Ich glaube nicht, dass mehr Nordic-Wochenenden wie Oslo oder Ruka einen positiven Effekt hätten. Es gibt bereits drei von diesen in einer Saison (früher gab es noch zusätzlich Lillehammer) und man sieht ja, wie die Zuschauer nach dem Langlauf weg strömen. Für die WM in Falun nächstes Jahr befürchte ich auch wieder das schlimmste. Ich habe den Zeitplan gesehen, man hat den Abstand zwischen Langlauf und NoKo wirklich auf ein absolutes Minimum reduziert und teilweise nur 20 Minuten zwischen den Bewerben, trotzdem befürchte ich, dass am Ende nicht viele Zuschauer übrig bleiben.
Da lebt die Kombi eher von Orten wie Schonach oder Seefeld, wo dann nur diese und entsprechendes Publikum anwesend sind.
Die primären Aufgaben sehe ich eher bei den Wettbewerben oder den Starterfeldern. Es ist mir ein absolutes Rätsel warum nächstes Jahr bei der WM schon wieder die Staffel im Programm steht, ein Bewerb der bei den letzten Weltmeisterschaften an Langeweile nicht zu überbieten war und die Medaillen im Vorfeld ohnehin schon feststehen. In Trondheim hat Norwegen ja selbst locker Bronze gewonnen, obwohl ein Sprung wegen einer Disqualifikation überhaupt nicht in die Wertung ging.
Dazu bin ich kein Freund von diesen riesigen Starterquoten. Wenn bei Heimweltcups bis zu 11 Deutsche, Norweger oder Österreicher am Start sind provoziert man irgendwo zwangsweise, dass diese Nationen in Massen vorne zu finden sind und die anderen Nationen sich nur irgendwo jenseits der Top15-20 wieder finden.
Ebenfalls bleibt die Finanzierung ein großes Problem. Wenn selbst Nationen wie Frankreich sagen, sie werden nächstes Jahr wahrscheinlich keine Athleten zum Saisonfinale schicken und während der Saison nur mit Rumpfteams starten, da die FIS Wettkämpfe zu teuer geworden sind, läuft da irgendwo was schief. Wenn es schon das ganze Budget schluckt, um überhaupt Sportler zu den Weltcups zu schicken, bleibt natürlich nicht mehr viel Geld für Entwicklungen z.B. im Materialbereich übrig. Was sollen da erst Verbände wie Polen oder die Schweiz sagen?