@bender
denzre hat doch geschrieben dass die Amis nicht mit der gleichen Motivation reigehen, er hat nichts von Argentinien geschrieben...
Nein, leider falsch.
Anfangs stand mein Hinweis auf die 30-Punkte-Niederlage der Argentinier 2003 gegen die Amerikaner. Darauf schrieb denrze, dass
den Argentiniern das Finale völlig egal gewesen sei, da es ihnen nur um die Olympia-Quali ging.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, zu suchen.
Es gibt zig Beispiele, wo Du die NBA bzw. den US-basierenden Basketball als das Non-Plus-Ultra zementierst, ohne auch nur ansatzweise auf Beispiele oder Tendenzen einzugehen, die einem internationalen Aufholen oder missratenen Ergebnissen unter ungünstigen Bedingungen Rechnung tragen.
Der amerikanische Russen-Coach wird dann mal flugs zu einem lückenlosen Indiz Deiner Beweiskette umfunktioniert, obwohl der nicht zwingend taugt.
Es war eigentlich mehr als ein Vorschlag gedacht, dass die Franzosen, eben so wie die Russen, auch mal einen ausländischen Coach engagieren könnten. Ob nun Amerikaner oder nicht ist völlig egal, der Fall Blatt ist nur eine Bestätigung dafür, dass es Amerikaner auch "bringen".
Wenn du so willst: ja, es ist ein Glied in der Beweiskette. Blatt, D'Antoni, Hill, Peterson, alles erfolgreiche US-amerkanische Coaches in Europa. Ich wollte damit nur der Behauptung entgegentreten, im US-amerikanischen Basketball gäbe es keine guten Coaches.
So wie man ja auch der Behauptung, US-amerikanische Spieler seien schlecht ausgebildet, seit 2007 immer mit dem Verweis auf Kosta Koufos und seiner One-Man-Show bei der U18 Euro einen Riegel vorschieben kann. Blatt vollführt mit Russland etwas ähnliches, wie Koufos mit Griechenland. Nur eben der eine als Coach, der andere als Spieler.
Letzte Sache zum Thema David Blatt von mir:
Ich habe nie behauptet, dass die Zeit bei Pete Carrill spurlos an ihm vorübergegangen seien, aber auch wenn man die Princeton-Offense als Grundstein nähme (was auch Blatt allenfalls bedingt tut, wenn man sich die Spiele mal anschaut), müsste diese zweifelsohne noch auf europäische Spielweise angepasst werden...genauso wie die sich nicht 1:1 in die NBA übertragen ließe.
Davon völlig unabhängig besteht erfolgreiches Coachen nicht nur darin, die Arbeit eines Mentors 1:1 zu übernehmen. David Blatts Teams spielen in der Defense einen Stiefel, den Princeton jedenfalls noch nie gesehen haben dürfte.
Und zuletzte wehre ich mich gegen die Behauptung, ein Coach würde am College geformt. Wenn du mal in dich reinhorchst, wirst du feststellen, dass du das allenfalls gesagt hast, weil es dir gerade in die Kiste gepasst hat. Für mich ist das absoluter BS, denn coachen lernt man erst, wenn man selber coacht, nicht wenn man anderen dabei zuschaut. Und angefangen zu coachen hat David Blatt nun mal unter Pini Gershon, dessen Nachfolger er dann auch wurde.
Ich stimme dir weitgehend zu. Einigen wir uns darauf, dass Blatt sowohl von Pete Carrill US-amerikanisch geprägt wurde, wie auch von Pini Gershon israelisch-europäisch, dass er mit dieser Mischung im europäischen Basketball sehr gut fährt, und dass er bestimmt auch in der NBA oder NCAA ein gute Figur abgeben würde.