Offiziell wurde sie (die Ausstiegsklausel) vom BVB aber nicht bestätigt, doch jetzt äußerte sich Klubpräsident Hans-Joachim Watzke vielsagend dazu und bestätigte selbige de facto indirekt. "Ich sage: Es ist ein guter Kompromiss", so Watzke im Interview mit den Ruhr Nachrichten: "Für uns geht es immer darum, als Borussia Dortmund, erst einmal die Transferwerte abzusichern und dann natürlich auch irgendwann ein bisschen Planungssicherheit zu haben."
Gerade die Ausstiegsklausel hatte für Unmut unter den Fans und auch ehemaligen Spielern gesorgt, so hatte etwa die Ex-BVB-Legende Jürgen Kohler bei Sport 1 erklärt, dass dies "kein klares Bekenntnis" zum Klub sei, und fügte in Anspielung an den Dortmunder Leitspruch hinzu, dass das dann eben auch "keine echte Liebe" sei. Auch gab es am vergangenen Samstag beim 0:1 gegen Bayer 04 Leverkusen Pfiffe gegen den 26-Jährigen, was nicht nur BVB-Boss Carsten Cramer sauer aufgestoßen war.
Watzke verwies nun auch auf die Lebensrealität. "Das Thema Ausstiegsklausel, das haben wir hier vor zwölf, dreizehn Jahren mal ausgeschlossen. Aber mittlerweile ist das 'State of the art'", erklärte der 66-Jährige und verwies auch darauf, dass andere Klubs das genauso handhaben würden: "Da müssen wir uns nichts vormachen. Das macht Bayern München genauso wie Paris oder wer auch immer. Das gibt es heute kaum noch anders."
Das Risiko, einen Spieler am Ende ablösefrei zu verlieren, sei heutzutage enorm und die Transfersummen seien "so gewaltig groß geworden, dass du dir keine großen Fehler mehr leisten kannst - und auch nicht, einen solchen Spieler ablösefrei gehen zu lassen". Watzke war es auch wichtig, zu betonen, dass sich Schlotterbeck "in der ganzen Phase der Vertragsgespräche immer sehr korrekt verhalten" habe und deutete zudem an, dass die Klausel nicht bis zum Ende der Transferfrist gezogen werden kann. "Das Ende der Transferfrist ist der 31. August. Gehen Sie mal davon aus, dass wir unsere Transferplanungen in diesem Sommer früher abgewickelt haben wollen."