THEKAISER99
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Dann geh ich gleich im Griechenland Outfit hin. Dann darf ich auch pfeifen.Ne Nummer kleiner hätte es m.E. auch getan.
Aber keine Pfiffe, du hast es ja gehört: Sonst ist er weg.![]()
Dann geh ich gleich im Griechenland Outfit hin. Dann darf ich auch pfeifen.Ne Nummer kleiner hätte es m.E. auch getan.
Aber keine Pfiffe, du hast es ja gehört: Sonst ist er weg.![]()
Sehe ich auch so.Inwiefern wurde Nagelsmann Familie nicht in Ruhe gelassen? Wurde seine BILD-Freundin gezwungen, Infos diskret an Springer durchzustecken?
Gab es nicht erst selbst während der WM Theater wegen einer Klopp-Äußerung? Fand den Zirkus zwar selbst viel zu groß, der da um das "noch" gemacht wurde, aber wenn man schon so ausholt und Konsequenzen für Verhalten X macht - wie Klopp in der PK - dann sollte man seine eigene bisherige Rolle schon auch reflektieren und konkret sagen, was man mit danebenbenehmt meint. Bis vor kurzem war Klopp selbst noch auf der Medienseite und hat die Arbeit der Nationalmannschaft öffentlich bewertet. Was sicherlich nicht gerade zur Stärkung von Nagelspep in der Öffentlichkeit beigetragen hat.
Sehe ich komplett anders, ehrlich gesagt. Klopp hat nicht gesagt, dass er nicht kritisiert werden darf. Er hat nur immer wieder angemahnt, bei der Sache zu bleiben und er hat klare Grenzen abgesteckt. Ich hätte es völlig daneben gefunden, wenn er als gute-Laune-Bär aufgetreten wäre, dem alles gelingt und mit der Message, dass jetzt eh alles besser wird. Und er hat darauf hingewiesen, was eine positive Stimmung bewirken kann, dass dafür aber alle gefragt sind.Sehe ich auch so.
Allgemein fand ich die PK nicht gut. Zunächst der ganze Rundumschlag gegen die Medien mit ‚dann bin ich weg‘. Natürlich können die Medien mühsam sein, aber wo wurde seine, Nagelsmanns oder Tuchels Familie nicht in Ruhe gelassen? Klopp ist mE der Trainer, der vom deutschen Boulevard so sehr verwöhnt wurde wie kein anderer. Von daher finde ich diesen Einstieg schon sehr seltsam und eben auch nicht ganz sauber, weil er seine eigene Arbeit als Medienschaffender komplett rausnimmt. Das klingt alles sehr nach ‚Niemand darf mich kritisieren, sonst bin ich weg!‘.
Noch schlechter gefällt mir das Samariter-Getue von wegen ‚Ich mach das nicht für mich!‘. Natürlich macht er das auch für sich. Kein Trainer nimmt einen solchen Job an, wenn er das nicht will. Wie sollte es sonst auch funktionieren, alles reinzulegen, was man hat? Aus reiner Pflicht etwa? Dann würde er seine Rolle und die der Nationalmannschaft massiv überhöhen. Die Welt und auch der DFB würden ohne Klopp weiterdrehen, da braucht es keinen Märtyrer. Und ganz gratis macht er es vermutlich auch nicht, nehme ich an. Und das mit der ‚ohne Abfindung‘ schauen wir dann mal, wenns so weit ist.
Was für mich aber so gar nicht rübergekommen ist: Freude auf den Job, Enthusiasmus und Aufbruchsstimmung. Das Ganze klang schon sehr müde und gereizt.
Er hat Bock auf den Job und hat alle eingeladen, mitzuziehen. Er hat aber auch klargemacht, wo für ihn Grenzen sind.
Ist es ihre Aufgabe, zwanghaft negativ zu schreiben und persönliches aus der Familie zu veröffentlichen?Das ist ja grundsätzlich in Ordnung und fein für Spieler, Liga und Fans. Aber eben nicht für Journalistinnen und Journalisten, die er direkt adressiert hat. Deren Aufgabe ist es nullkommanull, irgendwas zu pushen.
Das Privatleben eines Bundestrainers wurde zuletzt unter Vogts thematisiert, glaube ich. Mal von den Homosexuell-Gerüchten um Löw abgesehen. Aber dass viele Medien dazu neigen, negativ zu berichten, Gerüchte als Wahrheiten darzustellen und zu spalten (einfach, weil das Auflage bringt) müssen wir nicht ernsthaft diskutieren, oder?Nein - wo ist das passiert?
Und der Spruch von Dir ist besser? Ich finde den medialen Umgang mit Trainern ziemlich schwierig, denen wird mitnichten ständig Zucker in den Arsch geblasen. Warum ist es z.B. so wichtig, wen Nagelsmann familiär dabei hatte? Deutschland hat sch... gespielt und Nagelsmanns Kommunikation war Mist. Das reicht doch. Klopp sagt ja nicht "ich darf nicht kritisiert werden", sondern er sagt explizit, wenn ihr meine Familie mit Dreck bewerft, bin ich weg. Ist das so schlimm oder unverständlich?
"Ich mache den Job, obwohl ich gesehen habe, wie ihr mit Julian umgeht."
Ja, dann hau doch mal raus, was da so schlimm war.
Halte dieses mimosenhafte im deutschen Fußball für bezeichnend. Denen wird permanent Zucker in den Arsch geblasen und sobald jemand es wagt, halbwegs kritisch zu berichten, geht das Geheule los. Bisher war es "mit dir rede ich nicht mehr, du hast Majestätsbeleidigung begangen." Jetzt sogar die Ankündigung, dass man den Weggang des Messias damit herbeiführen könnte, wenn man sich "danebenbenimmt."
Jeder Bürgergeldempfänger würde sich freuen, wenn er mal einen Tag nur halb so sehr Zielscheibe der Medienberichterstattung wäre, wie die verwöhnten Primadonnen in Verbänden und Vereinen. Demut mit wenigen Ausnahmen Fehlanzeigen.
Das Privatleben eines Bundestrainers wurde zuletzt unter Vogts thematisiert, glaube ich. Mal von den Homosexuell-Gerüchten um Löw abgesehen. Aber dass viele Medien dazu neigen, negativ zu berichten, Gerüchte als Wahrheiten darzustellen und zu spalten (einfach, weil das Auflage bringt) müssen wir nicht ernsthaft diskutieren, oder?
sondern er sagt explizit, wenn ihr meine Familie mit Dreck bewerft, bin ich weg.
Das ist es ja. Wenn die Journalisten jetzt Nagelsmanns Familie angegangen hätten, könnte ich Klopps Mahnung verstehen, aber so? Das ist, als würde er sagen ‚wenn mir körperliche Gewalt antut, bin ich weg‘. Ja ok, macht Sinn, aber weshalb sollte man etwas anmahnen, wenn es gar keinen Grund dafür gibt?Nochmal - wo wurde die Familie von Nagelsmann mit Dreck beworfen? Wo wurde die Familie nicht in Ruhe gelassen, wie von Klopp suggeriert? Da muss ja wohl etwas mehr vorgefallen sein, als Meldungen "Spieler waren verwundert, als die Freundin auf dem Trainingsgelände waren" oder "Mutter Nagelsmann hat ihren Sohn besucht und ihm Kekse mitgebracht (wobei ich mir bei den Keksen nicht sicher bin)."