Beinarbeit und hohe Work rate hilft nicht, das hat der Hill-Kampf gezeigt.
Hohe Schlagkraft hilft auch nur begrenzt aufgrund Arslans dichter Deckung (s. Kämpfe gegen Brudov und Drozd).
Das hilft durchaus, wie immer wieder zu sehen war, wenn Hill sich wirklich bewegte. Hill hat den Kampf in den Szenen verloren, in denen er stehen blieb und Arslan die Chance bot, seinen Stil zu boxen anstatt weitestgehend untätig hinterher zu watscheln. Kann ein Gegner die Beweglichkeit über eine längere Dauer aufrecht erhalten, als Hill dies tat und boxt dabei im Rückwärtsgang, ist das durchaus ein Mittel gegen Arslan.
Pitsche-patsche-Schläge helfen sicher nicht, aber eine hohe workrate an sich schon. Die ersten Runden gegen Drozd sind Beweis genug, denn die hat Arslan abgegeben. Auch hier war das Problem, dass die erfolgreiche Taktik bald fallengelassen wurde.
Arslans Deckug ist nur oben gut. Treffer zum Körper mögen ihn vielleicht nur wenig erschöpfen, aber sie zählen noch immer. Wenn der Gegner also viel zum Körper schlägt und punktet, während Arslan mal wieder länger braucht, um selbst von Defensive in Offensive umzustellen, können Runden so durchaus verloren gehen.
Arslan hat Hill auch aufgrund der Tatsache besiegt, dass er die deutlicheren, wuchtigeren Treffer anbrachte. Das kann man auch umdrehen und auf deutliche Treffer statt workrate setzen. Dazu benötigt man nicht zwangsweise "one punch KO power".
Arslans Stil und seine Fähigkeit, ihn im Ring zu etablieren und den Gegner zum reagieren zu zwingen, ist ganz bestimmt wertvoll, aber Mittel gibt es dagegen schon einige. Zudem hat Arslan auch seine Schwächen (Schnelligkeit, Schlagvariationen).