Deutsche Nationalmannschaft

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Zählt am Ende nicht wie gut das Team spielt? Wenn Klopp es schafft ein funktionierendes Team zu bilden das erfolgreich und attraktiv spielt, dann wird es doch kaum jemanden jucken ob Urbig, Backhaus oder Dahmen im Tor steht
Waren das nicht auch die gleichen Argumente, die bei Neuers Nominierung kamen? Irgendwie kam das doch nicht so cool an und am Ende wurde sich über mangelnde Unterstützung und schlechte Teamharmonie gestört.
 
Waren das nicht auch die gleichen Argumente, die bei Neuers Nominierung kamen? Irgendwie kam das doch nicht so cool an und am Ende wurde sich über mangelnde Unterstützung und schlechte Teamharmonie gestört.

Neuer hatte auf jeden Fall auch den Vorteil, dass er auf höherem Niveau als alle andere trainiert.
 
Also, laut @Micha38 bilden wir zu wenig physische Spieler aus, weil zu viel Techniker ausgebildet werden, laut @LeZ bilden wir zu wenig Techniker aus und laut Kahn wird die Persönlichkeit zu wenig gefördert. Hmmm... ;)
Ein Techniker muss nicht unbedingt 43kg wiegen und sich bei Widerstand auf den Boden setzen. Es gibt auch nicht 2 Arten von Homo Sapiens, die nur Techniker oder Holzhacker sein können. Kvaratskhelia ist technisch brutal stark UND eine Kante. Die Weltmeistermannschaft von 2014 hatte beides, nicht immer zwingend in einer Person.

Wie kann man nach den 4 Spielen auf die Idee kommen, dass wir technisch auf dem Niveau der Top-Mannschaften operieren? Ich halte es eher für Hirnstuss, zu glauben, man könnte den Franzosen, Spaniern, Engländern, Argentiniern und Brasilianern "einfach den Schneid abkaufen". Hat ja in den letzten 10 Jahren immer super geklappt. Man sieht ja auch, dass regelmäßig Mannschaften aus 10 Schwarzenbecks Meisterschaft und Champions League dominieren.

Ich konstatiere weiterhin, dass ich das Wort "Mentalität" nicht mehr hören kann. Wir sind am Wochenende auch ganz böse verprügelt worden (anderer Sport), weil das Gegnerteam körperlich wesentlich stärker war UND technisch ne ganze Klasse besser. Wenn dann der Trainer mit "so können wir uns nicht präsentieren" kommt, fehlen mir die Worte. Ich kann solche Gegner nicht einfach wegwollen, ich muss dann entweder selbst körperlich überlegen sein oder technisch stärker/gleich stark. Am besten beides.

Wenn man sieht, was Frankreich, Spanien und England einfach über ihre Akademien entwickelt haben, auf welchem Niveau die technisch operieren (unabhängig von der Körperlichkeit, die die Engländer z.B. AUCH mitbringen), dann zu sagen, wir in Teutonenland brauchen nur deutsche Tugenden! Von der Etsch bis an den Belt! Dann fehlen mir etwas das Verständnis und das Vertrauen in die Einsichtsfähigkeit solcher Menschen. Renner haben wir reichlich, nur kann leider keiner von denen flanken, stark abschließen oder einen genauen Pass spielen.
 
Waren das nicht auch die gleichen Argumente, die bei Neuers Nominierung kamen? Irgendwie kam das doch nicht so cool an und am Ende wurde sich über mangelnde Unterstützung und schlechte Teamharmonie gestört.

Du kannst die Nominierungen und Aufstellungen kritisieren wie du lustig bist.
Du wirst nie ein Team haben, wo man sagen würde ja, das sind die besten Spieler der letzten 1,5 Jahre oder so

Er kann grundsätzlich machen, was er will. Wenn er aber fordert, dass die Nation hinter der Mannschaft stehen soll und er ein harmonisches Team haben will, dann sollte er auch nachvollziehbare Entscheidungen treffen. Urbig zum Sommercamp mitzunehmen ist cool, aber ihn direkt zur 1 oder 2 zu machen, juckt mich halt.

Deshalb würden bei Misserfolg auch keine nachvollziehbaren Entscheidungen helfen.
Am Ende wird jeder Trainer seine Präferenzen. Bayern, Nagelsmann, Klopp werden sich bei Urbig was denken, es gibt Gründe dafür und dagegen. Wenn Klopp viel von ihn hält und er ja eh die EM 2028 als Ziel hat, dann ist das nachvollziehbar.
Kannst ihn dafür wie gesagt kritisieren wie du lustig bist, am Ende denke ich, dass dich vor allem die Leistung jucken wird, unabhängig davon wer spielt
 
Die Sichtweise kann ich nachvollziehen. Aber nochmal, bis zum Wechsel nach Bayern war Urbigs Standing und Karriere weniger arriviert als Atubolus. Natürlich kann er einen Sprung gemacht haben. Sowas passiert bei jungen Spielern. Aber wir wissen immer noch nicht, wie Urbig überhaupt die Verantwortung dauerhaft schultern kann. Einzelne wichtige CL Spiele sind gut, aber ist es das gleiche, wenn er weiß, dass er danach wieder zwei Wochen den Kopf freikriegen kann, weil der GOAT danach halt mal wieder im Tor stehen darf? Anders gefragt, ist Atu wirklich fehleranfälliger, oder musste er einfach auch öfter dem regelmäßigen Druck und der Spielzeit standhalten? Wir wissen es einfach nicht. Ich hatte die geringe Sample Size mit Batz in dieser Saison erwähnt, wo der Markt sich wohl einig ist, dass die 15 Profijahre zuvor vielleicht mehr Auskunft über sein Leistungsniveau geben.

Kein 1 zu 1 Vergleich der Spieler. Aber ihr kennt euch beim dem Thema sicher besser aus. Ihr hattet auch schonmal einen guten Nachwuchskeeper, der sehr hoch angesehen war. Hatte sehr gute Auftritte hinter einem früheren GOAT. Wurde schon in die Nationalmannschaft geschrieben. Da können sich alle anderen auf den Kopf stellen. Der hatte in seiner ersten Saison vor Kahns Karriereende die gleiche Anzahl an Pflichtspielen wie Urbig letztes Jahr.

Mein Punkt sollte klar sein. Sample Size und Verantwortlichkeit spielen eine Rolle. Selbst wenn man ab und zu in großen CL Spielen stand.
Da bin ich ja voll bei dir. Was Urbig als absoluter Stammtorhüter abliefern wird können wir nur abwarten.

You can't have your cake and eat it too. Hab das schonmal geschrieben. Urbig hat sich dafür entschieden erstmal Backup zu sein. Das macht ihn klassischerweise langfristig automatisch zum Frontrunner auf die Nummer 1 in der Nationalmannschaft. Der tradeoff ist halt, dass er erstmal weniger Spielzeit kriegt, und damit kurzfristig nicht in Frage kommt. Streich das. Wie es aussieht gibt es keinen wirklich tradeoff mehr.

Falls du die Bewertungsperspektive der Spieler meinst, dann versteh ich deinen Punkt. Ich glaube zwar nicht, dass Urbig so viel mehr vom Training in Bayern profitiert als z.B. Atu in Freiburg, die klassischerweise gut im ausbilden von Torhütern waren. Siehe aktueller DFB Torwarttrainer. Urbigs „großen“ Spiele waren bisher gegen Stuttgart, Dortmund (2x), Leipzig, Blowout Achtelfinalspiele gegen Atalanta, ein unbedeutendes gegen PSV, drei DFB Pokalspiele, darunter das Finale gegen Stuttgart, CL Achtelfinals gegen Leverkusen und Viertelfinals gegen Inter. Ich finde nicht, dass das eine andere Klasse ist als Atus Gegner, mit dem Europapokal-Run, und Bundesligaspielen, bei denen es auch tatsächlich um was geht (;)).
Alles legitim, auch wenn ich schon denke, dass es was anderes ist mit dem FCB in der CL aufzutreten. Das könnte man in D in ähnlicher Art und Weise wohl nur in Dortmund haben.
Das mit dem Training ist halt so ne Sache, ich meine da nicht dass man ihn in München besser ausbilden würde, sondern mehr dass er da absolute weltklasse als Gegenspieler hat. Meine persönliche Erfahrung im Sport ist: Je besser die Gegner, desto mehr holt man auch aus sich selbst raus. Und wenn dir jeden Tag Olise oder Kane gegenüberstehen, dann nimmt man da schon was mit, ganz abgesehen von Neuer daneben als Konkurrent.
 
Am Ende wird jeder Trainer seine Präferenzen. Bayern, Nagelsmann, Klopp werden sich bei Urbig was denken, es gibt Gründe dafür und dagegen. Wenn Klopp viel von ihn hält und er ja eh die EM 2028 als Ziel hat, dann ist das nachvollziehbar.
Kannst ihn dafür wie gesagt kritisieren wie du lustig bist, am Ende denke ich, dass dich vor allem die Leistung jucken wird, unabhängig davon wer spielt
Sehr interessante Herangehensweise an ein Diskussionsforum. Kadernominierungen braucht man dann nicht mehr zu besprechen, weil sich der Trainer was dazu denkt?

Es ist doch nicht so kompliziert. Ich bin großer Klopp Fan und vertrau darauf, dass er gute Entscheidungen trifft. Das bedeutet nicht, dass er es überall tut. Hier kritisiere ich konstruktiv. Keine Ahnung, weshalb Kritik an sich schon ein Problem für einige zu sein scheint.
 
Sehr interessante Herangehensweise an ein Diskussionsforum. Kadernominierungen braucht man dann nicht mehr zu besprechen, weil sich der Trainer was dazu denkt?

Es ist doch nicht so kompliziert. Ich bin großer Klopp Fan und vertrau darauf, dass er gute Entscheidungen trifft. Das bedeutet nicht, dass er es überall tut. Hier kritisiere ich konstruktiv. Keine Ahnung, weshalb Kritik an sich schon ein Problem für einige zu sein scheint.

Du kannst die Nominierungen und Aufstellungen kritisieren wie du lustig bist.

Kannst ihn dafür wie gesagt kritisieren wie du lustig bist, am Ende denke ich, dass dich vor allem die Leistung jucken wird, unabhängig davon wer spielt

Ich hab 2x das Gegenteil gesagt. Ich widerspreche doch nur deinem "Jucken". Klar würde es dich heute weniger jucken, wenn bei den selben Ergebnissen deine bevorzugten Nominierungen gespielt hätten, in einem Jahr oder nach der EM interessiert dich das unter Umständen halt nicht mehr
 
Ich hab 2x das Gegenteil gesagt. Ich widerspreche doch nur deinem "Jucken". Klar würde es dich heute weniger jucken, wenn bei den selben Ergebnissen deine bevorzugten Nominierungen gespielt hätten, in einem Jahr oder nach der EM interessiert dich das unter Umständen halt nicht mehr
Verstehe. Stimme trotzdem nicht zu. Das Interesse am sportlichen Erfolg hat für mich viel mit Identifikation zu tun. Und die kommt für mich nicht nur von der Nationalität. Mich hat WM 2026 deutlich weniger „gejuckt“ nach dem Umgang mit Baumann. Daran hätte auch ein Titel nichts geändert.
 
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