Ich werd wohl auch kein Fan von auseinandergerissen Spielen mehr werden…da geht schon einiges verloren. Ich finde, dass Olympia ein Zusammentreffen von Sportlern aus verschiedenen Sportarten und Disziplinen sein sollte, das macht ja auch das Olympia-Feeling für die Sportler aus. So war halt irgendwie jeder in seinen gewohnten Kreisen unterwegs. Zudem fehlt halt auch das Zentrum, bei dem Olympia auch von den Fans so richtig gelebt werden kann.
Natürlich gibt es aber auch wieder die anderen Argumente. Letztlich ist es vor allem eine Nachhaltigkeitsfrage. Man kann bestehende Sportstätten nehmen, die Infrastruktur wird nicht überlastet. Und es wirkt auch irgendwo „fairer“, wenn mehrere Orte was vom Kuchen abbekommen. Aber dann sogar Ski Alpin nochmal zu trennen…ich weiß ja nicht.
Mein persönlicher Eindruck vor Ort bei NoKo und Biathlon:
In Predazzo war kaum olympischer Flair und mehr oder weniger nichts los in der Stadt. Vielleicht war das in der ersten Woche mit noch mehr Wettbewerben besser, aber so war es eher mau. Stimmung an der Schanze war auch nicht prickelnd, beim Langlauf fand ich es etwas besser. Antholz war natürlich mehr Stimmung und danach auch Party im Festzelt und im Biathlon Gaudi Dorf. Ist schon ganz nett, wenn die verschiedenen Fan-Lager alle gemeinsam feiern, aber ich weiß jetzt nicht, ob es sich wesentlich von einem normalen Weltcup unterschieden hat.
Sehr positiv sind mir jedenfalls die Volunteers aufgefallen, die wirklich super freundlich, gut gelaunt und hilfsbereit waren. Auch sonst gab es in Sachen Organisation wenig zu bemängeln. Situation beim Einlass exzellent, stand glaube ich nie mehr als drei Minuten an. Grüße gehen raus an das Bergiselspringen, wo es 1:20 Stunden waren…
Wenn man ein klein wenig meckern möchte, dann das die Shuttles in Predazzo einen unnötig weit von der Arena rausgelassen haben. Aber ein paar kleine Winterspaziergänge sind ja auch mal ganz schön.