O-Scoring: Jai Opetaia vs. Brandon Glanton | Zuffa Boxing 04 | YouTube / Bild+


Sakaro

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Ich bin jetzt auch mit der Veranstaltung durch. Ich werde wohl kein Zuffa-Fan mehr. Ich finde die ganze Berichterstattung und das Matchmaking einfach sehr unangenehm: Sie haben klare A-Seiten und eine Agenda und dann muss das ganze Team so tun, als sehe man eine neutrale Boxliga, und gleichzeitig die A-Seiten extrem pushen, ohne dass es der Zuschauer merkt. Das fühlt sich extrem manipulativ an. Das sieht man schon am "neutralen" Kommentator-Scoring, das immer in Richtung A-Seite geht oder am Matchmaking, das genauso gewählt ist, um die A-Seiten zu verschleiern. Die Kämpfe sind so gematcht, dass sie eng aussehen, aber die B-Seite eigentlich doch keine Chance hat: Nehmen wir mal den Opener zwischen:
Alvarado vs. Rosado
Rosado konnte ja boxen und hat Alvarez stellenweise ausgeboxt, aber natürlich wussten die Matchmaker, dass Rosado nicht die Power hat, um Alvarado auch nur im Ansatz zu gefährden.
Opetaia vs. Glanton war auch so eine Ansetzung. Hinter Opetaias Kondition stehen ja durchaus auch noch einige Fragezeichen, aber was mir immer auffällt: Er nimmt in jedem Kampf klare Bomben von Boxern ohne One-Punch-Power. Da ist seine Reaktion meiner Meinung nach nicht gut genug und ein Glanton kann zwar durch seinen Stil die Kondition testen, aber er ist kein richtiger Slugger mit One-Punch-Power, er kommt über das Volumen und nicht über den einen Schlag. Ich kann mich täuschen, aber ich denke, dass Opetaia im Schwergewicht komplett untergehen wird und die Kommentatoren ordnen da überhaupt nichts ein, sondern pushen einfach unreflektiert das Schwergewichtsnarrativ. Er wird einmal von einer harten Schlag getroffen werden und dann sind die Lichter aus. Er ist bis jetzt einfach nur extrem gut gematcht worden.

Ach ja: Wie das Team Ajagba zu dem Schwergewichtsmann machen möchte, den es zu schlagen gilt, ist auch echt oberpenetrant.

Da habe ich echt lieber ein Promoter-Team als klare A-Seite mit Fans im Hintergrund, wo es klar ist, wer gewinnen soll und man auf ein überraschendes Upset hoffen kann. Das ist dann leider doch einfach transparenter und ich fühle mich nicht so verschaukelt.
 
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KRAFT&HERZ

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@Sakaro dein Post ist schon ok, aber Kondition und Opetaia würde ich nicht in Frage stellen.

Im Ggs. zu Usyk stoppt er wirklich viel mit dem Kopf, dennoch wäre er für mich im Schwergewicht ein richtig guter Gegner für Usyk.

Die Auslage, die Nehmerqualis und mMn die Kondi wären ein Pfund in der Waage.

... leider werden wir das wohl nie zu sehen bekommen.
 

Deontay

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Ich bin jetzt auch mit der Veranstaltung durch. Ich werde wohl kein Zuffa-Fan mehr. Ich finde die ganze Berichterstattung und das Matchmaking einfach sehr unangenehm: Sie haben klare A-Seiten und eine Agenda und dann muss das ganze Team so tun, als sehe man eine neutrale Boxliga, und gleichzeitig die A-Seiten extrem pushen, ohne dass es der Zuschauer merkt. Das fühlt sich extrem manipulativ an. Das sieht man schon am "neutralen" Kommentator-Scoring, das immer in Richtung A-Seite geht oder am Matchmaking, das genauso gewählt ist, um die A-Seiten zu verschleiern. Die Kämpfe sind so gematcht, dass sie eng aussehen, aber die B-Seite eigentlich doch keine Chance hat:

Bei anderen Veranstaltungen gibt es nur a-sides, da meckert man hingegen nie - hier wird aber ein besonderer Maßstab erwartet, was irreführend ist.
Die Veranstaltung am Sonntag bot auf den Prelims 2 Draws, hinzu hat mit Palma ein Löffler-Schützling den Opener der Maincard verloren.
Im Main-Event der Prelims waren mit Panin und Bunch zwei Zuffa-Signings direkt gematcht worden, wo soll dort groß eine klare a-side gegeben haben? Beim Mexiko-Duell im Co-Mainevent zwischen Salas und Saracho konnte ich im Vorfeld auch keine klare a-side erkennen.

Ausgerechnet bei der Card nun davon zu kommen, dass es nur klare a-sides gibt, das ist quatsch.
Dass es a-sides durchaus gibt, keine Frage. Man hat viel Geld in Opetaia sicherlich gepumpt, den will man nun pushen. Die Prospects wie Alvarado müssen ebenfalls aufgebaut werden. Das kann man nun vielleicht gut oder schlecht finden, aber bei einem Opener einer Veranstaltung nun so hohe 50/50 Erwartungen zu besitzen, das ist unsinnig.

Zuffa muss ein 18-Jähriges Prospect auch Raum für Entwicklung geben, deshalb werden dort auf den Prelims auch bessere Aufbaukämpfe stattfinden, ansonsten kann ein Prospect dort nicht unterschreiben, wenn es Gefahr läuft nach 1-2 Niederlagen sofort aussortiert zu werden.
Wie stellt man sich das denn bei einem 18-Jährigen vor? Es war sein zweiter Kampf innerhalb von 3 Wochen.

Da habe ich echt lieber ein Promoter-Team als klare A-Seite mit Fans im Hintergrund, wo es klar ist, wer gewinnen soll und man auf ein überraschendes Upset hoffen kann. Das ist dann leider doch einfach transparenter und ich fühle mich nicht so verschaukelt.

Die Casuals verstehen nicht einmal, was eine a oder b-side ist. Die werden sich jetzt nicht die Mühe machen irgendwelche Promoterzugehörigkeiten jeweilig abzuchecken und sich dann zugleich noch auf Erfahrungswerte zu berufen, dass man als b-side gnadenlos beschissen wird. Mit solch einer Einstellung geht ein casual überhaupt nicht heran.

Von daher sind normale Promoter absolut nicht besser. Diese ganzen DAZN-Experten scoren immer nur quatsch für die a-sides und selbst hierzulande haben wir viel Parteilichkeit beim Bildungsauftrag des öffentlichen Rundfunks gesehen, die irgendwelche Märchenstunden plapperten, wenn mal die b-side zurück schlug: "Abraham, bekannt für seine Schlagstärke, hat sicherlich die härteren Aktionen vorzuweisen, was in einem engen Gefecht den Unterschied ausmachen kann bei den Punktrichtern. Nicht ohne Grund wird es ehrfürchtig als Abrahammer bezeichnet, bei einer Schlagmessung wurde in der Rechten eine halbe Tonne gemessen, blabla"

Zuffa muss am Ende ihre Fighter wie jede andere Promotion auch hypen, damit sie im Mittelpunkt stehen. Es ist unfair zu sagen, dass man es bei anderen Promotions einfach so annimmt - aber hier in dem Fall plötzlich einen anderen Standard fährt, den man sonst nie besitzt.
 
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