Zu dem Nachspringen dürfen oder nicht : Hier hatte Domen auch das Pech, dass er ja auch sehr spät dran war. Die sind doch noch mit Ersatzski hochgerannt und kamen knapp zu spät. DG war offiziell beendet. Passiert das einem Springer früh im Durchgang hat der bis Ende des Durchgangs doch viel mehr Zeit, für Ersatz zu sorgen. Und darf dann nachspringen. Diese Regel ist eigentlich ziemlich ungerecht den Besten gegenüber. Zumal die Ski ja schon schnell oben waren. Es hätte den Ablauf kaum verzögert. Wegen dem Schnee mussten die eh noch blasen.
Und ich bin mir immer noch relativ sicher, dass es genau diese Regel nicht mehr gibt - vielleicht war das auch genau der Grund.
Zumindest meine ich, mich an einen Vorfall erst vor kurzer Zeit erinnern zu können, bei dem ein Springer oben irgendein Materialproblem hatte und dann direkt aus der Wertung genommen wurde, obwohl durchaus noch Zeit zum Nachspringen gewesen wäre. Ich habe in
@Hakuba s Disqualifikationsstatistik gesucht, aber dazu nichts gefunden - wahrscheinlich, weil es eben keine DSQ war sondern ein DNS. Vielleicht kann sich jemand von euch noch an den Vorfall erinnern?
Und das ist eben genau der Punkt: Ich persönlich finde die alte Regelung besser, die kleine Ungerechtigkeit, dass Springer, die früh auf der Startliste stehen, mehr Zeit haben, würde ich in Kauf nehmen. Denn in aller Regel sind es ja doch eher unvorhergesehene Probleme mit der Bindung oder dem Reißverschluss oder was auch immer, für die der Springer nicht unbedingt was kann. Ja, er ist für sein Material verantwortlich, aber solche kleinen Probleme können ja immer mal passieren. Daher würde ich Springer in so einem Fall immer nachspringen lassen, solange das nicht für eine Verzögerung des Wettkampfs insgesamt sorgt.
Aber: Wenn die Regeln nun mal so sind, wie sie jetzt sind, dann kann man nicht auf einmal wieder einen Rückzieher machen, nur weil es jetzt keinen No-Name-Springer betrifft, sondern den großen Domen Prevc. Denn genau dann könnte man der FIS ja wieder vorwerfen, sie würde bei Top-Leuten im Zweifel ein Auge zudrücken - etwas, was gerade von den Slowenen ja in der Vergangenheit schon kritisiert wurde.