Entweder hast Du überhaupt keine Ahnung oder wir reden vollkommen aneinander vorbei.
Ihr redet aneinander vorbei.
Es geht nicht darum ob Männer und Frauen körperlich ebenbürtig sind in Sachen Kraft usw.
Es geht darum, ob sie körperlich ebenbürtig sind in Sachen Ausdauer. Und darum geht es im Kern nunmal. Können Frauen gegen Frauen nur 20 Minuten lang boxen ... oder können sie auch 36 Minuten gegeneinander boxen?
Das Beispiel mit dem 10.000-Meter-Lauf geht da sogar ins Leere.
Klar sind die Frauen da nicht so schnell wie die Männer. Aber sie absolvieren die gleiche Strecke. Gewissermaßen sind sie gar über eine längere Zeitdauer damit beschäftigt, so schnell zu laufen wie es (für jene Strecke) geht...
Boxen ist in gewisser Art und Weise auch eine Ausdauersportart. Es gibt Sportarten, bei denen die Frauen kürzere Distanzen absolvieren - z.B. Langlauf & Biathlon (das schließt aber nicht aus, dass sie die gleichen Distanzen wie die Männer laufen
könnten).
In so einigen anderen Sportarten ist dies weniger der Fall - z.B. Langstreckenlauf und Langstreckenschwimmen.
Manchen Frauen wird die Änderung entgegenkommen ... manchen weniger.
Das ist im Prinzip auch bei den Männern nicht anders. Man kennt die Boxer, die früher beim Amateurboxen mit einem hohen Punch-Output und Tempo loslegten ... aber bei den Profis dann Mühe hatten ihren Stil anzupassen.
Ich denk da z.B. an Audley Harrison, welcher im olympischen Finale Paolo Vidoz verprügelte. Jener Vidoz gegen den Samuel Peter vorher im Turnier völlig chancenlos war. Unabhängig davon, wie Harrison und Peter sich über die Jahre verbesserten oder verschlechterten ... schon damals hätte Harrison in einem 12x3-Kampf gegen Peter schlecht ausgesehen. In einem Amateur-Box-Duell jedoch nicht.
Man kann auch Vasyl Lomachenko fragen, was er glaubt, woran es wohl am ehesten gelegen hat, dass es damals gegen Orlando Salido nicht gereicht hat.
Wie gesagt ... manchen wird's entgegen kommen, manchen weniger. Daher ist der Ratschlag "fragt doch mal eine aktive" begrenzt nützlich, denn die Antwort wäre subjektiv beeinflusst hinsichtlich dessen, wie die Dame ihre Fähigkeiten einschätzt.
Die Damen werden ihre Kraft anders einteilen müssen. Vielleicht mehr präzise und wohlkalkulierte Einzelaktionen und weniger Patschehändchen-Volume? Wer weiß ... was letztlich den attraktiveren Sport bietet, wird man abwarten müssen.