Das trifft es ganz gut. Talentiert war Helenius nämlich durchaus. Ich habe den schon als Amateur in Berlin gesehen und für seine Größe war Helenius wirklich nicht schlecht. Er hat sich eigentlich ganz effektiv im Ring bewegt, teilweise gut die Distanz gehalten, die Gegner mitunter sehenswert abgekontert und nicht zufällig ein überdurchschnittlicher schlagstarker Amateur. Als Profi blitzte seine Klasse duchaus auf, gerade als er nach den „großen“ Siegen Selbstvertrauen hatte. Aber er war im Ring stets zu passiv und wie man hört auch im Training eher schwierig und nicht der fleißigste. Der Schritt nach Finnland war dann auch der befürchtete Rückschritt. Er hatte von da an überhaupt keinen mehr, der ihn in den Ar.. tritt.
Bei seiner Bewertung sollte man aber auch nicht vergessen, dass die diversen Verletzungen ihm seine größte Stärke raubten. Wenn du eh schon als Boxer nicht der trainingsfleißigste und zudem im Ring etwas phlegmatisch bist, dann trifft es dich unso mehr, wenn du plötzlich deine Schlagkraft nicht mehr richtig einsetzten kannst (der Gegner wird mutiger, kann mehr Druck ausüben etc.). Der Chisora Kampf war z.B. ganz klar einer Verletzung geschuldet und seitdem hat er eigentlich nie wieder die Form der Kämpfe davor erreicht.