O-Scoring: Moses Itauma vs. Filip Hrgovic | IBF-Weltmeisterschaft im Schwergewicht | DAZN PPV


Keine Ahnung, ob das belegt ist und wirklich stimmt, aber laut verschiedener Berichte zu dem Thema hat die Ecke nach Runde 2 und/oder 3 Itauma zumindest angeblich dazu geraten, dass er mit Power Shots haushalten und Hrgovic hier und da nur antippen soll.

Für mich persönlich geschah der entscheidende Moment des sog. "Overpacens" in der vorletzten Runde. Ab 1:30 ca. zog Itauma an mit Angriffsaktionen und um 50 Sekunden vor Schluß sah er scheinbar seine Chance gekommen und übernahm sich in diesem Zeitraum durch zuviel Schlagaktionen.

Bis zu dem Zeitpunkt wirkte Itaumas "Boxtank" eigentlich noch im Rahmen des Erlaubten und die Ecke schien auch nicht derart besorgt über seine Kräfte. Legt für mich die Vermutung nahe, dass man Itaumas Boxverhalten, seine körperlichen Reaktionen hinsichtlich 12 Runden/Sauerstoffschuld durchaus aus dem Training kennt. Wenn Itaumas Aussage zu 12 Runden Sparring aber doch der Wahrheit entspricht, wäre das Ganze natürlich anders zu bewerten hinsichtlich einiger Eckenanweisungen wie "Schlagzahl erhöhen" oder "extra Schlag an die Kombi anhängen", die angeblich nach Runde 5 und 7 gefallen sind. Aber wie gesagt: weiß jetzt nicht, ob diese Äußerungen z.B. durch Mikrofonaufnahmen tatsächlich nachgewiesen sind.

Auf die Art kann sich Itauma unmöglich oben halten, er boxt ohne jedes taktisches Konzept und Anpassungsfähigkeit, seine eitle Selbstverliebtheit mit welcher er seine linke Hand schlägt ist einfach kindisch, jeder bessere Boxer erkennt dies und boxt ihn über seine linke Hand. Bleibt überhaupt abzuwarten ob er sich wieder erfängt.
 
Auf die Art kann sich Itauma unmöglich oben halten, er boxt ohne jedes taktisches Konzept und Anpassungsfähigkeit, seine eitle Selbstverliebtheit mit welcher er seine linke Hand schlägt ist einfach kindisch, jeder bessere Boxer erkennt dies und boxt ihn über seine linke Hand. Bleibt überhaupt abzuwarten ob er sich wieder erfängt.

Da Hrgovic offenbar nicht zu den “besseren Boxern” gehört, welche sollen das sein deiner Meinung nach?
 
Aktuell gibt es ein Vakuum. Gegen Top Leute wie Usyk und Fury wäre Itauma so chancenlos. Sollte die kommende Generation jedoch an der Spitze schwach besetzt sein ist vieles möglich
 
Aktuell gibt es ein Vakuum. Gegen Top Leute wie Usyk und Fury wäre Itauma so chancenlos. Sollte die kommende Generation jedoch an der Spitze schwach besetzt sein ist vieles möglich
Wobei das imo auch kein fairer Vergleich ist: Prime Usyk oder Prime Fury vs einen unerfahrenen, (vermutlich) way pre-Prime Itauma.

Usyk hatte übrigens seinen ersten Profikampf mit 26, Itauma ist grade mal 21.
 
Wobei das imo auch kein fairer Vergleich ist: Prime Usyk oder Prime Fury vs einen unerfahrenen, (vermutlich) way pre-Prime Itauma.

Usyk hatte übrigens seinen ersten Profikampf mit 26, Itauma ist grade mal 21.
Usyk hat aber auch ne andere Pedigree mit 88 Amateur Kämpfen bis er 26 war.

Ganz schlecht war er damals auch nicht:

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mutter war lehrerin und der vater ein hohes tier beim soviet militär. die sind nicht in armut aufgewachsen.
Armut ist zwar oft ein dehnbahrer Begriff, Ansichts/Meinungssache, aber ihre Kindheit verlief für die dortigen Verhältnisse eher priveligiert, stimme ich zu. Nach dem Zusammenbruch der UDSSR sah das aber durchaus anders aus. Kenne einige Armeesportler, die diese Zeit am eigenen Leib erlebt haben. Da war schon oft die Rede von wirtschaftlicher Not wegen Inflation. Ersparnisse waren plötzlich weg, keine Perspektiven usw.
Für die Sportler z.B. gab es auch kaum vernünftiges Trainingsmaterial, die Sporthallen dort blieben ungeheizt, ohne Wasser, wenig ausgewogene Ernährung und viele hielten sich mit Tauschgeschäften auf Sportevents über Wasser, in dem sie ihre Sachpreise, Prämien, Pokale, Waren aus der UDSSR wie Wodka, Armeezeug etc. dort verkauften.
Eine plötzliche, bislang nicht gekannte Härte, Existenzbedrohung, Entbehrungen haben sie in diesen Jahren durchaus erfahren, wobei man klar sagen muss: es ging ihnen trotzdem noch besser als vielen anderen aus der Bevölkerung dank ihres sportlichen Umfelds, ihrer Kontakte dort, ihres Status.
Existenzbedrohung, schlechte Verhältnisse uä. im Vergleich zum Westen: ja, aber wirklich Hunger und Durst leidend, Wohnungsnot, Obdachlosigkeit im wörtlichen Sinn nein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Armut ist zwar oft ein dehnbahrer Begriff, Ansichts/Meinungssache, aber ihre Kindheit verlief für die dortigen Verhältnisse eher priveligiert, stimme ich zu. Nach dem Zusammenbruch der UDSSR sah das aber durchaus anders aus. Kenne einige Armeesportler, die diese Zeit am eigenen Leib erlebt haben. Da war schon oft die Rede von wirtschaftlicher Not wegen Inflation. Ersparnisse waren plötzlich weg, keine Perspektiven usw.
Für die Sportler z.B. gab es auch kaum vernünftiges Trainingsmaterial, die Sporthallen dort blieben ungeheizt, ohne Wasser, wenig ausgewogene Ernährung und viele hielten sich mit Tauschgeschäften auf Sportevents über Wasser, in dem sie ihre Sachpreise, Prämien, Pokale dort verkauften.
Eine plötzliche, bislang nicht gekannte Härte, Existenzbedrohung, Entbehrungen haben sie in diesen Jahren durchaus erfahren, wobei man klar sagen muss: es ging ihnen trotzdem noch besser als vielen anderen aus der Bevölkerung dank ihres sportlichen Umfelds, ihrer Kontakte dort, ihres Status. Existenzbedrohung, schlechte Verhältnisse uä. im Vergleich zum Westen: ja, aber wirklich Hunger und Durst leidend im wörtlichen Sinn nein.

das spielt doch gar keine rolle hier was nach dem zusammenbruch der udssr war, @Gladio sagr sie beiden seien in armut aufgewachsen, und das ist nunmal blödsinn.
 
das spielt doch gar keine rolle hier was nach dem zusammenbruch der udssr war, @Gladio sagr sie beiden seien in armut aufgewachsen, und das ist nunmal blödsinn.

Kommt darauf an, wie man die Zeit des Aufwachsens definiert. Kindheit, Pubertät, bis 18, 21, 25? Gibt unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze dazu. Sollte auch nur ein kleiner Hinweis von mir sein in Sachen Deeskaltion/Mediation/Komplexheit sein.
 
ist schon wieder märchenstunde?hör doch endlich mal damit auf dir immer so einen schmarrn auszudenken. die
mutter war lehrerin und der vater ein hohes tier beim soviet militär. die sind nicht in armut aufgewachsen.

In der UDSSR und im Kommunismus gab es offiziell sowieso keine Armut. Sie sind beide bescheiden Verhältnissen aufgewachsen, die man heute als Armut bezeichnen würde. Sie mussten nicht hungern und hatten ein Dach über dem Kopf, aber sie waren weit weg vom Prunk der ranghohen Militär Familien Moskaus. VK drückte es in der Klitschko Doku recht gut aus. In der Kindheit und Jugend hatten sie ein paar Schuhe für den Alltag und den Sport und jeweils einige paar Hosen, T Shirts und Pullover.
 
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