Dinge, die keinen eigenen Thread verdienen


Auch @Devil gehört zu den ältesten Boxsportforum Usern im Forum, die seit ihrer Anmeldung unter dem selben Tag schreiben. Gratulation
(y)

Edit:
Devil ist seit einem Jahr nicht mehr im Forum aktiv und ich hoffe er ist bei guter Gesundheit.
 
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Ich erinnere mich noch an das ganz alte Forum wo man irgendwie oben in der Leiste navigieren musste und die Farben waren glaub ich noch schwarz/gelb. Ich war damals 13 oder so und hatte kaum Ahnung vom Boxsport. Das waren ja damals glaube ich die boxingpress.de Leute die das Forum groß gemacht haben. Ich hatte damals ein anderen Nick und mich irgendwann um 2005 als His Rayness neu registriert um unseren Moderator His Royness zu trollen .Habe auch die Competition Reign of Terror mitbekommen 😁

Ich habe alles von der alten Garde gelernt und wie ein Schwamm aufgesogen.
Konnte damals nichtmal English und habe es mir durch die HBO Übertragungen angeeignet als ich das damalige Tass abonnierte ,das lief glaub ich noch über Winamp 😁

Nun werde ich bald 40 und habe fast 2/3 meines Lebens hier gelesen (immer mehr als geschrieben)

Good Times ! Habe es nie bereut hier meine Freizeit zu verbringen.

Schönes Posting. (y)

Habe boxingpress auch sehr positiv in Erinnerung. Wieviel Nostalgie/Verklärung dabei ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, preise es aber ein.

Jedenfalls besassen die Beiträge des Stammpersonals eine hohe Qualität. Diese brauchen auch heute noch den Vergleich zur Moderne nicht zu scheuen.

Auch heute gibts beim Boxforum Leute, welche auf sehr hohem Level posten. Verglichen mit dem, was sich weltweit an Foren anbietet, erscheint mir das noch immer oftmals allerhöchstes Level bieten zu können. Respekt an die Jungs, welche da Woche für Woche toll abliefern.

Bei der Frage, ob ichs jemals bereut habe, hier meine Freizeit zu verbringen, bin ich zwiegespalten. Mehrheitlich würde ich es schon positiv einschätzen und wenns imo mal richtig schief lief, habe ich es oft als Chance, am Umgang mit Widerstand, mit Fails, an richtig Eckligem zu lernen, verstanden.

Die sozialen Kosten sind allerdings imo zweifelsfrei gestiegen. Es ist die Frage, inwieweit man bereit ist, den Preis zu bezahlen.

Von mir aus empfehlen würde ich Sportforen in der derzeitigen Struktur overall nicht mehr, aber gefragt würde ich sagen: Probier es aus und sei Dir bewusst, nimm in Kauf, dass Du je nachdem schnell einen hohen sozialen Preis zahlst. Wenn Du damit nicht umgehen kannst: bleib weg.
 
Zur Wahrheit gehört auch das sich im Allgemeinen die Diskussionskultur verändern hat. Es findet in diesem Punkt eine massive Verrohung in der Gesellschaft statt. Viele User mit denenen ein medialer sozialer Umgang für mich persönlich schwierig ist, sind hier praktisch von kindheitsbeinen an im Forum aktiv. Sie sind mit diesem Forum, in einer Welt erwachsen geworden, die geprägt ist von Mobiltelefonen die eigentlich nichts anderes sind als kleine tragbare Coputer. Sie wurden konditioniert von sozialen Netzwerken, medialer Kontrolle des eigenen Lebensablaufs und gestützt durch das Beispiel von beizeiten, autiokratisch anmutenden Obrigkeiten, der sozialen Ausgrenzung wegen mutmaßlicher, geistiger Nonkonfirmität, mit einem dem Zeitgeist entsprechend, anerzogenem Denkmuster.

Auch ihr im Forum ist der Clash of Cultures, zwischen Usern des auf Papier gedruckten und vom linearen TV sozialisierten Medien Zeitalters und eben jenen von sozialen Medien geprägten Usern spürbar. Eine Generation von Usern ist es gewohnt gewesen für das erhalten von Informationen, haptische Informationsquellen zu rate zu ziehen. Oder sie wurden durch das lineare Fernsehen gebildet, in dem entsprechende informative Sendugen und Dokumentationen geschaut wurden. Die andere Generation von Usern kennt praktisch nichts anderes als die Möglichkeiten des Web Informationszeitalters. Die jüngere Generation weiß genau welche im Web gebräuchlichen Reaktions-Trigger üblich sind und wie man diese einsetzen muss, um bestimmte Reaktionen hervorzurufen. Sie sind geübt im Umgang mit Informationsbeschaffung im Netzt und haben früh gelernt das Internet als manipulatives Werkzeug zu nutzen.

Auch das Boxsportforum hat sich zu einem Großteil verändert. Von einem ursprünglich reinen Diskussionsforum, hin zu einem Scoring Forum. Die Mehrheit der bereitgestellten Informationen, beziehen sich auf Boxsport Veranstaltungen. Wann diese stattfinden, welche Sportler an ihnen teilnehmen und wer diese Veranstaltungen promoted. Daraufhin finden ûblichwrweise an den WE die online Scorings statt. Es wird generell sehr viel weniger über den Boxsport, seine Sportler, seine Macher und die Zukunft des Sports diskutiert, wie zu Beginn des Boxsportforums. Das ist nicht besser oder schlechter, nur anders und ist entsprechend auch für ein anderes Klientel interessant.

Persönlich denke ich, dass Veränderungen im Allgemeinen dazugehören. Wichtig ist nur das man weiß wer man selbst ist und wofür man in seinem eigenen Leben stehen will.
 
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