Dinge, die keinen eigenen Thread verdienen!


gentleman

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Die Preisgeld-Debatte rund um die Grandslam-Turniere und die prozentuale Beteiligung der Spielerinnen und Spieler geht weiter wer sich weiter dazu einlesen möchte:

 

gentleman

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Würde der allgemeine Percentage Raise auch für die Spieler die nicht um die ersten, sagen wir mal Top 10 eines Majors spielen gelten?
Das ist eigentlich das Hauptargument der Spitzenspieler, die sich (zumindest öffentlich) deutlich für die Erhöhung der Preisgelder in der Quali und 1. und 2. Runde einsetzen. Da ist in den letzten Jahren prozentual auch einiges zum Positiven passiert. Es würde einem Alcaraz, Sinner, Zverev, Djokovic oder einer Sabalenka auch nicht so gut zu Gesicht stehen, wenn man die Erhöhung nur für sich selbst oder die Finalrunden fordern würde.
 

Gladio

Mesmerising Measures
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Das ist eigentlich das Hauptargument der Spitzenspieler, die sich (zumindest öffentlich) deutlich für die Erhöhung der Preisgelder in der Quali und 1. und 2. Runde einsetzen. Da ist in den letzten Jahren prozentual auch einiges zum Positiven passiert.
Ok verstehe. Gut das es einen Zusammenhalt innerhalb der Players Assesociation gibt. Imo ist das sehr wichtig für die jungen Spieler die jeden Dollar benötigen um weiter zu machen.
 

gentleman

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Sabalenka legt heute nach und spricht offen von einem möglichen Boykott von Grand Slam-Turnieren, falls es im Preisgeldstreit zu keiner Einigung käme. Auch Gauff könne sich dies vorstellen wenn alle mitmachen, wie sie sagt.


Interessant dabei übrigens auch diese Aufstellung, wonach es tatsächlich so ist, dass das Preisgeld für GS-Titel inflationsbereinigt im Vergleich zu 2019 leicht runtergegangen ist (obwohl es gesamt eine 45% Steigerung gab).
 

sistahfan

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Was soll das ganze überhaupt? Gerade im Frauensport wird doch im Tennis soviel ausgeschüttet wie sonst in fast keiner anderen Sportart. Oder hab ich da was nicht mitbekommen?
 

Paulie Walnuts

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Mehrere Spielerinnen und Spieler beklagen das "niedrige" Preisgeldniveau bei den kommenden French Open und schließen einen Boykott (irgendwann in der Zukunft) nicht mehr aus (u.a. Sinner, Gauff und Sabalenka):



Preisgeld bei den French Open 2026:

Titel: 2,8 Mio. EUR
Finale: 1,4 Mio. EUR
Halbfinale: 750 Tsd. EUR
1. Runde: 87 Tsd. EUR

Wie seht ihr das? Werden die Tennisspielerinnen und Tennisspieler der Weltspitze tatsächlich finanziell geschröpft und mit Hungerlöhnen abgespeist oder ist die Kritik an den Preisgeldern übertrieben? Sollte man evtl. eine Sozialhilfe für Spitzenspieler einführen, damit sie finanziell irgendwie über die Runden kommen?
 
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Tuco

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Mehrere Spielerinnen und Spieler beklagen das "niedrige" Preisgeldniveau bei den kommenden French Open und schließen einen Boykott (irgendwann in der Zukunft) nicht mehr aus (u.a. Sinner, Gauff und Sabalenka):



Preisgeld bei den French Open 2026:

Titel: 2,8 Mio. EUR
Finale: 1,4 Mio. EUR
Halbfinale: 750 Tsd. EUR
1. Runde: 87 Tsd. EUR

Wie seht ihr das? Werden die Tennisspielerinnen und Tennisspieler der Weltspitze tatsächlich finanziell geschröpft und mit Hungerlöhnen abgespeist oder ist die Kritik an den Preisgeldern übertrieben? Sollte man evtl. eine Sozialhilfe für Spitzenspieler einführen, damit sie finanziell irgendwie über die Runden kommen?

In Bezug auf ein Showturnier wie den Saudi-Cup hat Sinner doch mal gesagt, er spiele nicht wegen Geld, und jetzt beschwert er sich über angeblich zu wenig Preisgeld bei einem GS-Turnier wie RG? :skepsis:

Immerhin wohl ein Fortschritt in Sachen Ehrlichkeit.
 

gentleman

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In Bezug auf ein Showturnier wie den Saudi-Cup hat Sinner doch mal gesagt, er spiele nicht wegen Geld, und jetzt beschwert er sich über angeblich zu wenig Preisgeld bei einem GS-Turnier wie RG? :skepsis:

Immerhin wohl ein Fortschritt in Sachen Ehrlichkeit.
Bevor du und @Paulie Walnuts so in die Tasten haut solltet ihr mal nachlesen, worauf die Forderungen der Spieler u.a. basieren (welfare-plan wie Pensionszahlungen, Mutterschutz, Verletzte, höheres Preisgeld für die Qualis und frühen Runden bei GS).

ANsonsten hab ichs gestern schon geschrieben, mit Streikdrohungen wie jetzt von den Damen ins Spiel gebracht kann ich auch wenig anfangen. Korrekt ist halt aber auch, dass inflationsbedingt die Preisgelder seit 2019 in den höheren Runden sogar leicht gesunken sind.
 

Tajiri

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Finde es völlig berechtigt von den Spielern dieses Thema anzusprechen und ggf. auch eskalieren zu lassen. Hätte kein Verständnis dafür wenn man über die Preisgelder oben rum heulen würde, aber die Anliegen die vorgetragen werden sind für mich absolut verständlich. Rechne es den Big Guys auch hoch an, das sich da für die weniger im Rampenlicht befindlichen Spielern so eingesetzt ist.

Gestern habe ich gelesen das die French Open aktuell nur ca. 25% des generierten Geldes aus dem Turnier an die Spieler weitergeben. Selbst wenn ich jetzt Werbungskosten, Orga etc abziehe ist das doch ein Witz. Lieber sehe ich das Geld bei einem Spieler der in der zweiten Runde der Quali scheitert als das sich wieder ein Funktionär den Arsch damit pudert der kein einziges Ticket verkauft.

Dieses Turnier lebt von jedem Spieler der sich einschreibt. Gerade in der ersten Woche ist es doch immer zu sehen wie sich fiktiv Platz 13 füllt wenn sich die Nr. 108 gegen die Nummer 56 im fünften Satz ein Battle um den Sieg liefern.

Mutterschutz, Altervorsorge, mehr Preisgeld in Quali und frühen Runde usw. sind sowas von legitime Forderungen und ich feiere die Stars sehr das sie sich dafür auch so einsetzen, ihnen könnte es egal sein, wie die Nummer 156 sich das teure Leben auf der Tour finanziert.
 

Tuco

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Nein ist es nicht. Aber leider scheint es bei dir grade (erneut) nur für Polemik zu reichen. Schade

Wenn du wert darauf legt, gerne: Die Forderung, dass ein höherer Anteil des Umsatzes der Turniere bei den Spielern ankommen soll, ist sicherlich berechtigt. In der NBA ist es glaube ich vertraglich geregelt dass 50% der Umsätze an die Spieler gehen muss - im Vergleich dazu ist es im Tennis sehr wenig, gerade bei den GS, diese scheinen ihre Position als "Zugpferde" in der Hinsicht recht dreist auszunutzen, Paris offenbar am stärksten.

Das Problem im Tennis ist aber in der Tat (wie im Vorposting angedeutet) in erster Linie dass zu wenige Spieler davon gut leben können, und kaum, dass die Topstars "zu wenig" verdienen, zumal diese natürlich auch den ganz überwiegenden Löwenanteil der lukrativen Werbevertäge bekommen. Das ist hier Bestandteil der Forderungen, aber das könnte schon noch stärker betont werden, eventuell höhere Preisgelder sollten etwa überproportional an diejenigen gehen, die relativ früh ausscheiden. Wobei die zitierten Artikel in der Hinsicht nicht sehr detailliert sind (... wenn ich nichts übersehen habe), wenn die tatsächlichen Forderungen in diese Richtung gehen wäre es vorbehaltlos unterstützenswert.
 

gentleman

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Wenn du wert darauf legt, gerne: Die Forderung, dass ein höherer Anteil des Umsatzes der Turniere bei den Spielern ankommen soll, ist sicherlich berechtigt. In der NBA ist es glaube ich vertraglich geregelt dass 50% der Umsätze an die Spieler gehen muss - im Vergleich dazu ist es im Tennis sehr wenig, gerade bei den GS, diese scheinen ihre Position als "Zugpferde" in der Hinsicht recht dreist auszunutzen, Paris offenbar am stärksten.

Das Problem im Tennis ist aber in der Tat (wie im Vorposting angedeutet) in erster Linie dass zu wenige Spieler davon gut leben können, und kaum, dass die Topstars "zu wenig" verdienen, zumal diese natürlich auch den ganz überwiegenden Löwenanteil der lukrativen Werbevertäge bekommen. Das ist hier Bestandteil der Forderungen, aber das könnte schon noch stärker betont werden, eventuell höhere Preisgelder sollten etwa überproportional an diejenigen gehen, die relativ früh ausscheiden. Wobei die zitierten Artikel in der Hinsicht nicht sehr detailliert sind (... wenn ich nichts übersehen habe), wenn die tatsächlichen Forderungen in diese Richtung gehen wäre es vorbehaltlos unterstützenswert.
Na schau, da sind wir dann ja sogar quasi einer Meinung. Ich will auch keine überproportionalen Erhöhungen für die Topstars, die ohnehin schon dank Sponsorendeals etc. mehr als genug Geld verdienen (man vergleiche das auch noch mit Summen die die Stars in den 90ern oder frühen 2000ern verdient haben), aber manche der Punkte sind durchaus legitim und diskussionswürdig. Wie du sagst und wie in den Artikeln geschrieben schütten die GS und die French Open wohl im speziellen nur unter 15% der Einnahmen des Turniers an die Spieler aus. Selbstverständlich sind auch deren Argumente teils legitim, wenn die 4 GS-Turniere (und etwas kleiner die 1000er) die Cashcows für die Verbände als Veranstalter sind und die Einnahmen in die Jugendförderung, die Turnierlandschaft oder die Infrastruktur der Anlagen gehen. Da muss man eine Balance finden keine Frage, wie @Tajiri schon schreibt braucht es auch keine exorbitanten Gagen für Verbandsfunktionäre. Aber wenn man sich ansieht was im US-Sport oder im Golf proportional an die Sportlerinnen und Sportler fließt, ist der Anteil eben schon deutlich geringer. Und am Ende stellt sich natürlich dann auch die Frage wieviel "verdienen" davon die absoluten Topsstars, die aber - so ehrlich muss man sein - auch weltweit die Leute an die Bildschirme oder auch vor Ort in die Stadien ziehen.
 

Tuco

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Nie im Leben boykottiert einer das Turnier 😂

Kann man bei den Topspielern wohl schon deshalb ausschließen weil sich deren Sponsoren dann natürlich massiv beschweren würden und es vielleicht sogar teilweise Klauseln in ihren Werbeverträgen geben wird wonach sie in so einem Fall auf einen beachtlichen Teil der Werbeeinnahmen verzichten müssten.

Sinner legt nach:

 
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