Es ist doch eigentlich welcher Verband nun den Titel sanktioniert. Eubanks Jr. kann gerne um den IBO-Titel boxen. Er ist nicht mehr oder weniger Wert als einer der Titel der anderen Verbände. Es gibt kein einheitliches System und damit keinen Weltmeister, alles andere ist Marketing. Es gibt ja nicht mal geschlossene Organisationen mit festen Regeln. Deswegen kann es bei jedem Kampf nur darum gehen wer gewinnt.
Das System kann nur geändert werden, wenn richtig Geld im Hintergrund steht.
Man könnte zum Beispiel versuchen, Boxrec zu kapitalisieren, aber damit das finanziell für Boxer interessant wird, muss halt das Geld stimmen. Ein Beispiel:
Die Nummer 1 der jeweiligen Gewichtsklasse am 31.12 ist für ein Jahr Weltmeister.
Mindestanzahl von Kämpfen der Boxer pro Jahr 3.
Die Plätze 1-10 werden bepreist.
Platz 1 und der Weltmeistertitel: 20 Millionen US-Dollar
Platz 2: 15 Millionen US-Dollar
Platz 3: 10 Millionen US-Dollar
Plätze 4 - 10: Absteigend 7 - 1 Million US-Dollar.
Um in der Rangliste für das Preisgeld registriert zu bleiben, muss jeder Kampf des Boxers des Jahres offiziell registriert werden und beispielsweise 10% der Kampfeinnahmen an Boxrec abgeführt werden. Sollten Kämpfe außerhalb des Boxrec-Systems gemacht werden, würde der Boxer das Anrecht auf das Preisgeld verlieren.
Um das System mit den genannten Beträgen für alle Gewichtsklassen zu verwirklichen, bräuchte man nur für die Preisgelder alleine schon 1,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr plus alle weiteren Kosten.
Mit so einem System gäbe es immerhin mal einen Anreiz für die Boxer, die besten Kämpfe kurzfristig zu suchen und Druck auch auf die eigenen Promoter auszuüben. Auch außerhalb der Top 10 gäbe es einen starken Anreiz sich zu registrieren, denn ohne Preisgeld-relevante Boxrec-Punkte wäre man sonst für Top-Boxer nicht mehr interessant. Aber solange alle nur Gebühren für Plastikgürtel verlangen, aber selbst keine signifikanten Preisgelder stellen, wird sich nichts ändern.