Ich bin ja Fan von Agit und spreche ihm nichts ab.
Ich bin kein Fan von Kabayel, mir gehen nur die Zuweisungen in Richtung Kabayel auf die Nüsse - es ist doch klar, wer Hysa verbrochen hat.
Er hat den Titel doch zurecht bekommen und auf den Weg dorthin Sanchez und Makmudov klar besiegt.
...aber eben am "Grünen Tisch", was viele ihm schlecht oder unwürdig auslegen.
Die Nr. am grünen Tisch ist doch nicht Kabayels Schuld, wieso sollte man ihm das als schlecht und unwürdig auslegen? Die Nr. geht auf die Kappe von Usyk, der glaubte seine völlig zu recht erworbenen Titel kampfarm bis kampflos noch etwas melken zu können. Erst der Druck von Außen, dass Titel auch mal zu verteidigen sind (und Kabayel einer der Pflichtherausforderer ist) hat ihn dann dazu gebracht, endlich den Weg frei zu machen.
Ein Gauner ist Agit schon mal gar nicht, weil er wohl selbst recht wenig Einfluss darauf hatte, wie und was Usyk gewürfelt hat.
Dass er kein Lautsprecher ist macht ihn für mich echt sympathisch.
Ob Agit deutsch-kurdisch ist und sein Herz logischerweise für beide Länder schlägt ist ok, normal und für Dritte nicht verhandelbar.
Das macht ihn eben nicht zu nem Gauner, wäre auch eine Generalisierung, die man als rassistisch auslegen könnte.
Das war von mir ironisch gemeint und das sollte auch klar sein.
Der erste Gegner ist zwar richtig mau, aber damit musste man bei der aktuellen Gemengelage im Schwergewicht auch rechnen.
Nein musste man nicht. Warren wollte das so, das ist der Grund. Richtig ist natürlich auch:
Es ist aber auch nicht so, als würde Kabayel bessere Boxer aktiv vermeiden. Er gilt als High Risk Low Reward und wird deshalb gemieden, bis es so lukrativ ist, dass man nicht Nein sagen kann. Was soll er machen, seine Wunschgegner nach Saudi Arabien entführen?
Eben. Natürlich ist Hysa Mist und man kann sich stumpf auf den Standpunkt stellen, dass Kabayel an der Ansetzung Schuld ist, weil er Hysa boxt. Trotzdem sollte doch allen klar sein, dass er nicht die Entscheidung getroffen hat. Es ist hinlänglich bekannt, dass Fury Kabayel für den Makhmudov-Kampf angedient hat und dass Kabayel - um aus seiner SES-Misere rauszukommen - bei Warren unterschrieben hat. Klar ist damit aber auch, dass Kabayel Leistung hin oder her er nicht zu Warrens A-Game gehört, zumal er bisher nicht das finanzielle Powerhouse ist, dass weltweit Leute außerhalb seiner Community in die Hallen/Stadien zieht und so Forderungen stellen kann, die Warren akzeptieren muss.
Warren braucht Kabayel als Platzhalter, ebenso verfährt er bei Parker und Hrgovic. Warren wartet jetzt ab, ob sich Kabayel als Zugpferd für einen wieder lukrativer werdenden deutschen Markt entwickelt oder ob das hier zum Rohrkrepierer wird und er wird - wenn sich die Notwendigkeit für ihn ergibt Kabayel für britische Boxer opfern, die seinen Hauptmarkt lukrativ bespielen sollen. Wären Wardley und Itauma erfolgreich gewesen, hätte es wohl andere Gegner für Kabayel gegeben. Man muss immer im Kopf haben, dass Warren nicht für seine Boxer sondern für das eigene Konto arbeitet und da ist der britische Markt und seine Zugpferde dort für ihn das Wichtigste.
...und der Quatsch mit Usyk gefol... und die Emocheese ist provokanter Käse.
Wie kannst du nur die paar Zeilen so falsch lesen lieber
@Roberts ?
Der Ausgangspost zeigt doch nur, das was früher gemacht worden ist.
Copy & paste in die Gegenwart wäre keine Abartigkeit in Sachen Promotion.
...ich halte mich jetzt wohl besser mal raus.
Du hat die in meinen Augen sehr oberflächliche Argumentation gegen Kabayel übernommen und es sollte klar sein, dass ich hier zum Mittel der Ironie gegriffen habe.
Wenn man die Rahmenbedingungen, denen Kabayel unterliegt, außer Acht lässt, dann kann man hier nicht zu einem sachgerechten Urteil kommen. Wer Kabayel gegen Makhmudov, Sanchez und Zhang erlebt hat und jetzt nicht den üblichen Hindsight Bias-Fehler begeht und diese Gegner zu Flaschen erklärt, weiß genau, dass Kabayel gegen jeden Top-Gegner antreten will, den man ihm in den Ring stellen könnte.
Man kann Kabayel vielleicht kritisieren, dass er bei Warren unterschrieben hat, weil allzeit klar ist und war, wofür Warren steht, andererseits musste er aus der fruchtlosen SES-Nr. raus. Bei einer Beurteilung sollten immer alle Aspekte eine Berücksichtigung finden.