Die neue Multifunktionsarena in Würzburg


Gerüchten zufolge gehen die Hallengegner auch in einem oder mehreren Altenheimen auf Unterschriften Sammlung für die Petition .... Habe ich gehört...
 
Gerüchten zufolge gehen die Hallengegner auch in einem oder mehreren Altenheimen auf Unterschriften Sammlung für die Petition .... Habe ich gehört...
Echt? Ich will den Leuten in Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen keineswegs zu nahe treten. Aber die meisten Menschen, die in einer Senioreneinrichtung ihren Lebensabend verbringen, gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu Veranstaltungen in einer großen Halle. Da werden also Unterschriften von Menschen gesammelt, die diese Thema wahrscheinlich nicht oder kaum tangiert.

Insofern ist das eine Frechheit diese Menschen für dieses Thema zu Unterschriften zu bewegen.

Natürlich nur, falls das Gerücht stimmen sollte.

Nur zur Info: Inzwischen hat die Stadt Würzburg bestätigt, dass die Sanierungskosten für das Theater auf 242 Millionen Euro steigen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie die Stadt das finanziell stemmen sollte. Der Anteil vom Freistaat Bayern liegt laut letzten Information bei ca. 50 Mio. Euro.
 
wurde wohl von Bewohnern des Wohnheimes bestätigt.
Selbst wenn dies rechtens ist, ist es äußerst fraglich, allein auch weil dort Menschen leben, welche vlt leicht von ihm überredet/überzeugt werden und sie das nicht von voller eigener Überzeugung entscheiden.

Ich glaube aber das viele seiner gesammelten Unterschriften nicht aktiv wählen würden, sollte es zu einem Begehren kommen.
 
Sind das nicht Methoden die gerade erst in Sachsen Anhalt von der AFD angewendet wurden?? :weghier::kopfpatsch:
Der AfD-Vergleich geht hier am eigentlichen Sachverhalt vorbei. Gerade die AfD hat im Wahlkampf den Vorwurf erhoben, dass bei der Briefwahl in Pflegeheimen unzulässig Einfluss genommen werde. Ob diese Vorwürfe zutreffen, ist eine andere Frage – aber daraus „Methoden der AfD“ zu machen, verdreht die Rollen in dieser Debatte.

Und beim Bürgerbegehren sollten wir ebenfalls bei den Fakten bleiben: Gibt es überhaupt Belege für die angebliche Unterschriftensammlung im Seniorenheim? Wurden die Bewohner verständlich informiert und haben sie freiwillig unterschrieben? Das sind die entscheidenden Fragen. Ein pauschaler AfD-Vergleich beantwortet keine davon.
 
Hallo zusammen,
bis wann hat der ÖDP-Mann und AWO-Seniorenheimleiter Binder überhaupt Zeit für seine Unterschriftensammlung um auf 5000 Unterschriften zu kommen? Aus den drei AWO Senioreneinrichtungen kann er höchstens 300 Unterschriften einsammeln .
 
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Hallo zusammen,
bis wann hat der ÖDP-Mann und AWO-Seniorenheimleiter Binder überhaupt Zeit für seine Unterschriftensammlung um auf 5000 Unterschriften zu kommen? Aus den drei AWO Senioreneinrichtungen kann er höchstens 300 Unterschriften einsammeln .
Bei der Talavera wurden nach knapp 3 Monaten der erfolg vermeldet
 
Habe jetzt mal gegoogelt. Es gibt in Bayern tatsächlich keine Fristen.

Obwohl das Gesetz kein Enddatum vorschreibt, steht die Initiative unter praktischem Zeitdruck:
  1. Fortschritt des Großprojekts: Die Stadt Würzburg hat die Baugenehmigung für die Arena bereits offiziell erteilt.
  2. Geplanter Baubeginn: Da vorbereitende Schritte und die Betreibersuche bereits laufen und der Baubeginn anvisiert wird, muss das Bürgerbegehren so schnell wie möglich eingereicht werden. Sobald unumkehrbare Verträge geschlossen sind oder der Bau tatsächlich beginnt, ließe sich das Vorhaben rein faktisch kaum mehr stoppen
 
Beim Stadttheater liegt die gesamte Zinsbelastung bei 120 Millionen Euro bis 2063 (Laufzeit der Kredite).
Diese Summe kommt zu den kalkulierten Baukosten von 243 Mio. dazu.

Warum setzt sich der Stadtrat nicht erneut zusammen und diskutiert komplett neu. Auch mit der Option den Stecker zu ziehen. So sehr man auch Kultur unterstützen sollte, aber hier sind doch inzwischen alle erdenklichen Schmerzgrenzen überschritten.
 
Habe jetzt mal gegoogelt. Es gibt in Bayern tatsächlich keine Fristen.

Obwohl das Gesetz kein Enddatum vorschreibt, steht die Initiative unter praktischem Zeitdruck:
  1. Fortschritt des Großprojekts: Die Stadt Würzburg hat die Baugenehmigung für die Arena bereits offiziell erteilt.
  2. Geplanter Baubeginn: Da vorbereitende Schritte und die Betreibersuche bereits laufen und der Baubeginn anvisiert wird, muss das Bürgerbegehren so schnell wie möglich eingereicht werden. Sobald unumkehrbare Verträge geschlossen sind oder der Bau tatsächlich beginnt, ließe sich das Vorhaben rein faktisch kaum mehr stoppen
Bevor die Finanzierung nicht steht und der Anteil der Stadt im Haushalt 27 nicht beschlossen wird passiert nichts.
Selbst dann muss man noch die Genehmigung des Hh. Durch die Regierung v Ufr abwarten.
Das könnte sich bis max. Mai 27 hinziehen.
 
Nachdem ja in der Öffentlichkeit bisher ehr die dagegen stimmen laut waren haben sicherlich viele ein anderes Bild dazu gehabt wie die Stimmungslage so aussieht.
Richtig gut das mal so zu sehen

 
Nachdem ja in der Öffentlichkeit bisher ehr die dagegen stimmen laut waren haben sicherlich viele ein anderes Bild dazu gehabt wie die Stimmungslage so aussieht.
Richtig gut das mal so zu sehen

Es ist für mich erschreckend, dass die Rolle der Stadt in dem Konstrukt und von vielen Kommentatoren nicht korrekt umrissen wird. Das muss auch von der lokalen Presse mal deutlich aufgeklärt werden, wer hier welche Verantwortung trägt und wie stark die Stadt ihre Investition mit privatem Geld hier Hebeln kann. Wir reden von einem privaten Projekt bei dem die Stadt das Seed-Money als Grundlage (Grundstück) stellt. Beim Bau und beim Betrieb haben sie nur sehr begrenzt Einfluss (weshalb das Projekt auch gut ist). Das Theater ist ein ganz anderer Case bei dem es mehr um Fördergelder gegangen ist, als um das Produkt. Und jetzt geht es wie so oft bei einem öffentlichen Projekt für viele nur darum, dass es ihnen nicht auf die Füße fällt sondern jemand anderem.
 
Von welchen Summen geht man für die Renovierung, nicht Neubau (!) für das Theater aus? Habe ich das richtig in der MP gelesen...ca 250 Mio...?
Äh...wie viele neue Multifunktionshallen könnte man dafür bauen? Keine Ahnung, bin schlecht im Rechnen.
 
Von welchen Summen geht man für die Renovierung, nicht Neubau (!) für das Theater aus? Habe ich das richtig in der MP gelesen...ca 250 Mio...?
Äh...wie viele neue Multifunktionshallen könnte man dafür bauen? Keine Ahnung, bin schlecht im Rechnen.
Momentan 242Mio für die Baumassnahme, dazu 123Mio Zinszahlungen für die Stadt bis zum Jahr 2063! Dann noch >30Mio Steuergelder jährlich für den reinen Betrieb, die Hälfte davon von der Stadt. Nach der Fertigstellung! Aktuell trägt die Stadt noch etwa 60% was im aktuellen Haushalt 16Mio, der 27Mio Theater-Defizit sind! Rein für den Betrieb! Tickets werden durchschnittlich für 21€ verkauft. Was dann halt auf 30Jahre in nem Zuschuss von etwa 330€ pro Ticket resultiert. Das ganze ist aber laut Stadtrat alternativlos. :gitche: :weghier:
 
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Selbst wenn das größte je dagewesene Wirtschaftswunder mit sprudelnden Steuereinnahmen für die Kommune kommen würde, ist dieses Finanzvolumen für eine Stadt wie Würzburg niemals stemmbar. Über was diskutiert man im Stadtrat überhaupt, wenn man diesen wichtigsten Punkt mit knallharten Haushaltsetat-Fakten und den jährlich laufenden feststehenden Kosten einer Kommune offensichtlich aus den Augen verliert.

Nur mal so. Der Haushalt für das Jahr von 710 Mio. reicht nicht einmal aus, die laufenden Kosten und die dringlichsten Investionen abzudecken.
Die Schuldenlast der Stadt wird von 2024 bis Ende 2026 von 216 auf 388 Mio. Euro steigen. Das ist innerhalb von 2 Jahren eine Steigerung von 80%. Alleine für Tilgung und Zinsen muss die Stadt aktuell etwas mehr als 20 Mio. Euro pro Jahr aufbringen.

Tut mir leid für alle Theater Fans - aber da kann es doch nur die Entscheidung geben, dieses Projekt zu beenden weil man es sich unmöglich leisten kann. Ich bin kein Kulturgegner und halte Ausgaben für Kultur auch für wichtig, aber es muss in einem vernünftigen Ausmaß sein. Kein Unternehmen der Welt würde bei einer solchen Finanzlage über eine Investionssumme von 370 Mio (incl. Zins) nur eine Sekunde nachdenken.

Ich habe in den vielen Artikeln zum Thema Mainfranken Theater nie eine seriöse Kalkulation gelesen, in der plausibel dargestellt wird wie die Stadt dieses MegaMillionenProjekt stemmen will.
 
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