"Die Portugiesen haben uns vorgeführt, das war im höchsten Grade peinlich. Nachdem wir in Rückstand geraten sind, hat nichts mehr gepasst", sagte Ribbeck nach der schwächsten Vorstellung seiner Elf im Turnier, für die er die Verantwortung "ohne Wenn und Aber" übernahm. "Im Vorfeld des Turniers habe ich sehr deutlich gesagt, dass ein Ausscheiden in der Vorrunde auch für mich sehr wahrscheinlich mit Konsequenzen verbunden ist. Aber zu meiner Zukunft möchte ich heute nichts sagen." Er wolle am Mittwoch erst noch ein Gespräch mit DFB-Präsident Egidius Braun führen, kündigte der 63-Jährige an.
"Ich habe schon viel erlebt in meiner Karriere, aber das war das Bitterste. Ich schäme mich", gestand Torhüter Oliver Kahn. Jens Nowotny räumte ein, dass sich "eine deutsche Mannschaft so nicht präsentieren" dürfe. "Egal ob in der Qualifikation, im Endspiel oder in einem Freundschaftsspiel. Schlechter und mit weniger Engagement kann man fast nicht mehr spielen." Ein vernichtendes Urteil fällten auch andere Fußball-Experten. Jupp Heynckes, Trainer von Benfica Lissabon und lange Zeit Kandidat für die Ribbeck-Nachfolge, sprach vom "absoluten Tiefpunkt". Bayern-Vizepräsident Karlheinz Rummenigge sagte: "Wir haben uns katastrophal verkauft."