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Die zuletzt auch immer wieder in der Bundesliga aufgekommene Debatte um Millimeter-Entscheidungen durch die halbautomatische Abseitstechnologie soll so beendet werden.
"Dann war ich im Kontakt mit dem Videoassistenten. Die haben die Bilder geprüft und konnten es weder widerlegen noch belegen." Da es eine hohe Eingriffsschwelle für den VAR gebe, sei er "eigentlich dankbar", dass der VAR sich nicht einmischte. Ittrich bekam die Szene dann aber später selbst zu Gesicht und musste zugeben: "Wenn ich die Bilder sehe, muss man davon ausgehen, dass es eher kein Elfmeter ist." Der VAR habe trotzdem "komplett richtig gehandelt". Denn die Feld-Entscheidungen sollen ja stark gemacht werden.
Freud'scher Verleser, aber ich hab zweimal lesen müssen. Meine Gehirn hatte automatisch
Einfach nur noch peinlich was da abgeht Woche für Woche mit den Schiedsrichter Leistungen.
Sorry, das ist einfach falsch. Ittrich hat den Kontakt gehört UND war sich sicher, ihn wahrgenommen zu haben. Das lässt Du natürlich weg, sonst könntest Du Dich nicht lustig machen. Ja, man kann Kontakte hören. Wenn er sich sicher ist, einen Kontakt wahrgenommen und gehört zu haben, pfeift er natürlich Elfmeter. Ganz ehrlich, ich war mir in Echtzeit auch sicher, dass der Mainzer voll am Knie erwischt wurde, denn natürlich beeinflusst auch die Reaktion des gefoulten Spielers die Entscheidung. Ittrich hat alles richtig gemacht. Er hatte eine verständliche Wahrnehmung und hat entsprechend entschieden. Bis dahin alles ok, außer, dass die Wahrnehmung falsch war. Das passiert halt.Die Ittrich-Erklärung ist einfach herrlich. Er har einen Kontakt gehört und deswegen gepfiffen. Tolle Basis für die gefeierte Feldentscheidung.
Ich verstehe halt einfach nicht, warum Du Dich über die Aussage lustig machst, dass Ittrich einen Kontakt gehört hat. Und Du hast halt weggelassen, dass er auch einen wahrgenommen hat. Für mich hat Ittrich nichts falsch gemacht - außer einem Wahrnehmungsfehler.Meine Position ist doch nicht wirklich schwer zu verstehen: Ich will Schiedsrichter, die
a) auf dem Feld anhand ihrer Linie entscheiden (und nicht aufgrund von Super-Zeitlupen und Standbildern).
b) Fehler, die immer mal passieren können, klar einräumen
c) keine handwerklichen Fehler machen (Aytekins Stellungsspiel beim Spiel Gladbach-Köln wäre ein Beispiel, imho auch etwas Gehörtes in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen)
Und
d) für andere zur Seite rücken, wenn sie ständig klare und eindeutige Fehlentacheidubgen drin haben (Aytekin in 3 seiner letzten 4 Spiele).
Was ich nicht will: VAR-Lotterie, bei der mal eingegriffen wird und dann wieder nicht. Und die massive Nebenwirkungen mit sich bringt und Ressourcen bindet, die man anderswo besser brauchen könnte.
Die persönliche Schiene ist etwas unnötig. Aber ich komme als Schiesrichter in einer anderen Sportart ganz gut ohne Videoschiedsrichter zurecht. Fehler mache ich auch. Dann gilt Punkt b und c![]()
Aber warum hat er dann einige Sekunden weiter spielen lassen, bevor er pfeifft?Ich verstehe halt einfach nicht, warum Du Dich über die Aussage lustig machst, dass Ittrich einen Kontakt gehört hat. Und Du hast halt weggelassen, dass er auch einen wahrgenommen hat. Für mich hat Ittrich nichts falsch gemacht - außer einem Wahrnehmungsfehler.
Ernsthaft? Weil ein guter Schiri erst mal abwartet, was aus der Situation entsteht? Außerdem muss man ja manchmal erst verarbeiten. Sind immer noch Menschen, keine Maschinen.Aber warum hat er dann einige Sekunden weiter spielen lassen, bevor er pfeifft?
Das ist eben der Punkt, der für mein Gefühl nicht klar geregelt ist. Soll der VAR nur faktische Entscheidungen treffen (am Beispiel von gestern: Kontakt kann nicht widerlegt werden) oder auch tendenzielle (der Kontakt reicht nicht)? Aktuell wird es einmal so, einmal so gehandhabt. Ich weiß aber tatsächlich auch nicht, welche Variante mir besser gefällt.Naja, ist halt die NFL Handhabe beim Videobeweis. Wenn man nicht beweisen kann, dass die Entscheidung falsch ist, bleibt sie bestehen.
Problem ist nur mal wieder, dass das sonst nicht so gehandhabt wird. Da wird der Schiedsrichter oft rausgeschickt wenn etwas "komisch" aussieht und wenn er erst mal am Bildschirm steht, bewertet er die Situation komplett von vorn.
@RoyalChallenger Die persönliche Note war echt unnötig, dafür entschuldige ich mich bei Dir.
Ich habe Jahrzehntelang auf Schiris geschimpft und gemeckert, bis ich kapiert habe, dass es ohne sie nicht geht, dass der Job nicht so einfach ist, wie wir uns das oft vorstellen und dass Situationen nicht so eindeutig sind, wie wir sie mit 5 Kameraperspektiven sehen. Ich bin diese pauschale Kritik an Schiris und dem VAR einfach leid. Irgendwie behauptet jeder, nur sein Verein werde immer benachteiligt. Da würde ich mir manchmal einfach etwas mehr Objektivität wünschen, auch wenn es im Fußball viel um Emotionen geht. Der Elfmeter letzte Woche gegen Augsburg war für mich z.B. längst nicht so ein Skandal, wie er von einigen dargestellt wurde, sondern im Gegenteil vertretbar.
Was den VAR angeht, ich bin der Meinung, dass es nicht am Instrument liegt, wenn es schlecht eingesetzt wird. Wenn z.B. die Kommunikation zwischen Ittrich und dem VAR nicht passt, kann das Instrument VAR nichts dafür.
Jetzt mal ne Frage an dich.Das ist eben der Punkt, der für mein Gefühl nicht klar geregelt ist. Soll der VAR nur faktische Entscheidungen treffen (am Beispiel von gestern: Kontakt kann nicht widerlegt werden) oder auch tendenzielle (der Kontakt reicht nicht)? Aktuell wird es einmal so, einmal so gehandhabt. Ich weiß aber tatsächlich auch nicht, welche Variante mir besser gefällt.
Der Fußball ist aber eben auch oft nicht eindeutig. Nimmt man den Elfer gegen Augsburg letzte Woche: Heiligt "Ball gespielt" die Mittel? Viele sagen ja, ich sage nein. Und der Schiri (+ Gräfe) haben es auch so gesehen. Dargestellt wurde es von einigen als der größte Skandalelfer der Fußballgeschichte.
Ernsthaft?Nimmt man den Elfer gegen Augsburg letzte Woche: Heiligt "Ball gespielt" die Mittel? Viele sagen ja, ich sage nein.