Dinge, die keinen eigenen Thread verdienen


Gladio

Mesmerising Measures
Beiträge
21.846
Punkte
113
Ich versuche gerade heraus zu finden wer von den ersten Boxforen Usern noch im Forum aktiv ist. Abgesehen von denen die noch offensichtlich aktiv im Boxesportforum sind, oder denen von denen ich weiß das sie mittlerweile andere Usertags benutzen Dabei ist mir aufgefallen das @Knocksta und @robbie_fowler das selbe Profil Bild haben. Ist das Zufall oder der selbe User, @robbie_fowler ?
 

robbie_fowler

Bankspieler
Beiträge
4.494
Punkte
113
Ich versuche gerade heraus zu finden wer von den ersten Boxforen Usern noch im Forum aktiv ist. Abgesehen von denen die noch offensichtlich aktiv im Boxesportforum sind, oder denen von denen ich weiß das sie mittlerweile andere Usertags benutzen Dabei ist mir aufgefallen das @Knocksta und @robbie_fowler das selbe Profil Bild haben. Ist das Zufall oder der selbe User, @robbie_fowler ?
Hab noch nie im boxforum geschrieben, also anscheinend Zufall
 

Deontay

Supermoderator
Teammitglied
Beiträge
73.230
Punkte
113
Interview mit Cutman Markus Schwer. Dort erhält man ein paar Einblicke in die blutige Arbeitswelt, zudem wurde auch der WM-Kampf mit Simon Zachenhuber in Jeddah thematisiert.

Das ist aber nichts, was von heute auf morgen passiert. Dahinter steckt unglaublich viel Arbeit, aber natürlich auch etwas Glück. Vor allem braucht man eine Familie, die das alles mitträgt. Ohne meine Frau wäre das überhaupt nicht möglich gewesen. Wenn du 40 Wochenenden im Jahr unterwegs bist, brauchst du jemanden, der dir zu Hause den Rücken freihält.
Deshalb sage ich auch immer: Eine Cutman-Schulung vermittelt dir vielleicht die Grundlagen. Aber ein wirklich guter Cutman wirst du ausschließlich durch Erfahrung. Du musst jahrelang am Ring arbeiten. Erst dann lernst du, in jeder Situation ruhig zu bleiben.
Das eigentliche Handwerk – also Bandagieren, Cuts versorgen oder Schwellungen behandeln – macht vielleicht 30 Prozent der Arbeit aus. Das muss man natürlich perfekt beherrschen. Die anderen 70 Prozent sind Psychologie.
Ein Boxer steht allein im Ring. Deshalb musst du ihm das Gefühl geben, dass in seiner Ecke jemand sitzt, auf den er sich hundertprozentig verlassen kann. Bereits vor dem Kampf musst du ihm vermitteln, dass er gewinnen kann. Dieses Vertrauen ist enorm wichtig.
Was ich überhaupt nicht mag, sind Kollegen, die sich ständig selbst in den Mittelpunkt stellen mit ihrer Profilneurose.
Ich muss nicht auf jedem Foto sein oder mich ständig vor Fernsehkameras drängen. Ich habe den Boxer nicht trainiert, ich habe ihn nicht vorbereitet und ich stehe auch nicht im Ring. Meine Aufgabe beginnt erst dann, wenn Hilfe benötigt wird.
Viele vergessen leider, dass nicht wir der Mittelpunkt sind, sondern der Boxer. Ohne die Sportler gäbe es keine Veranstaltungen. Keine Zuschauer, keine Fernsehsender, keine Ringrichter – gar nichts. Deshalb sollte jeder wissen, welche Rolle er im Team hat.
Das Wichtigste ist, Ruhe zu bewahren. Man darf niemals hektisch werden. Der Boxer orientiert sich komplett an dir. Wenn du Nervosität ausstrahlst, merkt er das sofort. Deshalb muss ein Cutman absolute Ruhe vermitteln. Natürlich fiebert man innerlich mit. Aber während dieser einen Minute in der Ecke musst du vollkommen konzentriert arbeiten. Das ist deine Aufgabe.
Ein Cutman darf meiner Meinung nach niemals versuchen, Trainer oder Hauptdarsteller zu sein. Der Trainer gibt die Anweisungen, der Boxer setzt sie um – und ich sorge lediglich dafür, dass der Boxer körperlich so gut wie möglich versorgt wird. Mehr nicht.
Solange der Ringrichter den Kampf weiterlaufen lässt, arbeitest du natürlich weiter. Irgendwann mussten wir sogar spezielle Zahnarzt-Tamponaden benutzen, weil die Wunde so tief war. Wir haben versucht, die Blutung zu stoppen und die Wunde so gut wie möglich zu verschließen.
Nach dem Kampf musste alles mit mehreren Stichen genäht werden. Das Verrückte war allerdings, dass die Wunde sogar später im Hotel noch einmal aufging und wieder anfing zu bluten. Da merkt man erst, wie schwer so eine Verletzung tatsächlich gewesen ist.
Ja, auf jeden Fall. Ich würde mir wünschen, dass es in Deutschland eine verpflichtende Lizenzierung für Cutmen gibt. Nicht, um irgendjemanden auszuschließen. Sondern ausschließlich, um die Boxer besser zu schützen. Wer eine Lizenz erhält, sollte nachweisen müssen, dass er wirklich weiß, was er tut. Das dient am Ende ausschließlich der Sicherheit der Sportler.
Außerdem fände ich es sinnvoll, wenn die Einnahmen aus diesen Lizenzen in einen Hilfsfonds fließen würden. Wenn sich ein Boxer schwer verletzt oder längere Zeit ausfällt, könnte man ihn daraus zumindest vorübergehend finanziell unterstützen.
Viele Profiboxer verfügen eben nicht über große Rücklagen. Wenn dann eine schwere Verletzung kommt, geraten manche sehr schnell in Schwierigkeiten. Das wäre für mich ein echtes Herzensprojekt. Ich möchte nicht, dass solche Gelder einfach irgendwo verschwinden. Sie sollten direkt den Sportlern zugutekommen.
Ich habe in den vergangenen Jahren oft genug erlebt, wie schwer manche Boxer nach Verletzungen zu kämpfen haben. Deshalb wäre das aus meiner Sicht eine wirklich sinnvolle Lösung.

 
Oben