Materialthread


blackswan

Warrior of Kindness
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in der Schule werden auch unangekündigte Leistungsüberprüfungen geschrieben.
Bei uns kommt unangekündigt die Heimaufsicht und ich weiß nie, was die wie und warum überprüfen. Deswegen muss immer alles korrekt sein. Wenn ich weiß, es wird nur in die digitale Akte geguckt, kann ich Papierkram verschwinden lassen etc.

Jahrelang wussten die Teams wie, wann, warum, was kontrolliert wird und haben sich Strategien überlegt, wie man trotz irregulärem Material durchkommt.
Natürlich muss das Messverfahren sinnvoll, überprüf- und wiederholbar sein, aber die Teams müssen vorher nicht wissen WIE das Messverfahren aussieht. Und auch nicht, wann wer warum geprüft wird.
 

Pirkko

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Man kann Sachen unterschiedlich messen, wenn die verschiedenen Messarten vorher festgelegt wurden
Ob ich eine Beinlänge innen messe oder die Gesamtlänge vom Fuss bis zur Achsel, das als Beispiel, ist egal, da ja alle Grössen der Athleten bekannt sind und wie lang entsprechend der Anzug sein darf

Und noch etwas: wenn es jetzt nicht Timi Zajc getroffen hätte, sondern ein ach so böser Norweger zweimal nacheinander, hätte es den gleichen Aufschrei gegeben? Ich bin mir sicher nein, sondern es wäre der Beweis gewesen, dass die FIS die bösen Norweger genau im Blick hat
 

Kirsten

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Genau so müsste man vorgehen. Neutral und kompetent, mit der Technik umgehen. Es müsste eine Art Kabine geben, in der ein Scanner komplett über die Person geht. Ich musste echt schmunzeln, bei der Art wie das im Moment abläuft. Da wird so eine Art Handyteil rasch an ein paar Stellen drüber geführt, das soll genau sein? Sicher ist das die günstigste und einfachste Methode
Das "Handyteil", wie du es nennst, scannt doch nur ab, ob es ein gechippter Anzug ist. Damit wird doch nichts gemessen und geprüft...

Einen Bodyscanner gab es ja, der wohl Grundmaße für die Anzüge liefert, z.B. eben die Beinlänge, die Schrittlänge etc.
Aber mit so einem Scanner kannst du doch nicht im Nachhinein einen Anzug vermessen. Wie soll das denn funktionieren?
 

Kirsten

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Man kann Sachen unterschiedlich messen, wenn die verschiedenen Messarten vorher festgelegt wurden
Ob ich eine Beinlänge innen messe oder die Gesamtlänge vom Fuss bis zur Achsel, das als Beispiel, ist egal, da ja alle Grössen der Athleten bekannt sind und wie lang entsprechend der Anzug sein darf

Und noch etwas: wenn es jetzt nicht Timi Zajc getroffen hätte, sondern ein ach so böser Norweger zweimal nacheinander, hätte es den gleichen Aufschrei gegeben? Ich bin mir sicher nein, sondern es wäre der Beweis gewesen, dass die FIS die bösen Norweger genau im Blick hat
Zudem gibt es den Aufschrei ja nur hier.
Von den Slowenen gab es einen Protest über den Zeitpunkt, der aber abgeschmettert wurde, weil es keine Regel gibt, die nur sagt, Kontrolle x nur nach dem Sprung.

Sonst hört man von Teams doch kein Gemecker, dass Kontrollen falsch sind, zu streng sind, unklar sind. Um Gegenteil, man hört eher, dass alle hinter Hafele stehen und der strengen Art
 

Finn-Lady

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Ich finde es immer spannend, wie viele Leute Hafele vorschreiben möchten, wie er seinen Job zu tun hat :crazy:
Würde es euch passen, wenn ich euch euren Beruf erklären würde? Man müsste, man sollte... Wie unverschämt würdet ihr das finden?

Hafele hat den falschen Pass und bevorzugt die Deutschen und Österreicher. Etwas, was hier immer wieder angebracht wurde.
Wie erklärt ihr euch dann, dass die letzten großen Entscheidungen von Slowenien und Norwegen zu großen Teilen gewonnen wurden?

Aber ok, mit Logik braucht man bei einigen echt nicht mehr zu kommen. Es wird immer die gleiche Platte abgespielt (ob hier, beim Skispringen der Damen...) und die hängt euch noch. Leute, ganz ehrlich. Es nervt.

Ich fand es gestern schlimm, wie nicht mehr die Leistungen der Sportler im Mittelpunkt standen, sondern nur noch das Gejammere über die Platzierungen der Deutschen oder die große Präsenz der Österreicher in den Top 10 ("ich kotze" fand ich beispielsweise respektlos). Domen hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt.

Ich finde es schade, wie es sich momentan entwickelt. Du schaust ins Forum und liest immer wieder den selben Quark, Tag für Tag.

Sorry musste jetzt mal raus 😞
 

Elysa

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Das "Handyteil", wie du es nennst, scannt doch nur ab, ob es ein gechippter Anzug ist. Damit wird doch nichts gemessen und geprüft...

Einen Bodyscanner gab es ja, der wohl Grundmaße für die Anzüge liefert, z.B. eben die Beinlänge, die Schrittlänge etc.
Aber mit so einem Scanner kannst du doch nicht im Nachhinein einen Anzug vermessen. Wie soll das denn funktionieren?
Nicht nur den Anzug, sondern der Athlet sollte vor und nachher durch eine Kabine gehen, die von Kopf bis Fuß scannt. Technisch ist das sicher machbar, aber es ist sicher teuer.
 

Suomigirl26

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Bevor ich das wieder falsch verstehe, dürfen die Österreicher hier, nichts zur Dominanz sagen? Im eigenen Land! Weil es andere stören könnte? :crazy: Na wenn das wieder umgekehrt wäre.
Schlimmer fand ich ja, dass kaum jemand Domen gratuliert hat.
Finde das aber eh schon länger seltsam, nach dem Springen egal wer gewinnt, sind immer alle gleich weg.
 

Elysa

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Ich finde es immer spannend, wie viele Leute Hafele vorschreiben möchten, wie er seinen Job zu tun hat :crazy:
Würde es euch passen, wenn ich euch euren Beruf erklären würde? Man müsste, man sollte... Wie unverschämt würdet ihr das finden?

Hafele hat den falschen Pass und bevorzugt die Deutschen und Österreicher. Etwas, was hier immer wieder angebracht wurde.
Wie erklärt ihr euch dann, dass die letzten großen Entscheidungen von Slowenien und Norwegen zu großen Teilen gewonnen wurden?

Aber ok, mit Logik braucht man bei einigen echt nicht mehr zu kommen. Es wird immer die gleiche Platte abgespielt (ob hier, beim Skispringen der Damen...) und die hängt euch noch. Leute, ganz ehrlich. Es nervt.

Ich fand es gestern schlimm, wie nicht mehr die Leistungen der Sportler im Mittelpunkt standen, sondern nur noch das Gejammere über die Platzierungen der Deutschen oder die große Präsenz der Österreicher in den Top 10 ("ich kotze" fand ich beispielsweise respektlos). Domen hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt.

Ich finde es schade, wie es sich momentan entwickelt. Du schaust ins Forum und liest immer wieder den selben Quark, Tag für Tag.

Sorry musste jetzt mal raus 😞
Diese ganze Thema hätte von Seiten der Verantwortlichen vermieden werden können, wenn die Messmethoden schon früher angepasst hätte.Erst zu reagieren, als der Skandal offensichtlich wurde, war definitiv zu spät. Dass nun Diskussionen darüber geführt werden, auch wenn es noch so nervig erscheint, ist doch nachvollziehbar.
Hört euch doch mal die Fernsehzuschauer an, die nicht im Thema sind, was deren Meinung dazu ist. Ich fange mit dem Thema Skispringen erst gar nicht an, man wird belächelt dass man seine Zeit dafür überhaupt opfert. Ich konnte früher Kollegen dafür begeistern, das ist aber vorbei
 

Elysa

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Bevor ich das wieder falsch verstehe, dürfen die Österreicher hier, nichts zur Dominanz sagen? Im eigenen Land! Weil es andere stören könnte? :crazy: Na wenn das wieder umgekehrt wäre.
Schlimmer fand ich ja, dass kaum jemand Domen gratuliert hat.
Finde das aber eh schon länger seltsam, nach dem Springen egal wer gewinnt, sind immer alle gleich weg.
Es geht um viel Kohle.
 

Elysa

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Nein. Es ging darum dass nach dem Springen wenige Domen gratuliert haben bzw. ganz schnell weg sind. Es geht um viel Geld und wer nichts vom Kuchen abkriegt, freut sich eventuell nicht für die Sieger. Ich hab extra "Eventuell "geschrieben.
Profi Skispringen ist ein Vollzeitjob, da geht es auch ums Geldverdienen.
 

moiag

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Und noch etwas: wenn es jetzt nicht Timi Zajc getroffen hätte, sondern ein ach so böser Norweger zweimal nacheinander, hätte es den gleichen Aufschrei gegeben? Ich bin mir sicher nein...
Ich bin fuer mich sicher: JA

Wenn es um Milimetern geht und 0,3 PROZENT Praezision, dann muss auch Messen entsprechend praezis und wiederholbar sein. Jetzt ist es eben nicht.
 

Suomigirl26

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Nein. Es ging darum dass nach dem Springen wenige Domen gratuliert haben bzw. ganz schnell weg sind. Es geht um viel Geld und wer nichts vom Kuchen abkriegt, freut sich eventuell nicht für die Sieger. Ich hab extra "Eventuell "geschrieben.
Profi Skispringen ist ein Vollzeitjob, da geht es auch ums Geldverdienen
Im Stadion sind alle Slowenen für Domen geblieben, da war es schon laut.
Aber es geht gar nicht, vorzuschreiben wie man sich hier zu verhalten hat.
Man lernt nichts aus der Vergangenheit, da vergeht einem immer mehr die Lust. Es wird sich leider nie ändern.
 

Finn-Lady

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Nein. Es ging darum dass nach dem Springen wenige Domen gratuliert haben bzw. ganz schnell weg sind. Es geht um viel Geld und wer nichts vom Kuchen abkriegt, freut sich eventuell nicht für die Sieger. Ich hab extra "Eventuell "geschrieben.
Profi Skispringen ist ein Vollzeitjob, da geht es auch ums Geldverdienen.

Ehrlich gesagt habe ich als Fan doch Nullkommanichts von der Kohle, die es zu verdienen gibt.
Zunächst einmal geht's mir also um den Sport, den ich live oder am TV/im Stream sehe.
Ja, je nach Fanbrille mag ich mir vielleicht persönlich einen anderen Sieger wünschen, alles legitim. Es ändert aber nichts daran, dass wir bei der Tournee tolle Springen und schöne Sprünge gesehen haben. Ich persönlich feiere das - Trondheim zum Trotz.
Und dann mal eben so bei den hervorragenden Leistungen der Österreicher ein "ich kotze" raus zu hauen (ich war's nicht), wird eben nicht den Leistungen der österreichischen Springer gerecht, die für das, was sie leisten, diese Preisgelder erhalten.

Hört euch doch mal die Fernsehzuschauer an, die nicht im Thema sind, was deren Meinung dazu ist. Ich fange mit dem Thema Skispringen erst gar nicht an, man wird belächelt dass man seine Zeit dafür überhaupt opfert. Ich konnte früher Kollegen dafür begeistern, das ist aber vorbei
Die Zukunft des Skispringens liegt aber mit an uns Fans, nicht an den Event Zuschauern.
Der Radsport stand jahrelang am Abgrund nach all den Enthüllungen um den Dopingsumpf. Aber die wahren Fans sind geblieben.
Und das Skispringen wird dann überleben, wenn wir den Protagonisten abnehmen, dass ihnen daran gelegen ist, dass Skispringen auch nach Trondheim und dem was zuvor gelaufen ist, ein Umdenken und eine Veränderung durchlebt. Das mag man blauäugig und naiv empfinden, aber die Chance haben alle verdient.
Ich finde die Kritik an Hafele einfach unfair. Er hat von Anfang an keine Chance erhalten hier im Forum. Er kann also tun und lassen was er will, es wird immer falsch sein. Auch wenn er als ehemaliger Skispringer und mit seinem erworbenen Know How die Erfahrungen mitbringt, die es braucht. Hier geht's nur um den Pass, nicht um fachliche Qualifikationen und man greift ihn in seiner persönlichen Integrität an.
 
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moiag

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Er kann also tun und lassen was er will, es wird immer falsch ist. Auch wenn er als ehemaliger Skispringer und mit seinen erworbenem Know How die Erfahrungen mitbringt, die es braucht. Hier geht's nur um den Pass, nicht um fachliche Qualifikationen und man greift ihn in seiner persönlichen Integrität an.
Nah ja, er kann sehr nett sein und mit einer bemerkenswerten persönlichen Integrität. Darum geht es aber überhaupt nicht.

Allerdings scheint er die Messprinzipien nicht zu verstehen, zu beherrschen und anzuwenden.

Und das ist nicht seine persönliche Schuld. In der Theorie ist es einfach, in der Praxis jedoch schwierig. Für eine Messfehler von 0,3 % und reproduzierbare Messungen sollte man sich beraten lassen.

Wenn die FIS von Hafele unglaubliche Messprezision verlangt, sollte man kritisch sein.
 

Lazergirl

EFF #3
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Ehrlich gesagt habe ich als Fan doch Nullkommanichts von der Kohle, die es zu verdienen gibt.
Zunächst einmal geht's mir also um den Sport, den ich live oder am TV/im Stream sehe.
Ja, je nach Fanbrille mag ich mir vielleicht persönlich einen anderen Sieger wünschen, alles legitim. Es ändert aber nichts daran, dass wir bei der Tournee tolle Springen und schöne Sprünge gesehen haben. Ich persönlich feiere das - Trondheim zum Trotz.
Und dann mal eben so bei den hervorragenden Leistungen der Österreicher ein "ich kotze" raus zu hauen (ich war's nicht), wird eben nicht den Leistungen der österreichischen Springer gerecht, die für das, was sie leisten, diese Preisgelder erhalten.
Ich weiss jetzt nicht, in welchen Moment das gesagt wurde. Aber das sollte man in einem Livethread jetzt auch nicht zu hoch hängen. Da hau ich auch schon mal spontan was raus, worüber ich beim nochmaligen Lesen selbst den Kopf schüttele. Ich denke, dass alle hier so fair sind, die Leistungen der Springer anzuerkennen. Und auch wenn man sich nicht drüber freut sie zumindest akzeptiert. Ausnahme vielleicht, wenn es die beiden Norweger sind. Mich stört es als Fan nicht, wenn nicht jeder was zu Domen sagt. Das muss keiner. Habe mich eher gewundert, dass zu Kamil in dem Moment nicht mehr Reaktionen kamen.

Die Zukunft des Skispringens liegt aber mit an uns Fans, nicht an den Event Zuschauern.
Der Radsport stand jahrelang am Abgrund nach all den Enthüllungen um den Dopingsumpf. Aber die wahren Fans sind geblieben.
Und das Skispringen wird dann überleben, wenn wir den Protagonisten abnehmen, dass ihnen daran gelegen ist, dass Skispringen auch nach Trondheim und dem was zuvor gelaufen ist, ein Umdenken und eine Veränderung durchlebt. Das mag man blauäugig und naiv empfinden, aber die Chance haben alle verdient.
Absolut. Ich sehe die Gefahr für den Sport auch eher wegen Leuten wie Pertile.

Ich finde die Kritik an Hafele einfach unfair. Er hat von Anfang an keine Chance erhalten hier im Forum. Er kann also tun und lassen was er will, es wird immer falsch ist. Auch wenn er als ehemaliger Skispringer und mit seinen erworbenem Know How die Erfahrungen mitbringt, die es braucht. Hier geht's nur um den Pass, nicht um fachliche Qualifikationen und man greift ihn in seiner persönlichen Integrität an.
Als ehemaliger Springer ist er grundsätzlich der richtige Mann dafür. Er weiss ja selbst am besten, wie sich ein Anzug anfühlt und wie sich Änderungen auf den Sprung auswirken. Ich habe jedenfalls keine Zweifel an seine Kompetenz. Allerdings ist mir wichtig, dass jede Nation gleich (streng) behandelt wird. Und dass eine DSQ mit der Strafe /Sperre dann auch erledigt ist. Und nicht etwa aus Misstrauen dann besonders oft kontrolliert wird.
 
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