

Michael der Echte

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Salary Cap klingt immer so toll, aber dann muss theoretisch unser ganzes Sportsystem umgekrempelt werdem , denn das System basiert ja auch auf Drafts, es basiert auch Entlassungen trotz Vertrag, oder umgekrempelt werden können, es basiert sogar darauf das Teams in andere Städte umziehen könnten. Es gibt auch einen Mindeslohn, es gibt kein Auf oder Abstieg. Spieler werden nicht mehr verkauft sondern getraded. Wer von außerhalb kommt kostet Ablöse das wird dann aber zum SC hinzugerechnet. Die macht der guten Spieler würde noch größer werden. Also was vielleicht eher Sinn macht ist das man die Kosten für den Kader auf einen bestimmten % des Umsatzes bezieht. Siehe Spanien. Das würde aber die Dominanz der Bayern erstmal nicht brechen, im Gegenteil manche Vereine würden dann noch weniger "investieren" können. Es müsste auch in ganz Europa gelten, da dies der Markt wäre. Rechtlich wie schon von anderen erwähnt sehr schwierig umzusetzen. Wenn man die Dominanz brechen will, muss man die 50+1 Regel ändern, man muss mehr auf eigene Talente setzen, langfristiger Denken. Wie haben ein Lizenzierungsverfahren und hat ja einige Bundesligisten auch eingeschränkt oder verpflichtet ihre besten Spieler zu verkaufen. (Frankfurt, Leipzig, Stuttgart, Dortmund usw.) Wo ist das Geld ? Frankfurt hat eine sehr positive Transferbilanz von 150-170 Mio. Warum schafft man nichtmal eine CL Teilnahme diese Saison ? Der Kaderwert ist auch ein CL Platz. Es hilft also nicht alleine wenn man finaziell erfolgreich ist, aber sportlich diesen Ansprüchen genügt. Frankfurt, auch Dortmund sind auf Kante genäht, wenn man eine Saison nicht erfolgreich ist, dann kracht es finanziell. Es liegt also auch an der sportlichen Führung, man hat ja gesehen was eine Kombo Alonso/Carro ausrichten konnte. Wann hatte die Eintracht zuletzt einen wirklichen Toptrainer ? Glasner ? Der hatte aber nicht die finanziellen Möglichkeiten und Kader.
 
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Amsel

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Frankfurt hat eine sehr positive Transferbilanz von 150-170 Mio. Warum schafft man nichtmal eine CL Teilnahme diese Saison ? Der Kaderwert ist auch ein CL Platz.

Liegt möglicherweise auch daran, dass man Spieler wie Ekitike, Marmoush oder Pacho nicht halten kann.

Ich finde es auch lustig, wie der Anspruch an 17 Clubs ist, dass jeder Transfer zu 100% sitzen muss und man sich keinerlei Fehler erlauben darf, weil dann hat man es ja eh nicht besser verdient.
 
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