Materialthread


Kirsten

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Du verstehst nicht, auf was ich hinaus will. Das System ist so Mist. Du hast ganz schnell 1mm. Eine falsche Bewegung reicht da. Da kann der Athlet kaum was dafür. Wir sprechen hier nicht von cm. Mm! Es ist nicht nachvollziehbar so. Härte hin oder her. Ich nehme das als alibimässige dsq wahr.... möglichst in hoher Anzahl.
Nein, du verstehst das Problem nicht. Es gibt eine Grenze und die muss man einhalten. Dann muss eben mein Anzug so geschnitten sein, dass eben ein wenig Spielraum da ist. Eine Grenze ist eine Grenze. Wenn ich 3 mm zulasse, dann schimpft der, der wegen 4 mm dsq wird, weil es ja dann auch nur 1mm mehr ist als beim anderen. Und dann geht die Diskussion wieder los.
 

Lazergirl

EFF #3
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Verband hat übrigens Protest eingelegt. Verschiebt es doch in den Materialthread.

Ich verstehe die Intention der FIS durchaus....aber es muss nachvollziehbar sein. Und Zufall ist es für mich nicht. Damit macht sich die Sportart lächerlich.
 

Kirsten

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Okay die sind klar, aber es werden doch noch mehr kontrolliert. Ich würde die Startnummern als Zettel in einen Lostopf geben und die dann ziehen.
Passiert übrigens auch teilweise so, also die Auswahl erfolgt erstmal per Zufallsprinzip. Die Jury kann aber dann zusätzlich Springer auswählen, z.B. weil ein Verdacht besteht oder eben, weil der Anzug Beim letzten Mal nicht gepasst hat.
 

moiag

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1. Ich kann es mir gut vorstellen (bin aber nicht sicher, as war auch so!), Zajc dachte, er konnte denselben Anzug irgendwie zu manipulieren, um durch die Kontrolle zu kommen, um später darüber zu lachen - er tut mir überhaupt nicht leid. Es ist schon richtig jeden zu disqualifizieren, wenn man 1 mm über die Toleranzgrenze ist. Aber was geschieht mit 0.9 mm oder 0.1 mm? Und es ist schon lächerlich, wenn der gleiche Anzug einmal 3 und zwei Tagen später 4 mm außer der Grenze ist. Vielleicht wäre es eine gute Lösung eine kumulative Toleranz zu haben, z.B. Zajc war 3+4 mm über die Grenze, zusammen aber noch nicht 1 cm...

2. Es ist schon bemerkenswert, wenn immer die gleichen Nationen Top-schef in der FIS Skispringen Küche sind... War nicht Hafele 10+ Jahre für die Anzüge in Österreich verantwortlich, und er jetzt ganz "objektiv" FIS Kontrolleur ist?
In diesem Sport ist es normal und sogar notwendig Misstrauen gegen Athleten und die FIS Kontrolle zu haben. Und für ALLEN Menschen ist es ganz unmöglich ganz objektiv zu sein :)
 

moiag

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Nah ja, tolle Geste hin oder her, in diesem Sport ist es leider normal und sogar notwendig Misstrauen gegen Athleten und die FIS Kontrolle zu haben...
 

Finn-Lady

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Vielleicht wäre es eine gute Lösung eine kumulative Toleranz zu haben, z.B. Zajc war 3+4 mm über die Grenze, zusammen aber noch nicht 1 cm...
Du meinst, Timi hätte für Innsbruck dann sogar noch 2,9mm gut, um im kumulativen Toleranzbereich zu sein? :clowns:
 
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moiag

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ja, Finn_lady, so ungefaehr... es geht aber nicht um Timi und nicht unbedingt um 1 cm "kumulative Toleranz"... Es geht darum, dass es nicht klar ist, was passiert mit halbe Millimeter über die Grenze, und noch wichtiger: dass bestimmt nicht gut fürs Vertrauen in System und Kontrolle ist, wenn derselbe Anzug in einer Woche einmal +3 mm und einmal +4 mm und einmal ganz ok ist :)
 

Hakuba

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und einmal ganz ok ist :)

Ist es denn sicher, dass gestern seine Beinlänge überhaupt kontrolliert wurde? Könnte doch sein, dass er nicht unter den Kontrollierten war.

-----------

Team Japan hat mir heute gefallen. Alle vier Qualifizierten im 2. DG. Nikaidô wieder richtig gut und mit den besten Haltungsnoten!
Ryô mit einer schönen Aufholjagd. Satô rechtfertigt seine Rückkehr in den WC. Nur Nakamura könnte es vielleicht noch ein Stückchen besser machen.
 

Kirsten

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Freund hat eben auf ZDF erklärt, dass man vor Kontrollen durchaus den Anzug dehnen kann. Er sagte es als Erklärung, warum ein Anzug beim chippen passt und danach dann zu kurz sein kann: man dehnt den Anzug, lässt ihn chippen und danach zieht er sich irgendwann wieder zusammen und ist dann eben ggf. zu k
Er sagte dann auch, dass während eines Sprungs einiges passieren kann, allerdings nur, dass durch die Sprünge und Bewegungen der Stoff länger wird, von schrumpfen durch Bewegungen sagte er nichts. Und deswegen befürwortete er auch, dass die Kontrolle ohne Ankündigung vor dem Sprung stattfand. Kann also auch eine Erklärung sein, warum der Anzug evtl. gestern einer Kontrolle standgehalten hat. Aber genau weiß es wohl niemand von uns als Außenstehender.
 

Kirsten

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Richard Freitag sagte eben zu Strøm, dass er nochmal bei der FIS erkundigt hat und die Einlage definitiv nur in einem Schuh war.
Ein benötigtes Attest gibt es wohl, wurde aber nicht bei der FIS abgegeben. Er denkt, dass sie, sobald das Attest abgegeben wurde, Sie die Erlaubnis bekommt, mit der Einlage zu springen.
In der Gesamtsituation sei das natürlich nicht gut gelaufen, aber er meinte nur: es war im alten Jahr und sollte jetzt vergessen sein. Klang bei ihm also eher als würde das unter "Dämlichkeit" verbuchen als unter Betrug
 

moiag

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Resultaten des Messens hängen also ab: von bewusste orientierte Manipulation, zufällige und von Benutzen geprägte Veränderungen, Temperatur, Feuchtigkeit und Augenmessstab (was macht man mit 0,5 mm???), ...
 

Kirsten

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Resultaten des Messens hängen also ab: von bewusste orientierte Manipulation, zufällige und von Benutzen geprägte Veränderungen, Temperatur, Feuchtigkeit und Augenmessstab (was macht man mit 0,5 mm???), ...
Ich vermute mal, sie messen nur ab 1mm?

Jetzt wird hier auf einmal so ein Fass aufgemacht wegen Eigenschaften von Anzugstoff, die es schon immer gab. Die Springer kennen ihre Stoffe schon sehr genau. Und ein Stoff, der unveränderlich ist, taugt wohl nicht als Stoff fürs Skispringen.

Wenn dann etwas z.B. zwischen 18 und 22 mm lang sein darf, dann mach ich es eben 20 mm lang und habe nach oben und unten Spielraum für genannte Schwankungen. Ich kann aber auch das Risiko eingehen und 18 mm wählen, dann darf ich mich aber nicht beschweren, wenn es durch die Schwankungen dann plötzlich 17 mm hat und ich eben wegen 1 mm disqualifiziert werde.

Der geforderte Toleranzbereich ist ja da, weil eben nicht eine exakte Länge gefordert wird sondern ein Bereich oder eine Maximal/Minimalangabe, je nachdem, von welchem Part der Ausrüstung geredet wird. Die Entscheidung, wie nah an die Grenze gegangen wird, entscheidet dann jeder selbst...

Was soll die FIS denn aus Sicht einiger hier machen? Täuschen sie grade falsche Messungen vor bei Zajc, Granerud etc, damit sie strenge Kontrollen "beweisen" können? Oder drücken Sie wieder bei einigen ein Auge zu und nur bei Zacj und Co nicht?
So klingt es hier jedenfalls, wenn versucht wird, den Fehler Bei der FIS statt bei Zajc zu suchen.
 

Gordo

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ich habe mir mal die disqualifikationen im statistik-thread von @Hakuba angeschaut. da fallen mir ein paar dinge auf:

- während des sommer grand prix wurde ja sehr viel disqualifiziert, damals wurden am anzug immer taille oder schritt bemängelt und die angegebenen abweichungen lagen stets im zentimeter-bereich
- zuletzt wurde seit 19.12. (engelberg) 6x der grund "beinlänge" genannt, und hierbei waren die abweichungen deutlich kleiner, alle im millimeter-bereich. es erscheint mir sehr kurios, dass beinlänge vorher nie beanstandet wurde und jetzt plötzlich in der häufigkeit? zudem scheint mir die toleranz hier geringer zu sein als bei den anderen maßen? und als laie finde ich 2-3 mm wirklich sehr schwer nachzuvollziehen - einmal zupfen und die abweichung ist da
- insgesamt gab es sogar leicht weniger disqualifikationen im winter zum jetzigen zeitpunkt als letzte saison. das hätte ich nicht gedacht, liegt aber vermutlich auch daran dass man inzwischen mehr sensibilisiert ist und DSQ stärker wahrnimmt (so mein eigenes gefühl)

insgesamt bin ich nach wie vor skeptisch was die kontrollen angeht. einen wirklichen fortschritt sehe ich noch nicht. da kann ich mich manchen experten, die behaupten, jetzt würde es "funktionieren", noch nicht anschließen.
 

Lazergirl

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Ich vermute mal, sie messen nur ab 1mm?

Jetzt wird hier auf einmal so ein Fass aufgemacht wegen Eigenschaften von Anzugstoff, die es schon immer gab. Die Springer kennen ihre Stoffe schon sehr genau. Und ein Stoff, der unveränderlich ist, taugt wohl nicht als Stoff fürs Skispringen.

Wenn dann etwas z.B. zwischen 18 und 22 mm lang sein darf, dann mach ich es eben 20 mm lang und habe nach oben und unten Spielraum für genannte Schwankungen. Ich kann aber auch das Risiko eingehen und 18 mm wählen, dann darf ich mich aber nicht beschweren, wenn es durch die Schwankungen dann plötzlich 17 mm hat und ich eben wegen 1 mm disqualifiziert werde.

Der geforderte Toleranzbereich ist ja da, weil eben nicht eine exakte Länge gefordert wird sondern ein Bereich oder eine Maximal/Minimalangabe, je nachdem, von welchem Part der Ausrüstung geredet wird. Die Entscheidung, wie nah an die Grenze gegangen wird, entscheidet dann jeder selbst...

Was soll die FIS denn aus Sicht einiger hier machen? Täuschen sie grade falsche Messungen vor bei Zajc, Granerud etc, damit sie strenge Kontrollen "beweisen" können? Oder drücken Sie wieder bei einigen ein Auge zu und nur bei Zacj und Co nicht?
So klingt es hier jedenfalls, wenn versucht wird, den Fehler Bei der FIS statt bei Zajc zu suchen.
Da wird deswegen"ein Fass aufgemacht", weil es nun plötzlich öfter um ein paar mm geht. Wirkt auf mich einfach mittlerweile auch als will die FIS da immer möglichst viele DSQ raushauen, um das Signal zu senden: Hey, was wollt ihr alle. Unser Sport ist total sauber. Für mich ist auch keiner von denen ein Betrüger! Dazu gehört nämlich die Absicht, sich einen Vorteil verschaffen zu wollen. Wo ist der bitte bei 1 mm?

Was ich anstelle der FIS tun würde habe ich schon gesagt: den entsprechenden Anzug einbehalten. Dann kann ihn der Springer nicht noch einmal verwenden (und mit ihm nicht noch mal dsq werden!). Was dann natürlich voraussetzt, dass jeder einen 2. dabei hat. Bzw. auch einen anderen gebrauchen darf. Aber das erschwert die fis ja auch, indem sie die Anzahl reglementiert.
 
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Pirkko

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Da wird deswegen"ein Fass aufgemacht", weil es nun plötzlich öfter um ein paar mm geht. Wirkt auf mich einfach mittlerweile auch als will die FIS da immer möglichst viele DSQ raushauen, um das Signal zu senden: Hey, was wollt ihr alle. Unser Sport ist total sauber. Für mich ist auch keiner von denen ein Betrüger! Dazu gehört nämlich die Absicht, sich einen Vorteil verschaffen zu wollen. Wo ist der bitte bei 1 mm?
Regeln sind Regeln und wenn das Mass nicht stimmt, stimmt es nicht. Und wenn es 1 mm ist
 
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