Andy Ruiz vs. Vitali/Wladimir Klitschko


Drago

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Brewster 2004 war auf Juice als gäbe es kein Morgen, und ist in den Kämpfen all in gegangen bis seine Augen platt waren. In dem Jahr war er extrem schwer zu kämpfen, und hatte richtig Power. Das ist weit weg von "Ruiz hat aber schnelle Hände", auch wenn Ruiz im Gesamtpaket boxerisch natürlich schon deutlich besser ist als Brewster je war. Aber er ist auch deutlich weniger mobil mit seinen 122kg, und kann sich absolut nicht schnell drehen oder Richtungswechseln folgen. Er kann nach vorne, und muss sich dann erst wieder abfangen. Wenn ihn ein Joshua oder Parker klar treffen kann, dann können das auch prime Vitali und Wladimir. Wir reden hier nicht von der Rentnerversion mit 41.
Das hat alles seine Vor- und Nachteile!

Ein absolut Prime Brewster lieferte sich wie gesagt mit L. Krasniqi einen Fight auf Leben und Tod, in dem Luan sogar alles in allem besser aussah. Damals hatte Brewster noch gar nix am Auge, das brachte ihm erst Liakhovich bei. Der White Wolf Liakhovich kann Luan heute noch danken dass er Brewster für ihn weich gehauen hat. Brewster hat im Krasniqi Fight sehr viel Substanz verloren und war gegen den Weißrussen schon nicht mehr der Selbe.
Krasniqi hat vorbereitet, Liakhovich vollendet.

Brewster war in einem Bereich eine Bombe aber sonst nicht viel, der wird wegen seinem Sieg gegen Wladi auch gerade von Klitschko Fans größer gemacht als er wirklich war, beim Sniper Sanders nicht anders.
Sanders verlor vor Wladi fair and square gegen Rahman, und jener Rahman war im Gegensatz zu Vitali in der Lage, einen nicht ganz fitten Lewis auch wirklich zu schlagen.

Wladi hatte gegen Brewster I Sdunek und Stewart in seiner Ecke, sein Stil war da ein Misch-Masch aus Dr: Steelhammer Sdunek und Dr. Clinchko aka Octopus, und das ging gewaltig nach hinten los.
Der Jab-and-Grab Stil war da noch nicht mal geboren, den feilten Stewart und Wladi in den Folgejahren, er fand seinen Höhepunkt im Povetkin Fight, auch wenn Stewart da schon tot war.

Ich rede hier nicht von Wladi/Vitali gegen Ruiz sondern einzig und allein von Ruiz-Brewster, und ich finde es schon sehr abenteuerlich einen eindimensionalen Puncher wie Brewster "Welten" vor Ruiz jr zu sehen.
In einem Direktvergleich gäb s für Brewster mMn schwer auf die Mappe, die würden sich gegenseitig nicht KO hauen weil beide zu viel nehmen können, aber wenn Brewster 1 mal trifft hageln direkt danach 3-4 Treffer von Ruiz an seine Birne.
 

LeZ

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Es ist echt schade dass wir keinen Kampf 122kg-Ruiz gegen Wladimir 2006 oder 2002 sehen können, dafür würde ich jetzt echt Geld bezahlen.
 

Big d

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Vitali hatte Probleme mit slicken defensiven boxern die ihn kommen ließen und in die Luft schlagen ließen, aber doch nicht mit pressure fightern die auf ihn zugingen. Ruiz hat natürlich sauschnelle Hände, aber seine Beine sind nicht super schnell und leicht zu treffen ist er auch, dazu halt der größennachteil.

Vitalis haut war eine Schwäche, aber das konnten eher Leute nutzen die genug reach hatten ihn regelmäßig zu treffen, ruiz hätte ihn doch fast nur am Körper getroffen.

Imo wäre der Fight wie der sanders Fight gelaufen, die ersten 2 Runden kommt ruiz vielleicht mal durch, aber dann ist das Tempo einfach viel zu hoch. Ruiz Kondi ist gut für einen dicken, aber vitali legt halt ein anderes Tempo an den Tag als AJ.

Da würde ich Andy eher gegen Wladimir eine Chance gegen sofern der ringrichter nicht zu viel klammern durchgehen lässt weil Wladimir ja im Gegensatz zu vitali nicht gut im rückwärtsgang boxen konnte.
 

speedclem

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Vitali hatte Probleme mit slicken defensiven boxern die ihn kommen ließen und in die Luft schlagen ließen, aber doch nicht mit pressure fightern die auf ihn zugingen. Ruiz hat natürlich sauschnelle Hände, aber seine Beine sind nicht super schnell und leicht zu treffen ist er auch, dazu halt der größennachteil.

Vitalis haut war eine Schwäche, aber das konnten eher Leute nutzen die genug reach hatten ihn regelmäßig zu treffen, ruiz hätte ihn doch fast nur am Körper getroffen.

Imo wäre der Fight wie der sanders Fight gelaufen, die ersten 2 Runden kommt ruiz vielleicht mal durch, aber dann ist das Tempo einfach viel zu hoch. Ruiz Kondi ist gut für einen dicken, aber vitali legt halt ein anderes Tempo an den Tag als AJ.

Da würde ich Andy eher gegen Wladimir eine Chance gegen sofern der ringrichter nicht zu viel klammern durchgehen lässt weil Wladimir ja im Gegensatz zu vitali nicht gut im rückwärtsgang boxen konnte.
im prinzip ja!
aber gg byrd hatte vitali schon einige probleme, auch wenn er klar führte, 2 runden kann man vllt byrd geben, kam der immer wieder mit flurries durch, die zum teil nicht klar trafen bzw eher wie nadelstiche wirkten.
ein ruiz hat da mehr dampf. natürlich würde vitali ihn, ähnlich wie byrd,, ordentlich "hämmern", aber easy wäre es für ihn nicht.
 

Roberts

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Witzig ist, dass man sich damals einig war, dass Brewster die schnellsten Hände im Schwergewicht hatte, aber hey, Brewster konnte nix, hat sich ein Kampf auf Biegen und Brechen mit „Schluuuussss!“ geliefert. Krasniqi war natürlich auch nur eine Flasche auf EU-Niveau, insofern...

Ach was solls. In zwanzig Jahren wird man sich auf gleiche Weise über die heutige erste und zweite Reihe des Schwergewichts lustig machen, das gehört wohl dazu, wenn Experten analysieren. :LOL:
 

George Benton

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Brewsters linker Haken war explosiv, sonst gar nichts.
Wer meinte er sei der explosivste ? Wenn dann war Wladi der explosivste, davor Sanders (für 4 Minuten 😉)
Kinn, Wille und linker Haken waren bei Brewster gut, sonst naja.
Wie schon geschrieben, Clifford Ettiene, der keine 40 Sekunden gegen einen 2000'er Mike Tyson überstan, gab Lamon ein Kampf auf biegen und brechen.
Und der war auch eher ein fighter ohne was besonderes.
Tysons Gegner werden viel schlechter gemacht als sie sind, die von Ali werden mMn überbewertet, Lennox wird sehr oft unter schätzt.
Die beiden Brüder haben sehr viel Glück gehabt, trotzdem ist Wlad aus der Distanz echt heftig gewesen.
 

Lärche

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ich glaube, dass sich der Sport brutal entwickelt und einem das gar nicht bewust ist.
Der Tenor geht eigentlich oft dahin, dass früher alles besser war.
Überspitzt formuliert heißt das: Ein Tyson hätte niemals einen Ali geschlagen, ein Klitschko hätte niemals einen Tyson in dessen Prime geschlagen und ein heutiger Weltmeister würde niemals einen Prime-Klitschko besiegen.
Allerdings kann man gerade im Sport die Weiterentwicklung gut erkennen, egal ob bei Männern oder Frauen.
Natürlich schwärmt man beispielsweise heute noch von einem Diego Maradona, zumindest diejenigen, die sich damals für Fußball begeisterten. Wenn man sich aber mal Fußballspiele von 1986 ansieht, stellt man schnell fest, dass das Tempo im Vergleich zu heute extrem langsam war.
Beim Boxen ist es ähnlich. Ich denke, was vor 15 Jahren noch das Maß der Dinge war, hätte es in der heutigen Zeit schwer. Ein Klitschko hatte damals Probleme mit Prime-Byrd und wahrscheinlich hätte dieser Klitschko noch größere Probleme mit einem Konterboxer Ruiz.
 

thesweetscience

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ich glaube, dass sich der Sport brutal entwickelt und einem das gar nicht bewust ist.
Der Tenor geht eigentlich oft dahin, dass früher alles besser war.
Überspitzt formuliert heißt das: Ein Tyson hätte niemals einen Ali geschlagen, ein Klitschko hätte niemals einen Tyson in dessen Prime geschlagen und ein heutiger Weltmeister würde niemals einen Prime-Klitschko besiegen.
Allerdings kann man gerade im Sport die Weiterentwicklung gut erkennen, egal ob bei Männern oder Frauen.
Natürlich schwärmt man beispielsweise heute noch von einem Diego Maradona, zumindest diejenigen, die sich damals für Fußball begeisterten. Wenn man sich aber mal Fußballspiele von 1986 ansieht, stellt man schnell fest, dass das Tempo im Vergleich zu heute extrem langsam war.
Beim Boxen ist es ähnlich. Ich denke, was vor 15 Jahren noch das Maß der Dinge war, hätte es in der heutigen Zeit schwer. Ein Klitschko hatte damals Probleme mit Prime-Byrd und wahrscheinlich hätte dieser Klitschko noch größere Probleme mit einem Konterboxer Ruiz.
Sportarten wie Fußball oder Tennis haben sich vorallem wegen dem Material weiterentwickelt, und aufgrund veränderter Trainingsmethoden und verbesserter Professionalisierung des Sports. Die Athleten selbst werden nicht besser. Wobei das im Umkehrschluss auch nicht heißt das Sportler früher besser waren. Boxen ist ein Sport der in den 60-70 wohl die prestigeträchtigsten Titel der Welt vergeben hat. Heute ist Boxen ein Nischensport. Ergo hat sich der Talentpool möglicher großer Athleten verkleinert. Mögliche Boxstars der heutigen Zeit spielen stattdessen Fußball, Football, Basketball, Tennis, Cricket, Hockey etc. Alles Sportarten die am Boxen vorbeigezogen sind. Die Trainingsmethoden haben sich im Vergleich zu früher auch kaum verändert/verbessert. Es gibt noch heute Boxer die mit Oldschooltraining Weltmeister werden. Das einzige was sich verbessert hat ist das Ernährungswissenschaftliche und das Wissen ob der Gefährlichkeit des Boxens und der Wichtigkeit von Regeneration. Deswegen können Boxer heute teilweise noch in den späten 30ern oder sogar mit 40 Weltmeister werden.

Hier ist nen tolles Video das zeigt dass die Verbesserungen was Weltrekorde in anderen Sportarten angeht in großem Maße einfach nur auf rößegre Talentpoole und besseres Material zurückzuführen sind.

Wladimir Klitschko wären auch heute noch das Maß aller Dinge. Er hat ja im Greißenalter von 41 (?) fast noch Anthony Joshua besiegt. Den hätte er mit 35 ungespitzt in den Boden gerammt. Noch schlimmer wäre es für Ruiz gewesen. Der ist ja maßgeschneidert für Wlad. Und Vitale hätte den auch gepackt.
 

Lärche

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ja, sicherlich hat sich das Material verbessert. Ich habe allerdings gerade neulich in einen Film gesehen, wie ein Kanusportler mit altem Material, ohne Eingewöhnungszeit, einen alten Fabelweltrekord pulverisiert hat.
Die Sportler sind heute einfach besser trainiert und eingestellt, gerade im Ausdauerbereich.

An was wird gemessen, dass Fußball, Football, Basketball, Tennis, Cricket, Hockey etc. mittlerweile Boxen überholt hat?
Diese Sportarten wurden seit jeher von mehr Menschen betrieben als Boxen!
Wenn man allerdings nach Zuschauern geht, würde ich das weltweite Boxen nicht als Nische bezeichnen. Es gibt Länder, da boomt es extrem, z.B. Ukraine, Polen, England, Mexico, Japan. Eine Stagnation sehe ich nicht, sondern eher ein internationales Hochschaukeln anhand eines immer größer werdenden Erfahrungsschatzes. Ein guter Boxkampf im FreeTV würde zuschauertechnisch hierzulande wohl nur von Fußball getopt werden.

Bei dem Marathonbeispiel musste ich schmunzeln. Wenn jemand heute 1 Stunde und 20 Minuten schneller ist als vor 100 Jahren, würde er wahrscheinlich noch in FlipFlops schneller sein als der damalige Weltrekord.
 
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KOH76

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Bei anderen Sportarten sieht man die Verbesserung. Beim Boxen...naja schau dir einfach Kämpfe aus den 70ern oder 80ern und von heute an. Ich erkenne da weder athletische noch technische oder taktische Veränderungen wie z.B. beim Fußball. Wenn deine Theorie stimmen würde wäre z.B. der hundertjährige Holmes auch nicht mit Holyfield über die Runden gegangen.
 

Lärche

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warum, Holmes war 42 Jahre alt und aktiv. Dass 42 Jährige teilweise noch in der Weltklasse sind ist zwar selten aber beim Boxen nichts neues.
Ich würde mich lediglich zu der Behauptung hinreißen lassen, dass ein Holmes aus 1992 gegen einen Klitschko aus 2012 kein Land gesehen hätte.
 

KOH76

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Natürlich, was vor allem daran gelegen haben dürfte dass Wladimir 2012 36 war und noch an seiner Prime gekratzt hat während Holmes beste Zeiten wann vorbei waren? 1984?
 

Lärche

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ok, vielleicht hast Du ja Recht, und das Boxen von heute oder von 2012 ist nicht besser als 1984. Vielleicht kann man das irgendwann mal wissenschaftlich untersuchen. Das faszinierende am Boxen ist, dass man Styles nicht 1 zu 1 kopieren kann. Demnach kann es natürlich sein, dass ein Boxer von damals seiner Zeit weit voraus war, bzw. noch heute das Maß der Dinge wäre.
 

KOH76

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Naja was heißt seiner Zeit voraus? Boxen hat sich schlicht weniger weiterentwickelt als andere Sportarten, was mMn Recht offensichtlich ist.
 

Lärche

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auf mich wirkt es so, dass die Defensivarbeit früher deutlich schlechter war als heute. Dadurch kam es teilweise zu spektakulären Szenen, die vielleicht übertünchen, dass das heutige, teilweise unspektakuläre Boxen (Klitschko etc.), dem von damals überlegen- bzw. taktisch besser ist.
 

Drago

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Heinz Becker Land
auf mich wirkt es so, dass die Defensivarbeit früher deutlich schlechter war als heute. Dadurch kam es teilweise zu spektakulären Szenen, die vielleicht übertünchen, dass das heutige, teilweise unspektakuläre Boxen (Klitschko etc.), dem von damals überlegen- bzw. taktisch besser ist.
Das ist eine Diskussion die man so oder so auslegen kann, und es wird immer Verfechter von beiden Seiten geben.

Wenn man z. B. Fussball nimmt:
Dass es schneller geworden ist - besonders über den ganzen Platz gesehen - streitet niemand ab, das ist ganz klar so und seit der Rückpass abgeschafft wurde eine logische Entwicklung. Mit Rückpass war es einfach Energieverschwendung den Gegner tief in seiner Hälfte anzugreifen, da er dann einfach den Ball zum Torwart spielte und der ihn wieder in die Hand nahm.
Die andere Seite des Pfannenkuchens ist die Härte, und die wurde deutlich reduziert. Für ein Foul, für das man heute für mehrere Spiele gesperrt wird, hätte man zu Zeiten von Maradona oder auch vorher nicht mal ne Rote Karte gekriegt. Zu Zeiten von Beckenbauer, Pele, oder vorher di Stefano, Fritz Walter etc., gab es überhaupt keine Karten, da wurden Spieler nur ganz selten vom Platz gestellt, da konnte ein Trainer noch vorgeben einen bestimmten Gegenspieler ganz bewusst brutal zu foulen, dass er danach ausgewechselt werden muss.
So was ist heute undenkbar.
Fussball -> schneller ja, härter nein

Oder Radsport:
Doping mal komplett ignoriert, es ist doch vollkommen klar, dass ein Christopher Froome 2015 mit einem 6,8 kg Carbon-Fahrrad schneller nach Alpe d Huez fahren kann, als ein Eddy Merckx 1969 mit einem 14 kg Eisen- und Blechrad, oder? Ja, ich weiss die Tour fuhr in Merckx Zeit gar nicht nach Alpe aber ich hab den Anstieg einfach genommen, weil er am bekanntesten ist.
Also müsste man dann einfach sagen -> Froome ist besser als Merckx, da er ja mit einem 6,8 kg Fahrrad schneller fahren kann als Merckx mit einem 14 kg Fahrrad...oder liegt es vlt primär am Material?
Der Merckx fuhr 1972 in Mexiko City einen Stundenweltrekord. 1999 fuhr Christopher Boardman mit dem selben Fahrrad ebenfalls einen...und war gerade mal in der Lage, lausige 10 Meter in einer Stunde weiter zu fahren als Merckx 28 Jahre vorher.
Klar, mittlerweile hat Sosenka im Jahr 2004 diesen Rekord mit altem Rad deutlich ausgebaut, aber der trainierte nur für den Weltrekord während Merckx den damals nur so nebenbei aufstellte, ohne sich spezifisch darauf vorzubereiten.
Der Merckx war einfach ein Killer, Belgiens Jahrhundertsportler, seiner ZEit weit voraus und absolut zurecht der führende Kanditat der Radsport GOAT zu sein.
Hier mal ein Trainingsvideo aus seiner Prime:
Jeder Radsportler aus jeder Zeit hätte Probleme so eine Trittfrequenz zu erreichen.


Das ist hier kein sog GOAT THread, aber für dieses Kriterium zählt immer "in Relation zur Zeit", das kann man nicht einfach weg lassen.
 

Lärche

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Bei dem Radfahrer Mercks gehe ich voll mit. Es gibt durchaus Sportler, die herausragen. Man sieht ja, dass es Weltrekorde gibt, die 30 Jahre halten. Vor 60 Jahren ist einer barfuß den Marathon gelaufen in 2 Stunden 15. Ohne Tempomacher, ohne Schuhwerk, ohne heutige Trainingsstudien etc. Auch ein Mike Powell oder gar ein Bob Beamon wären mit ihren Leistungen noch heute in der Weltklasse.

Trotzdem glaube ich, dass sich insgesamt jeder Sport weiterentwickelt, inbesondere Sportarten, bei denen immer mehr Geld fließt wie beim Boxen.
Natürlich ist das oft von außen schwer zu sehen. Gäbe es keine Zeitmessung, könnte ich z.B. nicht einschätzen, ob jemand auf 200m 19,5s läuft oder 19.9s. Beim Boxen ist es natürlich fast nicht möglich eine Weiterentwicklung zu sehen, da es keinen fixen Anhaltspunkt gibt. Dennoch glaube ich, dass z.B. ein Klitschko in Topform mit seinem Style sämtliche Gegner aus den 80ern am langen Arm hätte verhungern lassen.
 
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