O-Scoring: Moses Itauma vs. Filip Hrgovic | IBF-Weltmeisterschaft im Schwergewicht | DAZN PPV


Wenn Moses jetzt wieder aufgebaut wird,
wer könnte dann der nächst Prüfstein werden?

Auch einer der schon gescholten ist und die Null verloren hat?

Einer wie Fisher, Allen, Joyce?
Oder die Ex-Nuller Huni, Okolie, Sanchez, Torrez?

Wie sollte man da jetzt vorgehen?
Das sind alles Namen, die größer sind, als die bisherigen Gegner, vor Hrgovic.

Da stehen Schlachten an, die wieder das verlangen, was gestern gefehlt hat.

Hauptsache es wird nicht einer der (ganz) alten wie Chisora, Pulev, Joyce oder Wilder.
Efe Ajagba wäre spannend aber vermutlich zu viel Risiko aktuell.
Ja vielleicht könnte er versuchen der 1. zu werden der die Krake Lawrence Okolie stoppt.
 
Schon erstaunlich, dass Hrgovic nach dem ganzen Impact noch 64 Schläge rausgehauen hat, von denen knapp die Hälfte getroffen hat.

Instinkt oder geschulte Koordination und Automatismen?

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Meine Herren, bei sich abzeichnender Erschöpfung ab der 8. Runde NOCH MEHR zu schlagen und den Output gegenüber Runde 7 fast zu verdoppeln ist maximal blöd. Hat sich die Ecke da in den Pausen ne Line reingezogen, oder Karten gespielt? Mann, Mann, Mann. Das hat schon Papa-Dubios-Qualität.

Wenn da in jeder Runde von 1 bis Ende 36-39 Schläge steht, gewinnt Itauma.
 
Erste Bilder aus dem Mental-Camp bei Usyk.

Erst kam AJ, jetzt wird Itauma wieder aufgebaut und erhält einen neuen Ring IQ Chip für den überhitzten Prozessor vom Professor:

ITAUMA MOSES WILDE 13.jpg
 
Der unterhaltsamste HW-Kampf seit längerem würde ich sagen. Rocky Style. Deckung ist das Gesicht, gilt für beide.

Freut mich für Hrgovic, der ist charakterlich ein super solider Typ. Boxerisch halt absolut keine Spitze, das meiste ist Erfahrung und sein Eisenschädel, fast schon Holyfield-artig. Itauma der bessere Mann, sieht man ja an den Runden. Aber am Ende muss auch Sieg da stehen und der Kampf geht 12 Runden, keine 8. Finde auch, dass die Ecke da einige Böcke geschossen hat.

Gegen Usyk hätte Itauma auch in Normalform nicht gewonnen. Daher ganz gut, wenn der Hypetrain jetzt ein wenig abbremst.
 
Meine Herren, bei sich abzeichnender Erschöpfung ab der 8. Runde NOCH MEHR zu schlagen und den Output gegenüber Runde 7 fast zu verdoppeln ist maximal blöd. Hat sich die Ecke da in den Pausen ne Line reingezogen, oder Karten gespielt? Mann, Mann, Mann. Das hat schon Papa-Dubios-Qualität.

Wenn da in jeder Runde von 1 bis Ende 36-39 Schläge steht, gewinnt Itauma.
Na, er hat halt gedacht, er schaltet Hrgovic noch aus bevor der Akku komplett leer ist.. Frei nach dem folgendem Witz:

Der Lehrer fragt: „Fritzchen, warum schreibst du denn so schnell?“
Fritzchen antwortet: „Ich muss mich beeilen, meine Tinte ist gleich alle!“

Macht bei Boxen tatsächlich mehr Sinn.
 
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Itauma hat zweifelsfrei ein riesiges Talent. In der Offensive hat er ein gutes Auge, einen starken Punch, gute Präzision und vor allem eine furchteinflößende Geschwindigkeit. In der Defensive sehen seine Meidbewegungen sehr geschmeidig und effektiv aus.

Dennoch haben sich gestern aus meiner Sicht mehrere eklatante Schwächen offenbart, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob diese allesamt zu beheben sind:

1. Itaumas Stil ist komplett darauf ausgelegt, den Kontrahenten zu überrollen und früh auszuknocken. Er geht immer ein sehr hohes Tempo und führt nahezu jede Offensivaktion mit maximaler Explosivität und Schlaghärte aus. Das kostet selbstverständlich enorm viel Kraft. Nach nur sechs geboxten Runden wirkte Itauma konditionell im roten Bereich. Natürlich hat Hrgovic ein enorm starkes Kinn, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch das Gefühl, dass Itaums Schläge aus purer Erschöpfung heraus bereits rund 30 Prozent ihrer Wirkung verloren hatten. Man sah Itauma förmlich an, dass er Panik bekam, weil er es einfach nicht gewohnt ist, dass sein Kontrahent in dieser Phase noch steht. Er wollte daraufhin den KO erzwingen und überpacte dabei völlig. Einen Blueprint, um Itauma zu schlagen, hat Hrgovic heute aufgezeigt: Überstehe den Schlaghagel der ersten Runden und drücke dann aufs Gaspedal.

2. Obwohl seine Meidbewegungen richtig gut aussehen, kassiert mir Itauma zu viel. In den ersten sechs Runden boxte Hrgovic extrem zögerlich. Er traute sich kaum, selbst Aktionen zu starten, und wirkte auch zu eingeschüchtert, um in Itaumas Aktionen reinzuschlagen. Trotz dieser "halbherzigen" Offensive und seiner eher geringen Geschwindigkeit, traf er Itauma mehrfach hart, unter anderem in der dritten, fünften und sechsten Runde. Zudem sah Itauma in den wenigen Clinch-Situation des Kampfes relativ mittellos aus. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein körperlich überlegener Boxer, der gegen Itauma ein wildes Gerangel veranstaltet, hiermit großen Erfolg haben könnte.

3. Ich halte es für gut möglich, dass sich Itaumas Kinn als eine seiner größten Schwachstellen entpuppen könnte. Ich finde, Itauma hat auf nahezu jeden guten Treffer von Hrgovic auffällig reagiert, obwohl Hrgovic absolut kein Puncher ist. Zum ersten Mal fiel mir das gegen Ende der dritten Runde auf. Hier landete Hrgovic einen einzelnen guten Treffer und sofort hatte man das Gefühl, dass da heute was für ihn laufen könnte.

Natürlich ist Itauma noch extrem jung und er hat noch sehr viel Zeit, um Erfahrungen zu sammeln und dazuzulernen. Ich finde es sogar positiv, dass er diese Erfahrung heute gemacht hat. Hätte man ihn jahrelang künstlich auf niedrigem Niveau gehalten und er stellt dann erst mit 28 Jahren fest, dass nicht jeder Kontrahent nach wenigen Runden umfällt, wäre es deutlich schwieriger, seinen bereits stark automatisierten Boxstil zu verbessern. Wenn er die Niederlage mental gut wegsteckt und daraus die richtigen Schlüsse zieht, dann hat er weiterhin alle Chancen, ein Weltklasseboxer zu werden.
 
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Ein kurzes Wort zum Sonntag.

Moses Itauma vs. Filip Hrgovic. Es sollte die Auferstehung des Moses Itauma zum neuen Sonnenkönig im Boxsport werden. Der neue Stern am Firmament des Boxsport. Die Königin aller Divisionen im Boxsport, sollte einen neuen König an die Seite gestellt bekommen. Wie wir alle wissen kam es letzten Endes doch anders als von Frank Warren, Promoter von wem auch immer's Gnaden, gewollt und von seiner langen Hand vorbereitet.

Demonstrativ stellte sich er sich bei der Vorstellung der Boxer neben Moses, dem Allerheiligen. Dennoch wurde Frank sein großer Wunsch verwehrt, seine goldene Gans, güldene Eier legen zu lassen. Filip Hrgovic, der menschlichste und verletzlichste aller Schwergewichtsboxer in den Top 10 der Welt, sollte Frank Warren, dem Promoter der auch Hrgovic selbst promoted, durch diese Rechnung einen Strich ziehen und den Nibus von Moses Itauma's Unbesiegbarkeit, einen herben Schaden zufügen.

Aber wie konnte es dazu kommen? Warum in aller Welt gab es gegen Hrgovic keinen AJ vs. Klitschko Moment, für Moses Itauma? Die Antwort liegt aus sportphysiologischer Sicht auf der Hand. Moses Itauma ist der aufregende junge Sportler aufgrund seiner Geschwindigkeit, seiner Explosivität und der Präzision, sowie der Härte in seinen Schlägen.

Diese Attribute sind zudem gleichzeitig die Krux die er mit sich trägt. Er verlässt sich zu 100% auf seine Qualität als präziser und hart schlagender Konterboxer, mit schnellen Bewegungsabläufen. Sein gesamtes Dasein als Boxer ruht auf diesen Eigenschaften.

Weil der Mensch nur eine bestimmte Menge an Energiereserven in seinen Zellen speichern kann, Adenosintriphosphat (ATP), ist es auch nur eine Frage der Zeit bis diese Energiereserven aufgebraucht sind. So kam es auch bei Moses Itauma, bei seinem Versuch nach der sportlichen Unsterblichkeit zu greifen.

Warum ist Itauma augenscheinlich nich in der Lagen den Gefechtsverlauf sowei seine Gegenr zu lesen, die richtigen Schlüsse zu ziehen, zu adaptieren und dem Kampfverlauf entsprechend zu handeln? Weil er es imo wahrscheinlich nie gelernt hat. Diese Fähigkeit ist vermutlich die größte Stärke aller Champion Boxer, durch alle Zeiten hinweg.

Von Sugar Ray Robinson über Muhammad Ali, bis hin zu Sugar Ray Leonard, Pernell Whittaker, Roy Jones Jr., Floyd Mayweather Jr. und Oleksader Usyk etc., konnten alle großen Champions ihre Gegner lesen. Sie waren in der Lage sich ihnen an zu passen und dennoch die Termini des Kampfes zu diktieren. Das ist vermutlich das größte aller sporlichen Mankos, die Moses Itauma mit sich herum trägt.

Moses Itauma hat gegen Filip Hrgovic nicht verloren, weil der Kroaten besonders clever, besonders trickreich oder besonders talentiert war. Sondern weil er nicht anders konnte als seinem boxerischen Image entsprechen zu wollen, eine brachiale KO Maschine zu sein. Filip Hrgovic konnte Moses Itauma in seinem triumphalen Siegeszug an die Spitze der +200lb Division im professionellen Boxsport stoppen, weil dieser nicht in Lage war, die zeichen des Kampfes zu erkennen und sich mit dem zufrieden zu geben, dass er beinahe schon in den Händen gehalten hat. Einen klaren Punktsieg um die IBF Schwergewichtskrone, gegen einen hochgerankten Gegner.

Leider war Itauma's Ecke mit Ben Davidson als hauptverantwortlichen Cornerman, ebenfalls nicht in der Lage den Fight und seinen Boxer richtig anzuleiten. Davidson hatte als Coach die klare Aufgabe seinen Schützling zu führen, während dieser im Ring stand. Vorallem wäre es seine Aufgabe gewesen, Itauma in den Rundenpausen, einen veränderten Gameplan mitzugeben. Statt ihm zu sagen, schlag nicht so viel, hätte es wohl eher heißen müssen. Beweg dich hinter dem Jab off Range. Geh in die Halbdistanz und lass Hrgovic in leere Schlagen. Konzentrier dich beim Kontern auf leichte Schläge und spare Energie, auch wenn wir ein oder zwei Runden dabei abgeben sollten. Das alles hat Ben Davidson nicht getan und damit hauptverantwortlich seinem jungen Boxer, um den verdienten Lohn seiner Mühen gebracht.
 
Gealtert wie Milch, wobei die grundsätzliche Aussage nicht völlig verkehrt war. Zu stolz auf die eigenen Nehmerqualitäten sollte man nicht sein, das endet ungut.

 
Leider war Itauma's Ecke mit Ben Davidson als hauptverantwortlichen Cornerman, ebenfalls nicht in der Lage den Fight und seinen Boxer richtig anzuleiten. Davidson hatte als Coach die klare Aufgabe seinen Schützling zu führen, während dieser im Ring stand. Vorallem wäre es seine Aufgabe gewesen, Itauma in den Rundenpausen, einen veränderten Gameplan mitzugeben. Statt ihm zu sagen, schlag nicht so viel, hätte es wohl eher heißen müssen. Beweg dich hinter dem Jab off Range. Geh in die Halbdistanz und lass Hrgovic in leere Schlagen. Konzentrier dich beim Kontern auf leichte Schläge und spare Energie, auch wenn wir ein oder zwei Runden dabei abgeben sollten. Das alles hat Ben Davidson nicht getan und damit hauptverantwortlich seinem jungen Boxer, um den verdienten Lohn seiner Mühen gebracht.
Guter Beitrag. Die Trainer und Betreuer in der Ringecke haben da nicht den besten Job gemacht. Und wohl auch in der Vorbereitung das Ausdauertraining vernachlässigt. Wobei das im Kampfsport ja zu den "Basics" gehört. Ein Boxer sollte bei einem WM-Fight konditionell die 12 Runden machen können bzw. sich die Kraft für 12 Runden einteilen können. Auch als Puncher, der oftmals vorzeitig gewinnt. Aber die konditionellen Grundlagen sollten vorhanden sein.
Vielleicht war man sich im Itauma-Lager zu sicher, dass er Hrgovic in den ersten 8 Runden K.O. schlägt und hatte dann keinen Plan B.
 
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