O-Scoring: Kristiano Hoxhaj vs. Roberto Arriaza + Adrian Granat vs. Rydell Booker | Talents & Kings Part 5 in der Boxsporthalle Braamkamp | YouTube


Solche Veranstaltungen haben, wenn man ehrlich sein will nur den Zweck, gefakte Records zu füllen. Wetten zu platzieren und Geldwäsche zu betreiben. Da laufen im Hintergrund bestimmt, ganz viele krumme Dinger ab. Das waren ja im großen und ganzen keine "echten" Boxkämpfe, sondern Showeinlagen im Zirkusstil.

Ja, der Christian Morales betreibt da sicherlich vor 300 Zuschauern in der Turnhalle große Geldwäsche :LOL: Wetten kann man in Deutschland auf Boxkämpfe praktisch auch nicht, da fallen so Kleinringkämpfe ohnehin weg. Das kann man komplett vergessen.

Gefakte Rekorde sind imho auch falsch, kommt aber auf die Definition an. Wenn ein Kampfrekord gefakt ist, wenn er leer und künstlich hochgezüchtet erscheint... dann mag das stimmen, sollte aber nicht als Definition für Fake im Profiboxen stehen. Wir haben hier reihenweise Boxer, die sich für Geld gezielt nach Kampfabsprachen hinlegen. Das sollte man dann nicht mit leeren Kampfrekorden vermischen, wo Boxer einfach über Mismatches ihre Siege sichern.

Aufbaukämpfe gehören im Boxen dazu, man wird das Rad auch nicht neu erfinden. Ich bin allerdings der Auffassung, dass die b-sides schon so gut sein müssen, dass sie sich halbwegs wehren können. Wenn ich direkt weiß, dass der Gegner kaum 3 Minuten durchhalten kann/wird, dann geht das einfach nicht und ist auch nicht im Sinne des Sports. Deswegen verstehe ich dann auch in der Aufbauphase solche Duelle nicht.



Wenn sich aber ein Hysa mit gekauften Kämpfen bis in die WBC-Weltmeisterschaft im Stadion einkaufen kann, dann sind irgendwelche Mismatches auf einer Kleinringveranstaltung schon das geringere Übel.
 
Ja, der Christian Morales betreibt da sicherlich vor 300 Zuschauern in der Turnhalle große Geldwäsche :LOL: Wetten kann man in Deutschland auf Boxkämpfe praktisch auch nicht, da fallen so Kleinringkämpfe ohnehin weg. Das kann man komplett vergessen.
Nimms mir nicht übel, aber deine Aussagen sprechen über ganz viel Naivität und Unwissenheit, über solche klein, klein Veranstaltungen. Bleib mal lieber beim Scoren. Das kannst du ;)
 
Nimms mir nicht übel, aber deine Aussagen sprechen über ganz viel Naivität und Unwissenheit, über solche klein, klein Veranstaltungen. Bleib mal lieber beim Scoren. Das kannst du ;)

Ich fände ja besser, du würdest mal ein bisschen ins Detail gehen und aufschlüsseln, wie und in welcher Form bei solchen Events Geldwäsche etc. betrieben wird, als mit so einem arroganten Kommentar zu reagieren. Ein bisschen Sachlichkeit tut uns allen gut (ich war in der Vergangenheit auch kein Heiliger).
 
Ich fände ja besser, du würdest mal ein bisschen ins Detail gehen und aufschlüsseln, wie und in welcher Form bei solchen Events Geldwäsche etc. betrieben wird, als mit so einem arroganten Kommentar zu reagieren. Ein bisschen Sachlichkeit tut uns allen gut (ich war in der Vergangenheit auch kein Heiliger).
Ich möchte den Veranstaltern nichts unterstellen. Aber gehen wir mal von rein hypothetischen Annahmen aus.

Man könnte sich die Frage stellen woher das Geld für die Finanzierung einer solchen Veranstaltung kommt. Nicht nur die Miete für die Halle, Personal und Boxer Gagen. Sondern auch für den Alk und das kleine Catering, dass üblich ist. Also Würstchen, Bouletten und Stullen usw.. Es ist durchaus üblich solche kleinen Veranstaltungen in Bar abzuwickeln. Oder z.B. auch einen Teil Tickets in kleinen Kontingenten mit fragwürdigen Geld, selbst zu bezahlen und zu verteilen. Im Anschluss werden sie als Box Office Einnahmen verbucht.

Solch eine Show kann man auch auf dem asiatischen Wettmark anmelden lassen. Dafür braucht man eigentlich bloß Kontakt zu einem Wettanbieter iwo in Asien. Besonders wenn ein Rydell Booker gegen Adrian Granat boxt, sollte Interesse bestehen. Wenn alle mit verdienen, dürften nur geringe Hürden entstehen. Auch Privat Wetten in der Halb- und Schattenwelt sind nicht unüblich.

Mal davon abgesehen dass es finanzielle Kniffe gibt, z.B die Veranstaltung mit einer leichten miese Anzugeben, um steuerliche Vorteile daraus zu ziehen.
Dafür werden z.B die Inhouse (Catering) Einnahmen nicht vollständig gebucht etc.

Wir reden hier nicht von Unsummen. Aber Beträgen von 10k - 30k € Alles was man für eine solche Veranstaltung benötigt ist das GO vom BDB. Und mit Verlaub Thomas Pütz ist bekannt für sein Beziehungen zu düsteren Gestalten.
 
Ich möchte den Veranstaltern nichts unterstellen.

Dumm nur, dass du das doch zuvor getan hast :crazy:

Solche Veranstaltungen haben, wenn man ehrlich sein will nur den Zweck, gefakte Records zu füllen. Wetten zu platzieren und Geldwäsche zu betreiben.

Man könnte sich die Frage stellen woher das Geld für die Finanzierung einer solchen Veranstaltung kommt. Nicht nur die Miete für die Halle, Personal und Boxer Gagen.

Die Veranstalter zahlen nichts. Die Boxhalle war sicherlich gestellt, Personal lief kaum herum bei 2-300 Zuschauern und die Boxer müssen ihre Gegner selber bezahlen. Der Veranstalter zahlt da lediglich für den BDB + die medizinische Betreuung. Dann gab es noch einen Fotografen + eine Übertragung. Wenn es gut lief, hat er das mit den wenigen Einnahmen finanziert bekommen.

Solch eine Show kann man auch auf dem asiatischen Wettmark anmelden lassen. Dafür braucht man eigentlich bloß Kontakt zu einem Wettanbieter iwo in Asien. Besonders wenn ein Rydell Booker gegen Adrian Granat boxt, sollte Interesse bestehen.

Ich glaube nicht, dass irgendwelche Chinesen sich für einen Rydell Booker in der Boxsporthalle Braamkamp interessieren :LOL:

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Ich glaube nicht, dass irgendwelche Chinesen sich für einen Ryder Booker in der Boxsporthalle Braamkamp interessieren :LOL:
Gab genug Wettskandale in den letzten Jahrzehnten. Von Asiaten die auf Spiele in der Regionalliga Südwest , oder der sechsten belgischen Liga gewettet haben. Bis hin zum großen, weltweiten Combatsport Wettskandal, vor ca. 10 Jahren, der alle Bereiche des Combatsport betroffenen hat.

Die Veranstalter zahlen nichts. Die Boxhalle war sicherlich gestellt, Personal lief kaum herum bei 2-300 Zuschauern und die Boxer müssen ihre Gegner selber bezahlen
Das glaube ich kaum. Jeder Veranstaltungsraum kostet Miete. Und ich kenne keinen Boxer der seinen Gegner selber bezahlt, außer dieser hat eine eigene Promotion, wie es z.B. beim Box Temple Berlin, der Fall war. Wenn es eine solche kleine Veranstaltung ist, werden zumeist bis auf die Hauptkämpfe, die Gagen zwischen den Gyms der jeweiligen Gegner ausgehandelt. Diese Zahlen dann auch die Gagen aus. Ein Teil geht ans Gym und ein Teil an den Sportler. Nur selten gibt's bei Sportlern auf dem Niveau, eine finanzielle Vertretung. Die Main Events werden vom Veranstalter bezahlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich kenne keinen Boxer der seinen Gegner selber bezahlt

Fast alle Boxer in Deutschland bezahlen ihre Gegner selber. Hier gibt es kein Geld. Wirkliche Promoter haben wir kaum, die noch etwas bezahlen. Das kann man an einer Hand wohl abzählen.

Bei der Veranstaltung wird voraussichtlich EC den Booker noch bezahlt haben, vielleicht aber auch nur ein Teil davon. Dann die 3 Ruhe Boxing-Schützlinge werden noch zahlen, beim Rest kann man es vergessen. Das ist halt die Hürde im Profiboxen, dass ständig Geld aufgetrieben werden muss für Kämpfe. Das wird nur noch über Sponsorengelder eingetrieben.

Manchmal erhalten Boxer noch Deals mit Ticketkontigenten. Die bekommen Geld für den Gegner, müssen aber 50 oder 100 Tickets für Geld abnehmen.
 
Ich fände ja besser, du würdest mal ein bisschen ins Detail gehen und aufschlüsseln, wie und in welcher Form bei solchen Events Geldwäsche etc. betrieben wird, als mit so einem arroganten Kommentar zu reagieren. Ein bisschen Sachlichkeit tut uns allen gut (ich war in der Vergangenheit auch kein Heiliger).
Hab das mal durch KI laufen lassen. Die Antwort ist ganz interessant:

Grundsätzlich funktioniert die Geldwäsche im Profiboxen nach den klassischen drei Phasen der Geldwäsche: Einspeisung (Placement), Verschleierung (Layering) und Integration (Integration). Aufgrund der zersplitterten und intransparenten Strukturen des Boxsports lässt sich schmutziges Bargeld hier jedoch besonders leicht als „legitime Sportinvestition“ tarnen.
Hier ist der detaillierte Ablauf, wie Kriminelle – oft aus dem Milieu der Organisierten Kriminalität (OK), von Rockergruppierungen oder kriminellen Clanstrukturen – dabei vorgehen, mit direktem Bezug zu den Gegebenheiten in Deutschland:

Phase 1: Die Einspeisung (Placement) – Das Bargeld in den Sport bringen
Da im Boxsport – abseits der ganz grossen TV-Events – bei kleineren Kampfabenden (sogenannten „Hinterhof-“ oder „Turnhallen-Galas“) noch immer sehr viel bar bezahlt wird, ist die Einstiegshürde niedrig.
  • Das Aufblähen von Ticketverkäufen (Ghost-Zuschauer): Ein Promoter veranstaltet einen Kampfabend in einer deutschen Mehrzweckhalle. Die Halle fasst 1.500 Zuschauer, es kommen aber nur 400. Der Promoter deklariert am Ende jedoch eine „ausverkaufte Hütte“ und schleust illegales Bargeld in die Kasse, indem er behauptet, die restlichen 1.100 Tickets seien bar an der Abendkasse verkauft worden.
  • Gastronomie und Merchandising: Ähnlich wie bei den Tickets werden die Bareinnahmen aus dem Verkauf von Bier, Bratwürsten und Fan-T-Shirts künstlich vervielfacht. Niemand kann im Nachhinein prüfen, ob an einem Abend 300 oder 3.000 Bier bar bezahlt wurden.
  • Die „Bar-Börse“ bei Aufbaukämpfen: Um im Profiboxen nach oben zu kommen, brauchen talentierte Boxer eine makellose Kampfstatistik (z. B. 15 Siege, 0 Niederlagen). Dafür werden oft ausländische „Journeymen“ (Boxer aus Osteuropa oder Südamerika, die nur anreisen, um zu verlieren) nach Deutschland geholt. Diese Boxer und ihre Betreuer werden oft direkt vor Ort bar bezahlt. Hier fliesst schmutziges Bargeld direkt als „Kampfbörse“ oder „Spesen“ ab, ohne dass es je eine Bank sieht.

Phase 2: Die Verschleierung (Layering) – Papierspuren verwischen
In dieser Phase wird das Geld durch ein Geflecht von Firmen, Verträgen und internationalen Konten geschoben, um die illegale Herkunft unkenntlich zu machen. Hier schlägt die Stunde von Scheinfirmen und Strohmännern.
  • Fingierte oder überhöhte Sponsoringverträge: Ein Krimineller gründet eine scheinbar legale Firma (z. B. eine Immobilienverwaltung, eine Autovermietung oder eine Sicherheitsfirma in Berlin, Frankfurt oder im Ruhrgebiet). Diese Firma schliesst einen Sponsoringvertrag mit einem Boxstall oder einem einzelnen Boxer ab. Es werden monatlich 20.000 Euro für „Logoplatzierungen auf der Boxhose“ überwiesen. Der Betrag steht in keinem Verhältnis zum Werbewert, aber auf dem Papier ist es eine legale Betriebsausgabe für das Unternehmen und legales Einkommen für den Boxstall.
  • Berater- und Managementgebühren über Steueroasen: Verträge werden nicht direkt mit dem Boxer geschlossen, sondern mit Briefkastenfirmen in Offshore-Zielen (z. B. Zypern, Dubai oder den Cayman Islands), die angeblich die Bildrechte oder das Management des Boxers halten. Das Geld verlässt den deutschen Raum und fliesst in internationale Kanäle, wo die Eigentümerstrukturen für deutsche Ermittler kaum noch nachvollziehbar sind.
  • Die Übernahme von Trainings- und Reisekosten: Kriminelle Gönner treten als „Mezzene“ auf. Sie bezahlen die teuren Trainingslager (z. B. in den USA oder auf Mallorca), die Flüge, die medizinische Betreuung und die Trainer der Boxer. Die Rechnungen werden über verschlungene Firmenkonstrukte beglichen. Der Boxer ist dadurch komplett abhängig vom Geldgeber, und das Geld wurde erfolgreich in den legalen Wirtschaftskreislauf „investiert“.

Phase 3: Die Integration – Das saubere Geld ernten
Am Ende des Prozesses kommt das Geld als völlig legales, versteuertes Einkommen wieder beim Kriminellen oder seinen legalen Unternehmen an.
  • Reinvestition in legale Güter: Der Boxstall wirft nun scheinbar hohe Gewinne ab (die in Wahrheit aus dem geschleusten Geld bestehen). Mit diesen „sauberen“ Gewinnen kaufen die Hintermänner Immobilien in Deutschland, investieren in legale Gastronomiebetriebe oder erwerben Luxusautos.
  • Verkauf von Exklusivlizenzen und TV-Rechten: Hat man einen Boxer durch das illegale Geld erfolgreich aufgebaut und an die internationale Spitze gebracht, klopfen die grossen TV-Sender oder Streaming-Plattformen an. Die nun fliessenden Millionen-Gagen aus legalen TV-Verträgen sind absolut sauber. Das kriminelle Netzwerk hat aus illegalem Kapital ein hochprofitables, legales Anlagegut (den Spitzenboxer) geschaffen.



Der spezifische Bezug zu Deutschland: Warum es hier so gut funktioniert
Deutschland bietet für diese Form der Geldwäsche aus mehreren Gründen einen idealen Nährboden:
  1. Die Struktur des BDB (Bund Deutscher Berufsboxer): Im Gegensatz zum Fussball (DFB) ist der BDB kein mächtiger Wirtschaftsverband mit strengen Compliance-Richtlinien, sondern ein verhältnismässig kleiner Verein. Er lizenziert Boxer, Promoter und Ringrichter und überwacht die sportlichen Regeln. Eine tiefgehende Finanzprüfung der Promoter oder eine Überprüfung, woher das Geld für die Sponsorenverträge stammt, kann der Verband personell und rechtlich überhaupt nicht leisten.
  2. Die deutsche Bargeldkultur: Deutschland ist im europäischen Vergleich nach wie vor ein Bargeldland. Während in anderen Ländern Barzahlungen ab bestimmten Summen streng verboten sind, sind in Deutschland Transaktionen mit grossen Mengen Bargeld im Alltag und bei Event-Organisationen weitaus unauffälliger.
  3. Die Zersplitterung der Ermittlungsbehörden: Geldwäsche wird in Deutschland von den Bundesländern und lokalen Staatsanwaltschaften verfolgt. Da Kampfabende oft in wechselnden Bundesländern stattfinden und die Firmen der Hintermänner wiederum in anderen Städten gemeldet sind, fällt es den Behörden schwer, die Puzzleteile behördenübergreifend zusammenzusetzen.
  4. Verflechtung mit der Sicherheitsbranche: In Deutschland gibt es traditionell eine extrem enge personelle Verflechtung zwischen der Boxszene, Türsteher-Netzwerken und privaten Sicherheitsdiensten. Da die Sicherheitsbranche (insbesondere im Club- und Eventbereich) selbst als anfällig für OK-Strukturen und Bargeldgeschäfte gilt, schliesst sich hier oft der Kreis: Das Geld aus illegalen Geschäften fliest in die Security-Firma, von dort als „Sponsoring“ in den Boxclub, und die Boxer wiederum arbeiten als Türsteher oder Ordner für die Hintermänner.
Sicherlich müsste man hier und dort noch etwas genauer hinsehen, aber als Info wars recht eindrücklich.
 
Die Boxsporthalle Braamkamp gehört dem Hamburger Amateurboxverband. Morales sitzt da mit im Vorstand, ebenso sein Bruder. Wäre schon etwas seltsam, wenn er da dicke Miete abdrücken müsste.
Danke für die Info mit dem Morales Brüdern.

Imo wurde schon für die Halle bezahlt, oder anderweitige Verabredungen getroffen. Wie hoch die Summe ist, wissen nur die beteiligten Parteien.
Das ist immerhin eine gewerbliche Veranstaltung gewesen. Ich weiß nicht zu 100% ob Vorteilnahme und Amtsmissbrauch zu tragen kommen, wenn die Halle vom Amateur Boxsport Verband Hamburg, für Lau bereit gestellt wird. Ob die Morales Brüder im Vorstand sitzen, dürfte Maximal für die Zusage ein Bereitstellung der Halle für eine gewerbliche Veranstaltung, eine Rolle spielen. Immerhin gehört die Halle somit der Stadt Hamburg und seiner Verwaltung. Die müssen meines Wissens ebenfalls zustimmen. Das dürfte eigentlich nicht kostenlos gewesen sein.
 
Und was ist Dein sachlicher Angang, wenn Du - wie Du schreibst - selbst genau so wenig von diesem "Quatsch" hälst? Wodurch machst Du es besser?
Sachlicher Angang wäre so etwas, dass man zumindest berücksichtigt, dass viele Boxer auf diese "Geschäftsmodelle" angewiesen sind, um nach oben zu kommen. Selbst solche Kämpfe, die man natürlich vom sportlichen Ungleichgewicht kritisieren darf, haben trotzdem einen sportlichen Wert, wenn man die Praxis als Boxer kennt.
Trotz vielleicht z.B. stillschweigender Vereinbarungen bleiben viele Fights immer ein Risiko. Man weiß nie, wie ein Aufbaugegner sich am Tag X wirklich präsentiert. Ein Treffer, ein schlechter Moment kann einen Kampf immer drehen, für eine Verletzung sorgen uä.
Außerdem ist das wie "Proben" für den Ernstfall, ähnlich wie z.B. Brandschutzübungen der Feuerwehr, um es anschaulich zu machen. Die braucht man genauso regelmässig, um Routinen zu finden, Abläufe zu optimieren, mit Druck umgehen zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, sich weiter zu entwickeln hinsichtlich Vorbereitag, Kampftag usw.
Vor allem, wenn man z.B. kein Elite-Amateur mit internationalen Kämpfen ist/war, dann muss man bestimmte Dinge manchmal im Profibereich nachholen.
Nicht zuletzt ist das Ganze bei den aktuellen Boxsystemen notwendiges Übel für Rankings, den Marktwert usw. Insoweit ist man als Profiboxer irgendwo auch dazu gezwungen oder verdammt sich auf diese "Kämpfe" einzulassen. Wie schon einmal woanders geschrieben: würde jeder Profiboxer in jedem Fight nur die gleichwertige, sportliche Herausforderung suchen, dann hätten die meisten Champions, WM-Herausforderer, Prospects usw. gänzlich andere Kampfrekorde, was die Mehrheit der Konsumenten, der Sponsoren, der Medien usw. sicher nicht anerkennen, unterstützen oder so sehen bzw. haben will - erkennt man ja beispielsweise im Vergleich beim Olympischen Boxen und dessen Stellenwert hinsichtlich Pros oder den gesellschaftlichen Meinungen über Talentförderung, über Verlierer, über den Leistungssport an sich etc.
Somit ist das mit dem "Quatsch" nicht 100%ig treffend, wenn man die Situation der Boxer persönlich kennt.
Wodurch ich es besser mache: versuche zumindest seit mehreren Jahrzehnten in der Praxis sowohl Amateur- als auch Profiboxer ein Mindestmaß an sportlicher Ehre/Respekt/Fairness/Herausforderung mit auf den Weg zu geben. Gebe aber zu, dass das nur bis zu einem gewissen Level überhaupt möglich ist. Denn wenn es um Erfolge, Geld, Leistungssport auf hohem Level geht: dann beginne ich im Strahl zu ko...., weil man mit dieser vielleicht "ehrenhaften" Einstellung leider kein Land gewinnt, da ua. sog. Entscheider, Trainer, Boxer, Zuschauer, Medien, Promotor, Verbände wenig aus Missständen & Co. lernen wollen, aber gut: man soll die Hoffnung nie aufgeben und wenn nur einer mal was dazu lernt oder so ... ;)
 
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