Karriere-Ende ab 2019


Lila

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Denke ich auch. Wäre ja nicht das erste mal, dass wegen Differenzen mit dem Verband Karrieren relativ früh beendet werden, siehe Lucas Braathen zu seiner Zeit als Norweger...

Und was ich hier auch schon öfter gesagt habe in anderen Fällen frühzeitiger Karriere Enden, wie z.B. immer mal im deutschen Biathlon, es gibt halt im Zweifel auch noch mehr als den Sport im Leben junger Menschen...
Ich kann mir schon vorstellen, dass sie vielleicht mit manchen Dingen im Verband nicht zufrieden war. Und dazu dann Fettners Karriereende, was wahrscheinlich auch die Perspektive verändert hat. Wir Fans können ja auch nicht in die Sportler reingucken und sehen von außen nicht, wie viel das Training, die vielen Reisen und der Leistungsdruck über die Jahre hinweg von den Sportlern fordern. Manche stecken das besser weg oder brauchen das sogar und können sich ein Leben ohne kaum vorstellen. Und andere belastet das mehr, bzw. ihnen gibt der Sport weniger zurück und sie sagen sich dann irgendwann, dass es ihnen der Aufwand nicht mehr wert ist und es doch noch etwas anderes im Leben geben muss.

Es ist natürlich schade und erst mal für den ÖSV kaum zu kompensieren, da man dort glaube ich bei den Frauen gerade nicht so viele Talente im Teenageralter hat, die so schnell den Sprung in den Weltcup schaffen können. Aber so gut wie das Nachwuchssystem dort bei den Herren funktioniert, sollte auch bei den Damen mittelfristig die Lücke gefüllt werden können.
 

Lila

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Eine gewisse Sophie Sorschag fällt mir noch ein. Die hat ja den ÖSV damals auch nicht gerade im Guten verlassen, ist ja erst noch zum Kosovo gewechselt, bevor sie dann endgültig ihre Karriere beendet hat.
Bei ihr lief das damals richtig unglücklich. Aber als sie weggegangen ist, hat der ÖSV bei den Damen noch die Kristallkugel für die beste Mannschaft geholt und konnte aus dem Vollen schöpfen. Jetzt könnte man eine Springerin wie sie gut gebrauchen.
 

BennyWe

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Naja Fettner ist 40 , würde mich nicht wundern wenn bei denen die Familienplanung im Vordergrund steht. Schade ist es alle mal
 

gentleman

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Naja Fettner ist 40 , würde mich nicht wundern wenn bei denen die Familienplanung im Vordergrund steht. Schade ist es alle mal
Kann ich mir wiederum gar nicht vorstellen, dass Fettner (der sowieso ein total progressiver lockerer Typ ist) da irgendwie Druck auf Lisa ausüben würde, die gerade in der Blüte ihrer Karriere steht und gerade mal 24 ist, um direkt nach seinem Karriereende jetzt schon an die Kinderplanung zu gehen. Das scheinen leider eher Differenzen mit den ÖSV gewesen zu sein wie oben im SN-Artikel von Liegl zitiert.
 

Carö

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Ich hab tatsächlich auch irgendwie an ne Schwangerschaft gedacht. Zumindest früher oder später. Männer können zwar ewig Kinder zeugen aber die Frage ist wie alt will man wirklich dabei sein...m
 

gentleman

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„Der ÖSV hat seine Gründe, und das ist auch verständlich. Für mich funktioniert es anders nicht“, sagte Eder weiter. Die Salzburgerin war trotz ihrer besten Saison mit zwei Weltcup-Siegen und einem undankbaren vierten Platz bei Olympia unzufrieden: „Schon länger haben es mir die Umstände schwergemacht. Skispringen an sich würde mir Spaß machen, aber das Drumherum macht mich nicht so happy.“
 

Marti

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Im Grunde gefällt mir diese Konsequenz im Handeln ihrerseits dann auch. Mann muss nicht immer auf Krampf einen Kompromiss finden und rumwurschteln, wenn beide Seiten ihre Positionen für sich als die einzig möglichen wahrnehmen.

Sie wirkt jetzt auch nicht totunglücklich in ihren Äußerungen, von daher scheint das dann doch auch zu passen so.
Und nur um des Erfolgs im österreichischen Skispringen für die nächste Saison, da jetzt was übers Kreuz brechen, was interne Compliance Regeln verletzt, ist halt auch Käse wenn man wirklich Angst hat, dass das die interne Atmosphäre vergiftet und eben ein Affront gegen das Team um Diethart ist. (Wobei ich mir dann schon manchmal auch denke ob man das als funktionierende Gruppe nicht auch händeln könnte).
 
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Kirsten

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Sie sagt ja, dass ihr das "Drumherum" nicht gefällt und dass quasi Fettner im Team eine Art letzter Versuch gewesen wäre, wie es vielleicht doch hätte klappen können. Und wenn dass die Freude am Skispringen kleiner ist als die Probleme, die ihr das "Drumherum" machen, ist das Karriereende der logische Schritt. Sie hat doe Möglichkeit beim ÖSV angesprochen, der Wunsch wurde (aus meiner Sicht verständlich) abgelehnt und sie hat dann die Konsequenzen gezogen.
Finde trotzdem gut, dass sie das beim Verband angesprochen hat und nicht direkt alles beendet hat.
 

Marti

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Null nachvollziehbar
Aber warum???

Wenn dein Leben als Sportler:in nunmal nicht alles für dich ist?
Ich kann alle verstehen die ihre Karrieren als Leistungssportler vorzeitig beenden, weil es nun mal auch Lebensqualität einschränken kann. Nicht dass das bei Lisa Eder unbedingt der Fall war, aber auch bei ihr scheint ja ersichtlich das ihr andere Dinge im Leben vielleicht wichtiger sind und sie gewisse Prioritäten in Sachen Vertrauen etc hat.

Aber gut, ich könnt auch verstehen wenn sie ihre Karriere beendet hätte, weil sie sagt, dass sie gerne öfters mal an Wochenenden im Club eskaliert und kein Bock auf ein entsprechendes straight edge Leben eines Leistungssportlers mehr hat.


Nur weil man Talent hat besteht ja keine moralische Verpflichtung das bis ans Ende seiner Möglichkeiten zu nutzen.
 
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sj44

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Es passt einiges nicht und nur die Anwesenheit von Fettner kann alles retten?

Das ist als Erklärung höchst seltsam. Und stellt das aktuelle Betreuerteam irgendwo als Deppen hin.
 

Finn-Lady

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Diese Nachricht hat mich schon ziemlich überrascht.
Dieser Rücktritt ist für das Skispringen der Damen ein Verlust. Wegen Lisa Eder persönlich, wegen der aktuellen Situation bei den österreichischen Damen und auch im gesamten Weltcupzirkus. Ich habe zu Wochenanfang im Thread zum kommenden Kalender geschrieben, dass die Nationenvielfalt bei den Damen mich nachdenklich stimmt und man sich dahingehend Gedanken um die Zukunft machen muss. Wenn jetzt eine Lisa Eder aufhört, dann wird es noch mehr eine Dominanz von Japan, Norwegen, Slowenien und Deutschland, etwas, was perspektivisch weder der FIS, aber vor allem nicht dem IOC gefallen dürfte.
Wenn es rein um die Frage des Trainings geht, hätte man doch sicher eine Lösung finden können - wenn man es denn gewollt hätte. Klar, ein Verband kann sich nicht die Pistole auf die Brust setzen lassen, aber wenn ein Rücktritt die einzig machbar erscheinende Reaktion ist, dann liegt da womöglich mehr im Argen.
Ich erinnere mich da bei den Alpinen an Franziska Gritsch, die (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) separat trainiert und dennoch am Weltcup teilnimmt. Und Lisa Eder ist da doch in einer sportlich ganz anderen Situation.
Es ist einfach soooo schade.
 

sj44

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Ich erinnere mich da bei den Alpinen an Franziska Gritsch, die (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) separat trainiert und dennoch am Weltcup teilnimmt. Und Lisa Eder ist da doch in einer sportlich ganz anderen Situation.
Es ist einfach soooo schade.
Bei Gritsch gings auch um den Partner. Läuferin und Partner als Betreuer im selben Team geht nicht. Man hat ihm sogar einen anderen Posten im ÖSV angeboten. Das wollten sie nicht. So sind sie eigene Wege gegangen, sie musste aber das selber finanzieren. Diese Möglichkeit hätte Eder ja auch gehabt.
 

Lila

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Bei Gritsch gings auch um den Partner. Läuferin und Partner als Betreuer im selben Team geht nicht. Man hat ihm sogar einen anderen Posten im ÖSV angeboten. Das wollten sie nicht. So sind sie eigene Wege gegangen, sie musste aber das selber finanzieren. Diese Möglichkeit hätte Eder ja auch gehabt.
Bei den Alpinen hat man vielleicht eher die Möglichkeiten, das selbst über Sponsoren zu finanzieren. Aber im Damen-Skispringen? Das stelle ich mir schwer vor. Und Fettner hatte zwar eine lange Karriere, aber der Superstar des Teams war er nun auch nicht, sodass er wahrscheinlich auch nicht im Geld schwimmt, um das aus eigener Kasse zu finanzieren.
 

Kirsten

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Es passt einiges nicht und nur die Anwesenheit von Fettner kann alles retten?

Das ist als Erklärung höchst seltsam. Und stellt das aktuelle Betreuerteam irgendwo als Deppen hin.
Aber keiner von uns weiß, was nicht passt. Vielleicht ist der Druck nichts für sie und setzt ihr zu, vielleicht hat sie ja Probleme mit Gewicht halten/essen, vielleicht hat sie gemerkt, dass Reisen und ständig unterwegs sein nicht ihres ist, vielleicht macht es was mit ihrer Psyche oder oder oder. Und ja, in solchen Situationen kann ich mir schon vorstellen, dass die Anwesenheit des Partners und einer vertrauten Person da enorm hilft, weil die Personen dich in schwierigen Situationen auffangen können und einfach wissen, was hilft.
Sie sagt ja nicht: die Trainer sind Mist, mit Fettner wäre ich besser, also stellt die auch keinen aus dem aktuellen team als Depp da.
 

Lazergirl

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Mir kommt es eher wie eine Trotzreaktion vor…
Habe ich auch gedacht als ich das gelesen habe. Hätte ich als Verband auch nicht gemacht... Lover mit auf Tour und der ÖSV soll es zahlen. Das ist schon ziemlich naiv und auch eigensinnig gedacht von dem Mädel. So etwas gibt immer Unruhe, weil sich dann die Nächste fragt warum bekommt sie eine Extrawurst. Und wenn die mal Zoff haben wirkt sichs auch aus aufs Team. Wenn das am Ende mit ausschlaggebend war ist das einfach nur kindisch und unreif von Eder. Zumal der ÖSV das Damenteam mit Sicherheit besser fördert als andere Nationen es tun. Fetti hätte doch weiter Ratschläge geben können...dafür muss er doch nicht mitreisen.

@Kirsten Sie mag das nicht direkt gesagt haben....aber ihr "es passt nicht" ist nichts anderes als ein Anzweifeln der bisherigen Arbeit vom Trainer/Betreuerteam. Ansonsten bräuchte sie nämlich keinen Privatcoach, der mit auf Tour geht. Würde der Verband hier nachgeben würde das die Autorität von Diethart und Co. klar untergraben.
 
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Kirsten

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@Kirsten Sie mag das nicht direkt gesagt haben....aber ihr "es passt nicht" ist nichts anderes als ein Anzweifeln der bisherigen Arbeit vom Trainer/Betreuerteam. Ansonsten bräuchte sie nämlich keinen Privatcoach, der mit auf Tour geht. Würde der Verband hier nachgeben würde das die Autorität von Diethart und Co. klar untergraben.
Vielleicht ist es so, vielleicht aber auch nicht. Keiner von uns kann in sie rein schauen und weiß, was in ihr vorgeht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nur, weil ihr "Lover" nicht mit ins Team darf, einfach so den Leistungssport aufgibt, wenn da nicht irgendwelche anderen Gründe hinterstecken.

Wie schon gesagt, ich verstehe, dass der ÖSV dem nicht zugestimmt hat, aber hier weiß niemand, warum Lisa Eder die Bitte mit Fettner geäußert hat und was genau ihr im Umfeld des Sports nicht passt und wie sehr sie das beeinträchtigt. Und da finde ich ein "Ist ja eh nur Trotz", "Sie will ja nur ihen Lover auf Kosten anderer dabei haben", "Sie stellt sich doch nur an" einfach zu leicht daher gesagt.

Am Ende muss es auch mit den Trainern passen, wenn da, ob nun auf fachlicher oder persönlicher Ebene irgendwelche Hürden sind, ist doch verständlich, dass man da Alternativen sucht. Ein Stoch hat doch seit Jahren nichts anderes gemacht: gebt mir meinen Wunschcoach, sonst hör ich auf. Nur, dass er den Coach auch bekommen hat. In Norwegen ist man so Stöckl losgeworden... Wenn sie also wirklich für sich sagt: mit den Trainern geht es auf keinen Fall und sie dann die Konsequenz zieht, okay. Aber es kann halt auch zig andere Gründe haben als ein Zweifeln an den aktuellen Trainern
 
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