Deutsche Nationalmannschaft

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LeZ

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Solange Völler nur Grüßonkel, Netzwerker und Umsetzer ist, ist es völlig ok. Das Problem waren ja nicht Völlers Ansichten, sondern dass er Nagelsmann hat machen lassen, egal was er gemacht hat. Er hat sich (jedenfalls öffentlich) zu sehr rausgehalten, was unsäglichen Umgang mit den Spielern anging, sowohl medizinisch als auch menschlich. Das kann er bei Klopp ja gerne weiter so tun, der hat das Problem nicht und steht eher für akribische Perfektionierung von allem, was die Leistung erreicht. Auch und insbesondere Ernährung und medizinische Betreuung, dafür hat er ja Bayern die scheinbar nicht besonders honorierten Experten abgeluchst und zu Liverpool geholt. Die sieht man dann vielleicht wieder mal in Deutschland, zumindest als Berater.

Ich finde es auch nicht falsch, mit Nagelsmann zu sprechen, das hilft dann für ihn vielleicht ein bisschen, sein Gesicht zu wahren. Auf ihn hören muss man ja nicht, aber sich mal anhören, was andere ihm vielleicht nicht so erzählen was passiert ist.

Ein "Vorbild" für Klopp ist natürlich hochgradiger Quatsch. Der ist der beste deutsche Vereinstrainer, den Deutschland je hatte. Dahinter kommt dann Flick, und dann lange nichts. Er dürfte auch klar vor internationalen Namen in D sein, was die Performance seiner Mannschaften angeht.

Nagelsmann wird von der Rechtschreibprüfung grundsätzlich als falsch markiert. Gut so. :D
 

DunKing

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Inwiefern wurde Nagelsmann Familie nicht in Ruhe gelassen? Wurde seine BILD-Freundin gezwungen, Infos diskret an Springer durchzustecken? :clowns:

Gab es nicht erst selbst während der WM Theater wegen einer Klopp-Äußerung? Fand den Zirkus zwar selbst viel zu groß, der da um das "noch" gemacht wurde, aber wenn man schon so ausholt und Konsequenzen für Verhalten X macht - wie Klopp in der PK - dann sollte man seine eigene bisherige Rolle schon auch reflektieren und konkret sagen, was man mit danebenbenehmt meint. Bis vor kurzem war Klopp selbst noch auf der Medienseite und hat die Arbeit der Nationalmannschaft öffentlich bewertet. Was sicherlich nicht gerade zur Stärkung von Nagelspep in der Öffentlichkeit beigetragen hat.
Sehe ich auch so.

Allgemein fand ich die PK nicht gut. Zunächst der ganze Rundumschlag gegen die Medien mit ‚dann bin ich weg‘. Natürlich können die Medien mühsam sein, aber wo wurde seine, Nagelsmanns oder Tuchels Familie nicht in Ruhe gelassen? Klopp ist mE der Trainer, der vom deutschen Boulevard so sehr verwöhnt wurde wie kein anderer. Von daher finde ich diesen Einstieg schon sehr seltsam und eben auch nicht ganz sauber, weil er seine eigene Arbeit als Medienschaffender komplett rausnimmt. Das klingt alles sehr nach ‚Niemand darf mich kritisieren, sonst bin ich weg!‘.

Noch schlechter gefällt mir das Samariter-Getue von wegen ‚Ich mach das nicht für mich!‘. Natürlich macht er das auch für sich. Kein Trainer nimmt einen solchen Job an, wenn er das nicht will. Wie sollte es sonst auch funktionieren, alles reinzulegen, was man hat? Aus reiner Pflicht etwa? Dann würde er seine Rolle und die der Nationalmannschaft massiv überhöhen. Die Welt und auch der DFB würden ohne Klopp weiterdrehen, da braucht es keinen Märtyrer. Und ganz gratis macht er es vermutlich auch nicht, nehme ich an. Und das mit der ‚ohne Abfindung‘ schauen wir dann mal, wenns so weit ist.

Was für mich aber so gar nicht rübergekommen ist: Freude auf den Job, Enthusiasmus und Aufbruchsstimmung. Das Ganze klang schon sehr müde und gereizt.
 

Grimon

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Trau ich Klopp den Job zu? Ja, eigentlich schon.
Aber ich finde die Erwartungshaltung, die an ihn und damit die Performance der NM geschürt wird schon sehr gefährlich.
Die Medien und auch der Boulevard mögen Kloppo ja irgendwie und so wird es zu Beginn sicher erst mal ruhig bis positiv aus dieser Richtung kommen. Aber es wird halt bald im Herbst Nations League Spiele geben und die Niederlande oder Serbien sind ja jetzt keine Bumm Gegner und dann kann sich der Wind halt sehr schnell drehen. Und genau dann ist die aktuelle Fallhöhe halt schon gefährlich. Denn der Umbau der NM selbst und auch der Strukturen - falls der denn wirklich angegangen werden sollte - wird Jahre dauern, so dass man eigentlich erst zur nächsten WM ein seriöses Fazit ziehen wird können.
Das hat jetzt natürlich alles nix mit der PK zu tun. Obwohl... ich befürchte, dass auch Kloppo merken wird, dass die deutsche NM medial und vom öffentlichen Druck her was ganz anderes als Mainz oder der BVB sind. (Ja, Liverpool war natürlich auch eine Hausnummer im Weltfußball. Aber die Stadt selbst ist selbst mit Umland noch keine Millionenstadt. Und so ein Club hat halt auch Hardcore Fans. Wohingegen der deutsche NM auch jede Menge Bandwagon Fans hat, die wenn es nicht läuft sofort in den rant/Läster Modus schalten. )
 

Solomo

Hundsbua
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Sehe ich auch so.

Allgemein fand ich die PK nicht gut. Zunächst der ganze Rundumschlag gegen die Medien mit ‚dann bin ich weg‘. Natürlich können die Medien mühsam sein, aber wo wurde seine, Nagelsmanns oder Tuchels Familie nicht in Ruhe gelassen? Klopp ist mE der Trainer, der vom deutschen Boulevard so sehr verwöhnt wurde wie kein anderer. Von daher finde ich diesen Einstieg schon sehr seltsam und eben auch nicht ganz sauber, weil er seine eigene Arbeit als Medienschaffender komplett rausnimmt. Das klingt alles sehr nach ‚Niemand darf mich kritisieren, sonst bin ich weg!‘.

Noch schlechter gefällt mir das Samariter-Getue von wegen ‚Ich mach das nicht für mich!‘. Natürlich macht er das auch für sich. Kein Trainer nimmt einen solchen Job an, wenn er das nicht will. Wie sollte es sonst auch funktionieren, alles reinzulegen, was man hat? Aus reiner Pflicht etwa? Dann würde er seine Rolle und die der Nationalmannschaft massiv überhöhen. Die Welt und auch der DFB würden ohne Klopp weiterdrehen, da braucht es keinen Märtyrer. Und ganz gratis macht er es vermutlich auch nicht, nehme ich an. Und das mit der ‚ohne Abfindung‘ schauen wir dann mal, wenns so weit ist.

Was für mich aber so gar nicht rübergekommen ist: Freude auf den Job, Enthusiasmus und Aufbruchsstimmung. Das Ganze klang schon sehr müde und gereizt.
Sehe ich komplett anders, ehrlich gesagt. Klopp hat nicht gesagt, dass er nicht kritisiert werden darf. Er hat nur immer wieder angemahnt, bei der Sache zu bleiben und er hat klare Grenzen abgesteckt. Ich hätte es völlig daneben gefunden, wenn er als gute-Laune-Bär aufgetreten wäre, dem alles gelingt und mit der Message, dass jetzt eh alles besser wird. Und er hat darauf hingewiesen, was eine positive Stimmung bewirken kann, dass dafür aber alle gefragt sind.
Ja, er weiß, dass er der große Hoffnungsträger und im Grunde erst mal die letzte Patrone für den DFB ist. Er hat ja auch klar gesagt, dass er sehr gut bezahlt wird für den Job, aber eben auch, dass es schon auch eine Ehre für ihn ist.

Ich fand die PK tausendmal besser als irgend ein Phrasengedresche und Dauergegrinse, wo alle immer nur betonen, wie glücklich sie doch sind und wie toll alles ist. Die PK war 100% Klopp, sehr ehrlich und direkt. Der ist eben kein Grüßaugust und keiner, der dem DFB die Füße küsst, weil er den Job machen darf. Er hat Bock auf den Job und hat alle eingeladen, mitzuziehen. Er hat aber auch klargemacht, wo für ihn Grenzen sind.

Ich muss sagen, nach der PK habe ich jetzt so richtig Bock auf den Bundestrainer Klopp. Der ist sicher kein Heiliger, sondern ein absoluter Machtmensch, aber genau deswegen habe ich Bock drauf. Wer jetzt unbedingt Kritikpunkte finden will, der soll das halt tun, befeuert damit aber doch im Grunde genau das, was Klopp kritisiert hat. Um die "Sündenfälle" von Klopp wissen wir alle. Aber jetzt lassen wir ihn doch einfach mal machen.
 

Solomo

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Das ist ja grundsätzlich in Ordnung und fein für Spieler, Liga und Fans. Aber eben nicht für Journalistinnen und Journalisten, die er direkt adressiert hat. Deren Aufgabe ist es nullkommanull, irgendwas zu pushen.
Ist es ihre Aufgabe, zwanghaft negativ zu schreiben und persönliches aus der Familie zu veröffentlichen?
 

Solomo

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Nein - wo ist das passiert?
Das Privatleben eines Bundestrainers wurde zuletzt unter Vogts thematisiert, glaube ich. Mal von den Homosexuell-Gerüchten um Löw abgesehen. Aber dass viele Medien dazu neigen, negativ zu berichten, Gerüchte als Wahrheiten darzustellen und zu spalten (einfach, weil das Auflage bringt) müssen wir nicht ernsthaft diskutieren, oder?
 

John Lennon

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"Ich mache den Job, obwohl ich gesehen habe, wie ihr mit Julian umgeht."

Ja, dann hau doch mal raus, was da so schlimm war.

Halte dieses mimosenhafte im deutschen Fußball für bezeichnend. Denen wird permanent Zucker in den Arsch geblasen und sobald jemand es wagt, halbwegs kritisch zu berichten, geht das Geheule los. Bisher war es "mit dir rede ich nicht mehr, du hast Majestätsbeleidigung begangen." Jetzt sogar die Ankündigung, dass man den Weggang des Messias damit herbeiführen könnte, wenn man sich "danebenbenimmt."

Jeder Bürgergeldempfänger würde sich freuen, wenn er mal einen Tag nur halb so sehr Zielscheibe der Medienberichterstattung wäre, wie die verwöhnten Primadonnen in Verbänden und Vereinen. Demut mit wenigen Ausnahmen Fehlanzeigen.
 

Solomo

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"Ich mache den Job, obwohl ich gesehen habe, wie ihr mit Julian umgeht."

Ja, dann hau doch mal raus, was da so schlimm war.

Halte dieses mimosenhafte im deutschen Fußball für bezeichnend. Denen wird permanent Zucker in den Arsch geblasen und sobald jemand es wagt, halbwegs kritisch zu berichten, geht das Geheule los. Bisher war es "mit dir rede ich nicht mehr, du hast Majestätsbeleidigung begangen." Jetzt sogar die Ankündigung, dass man den Weggang des Messias damit herbeiführen könnte, wenn man sich "danebenbenimmt."

Jeder Bürgergeldempfänger würde sich freuen, wenn er mal einen Tag nur halb so sehr Zielscheibe der Medienberichterstattung wäre, wie die verwöhnten Primadonnen in Verbänden und Vereinen. Demut mit wenigen Ausnahmen Fehlanzeigen.
Und der Spruch von Dir ist besser? Ich finde den medialen Umgang mit Trainern ziemlich schwierig, denen wird mitnichten ständig Zucker in den Arsch geblasen. Warum ist es z.B. so wichtig, wen Nagelsmann familiär dabei hatte? Deutschland hat sch... gespielt und Nagelsmanns Kommunikation war Mist. Das reicht doch. Klopp sagt ja nicht "ich darf nicht kritisiert werden", sondern er sagt explizit, wenn ihr meine Familie mit Dreck bewerft, bin ich weg. Ist das so schlimm oder unverständlich?

Teilweise habe ich das Gefühl, auf manche trifft gerade das Sprichwort "getroffene Hunde bellen" zu. Es ist halt so schön, gleich mal alles in Bausch und Bogen zu verdammen, wenn jemand sportlich nicht liefert.
 

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Das Privatleben eines Bundestrainers wurde zuletzt unter Vogts thematisiert, glaube ich. Mal von den Homosexuell-Gerüchten um Löw abgesehen. Aber dass viele Medien dazu neigen, negativ zu berichten, Gerüchte als Wahrheiten darzustellen und zu spalten (einfach, weil das Auflage bringt) müssen wir nicht ernsthaft diskutieren, oder?

Doch, müssen wir und ich nehme gerne jedes Beispiel - gerne auch etwas aktuellere als Berti Vogts vor roundabout 30 Jahren. Also: Wo wurde ein Nagelsmann zB vor dem Aus gegen Paraguay besonders hart oder unfair angegangen? Selbst danach fand ich die Kritik noch relativ maßvoll, gemessen an der Größe des Scheiterns.
 

John Lennon

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Nochmal - wo wurde die Familie von Nagelsmann mit Dreck beworfen? Wo wurde die Familie nicht in Ruhe gelassen, wie von Klopp suggeriert? Da muss ja wohl etwas mehr vorgefallen sein, als Meldungen "Spieler waren verwundert, als die Freundin auf dem Trainingsgelände waren" oder "Mutter Nagelsmann hat ihren Sohn besucht und ihm Kekse mitgebracht (wobei ich mir bei den Keksen nicht sicher bin)."
 

Solomo

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Wäre schön, wenn Ihr auf meine Posts konkret eingehen und nicht mischen würdet. Ich muss jetzt leider meiner Hand eine Auszeit geben, eventuell schreibe ich nachher nochmal was dazu (muss am Montag wegen kompliziertem Fingerbruch ins Krankenhaus, ist also keine Ausflucht)
 

DunKing

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Nochmal - wo wurde die Familie von Nagelsmann mit Dreck beworfen? Wo wurde die Familie nicht in Ruhe gelassen, wie von Klopp suggeriert? Da muss ja wohl etwas mehr vorgefallen sein, als Meldungen "Spieler waren verwundert, als die Freundin auf dem Trainingsgelände waren" oder "Mutter Nagelsmann hat ihren Sohn besucht und ihm Kekse mitgebracht (wobei ich mir bei den Keksen nicht sicher bin)."
Das ist es ja. Wenn die Journalisten jetzt Nagelsmanns Familie angegangen hätten, könnte ich Klopps Mahnung verstehen, aber so? Das ist, als würde er sagen ‚wenn mir körperliche Gewalt antut, bin ich weg‘. Ja ok, macht Sinn, aber weshalb sollte man etwas anmahnen, wenn es gar keinen Grund dafür gibt?

So wirkt das schon sehr weinerlich, dünnhäutig und ängstlich. Und in dem er auch noch sagt, dass jetzt alle - auch die Medien - mitziehen müssten, gibt er dem ganzen so eine unnötige Schwere und den Medien eine Verantwortung, die sie nicht haben.

Es geht nicht darum, ein Land nach einem Krieg wieder aufzubauen oder Ähnliches. Er soll einfach schauen, dass die NM wieder besseren Fussball spielt, das ist alles. Und die Medien berichten darüber, wie sie es schon immer getan haben: manchmal sachlich, manchmal eher draufhauend und manchmal euphorisch. So wie sie es bei jedem Thema machen.

Er soll den Job machen, wenn er Bock hat und sonst soll er es lassen. Es ist keine göttliche Bürde, die er auf sich nimmt, und bei der ihm alle die vollste Unterstützung schwören müssen. 😅
 
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