Letztendlich ist das Urteil nur ein Teilstück des Kampfes. Lieber ein starker Kampf mit Robbery als Fallobst. Wenn Huck eh siegt, dann soll er wenigstens eine Gegenleistung bringen.
Bei Filmen und Romanen ist der Schluss auch nur ein Teilstück des Ganzen. Und dort wie beim Boxen gilt meiner Meinung nach: Ein verkorkstes Ende bzw. Urteil kann alles zuvor Geschehene ganz gründlich abwerten und einen den Spaß versauen.
Wenn beim
"Herrn der Ringe" Sauron am Ende plötzlich Sturzkampfbomber losgeschickt hätte, die die Hobbits zerbomben, Gandalf mit bedröppelter Miene gesagt hätte
"Schad drum" und dann zu Modern Talking der Abspann beginnt, hätte sicher auch kein Kritiker gesagt:
"Ach, macht doch nichts. Das Ende war ja nur ein Teilstück des vorherigen tollen Ganzen."
Wieso sollte beim Boxen einen dann ähnlich groteske Urteile nicht ebenso übel aufstoßen?
Wobei ich das Urteil bei dem letzten Huck-Afolabi-Kampf auch nicht sooooo arg fand.
Mir ging es eher ganz allgemein um die Haltung, dass eine Robbery einen spannenden Kampf kaum abwerten könne. Und doch: Bei einigen tut sie das immens.
Mit ist ein ehrlicher Sieg gegen Fallobst tatsächlich lieber, als zusehen zu müssen, wie ein guter Sportler um seinen Sieg betrogen wird (wobei "lieber" in diesem Fall nicht "lieb" heißt).
Und angesichts der bisherigen Erfahrungen bei Sauerlandkämpfen kann ich eine gewisse Skepsis bei dieser Ansetzung durchaus verstehen (man hat ja nichtmal mehr die Illusion, dass Huck diesen Kampf außer durch KO verlieren könnte).