FC Bayern München 2019/20: Aus dem erfolgreichen Trott in den großen Umbruch - auch zukünftig erfolgreich!?


Zapator

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Kovac macht sich sicher auch keine Freunde in der Mannschaft, wenn man so verdiente Spieler in ein solch schlechtes Licht stellt. Müller hat diese Mannschaft geprägt und zu vielen Titel geführt, er verdient einen respektvollen Umgang.
Kovac hat gesagt "wenn Not am Mann ist, kommt er" - was keinerlei Wertung von Mueller beinhaltet, sondern nur eine Umschreibung dafuer dass er eingewechselt wird wenn es nicht laeuft. Und genau so kam's auch.
Die Aussage war zudem auch nur auf das Spiel bezogen und nicht auf den Rest der Saison.
Damit man da ein despektierliches "Mueller nur noch Notnagel" sieht muss man schon bei der Presse arbeiten, die Mitspieler werden das denke ich bei weitem vernuenftiger einordnen.
 

Malte

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Kovac hat gesagt "wenn Not am Mann ist, kommt er" - was keinerlei Wertung von Mueller beinhaltet, sondern nur eine Umschreibung dafuer dass er eingewechselt wird wenn es nicht laeuft. Und genau so kam's auch.
Die Aussage war zudem auch nur auf das Spiel bezogen und nicht auf den Rest der Saison.
Damit man da ein despektierliches "Mueller nur noch Notnagel" sieht muss man schon bei der Presse arbeiten, die Mitspieler werden das denke ich bei weitem vernuenftiger einordnen.
Das sehe ich komplett anders und ich empfinde diese Aussage absolut als Abwertung des sportlichen Nutzens von Müller. Natürlich stürzt sich die Presse darauf, aber ganz unbegründet ist das meiner Meinung nach auch nicht. Man kann da zumindest hinein interpretieren das Müller keine echte Option für die Startelf mehr ist und so eine Aussage sollte man sich als Trainer einfach sparen. Müller ist in München nicht irgendwer, sondern eine Identifikationsfigur, die sich für den Verein immer reingehängt hat. Das er nun in den Medien lesen muss das er nur noch ein Notnagel ist, hat er nun wahrlich nicht verdient. Das kann man jetzt auf die Interpretation der Presse schieben oder ganz nüchtern feststellen, dass Kovac da mal so richtig in die Kacke gegriffen hat und der Auslöser dieser Situation war.

Das vor dem Hintergrund das Kovac sich ohnehin schwer tut, eine sinnvolle Rotation einzuführen. Das er dafür von seinen Spielern auch kritisiert wird (Stichwort Kimmich und zu späte Wechsel) und man auch sieht, wie schwer sich manche Spieler damit tun (Stichwort Martinez.) Das zeigt meiner Meinung nach die Probleme, die Kovac immer noch mit der Führung der Mannschaft hat.

In jedem Fall macht es keinen Sinn, seine Spieler öffentlich zu schwächen anstatt zu stärken. Man sollte sich der Tragweite seiner Worte in der Öffentlichkeit bei Bayern München schon bewusst sein. Auch wenn er das sicher nicht so abwertend gemeint hat, hat es Müller geschadet. Da wäre ich als Spieler auch sauer und ganz sicher können das die Mitspieler von Müller auch nachvollziehen. Jede Zeitung schreibt vom Notnagel, weil der Trainer seine Worte nicht mit Bedacht gewählt hat. Das findet sicher jeder Spieler toll.
 

Epsilon

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Kovac kann einem schon leid tun. Aber er wird auch fürstlich dafür entlohnt diesen Verein zu trainieren. Kommt kein blöder Spruch von den Vorständen laufen die Spieler heulend zur Presse. Die Spieler haben mittlerweile einfach viel zu viel Macht, denen geht's auch einfach viel zu gut. Das viele Geld scheint ihnen nicht gut zu bekommen. Haben sie keine Lust mehr streiken sie einfach oder wie jetzt im Fall von Müller wird halt der Trainer öffentlich unter Druck gesetzt. Und die Fans labern ernsthaft was von verdiente Spieler haben solch einen Umgang nicht verdient. :LOL:

Der Uli sollte jetzt endlich mal zu Wort kommen und Klartext reden!
 

Sports Almanac

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Sich an diesem einen Satz aufzuhägen ist so etwas von lächerlich. Aber im Gegenzug noch Guardiola und Sammer zurück herbeisehnen. Schweinsteiger anyone. :LOL:

Sollte selbst Müller sogar mit diesem Satz ein Problem haben würde er nur bestätigen was sich immer mehr andeutet: egoistische Ich-AG. Anscheinend dann wohl immer gewesen. Lächerlicher ist eigentlich nur noch das Gejammer der fehlenden Rotation von den Spielern. Wer hat denn nicht geliefert wenn denn mal rotiert wurde?
 

STAT

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Sollte selbst Müller sogar mit diesem Satz ein Problem haben würde er nur bestätigen was sich immer mehr andeutet: egoistische Ich-AG. Anscheinend dann wohl immer gewesen.
Ja, aber das können und dürfen wir Müller nicht unbedingt vorwerfen. Robben, Ribery und Lewy sind genauso eine Ich-AG. Lahm und Schweinsteiger waren es ebenso. Alle Spieler sind es – mehr oder weniger. Das ist auch nicht schlimm. So ist das Geschäft.

Sobald die Rahmenbedingungen (Geld, Spielzeit, Status, Perspektive) nicht mehr passen, ist immer überall das Gleiche. Pulisic wollte endlich nach England und schon will er angeblich wieder weg. Das einzige Problem, welches ich wahrnehme ist, dass Müller glorifiziert wurde. Er ist mMn nicht der nette bayrische Lausbub, der bedingungslos für den Verein spielt. Er spielt für sich. Das hat er immer getan. Das ist kein Vorwurf, ganz im Gegenteil. Müller hat bei den Medien eine Lobby, die gewaltig ist. Wegen einem Tor ist es bei Mario Götze genau gleich. Wenn die Lieblinge nicht spielen, ist immer Chaos. Frag in München und Dortmund mal nach. Sowohl Götze als auch Müller wissen diese Plattform für ihre eigenen Interessen zu nutzen. Man schaue sich nur das Interview von Müller im Kicker an. Er sagt genau das was er sagen kann und verliert damit nicht sein Gesicht. Er greift niemanden direkt an, aber er weiß ganz genau was er damit entfacht.

Müller ist eine Vereinslegende wie Lahm, Schweinsteiger und Kahn. Trotzdem sind sie allesamt nicht 100% loyal und lieb. Das sind sie nur, wenn ihre Ansprüche befriedigt werden. Wenn man Müller nicht zu etwas macht, was er nie war, dann hat Müller diese Plattform nicht. Aber den bayrischen Lausbub kann man nicht 5x auf die Bank setzen. Das geht einfach nicht. Kovac ist offensichtlich naiv genug in diese Falle auch noch reinzustolpern, obwohl er wissen müsste, was Müller für ein Standing hat.
 

LeZ

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Ich frage mich aber immer noch, wo das Problem liegt Müller zwei Mal in der 2. Halbzeit zu bringen, und einmal starten zu lassen und dafür - falls sinnvoll - in der 2. Halbzeit rauszunehmen. Müller ist jetzt auch kein Spieler mit dem die Offensive völlig kaputt geht, er hat mehrfach aus dem ruhenden Spiel für Lewandowski vorbereitet. Dafür hat man Auswechselspieler, damit die 4 Fritzen in der Offensive nicht 34 mal 90 Minuten durchspielen müssen. Das erklärt man Müller unter 4 Augen, und dabei bricht einem Trainer auch kein Zacken aus der Krone.

Wenn Müller darauf besteht dass er Starter sein muss, dann ist er das Problem und nicht Kovac.
 

henningoth

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Ich teile ja die sportliche Einschätzung größtenteils, wobei ich diese Vergleiche mit Coutinho oder unseren Außenspielern albern finde. Selbst wenn es um die Position geht, auf der Müller spielen könnte, muss man doch sehen, dass es komplett unterschiedliche Spielertypen sind. Klar, in manchen Aspekten ist Müller eine Klasse schlechter, in anderen dafür eine Klasse besser.
Es ist nun auch nicht so, dass er so schlecht wäre, dass er nur noch ein paar Minütchen abstauben könnte alle paar Spiele.
Ich möchte selbst, dass die Mannschaft mittelfristig meist ohne Müller in ihrer Stammformation spielt, davon ausgehend, dass man entweder mit Coutinho weiter macht (was ich eher nicht glaube), oder einen vergleichbaren Spielertyp dort spielen lässt.
Diese Extreme passen mir nur nicht, als sei Müller seit Jahren eine Graupe.

Zudem nervt diese extreme Undankbarkeit gegenüber verdienten Spielern. Müller war nun sehr lange ein prägendes Gesicht des Vereins, ein local hero, mit ganz besonderen Eigenschaften und Spielstil. Jemand, der auch nicht ging, sondern sich immer voll mit dem Verein identifizierte.
Wie schnell solche Spieler weggewünscht werden und wie respektlos hier teilweise über sie geschrieben, verwundert mich doch ziemlich. Da stellt sich mir die Frage, wo da noch Unterschiede zwischen Fan und Konsument sind.

Zu dem Gerede, was Müller angeblich fordert: Bei so etwas ist dann das Drecksblatt Bild wieder gut genug. Man sollte die Erzeugnisse dieses Konstrukts grundsätzlich ignorieren.
Natürlich hat Müller einen großen Einfluss bei Bayern und hat den auch in der Vergangenheit schon deutlich geltend gemacht. Aktuell haben wie aber nur eine äußerst provokante Aussage von Kovac.

Also egal wie das nun ausgeht bzw. weiter geht, man kann auch mal verdiente Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren entsprechend respektieren. Ansonsten bitte auch kein schlechtes Wort über Söldner, für die es keinerlei Bezugspunkt zum Verein gibt als das Geld und das Standing, was er ihnen bietet.
diese undankbarkeit gegenüber verdienten spielern zieht sich jetzt schon jahrelang durch. Egal ob schweini, boa, ribery, robben, müller, neuer...sobald der leistungshöhepunkt überschritten war, kamen bestimmte usertypen immer sofort an und wollen diese spieler am liebsten sofort durch den neusten hypespieler ersetzt sehen, da die verdienten spieler ja nur noch graupen wären.
 

LeZ

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Bankdrücken ist auch relativ. Es kann, mit diesem Kader, nicht sein dass 6, 8 Spiele hintereinander die gleichen 11 Spieler auflaufen, solange man nicht durch Verletzungen gezwungen ist anders aufzustellen. Da muss einfach eine sinnvolle Rotation her, einspielen kann man sich auch in 2-3 Spielen am Stück.
 

Sofakartoffel

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Da hier ja, u.a. von mir, die Diskussion über den "Umgang" mit verdienten Spielern diskutiert wurde, nehme ich das zum Anlass um kurz etwas zum Karriereende von Bastian Schweinsteiger zu schreiben.

Ich kann mich noch erinnern, als er das erste mal eingewechselt wurde. Was für ein Name, dachte ich mir. Unterbewusst hatte ich ein wenig gehofft, er möge sich nicht durchsetzen, denn wie albern wäre das einen Stammspieler mit diesem Namen im Team zu haben.
Was folgte war eine außergewöhnliche Karriere, die wir alle verfolgt haben. Vom Hype über Schweini und Poldi, von der neuen Rolle im ZM, von den tragischen Abenden in der CL, von dem Happy End bei Bayern und in der NM, inkl. Symbolfigur im Finale der WM 2014.
Er war eine Identifikationsfigur im Verein, obwohl immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt kein Führungsspieler zu sein, wie es doch die großen Spieler gewesen seien und wie man ihn auch brauche, um jene Titel zu gewinnen, die ihm und seinen Mannschaften lange Zeit verwehrt blieben. Sie wurden eines besseren belehrt.
Zudem hieß es, er ließe es sich ja nur gut gehen in München, wahre Größe hätte er nie bewiesen, weil er sich nie der Konkurrenz im Ausland gestellt hätte, mit einem Wechsel zu einem internationalen Club. Auch sie wurden eines besseren belehrt.
Schweinsteiger machte seine Entwicklung, lernte aus seinen Fehlern und aus Rückschlägen. Er blieb immer bei Bayern, bis es nicht mehr ging und er ins verdiente Exil in die Kirmesliga in den USA ging.
Von außen wirkte er auch immer sympathisch und auf eine Art bodenständig.
Passend dazu eine aktuelle Aussage von Heynckes:
"Der Typus Trainer ist er sicher nicht, von diesem Beruf rate ich ihm ab, weil er sehr sensibel und nicht der Typ für die Öffentlichkeit ist", schrieb Heynckes in einer kicker-Kolumne.
Quelle: SPOX

Danke Bastian, für Deine Zeit bei den Bayern, für Deine Treue, Deinen Einsatz und dass Du es geschafft hast Deine Karriere zu vergolden und damit dazu beigetragen hast, dass wir Fans uns endlich wieder über den CL-Titel freuen konnten.
Alles Gute für die Zeit danach.
 

LeZ

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Es reicht vielleicht nicht für eine tragende Rolle bei Real Madrid, aber dass es für die Bundesliga nicht mehr reichen würde ist ein Witz. Auch in der Nationalmannschaft würde er nicht negativ auffallen, er wäre halt nur kein Mann mehr für die WM2022. Sein Problem ist eher sein spezielles Skillset, das sich am besten entfaltet wenn die Hauptlast Wuseler wie Ribery und Robben tragen, und er sich davonstehlen kann um eingesetzt zu werden. In der NM war das Problem, dass die Leute um ihn herum nicht mehr gut genug waren um ihn ins Spiel zu bringen.
 
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