Let's end Draft Lottery tanking


Joe Berry

Kosmopolitische NBA-Koryphäe
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Eigenlob stinkt, aber das war einer meiner besten Threads die ich eröffnet habe mMn. Die "Tanking" Problematik begleitet die NBA nach wie vor...
 

PhoenixS

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Der neue Modus geht ja schon mal in die richtige Richtung, auch wenns ein Jahr zu früh kommt.

Die Suns sind dieses Jahr nochmal ganz vorne dabei, danach gehts nur noch ums gewinnen. Ich hoff mal auf einen Top 2 Pick.
 

NcsHawk

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Die Suns sind dieses Jahr nochmal ganz vorne dabei, danach gehts nur noch ums gewinnen.

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durant35

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Das hat man bei den Sixers auch gesagt.

Ich seh hier aber schon einen Unterschied. Philly hatte jahrelang kaum Talent (oder verletzt), hat sich aber dafür abgesehen von 15/16 ordentlich verkauft. Die Suns haben jetzt bereits einen deutlich höheres Talentlevel als Philly in ihren schwachen Jahren, können dies jedoch nicht umsetzen.

Was da bei den Suns schiefläuft, find ich sehr schwer zu beurteilen. Vom Talentlevel hat die Franchise Potenzial, die Umsetzung ist bisher jedoch ganz mies.
 

Rizzle

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Die Suns werden noch brauchen, ebenso wie die 76ers lange gebraucht habten. Booker alleine reicht nicht, Ayton braucht bestimmt noch 1,5 Jahre um anzufangen zu dominieren (ich rede nicht von Stats, sondern davon, ein Spiel an sich zu reißen.). Dahinter ist das Team auch nicht wirklich unendlich talentiert.
Aber ja, die Suns sind auf nem guten Weg.

Und Tanking finde ich nach wie vor vollkommen ok. Man nimmt, was die Regeln hergeben, und wenn es der erfolgsversprechenste Weg zu sein scheint, let's do it! Es sind ja eh immer nur maximal 2-3 Teams die wirklich durchgängig tanken können. Und das "wir tanken die letzten 7 Spiele" Ding sollte doch niemanden stören. Da ruht sich dann ein Starspieler auch gerne mal vor den Playoffs aus.
 

theGegen

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Randbelgien
Es geht mich zwar nichts an, ;) aber meiner Meinung nach bedarf das Draft-System der NBA einer Korrektur.
Die Form einer Angleichung ist zwar in gewisser Weise fair, aber da es in der NBA keinen Abstieg gibt, führt das bei potentiell starken Rookie-Drafts oft genug zu unwürdigem Tanken und dem Willen, das Team möglichst zu verschlechtern. Eben um den möglichst schlechten Rekord zu erzielen für die meisten Lose beim Draft.
Die erstaunlich gut gestarteten Nets müssen jetzt z.B. schauen, dass sie ins Verlieren kommen, weil sie vorher "versehentlich" zu gut waren.
Das ist doch irgendwie sportlich unwürdig.

Warum also nicht dem besten (Bilanz) von 10 Lottery-Teams (also die, welche die Playoffs verpassen ohne Play-In) das Höchstmaß an Losen zuteilen, statt dem allerschlechtesten?
Wer dann die größten Chancen auf ein Ausnahmetalent haben möchte, muss sich halt bis Saisonende wenigstens darum bemühen, möglichst knapp die Play-Ins zu verpassen. ;)
 

Sascha1314

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Die schlechtesten Teams können sich also nicht durch den Draft verbessern. Wie sollen sie es dann? Wer will denn aktuell nach Washington wechseln?
 

theGegen

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Die schlechtesten Teams können sich also nicht durch den Draft verbessern. Wie sollen sie es dann? Wer will denn aktuell nach Washington wechseln?

Warum soll ein Team belohnt werden, das absichtlich am Schlechtesten ist? Wenn sich z.B. Washington sportlich etwas mehr Mühe geben würde (mit ihrem Schrottkader), dann wäre vielleicht auch der erste Draftpick eher zu überzeugen.
Es gibt ja sowieso schon die Cap-Regularien, um die Teamstärken anzugleichen. Wohlgemerkt bei Bestandskunden, weil man nicht absteigen oder rausfliegen kann.

Die Lottery-Teams hätten ja auch weiterhin die größten Chancen auf eine hohe Draftposition, nur eben eher solche Teams, die sportlich wenigstens konkurrenzfähig sein wollen.

Just my 2 Cents.
 

elpres

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Warum soll ein Team belohnt werden, das absichtlich am Schlechtesten ist? Wenn sich z.B. Washington sportlich etwas mehr Mühe geben würde (mit ihrem Schrottkader), dann wäre vielleicht auch der erste Draftpick eher zu überzeugen.
Es gibt ja sowieso schon die Cap-Regularien, um die Teamstärken anzugleichen. Wohlgemerkt bei Bestandskunden, weil man nicht absteigen oder rausfliegen kann.

Die Lottery-Teams hätten ja auch weiterhin die größten Chancen auf eine hohe Draftposition, nur eben eher solche Teams, die sportlich wenigstens konkurrenzfähig sein wollen.

Just my 2 Cents.

Dein Szenario würde den größeren Franchises das Tanking unglaublich erleichtern, die, sofern nicht bereits Contender, dann ganz gezielt auf das Ranking hinspielen, wo Du den First Pick vergeben würdest. Plötzlich würde das Mittelfeld der Liga tanken, statt der Bodensatz.
 

sonic00

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Warum soll ein Team belohnt werden, das absichtlich am Schlechtesten ist? Wenn sich z.B. Washington sportlich etwas mehr Mühe geben würde (mit ihrem Schrottkader), dann wäre vielleicht auch der erste Draftpick eher zu überzeugen.
Es gibt ja sowieso schon die Cap-Regularien, um die Teamstärken anzugleichen. Wohlgemerkt bei Bestandskunden, weil man nicht absteigen oder rausfliegen kann.

Die Lottery-Teams hätten ja auch weiterhin die größten Chancen auf eine hohe Draftposition, nur eben eher solche Teams, die sportlich wenigstens konkurrenzfähig sein wollen.

Just my 2 Cents.

Nee Meister...hier bist du auf dem Holzweg. Ich glaube, dass alle Franchises eher konkurrenzfähig sein wollen. Die Hornets genauso wie die Wizards. Am Ende müssen sie auch Merch verkaufen und dien Halle vollbekommen. Es ist unterm Strich immer noch ein Business.
Schaffen sie das langfristig nicht, nimmt Ihnen die NBA die Franchise weg.
Zudem ist es auch keine Gewähr, dass man an Nummer 1-5 was tolles draftet.
Einen späteren MVP kann man auch mal an #9, #15 oder gar # 41 finden.
 

theGegen

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Ihr habt schon alle irgendwie Recht, aber so wie es jetzt ist, stinkt es doch irgendwie auch.
Wenn sich Franchises absichtlich schwächen, falls sie "versehentlich" zu erfolgreich sind.

Nun gut, das System ist halt so.
Sportlich allerdings mitunter sehr fragwürdig.
 

Angliru

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Naja, man muss ja auch sehen, dass manche Teams sowas halt gar nicht machen (siehe aktuell Chicago), die eigentlich in der Position wären, dass sie viel eher tanken sollten, aber die Besitzer nicht wollen, dass man für 1-2 Saisons richtig schlecht ist.

Andererseits gibt es dann Teams, die zwar regelmäßig hoch draften, aber trotzdem keinen Erfolg haben (Charlotte, Pistons (noch), Wizards aktuell).

Das Glück der NBA insgesamt ist, dass sich das ganze durchaus die Waage hält. Klar gibt es richtig harte Tankingmoves - teilweise aus unterschiedlichsten Gründen. Manchmal wartet ein großer Preis in der Draftclass, manchmal will man einfach das Team komplett rebuilden, weil man mit dem bisherigen nix reißt, der Starspieler verabschiedet sich oder ein neuer GM, der was eigenes aufbauen will.

Gleichzeitig gibt es aber noch genügend Teams, die im Mittelfeld mitschwimmen, die zwar nicht zwingend hochkompetitiv sind, aber dennoch ihre Siege holen, am Playoff/Play-In ranspielen. Die einfach Tickets verkaufen wollen und damit zufrieden sind. Im Vakuum würde man natürlich ganz anders handeln, da würde es allein darum gehen, ein Championship-Team zusammenzubauen und wenn das nicht geht, von vorn zu beginnen und sich über die Draft neu aufzubauen. Nur funktioniert das ganz selten und wird auch nur selten gemacht. Chicago aktuell ist ein Beispiel, die Pacers rebuilden z.B. auch nie komplett, sondern sind eigentlich immer mindestens am Mittelfeld orientiert, selbst als sie kein wirklich gutes Team hatten, aber da hat man auch nicht XY getradet, sondern das Maximum versucht rauszuholen.

Mit dem Play-In-Plätzen hat man nun auch noch jeweils 4 Mannschaften mehr die Möglichkeit gegeben, an der Postseason zu partizipieren und allein das bewirkt eben schon, dass das untere Mittelfeld eher auf Siege geht. Durch die Erhöhung der Odds für die Teams im unteren Lotterybereich fällt auch noch etwas Bereitschaft weg, zwingend die schlechteste Bilanz der Liga holen zu müssen.

Die Nets stehen halt aktuell vor dem Nirgendwo. Es bringt ihnen auch einfach nichts, jetzt irgendwie noch erfolgreich zu sein, weil das Team nirgendwo hingeht. Man hat es sogar eher verpasst, das Team schlechter zu machen, für DFS gab es sicherlich früher bessere Deals, jetzt ist man halt ein wenig davon überrascht, dass man so viele Siege holt. Aber für die Nets ist es völlig okay, wenn sie komplett rebuilden und bei denen kann man sogar sagen, dass es okay ist, nachdem sie es mit KD, Harden, Kyrie & Co. versucht haben. Da fand ich die Moves der Jazz vor 1,5 Jahren schon lächerlicher, als man bis zur Deadline eigentlich auf Kurs Play-In war und dann alles gebencht hat, was gut war. Nur wird da auch irgendwann der Druck kommen, dass der Erfolg zurückkehrt.

Irgendwie geht das Konstrukt so ziemlich gut auf, der Draft ist ja auch so ein wenig der Ausgleich für die kleineren Märkte, die im FA-Markt niemals Chancen auf einen absoluten Superstar haben.
 

theGegen

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Das hat sich alles bewährt, keine Frage. Bewährt hat sich aber auch schon seit vielen Jahrzehnten die Unsitte, dass sich manche Teams absichtlich verschlechtern wollen, um sportlich möglichst wenig konkurrenzfähig zu sein.
Wer dann auch noch "aus Versehen" Leistung bringt (Coach, Individualisten oder im Teamwork), wird ggf. getradet oder spielt dann halt eben nur noch für die eigenen Stats.

Keine Ahnung, wie man das "besser" lösen könnte. Mir fiel halt nur ein, dass man die Lottery-Lose (die 10 schlechtesten Teams) auch sportlich etwas anders gewichten könnte.
Natürlich kann man auch an Nr. 8 noch bessere Spieler ziehen, als unbedingt an 1-4.
Aber so käme der Rookie wenigstens zu einem Team, das gewinnen möchte.

Selbst ein Rebuild-Team müsste sich wenigstens etwas anstrengen, statt die anderen Teams mit einer garantiert noch mieseren Bilanz noch unterbieten zu wollen.
 
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theGegen

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Nachtrag Beispiel: Die grottigen Atlanta Hawks tradeten 2003 ihren "unnützen" Forward Rasheed Wallace zu den Detroit Pistons gegen den auslaufenden Vertrag von Bobby Sura (für die Pistons als Contender war er ohne Wert bei 3,8 ppg in 53 Einsätzen).
Bei den Hawks war Bobby Sura so unterfordert, dass er (beinahe ;)) drei Triple-Doubles in Folge auflegte.
Die Hawks waren infolge desssen nicht schlecht genug als miesestes Team der Liga - für Bobby Sura gab es dann immerhin einen Anschlussvertrag bei den Rockets.

Ich weiß das deswegen noch so gut, weil ich diesen Lieblingsspieler Bobby Sura (einer von vielen noch damals) mit Bekanntgabe des Trades als Free-Agent für mein yahoo-Fantasy-Team verpflichtete und die Liga dadurch gewann.
 
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sonic00

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Nachtrag Beispiel: Die grottigen Atlanta Hawks tradeten 2003 ihren "unnützen" Forward Rasheed Wallace zu den Detroit Pistons gegen den auslaufenden Vertrag von Bobby Sura (für die Pistons als Contender war er ohne Wert bei 3,8 ppg in 53 Einsätzen).
Bei den Hawks war Bobby Sura so unterfordert, dass er (beinahe ;)) drei Triple-Doubles in Folge auflegte.
Die Hawks waren infolge desssen nicht schlecht genug als miesestes Team der Liga - für Bobby Sura gab es dann immerhin einen Anschlussvertrag bei den Rockets.

Ich weiß das deswegen noch so gut, weil ich diesen Lieblingsspieler Bobby Sura (einer von vielen noch damals) mit Bekanntgabe des Trades als Free-Agent für mein yahoo-Fantasy-Team verpflichtete und die Liga dadurch gewann.
Du hast leider vergessen, dass da noch ein bisschen mehr im Trade involviert war.
The Detroit Pistons have acquired forward/center Rasheed Wallace from the Atlanta Hawks and guard Mike James from the Boston Celtics as part of a three-way deal that sends guards Chucky Atkins and Lindsey Hunter to Boston and guard Bobby Sura, center Zeljko Rebraca and Celtics forward Chris Mills to Atlanta, it was announced today by President of Basketball Operations Joe Dumars. Boston will receive Detroit’s first-round pick in the 2004 draft and cash compensation. Atlanta will receive the rights to Milwaukee’s 2004 first-round draft choice, which Detroit previously obtained from Denver.
Der Bucks Pick wurde Josh Smith. Die Älteren von euch werden sich erinnern. ;)
Der Pick der Pistons wurde Tony Allen. Über die Qualität beider Spieler müssen wir sicher nicht streiten. Der Return war gut, sowohl für Boston, als auch Atlanta.
Ein First Round Pick hatte damals auch deutlich mehr Value als heute, wo die Teams diese wie Fuffies ausm Fenster dengeln.
Der Return für die Pistons war ebenfalls sexy, weil Sheed genau das Puzzle bedeutete, dass den Pistons zum Contender-Status reichte.
Sheed im Umbruch beiden Hawks und den Celtics hätte nicht viel gebracht.
Für mich auch heute noch ein klassischer Win-Win-Win-Trade.

Btw. Man darf auch gern mal erwähnen, dass Sheed genau ein Spiel für "seine" Atlanta Hawks gemacht hat. Das war so ein typischer 48 h Deal.
Man darf gern mal erwähnen, dass sich die Hawks auch ganz schön was von Portland zuvor aus dem Kreuz haben leiern lassen.
Shareef Abduhr Rahim+Theo Ratcliff+Dan Dickau (galt damals noch als Talent).
 
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le Tissier

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Nachtrag Beispiel: Die grottigen Atlanta Hawks tradeten 2003 ihren "unnützen" Forward Rasheed Wallace zu den Detroit Pistons gegen den auslaufenden Vertrag von Bobby Sura (für die Pistons als Contender war er ohne Wert bei 3,8 ppg in 53 Einsätzen).
Bei den Hawks war Bobby Sura so unterfordert, dass er (beinahe ;)) drei Triple-Doubles in Folge auflegte.
Die Hawks waren infolge desssen nicht schlecht genug als miesestes Team der Liga - für Bobby Sura gab es dann immerhin einen Anschlussvertrag bei den Rockets.

Ich weiß das deswegen noch so gut, weil ich diesen Lieblingsspieler Bobby Sura (einer von vielen noch damals) mit Bekanntgabe des Trades als Free-Agent für mein yahoo-Fantasy-Team verpflichtete und die Liga dadurch gewann.

Edit: War zu langsam....

Aber ja: Dieser Trade brachte den Pistons die Meisterschaft.
 

Hoelm

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Glaube das Problem ist einfach, dass in der NBA verdammt viele Teams nicht gewinnen wollen. Einer der Wagner Brüder hat das zuletzt auch irgendwo verlauten lassen. Die Irre Anzahl an bedeutungslosen Regular-Season spielen lässt meine Interesse auch erst nach der NFL Saison wachsen, wenn es Richtung Playoffs geht.
Die NFL hat dieses Problem erstaunlicher Weise fast gar nicht. Klar gibt es Roster Entscheidungen, die Tanking im Sinn haben, dennoch gibt es dort jeden Spieltag Überraschungen.
 
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